Telekom bringt Glasfaser in 435 Neubaugebiete

Die Deutsche Telekom brachte Glasfaser im dritten Quartal 2021 laut eigenen Aussagen in 435 Neubaugebiete. Darunter seien auch 44 Gewerbegebiete. 37.200 Haushalte und Gewerbetreibende würden davon profitieren. Wobei das natürlich so eine Sache ist, denn diejenigen profitieren in der Praxis freilich nur dann, wenn sie auch einen Vertrag mit dem Provider abschließen.

Das maximale Tempo beim Herunterladen beträgt über die Glasfaseranschlüsse 1 Gbit/s. Beim Hochladen sind es 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Die Telekom ist da aktuell äußerst aggressiv dabei, Kunden zu werben, denn ca. alle 14 Tage schellt es bei mir an der Tür und man möchte mir, trotz mehrfach bekundetem Desinteresse, Glasfaser schmackhaft machen. Vermutlich ist das in vielen anderen Gebieten auch so.

Um Kommunen und Bauträgern lokale Ansprechpartner zu bieten, hat die Telekom deutschlandweit 35 Neubaugebiete-Lifecycle-Teams etabliert. Diese Teams aus Technik, Service und Vertrieb betreuen die Neubaugebiete von der ersten Kontaktaufnahme bis zum fertigen Hausanschluss. Die Telekom baue dabei jährlich rund 2.000 Neubaugebiete mit Glasfaser in Deutschland aus. Für das nächste Quartal sei bereits für rund 465 weitere Gebiete die Ausbauentscheidung gefallen. Knapp 29.600 Haushalte und Gewerbeeinheiten könnten dann in Zukunft von den Ausbauvorhaben profitieren.

Ob sich da bei euch etwas tut, könnt ihr unter www.telekom.de/glasfaser prüfen. Mehr Informationen zum Glasfaser-Hausanschluss erhalten Eigentümer unter 0800 330 1903 oder im Internet unter www.telekom.de/bauherren.

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18 Kommentare

  1. >>Die Telekom ist da aktuell äußerst aggressiv dabei, Kunden zu werben, denn ca. alle 14 Tage schellt es bei mir an der Tür und man möchte mir, trotz mehrfach bekundetem Desinteresse, Glasfaser schmackhaft machen. Vermutlich ist das in vielen anderen Gebieten auch so.<<

    Schade, bei uns nicht.
    Schade deshalb, da wir FTTH gerne hätten, bereits Telekom Kunde sind und sich das definitiv auch nicht ändern wird.

    Gruß, whn

  2. „denn ca. alle 14 Tage schellt es bei mir an der Tür und man möchte mir, trotz mehrfach bekundetem Desinteresse, Glasfaser schmackhaft machen“

    Bei mir wollte mal jemand von der „Telekom“ (bzw. war Ranger Marketing im Auftrag der Telekom) einen Glasfaser Anschluss verkaufen, da hab ich ihn erstmal darauf hingewiesen dass es bei uns kein Glasfaser sondern nur VDSL gibt (GF Ausbau ist erst in ca. 2-3 Jahren geplant).

    Da wollte er mir erklären dass VDSL ja quasi Glasfaser ist, und es gar keinen Sinn macht dass man Glasfaser bis ins Haus bekommt. Diese Aussagen waren sehr interessant 😉

    • Ja, so hab ich es damals bei Ranger auch gelernt, das war 2009 schon so… Beim Kunden mit Glasfaser kommen und wenn nachgefragt wird, sich damit rausreden, dass irgendwo in der Region bestimmt ein Verteiler mit Glasfaser angebunden wurde

  3. Das wäre für mich ja schonmal ein Schritt nach vorn, aber jetzt künstlich asymmetrische Tarife zu verkaufen weil das im Consumerbereich mit DSL auch schon so war ist sehr traurig. Schade das es in Deutschland keine öffentliche Glasfaserinfrastruktur geben wird, so finden wir international den Anschluss nicht.

    • Sehr richtig. Viel trauriger ist meiner Meinung aber, dass die Telekom noch immer das schlechteste Peering aller großen ISPs bietet. Da nützt dir die Glasfaser auch überhaupt nix, wenn du Abends z.B. aus der Amazon-Cloud nur mit ein paar KB/s lädst.

