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Telekom will Glasfaser weiter vorantreiben und beginnt Vermarktungsoffensive

Die Telekom hat bestätigt, dass man mit Glasfaser in seine bisher größte Vermarktungsoffensive gehe: Glasfaser für 600.000 Haushalte in 60 Kommunen möchte man gerne an den Mann bzw. die Frau bringen. 1 GBit/s für die ersten Kunden soll es schon im Jahr 2021 geben. Wer jetzt bestelle, könne fast 800 Euro Hausanschlussgebühr sparen.

Die neuen Anschlüsse bieten eine Geschwindigkeit bis zu 1 Gigabit pro Sekunde beim Herunterladen. Beim Heraufladen sind es bis zu 200 Megabit pro Sekunde. Ködern will man eben damit, dass jeder, der einen Glasfaser-Tarif buche, die Leitung im Rahmen der aktuellen Aktion kostenfrei erhalte. Das sei auch eine Möglichkeit für Immobilienbesitzer, ihr Haus im Wert steigen zu lassen, da es dadurch attraktiver werde.

Insgesamt stellt die Telekom für die Ausbauprojekte laut eigenen Aussagen etwa 2.800 Netzverteiler auf und benötigt rund 2.600 Kilometer Tiefbau. Mehr Informationen zu den Glasfaser-Tarifen der Telekom findet ihr wiederum hier.

In diesen Gebieten beabsichtigt die Telekom Glasfaser auszubauen: Bad Salzungen, Bergen auf Rügen, Berlin (Karlshorst, Hansaviertel, Siemensstadt, Weissensee), Bonn-Nordstadt, Bornheim, Braunschweig-Ost, Brühl, Hamburg (Eppendorf, Winterhude), Ilmenau, Laatzen, Mannheim-Schwetzingerstadt, Taufkirchen, Trier, Unterhaching und Wesseling. Weitere Kommunen sollen laut dem Unternehmen bald folgen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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28 Kommentare

  1. Wenn sie wirklich Glasfaser wollen, müssen die ihren Kunden aber auch die Vorteile schmackhaft machen. Genau das tun sie aber nicht, sondern kürzen bei den aktuellen Tarifen sogar den Upload um 50%. Früher hab es bei Magenta XL 100 Mbits Upload per Glasfaser, heute sind es nur noch schlappe 50 Mbits.

    Das sieht für mich nicht so aus, als ob sie das den Kunden schmackhaft machen wollen, weil sich der Tarif ja jetzt nicht mehr vom ollen VDSL abhebt.

    • Bei EWE genau das Gleiche, alte Tarife haben 300/150 Mbits die neuen nur noch 300/75 Mbits. Dafür verlangt man dann aber den alten Preis von 50€ / Monat. Das bucht doch kein Mensch mehr wenn es von Vodafone 1000 / 50 Mbits für 40€ im Monat gibt.

  2. Löblich, aber dann gibts nicht mal MagentaEins Plus für FTTH-Kunden. Das passt nicht.

  3. Bei uns gibt es noch nicht mal VDSL100.
    Aber immerhin 1GBit/s über Docsis3.1.

    Aber vielleicht verändert sich, dass aktuell wird umgebaut. Aber wascheinlich nur auf Vectoring.

  4. telekom hier glasfaser ausgebaut und lässt keine anderen nutzer zu….
    sowas finde ich frech..

  5. Wäre jedoch schön, wenn gerade in Berlin die Wohnungsbaugesellschaften dann auch die Verlegung der Leitung zulassen würden (diese sei kostenfrei, sowohl Verlegung draußen sowie innen. Am Telefon wiederum wird der Gesellschaft dann erzählt ja ne die Telekom zahlt das nicht). Und DARAN scheitert das dann. Lächerlich.

  6. Haha haha haha…
    Ich baue gerade. Mittlere Stadt zwischen zwei Metropolen.
    Habe vor Monaten nach FTTH angefragt. 80% des Neubaugebiets sind FTTH per Telekom versorgt. Rest über Kabel.
    Telekom schafft es seit Monaten nicht mit ein Angebot zu erstellen geschweige denn mir eine Info zu geben, ob sie mich überhaupt versorgen können (Nachbar hat FTTH von der Telekom).
    In der Zwischenzeit sind nun schon die Hausanschlüsse gelegt worden. Dazu ein Lehrrohr.
    Auf Nachfrage heißt es immer nur: wir prüfen noch…

    • therealThomas says:

      Ich arbeite bei einem großen deutschen ISP für Business-Kunden. Wenn wir für einen Kunden eine Leitung bei der Telekom anfragen, dann kann allein die Preis- und Verfügbarkeitsauskunft gerne zwischen 3 und 6 Monaten dauern.