      • Wir sind bei 1&1 (sind die nicht mehr DTAG-Reseller?) und ich kann mich wirklich nicht beklagen.
        Von den 100/40 des Vertrages (100/32 des Anschlusses) sind rund um die Uhr wenigstens 80/25 verfügbar, auch zu Amazon.

        Wo/wie messen Sie denn (gerne mit URL der Gegenstelle(n))?

  4. Wäre auch seltsam, wenn Neubaugebiete kein Glasfaser erhalten würden…

  5. Der Ausbau ist insgesamt ein Witz und geht nur dann voran, wenn er für die Telekom am besten nix kostet! Bei uns (rund 360 Einwohner-Dorf) baumelt seit der Wende die Telekom Kupferleitung an Masten, die ohne Grundbucheintrag einfach (nur vorübergehend) vor die Tür geknallt wurden. Die Verlegung der Leitungen in den Boden hätte vor einigen Jahren gleichzeitig mit der Verlegung der Mittelspannungsleitung von Mast in Erde in die eh schon offenen Gräben erfolgen können. Wurde von der Telekom abgelehnt, da die Gemeinde nicht 100% der Kosten übernehmen wollte. Inzwischen liegt zum Glück bei der Hälfte des Dorfes 100Mbit/s VDSL an (real max 70 und das auch noch instabil). Nun hat der Landkreis ohne Rücksprache mit den Vertretern des Dorfes entschieden, dass nur der Teil mit FTTH ausgebaut wird, der weniger als 30Mbit/s hat. Dafür ist Bestandsinfrastruktur zu nutzen. Jetzt hängt man an die Masten noch eine weitere Leitung (Glasfaser), führt diese schön am halben Dorf vorbei und schließt nur den restlichen Teil an. Herzlichen Glückwunsch! Man darf sich jetzt über die hässlichen Leitungen freuen, die teils den Zugang zum Dach erschweren und hat noch nichtmal was davon. Das ist Digitalisierung 2021 in Deutschland. Selbst auf Anfrage, dass man den Anschluss sogar bezahlen würde, kam eine Absage. Man könne das nicht projektieren…

    • Ich glaub in so einem Fall würde ich mir echt „star-link“ anschaffen. Ist zwar teuer vom Grundpreis (99€) und der Stromverbrauch der Schüssel ist noch nicht ohne, wobei neue Revisionen der Schüssel wohl weniger verbrauchen, aber besser als sowas wie bei Michael. Sobald Erdarbeiten erfolgen sollten zumindest Leerrohre zusätzlich gelegt werden meiner Meinung nach. Aber das Thema weiße Flecken werden wir wohl noch länger haben. Traurig echt.

    • Ein gewisser Herr Georg S. aus einem bekannten Computerheft-Verlag aus Hannover hat vor ein paar Jahren mal eine Serie gestartet nach dem Motto“ Mein Glasfaseranschluss und ich“. In der Strasse, in der er wohnt, wollten die Anwohner Glasfaser haben. Die DTAG war dafür zuständig. Die Anwohner hätten einen höheren 5stelligen Betrag zahlen sollen. Die Verhandlung, ob man ein Teil der Leistungen selbst übernehmen kann, sind gescheitert…

      • „In der Strasse, in der er wohnt, wollten die Anwohner Glasfaser haben. Die DTAG war dafür zuständig.“

        Speziell „zuständig“ ist die Telekom dort nicht, das kann prinzipiell jeder Anbieter machen. Die Telekom bietet ausserhalb ihrer regulären FTTH-Ausbaugebiete FTTH-Anschlüsse an, für Selbstzahler. Bei anderen wird man zumindest als Privatperson nicht mal ein Angebot bekommen…

        Mittlerweile baut die Telekom auch in Hannover wieder regulär FTTH aus. Mit etwas Glück wird Herr S. seinen Anschluss dann auch umsonst bekommen.

    • „Nun hat der Landkreis ohne Rücksprache mit den Vertretern des Dorfes entschieden, dass nur der Teil mit FTTH ausgebaut wird, der weniger als 30Mbit/s hat. “

      Der Landkreis wird einen mit Mittel aus dem Breitbandfördertopf des Bundes geförderten Ausbau durchführen. Diese Mittel durften bis vor kurzem nur für „weiße Flecken“ gemäß EU-Definition verwendet werden. Und das sind Haushalte mit weniger als 30 Mbit/s im Download. Da hatte der Landkreis keinen Enzscheidungsspielraum.