      • Danke für die Info… dann warte ich eben nochn paar Monate… Straße, Bürgersteig und Co sollen Noordhoff Weihnachten von der Strabag ausgebaut werden – da freuen sich später alle Anwohner, wenn das in ein paar Monaten wieder aufgerissen wird…

  7. Bei uns soll nächstes Jahr auch gebaut werden, 81% haben sich schon angemeldet. Bis 15 Dezember ist noch Zeit. Ich habe den 1GBit Tarif genommen. Ich freue mich schon. Ist auch ein Plus für meine Eigentumswohnung.

    • Den 1 GBit-Tarif? Dank des miserablen Peerings der Telekom wirst du den aber kaum nutzen können, es sei denn, du surfst den ganzen Tag nur auf bild.de oder dem „Deutschen Internet“.

  8. Christopher says:

    Hm. Habe in einem Hamburger Wohngebiet neu gebaut und in dem Telekom-tpyisch benannten Projekt „Mehr Breitband für Mich“ (MbfM) den Bauherrenanschluss meines Hauses beantragt. Erstellung des Angebots 100€.
    Nach wenigen Monaten Angebot bekommen für sage und schreibe: 62.000€
    In Worten Zweiundsechzigtausend….
    Das ist nicht in der Einöde, das ist in Hamburg. Die wollen, dass ich die komplette Erschließung meines Blocks bezahle…
    Und für das Geld kann man dann 1Gbit für > 100€ im Monat bestellen.
    Ich bin jetzt bei Vodafone für 40€ im Monat bei 1Gbit und Anschlusskosten von 800€.

    Der Eindruck, der nach nem ungläubigen Lachanfall übrigbleibt ist eigentlich nur eins: Frechheit.

    • „MBfM“ ist nicht das Angebot für Bauherren, sondern ein bestellter FTTH-Ausbau auf eigene Kosten ausserhalb der Gebiete, in denen FTTH offiziell verfügbar ist.

      Der Bauherrenanschluss kostet bei der Telekom auch 800 Euro. Dafür gibt’s das, was die Telekom in dem Neubaugebiet ausbaut. Das ist heutzutage häufig ein FTTH-Anschluss. Wenn bei Dir kein FTTH von der Telekom ausgebaut wurde, dann kann das daran liegen, dass das Neubauprojekt exklusiv von einem anderen Anbieter versorgt wurde. Eben z.B. Vodafone.

      • Christopher says:

        Ich hab nichts von Neubaugebiet gesagt. Ich sagte Hamburger Wohnbebiet.
        Ich find es halt lächerlich dass ich in einem Wohngebiet der zweitgrößten deutschen Stadt selbst die Komplettkosten einer Glasfaserverlegung zahlen soll die den gesamten Block erschließt.

        Aber wer nicht im Neubaugebiet wohnt hat halt Pech… Oder muss 60TEUR berappen….

        • Aber von einem Neubau und einem Bauherrenanschluss. Deswegen der Hinweis, dass das nicht der übliche Anschluss für Neubauten ist, sondern ein Sonderausbau. Aber wenn es sich nicht um ein Neubaugebiet (oder etwas größeres Neubauprojekt) handelt dann erklärt das, warum die Telekom standardmäßig nur einen Anschluss an das vorhandene Netz anbietet.

          Wer nicht in einem Neubaugebiet wohnt muss eben hoffen, dass in dem Wohngebiet mal eine Vorvermarktung für einen generellen FTTH-Ausbau stattfindet. In dem Artikel unter dem wir hier schreiben geht es letztlich darum, dass die Telekom diese Vorvermarktungen hochfährt.

          Das Vorgehen, FTTH in ganzen Gebieten zu vermarkten (sowie in Neubaugebieten, die sowieso neu erschlossen werden müssen) ist insgesamt wesentlich sinnvoller, als einzelne FTTH-Anschlüsse auf Sonderwunsch zu bauen. Das die Telekom dies überhaupt anbietet sehe ich eher als Marketinggimmick. Ich glaube kaum ein Anbieter baut Dir einen FTTH-Anschluss ausserhalb seines FTTH-Versorgungsgebiets. Und wenn, dann kostet das eben.

          • Christopher says:

            Genau, Marketinggag.
            Im Gebiet selbst liegt ja Glasfaser, immerhin muss ich _nur_ den Tiefbau vom Verteiler zu meinem Haus bezahlen.
            Aber es gibt halt Varianten wie es ginge… Man könnte es anderen Kunden in der Gegend anbieten und schauen ob man mehr Kunden bekommen kann. Man könnte schauen ob es mit Mikrotrenching geht.
            Man könnte auch sagen: OK, dann werden die Kosten auf den Tarif angerechnet und über die nächsten 30 Jahre recouped…
            Es ist halt so, dass bei dem aktuellen Angebot ein Block mit Häusern und Wohnungen, der momentan nicht erschlossen ist nach der Aktion erschlossen ist. Da bin nicht nur ich Nutznießer, also sollte die Telekom mMn einen Teil der Kosten tragen. Bei 62k tun sie das überhaupt nicht und wir bleiben Entwicklungsland was gutes Internet angeht…

            Bleibt mir warten auf Gesetze die das in 20-30 Jahren endlich als Grundrecht festlegen…

            • Die Telekom kann Dich nicht länger als 24 Monate vertraglich binden. Deswegen kann sie auch keine Ausbaukosten über längere Zeit auf einen Tarif aufschlagen.