      Mittlerweile (ca. 6 Monate) hat der Bund von der EU auch die Genehmigung Gebiete mit vorhandenen 30-100 Mbit/s zu fördern. Dazu müssen Kommunen und Landkreise jetzt entsprechende Gebiete neu definieren und ausschreiben…

  6. Glasfaser-Nordwest hat diese Woche bei uns in der Straße die Leerrohre verlegt, die Vermarktung soll ab Anfang 2021 beginnen. Werde ich definitv machen, nur weg vom Kabelnetz.

    • Viel Spaß und Erfolg damit. Bei uns ist’s (Management und Prozesstechnisch) ne einzige Katastrophe…
      Wir warten jetzt seit über 9 Monaten nach Ausbaubeginn (fast 12 Seit Buchung, damals hies es 2-3 Monate). Und aus den „1, maximal 2 kleinen Löchern auf dem Grundstück“ sind 4-5 geworden, teilweise mehrfach, samt Sauerei, unsauber wieder eingepasster Pflasterung und nicht wieder Loszukriegender Bohrflüssigkeit oder so…. Letzen Aussagen nach wird’s im Dezember was…
      Anderseits muss man sagen, dass in dieser Straße am Ende von 10 Häusern auch nur 4 beauftragt haben (und einer wieder abgesprungen ist, weil nicht ein einziger vereinbarter Termin gehalten wurde).

  7. Die Nachricht mit der Drückerkolonne stimmt mich traurig. Hat die Dt. Telekom wirklich solche Vertriebsmodelle notwendig? Diese Jobs sind vergleichbar mit denen von Promotermitarbeiterinnen bei MM/Saturn. Traurig, dass es solche Jobs (Bullshitjobs) gibt.
    Anderseits – im Gegensatz zu der öffentlichen Meinung – ist die Begeisterung von Glasfaser nicht überall gegeben. Bei wievielen ist den der Bedarf tatsächlich da für eine Glasfaserleitung? Vielen reicht – auch angesichts der Kosten – ein VDSL-Anschluss mit 50 oder 100 Mbit.
    Was mich verwundert, dass die Telekom den Anschluss mit unterschiedlichen Up- und Downloadbandbreiten verkauft. Mir wäre ein symetr. Anschluss wichtig, da ich zum Beispiel mit meinem NAS von extern arbeite.

  8. Endlich wird bei der Telekom mal eingebaut statt ständig ausgebaut.

  9. Bei uns baut die Kommune, im Zuge einer Glasfaserinitiative mit einem der Stadtwerke aus der Region aus. Sind schon diverse Dörfer angeschlossen, sogar das 250 Seelen Dorf, wo meine Großmutter wohnt. Bei ihr läufts super. Keine Probleme oder Ausfälle, kompetente Beratung, insgesamt guter und freundlicher Service des Betreibers. Bei uns wurden die letzten Wochen Kabel in der Straße gelegt, bzw. vor kurzem das Kabel bis zum Haus. In 4 Wochen wird ins Haus gelegt und angeschlossen. Dann noch die Freischaltung abwarten.

    Werden von 100k/40k bei der Telekom zu 400k/100k bei diesem Anbieter wechseln. Bei gleichem Preis. 1Gbit wäre möglich aber da benötigen wir zurzeit einfach nicht.

  10. Wenn ich das lese, dann bin ich noch mehr froh, vor ein paar Jahren aus dem technisch rückständigen Deutschland ausgewandert zu sein. Hier, wo ich jetzt wohne, ist Glasfaser bis zur einzelnen Wohnung mit 10Gbit Up- und Download schon seit Jahren Standard und das alles zum einem Preis, für den es in D nur mickriges VDSL gibt. Der Glasfasertechnologie XGS-PON sei es gedankt.

    Diese theoretische 10Gbit Geschwindigkeit wird in der Praxis natürlich nicht vollständig erreicht. Aber mindestens 7Gbit Up und Download (in der Spitze bis zu ca. 8,5Gbit) habe ich immer. Natürlich muss auch im PC eine entsprechende Netzwerkkarte vorhanden sein (wie z.B. die ASUS XG-C100C).

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