              Man kann bei MBfM sich auch mit der Nachbarschaft zusammen tun, wenn es da mehr Interessenten gibt. Dann wird es auch schnell deutlich günstiger pro Haushalt.

              Die Telekom könnte natürlich ansonsten all das machen was Du sagst: auf Anfrage lokale Vorvermarktungen in der Nachbarschaft, mit den Gemeinden verhandeln ob Microtrenching geht… Und das (bei guten Konditionen für MBfM) dann vermutlich für tausende oder zehntausende kleine Gebiete in Deutschland.

              Die Frage ist welchen Vorteil die Telekom davon hat. Das alles würde Ressourcen binden, für einen ziemlich kleinteiligen und zersplitterten Ausbau. Da wäre es vermutlich effizienter stattdessen die Ressourcen für einen systematischen FTTH-Ausbau in diversen Orten einzusetzen, so wie sie es jetzt im größeren Stil anfängt. Kunden wird sie dafür so oder so finden, egal ob die vorher angefragt haben.

  9. Ich mag ja ein kleiner „Ketzer“ sein , aber für einen Privathaushalt – nicht eine Firma , ein mittelständischer handwerker – reichen je nach Bewohneranzahl 50 – 100 mBit/s doch völlig aus . Ich bin alleinlebend , könnte 100 mBit/s von der Telekom haben und habe dankend verzichtet weil mir die 50 mBit/s ausreichen. Hätte ich partner und Kinder wären 100 mBit/s vielleicht nötig , aber jeder kann ja immer nur einen Stream zur zeit hören , sehen oder sonstwie nutzen , man hat nur 2 Ohren für maximal 2 Telefonate zur Zeit und dann sogar nur einen mund zum reden. Wo bleibt die Vernunft der Endkunden? ja ich bin dafür 25 oder besser 50 mBit /s für alle auch das Försterhaus im Walde . Aber dreistellige oder gar vierstellige mBit/s-Raten sind für Industrie, handel und handwerk notwendig und sollten auch für diese reserviert bleiben. Kommt mal runter von Eurer Gigantomanie schneller höher weiter . Mir würden persönlich sogar 25 mBit/(s reichen , da das aber keinen finanziellen Vorteil bringt beleibe ich bei den 50. Wird mir vermutlich bis zum Tode reichen , es sei denn ich dadoptiere noch ne 4-köpfige Familie – lach ! Übrigens: bin intensiver Online-Nutzer , Streame viel vor allem musik und Hörmedien über heimvernetzte laustprecher, IP/TV von der Telekom , und was man noch so laufen hat . Also sicher kein „netzverweigerer“ mit nem Wählscheibentelefon. Aber eben ein Mensch der noch mit Ressourcen vernünftig umgehen kann und nicht „zahlengeil“ ist . Ich muß nicht „den Längsten“ haben .

    • Im Prinzip hast du nicht unrecht. Man sollte schauen was man braucht und danach kaufen. Du darfst aber nicht vergessen, dass mittlerweile viele Leute mit Cloud-Lösungen arbeiten, hier macht sich ein hoher Upload deutlich bemerkbar. Jemand anderes zockt vielleicht gerne, der muss dann keine 3 Stunden mehr auf einen Download warten sondern nur noch 10 Minuten. Das hat meiner Meinung nach nichts mit Unvernunft zu tun, im Gegenteil.

      • therealThomas says:

        Zudem benötigt fast alles mit der Zeit immer mehr Bandbreite. Früher oder später wird man mit 100 MBit/s nicht mehr auskommen, also warum sollte man jetzt den Ausbau stoppen oder bremsen, nur um in x Jahren Probleme zu bekommen? Eine Autobahn baue ich ja auch nicht für den momentanen Bedarf…

  10. Christopher says:

    Klar, jeder muss selbst wissen was er braucht, aber man sollte schon Perspektive haben.

    Hätte ich vor 25 Jahren gebaut hätte ich 10mbit BNC bei mir im Haus verlegt. Da ich aber heute baue verlege ich 10gbit Kabel.
    Wenn man baut und eh die Erde aufgerissen wird macht es schon Sinn eine Technologie zu verbauen die die nächsten 10-15 Jahre hält.
    Und diese Technologie ist sicher nicht Vectoring…

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