Tauchen statt Fahren: Über 500 E-Scooter liegen auf dem Grund des Rheins

E-Scooter stehen mittlerweile in so gut wie allen großen deutschen Städten zur Vermietung bereit. Allerdings werden die fahrbaren Untersätze oft nicht sachgerecht verwendet. Hier in Kiel sehe ich täglich Fahrer von E-Scootern auf dem Bürgersteig herumkurven oder Roller als Hindernis mitten auf dem Fußgänger- oder gar Fahrradweg stehen. Das sind Probleme, die aber in Köln laut einem Bericht des WDRs noch übertroffen werden. Dort sollen über 500 E-Scooter auf dem Grund des Rheins liegen.

Wie es dazu kommen konnte? Nun ja, die Scooter sollen im Zuge von wahllosem Vandalismus in den Rhein geworfen worden sein. Das ist wohl generell ein Problem der Mietgeräte: Einige Menschen denken: „Gehört ja niemandem“ und stellen dann damit an, was sie wollen. Da werden die Scooter in den Knick gepfeffert oder auf den Bürgersteig gedonnert. Allerdings sollen die E-Scooter auf dem Grund des Rheins etwas gefährlicher sein, da sie zu Umweltschäden führen können.

Laut GPS-Daten sollen besonders viele Fahrzeuge in der Nähe der Hohenzollernbrücke in der Kölner Innenstadt auf dem Grund des Rheins liegen. Das Problem liegt darin, dass aus den Akkus Chemikalien austreten können. Das passiert wohl des Öfteren, denn vielfach werden die Akkus beschädigt, wenn die E-Scooter aufprallen oder sie werden durch Korrosion undicht. Bisher sind den Scooter-Verleihern die Summen für die Bergung aber offenbar zu teuer. Daher wurden die Geräte belassen, wo sie sind. Nur Freiwillige helfen manchmal aus und heben einzelne Modelle.

Kritik gibt es da von Umweltschutzvereinen, die das Verhalten der Scooter-Verleiher anprangern. Die zuständigen Umweltbehörden müssten einschreiten und sie zur Bergung verpflichten. Denn der Rhein ist auch ein Trinkwasser-Lieferant, die Belastung schadet also nicht nur der Umwelt, sondern auch den Menschen. Die Verleiher versuchen sich aber dennoch herauszureden: Auf Anfragen des WDRs wurde erklärt, man versuche natürlich Scooter zu bergen, wenn möglich. Oft lägen jene aber zu tief oder seien durch die Strömung schwer zu erreichen. Stattdessen unterstütze man den Verein K.R.A.K.E., der sich um solche Bergungen kümmere.

Beim Verein ärgert man sich eher über diese Aussage, da man nicht auf solche Bergungen spezialisiert sei und nicht die Technik habe, um effizient die Scooter aus dem Wasser zu holen. Primär nachdem der WDR Fragenkataloge an die Verleiher von E-Scootern geschickt hatte, erhielt der K.R.A.K.E.-Gründer Christan Stock plötzlich allerlei Anfragen, wie man den Verein unterstützen könne. Laut Stock wolle man sich da wohl möglichst günstig reinwaschen.

Der Verleiher Tier, der auch in Kiel sehr aktiv ist, wollte das Problem herunterspielen. Laut einem Sprecher des Unternehmens komme es „nur sehr selten“ vor, dass ein E-Scooter in ein Gewässer geworfen werde und nicht zu bergen sei. Die Akkus seien außerdem abgedichtet. Ähnlich reagierte auch VOI und betonte die Sicherheit der Akkus. Beide Anbieter wollten aber nicht dazu Stellung beziehen, wie viele ihrer Scooter möglicherweise im Rhein gelandet seien.

Die Bergung sei laut K.R.A.K.E. sowie dem Tauch-Unternehmen Hambüchen tatsächlich wegen des Stroms sehr aufwändig und man benötige ein Baggerschiff, das dann ein tonnenschweres Schutzschild in den Rhein hänge, hinter dem die Taucher arbeiten könnten. Bisher habe man da aber keine Aktionen der E-Scooter-Verleiher erlebt. Lime und Tier behaupteten dennoch mit K.R.A.K.E. zu kooperieren, während VOI auf eigene Faust Scooter bergen wolle. Bird wiederum gab zu Protokoll ein Bergungsunternehmen zu beauftragen.

Damit die ganze Misere nicht zu einer sich ewig wiederholenden Geschichte wird, haben VOI und Bird für ihre E-Scooter bereits Parkverbote am Rheinufer und auf den Brücken verhängt. Fahrten können dort also nicht mehr beendet werden.

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40 Kommentare

  1. immer wenn ich solche Meldungen lese, frage ich mich ob wir in einem Land voller komplett verblödeter Asozialer leben. Wie asozial muss man sein um so ein Gerät einfach in einen Fluss zu werfen?

    • Die Antwort ist ja. Aber es gibt noch Vernünftige.

      • Also hier in Oldenburg liegen die Dinger auch gern mal auf dem Geh-, Radweg rum. Auch findet man sie des öfters in Büschen und Hecken so wie auf Grünflächen der Stadt. Ob hier auch schon welche in der Hunte und /oder Küstenkanal liegen wäre auch mal ne Info wert.

        • Sebastian says:

          Das könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es auch hier eine Menge Witzbolde gibt die der Ansicht sind, solch ein Scooter gehöre in die Hunte.
          Ich verstehe diese Menschen einfach nicht – aber ich habe sowieso den Eindruck, dass die Gesellschaft immer unmöglicher wird… 🙁

    • Ich kann sowas auch nicht verstehen. Schlimm, sowas…

    • Peter Brülls says:

      Gottseidank Observation Bias. Es reicht ja ein verblödeter Asozialer aus, der kann dutzende von Geräten in den Rhein werfen Laß es 1.000 Leute sind, sind immer noch nicht mal eine Promille der Kölner.

      Sowas hatten wie mal in im Haus, 8 Wohnungen. So 16 bis 18 Bewohner. Und ja, auch manchmal welche die zu laut feierten. Aber eben nur ein asozialer, der sein Fahrrad direkt im Kellerdurchgang abstellte, weil er zu fault war es nach hinten zu schieben.

      (Sozialer Wohnungsbau, das steigert die Rate natürlich, weil Leute mit Geld sich dem schneller entziehen können. Der hier war gescheitert und Alkoholiker, sowas sammelt sich dann natürlich auf die Dauer.)

    • Gustafson says:

      Wenn du dir die Normalverteilung der Intelligenz als Kurve ansiehst, wo das Maximum bei 100 nur die meisten Leute um die 100 leiten, kannst du auch ableiten, wie viele Leute es statistisch gibt, die weit darunter liegen.

      Dass deine Behauptung richtig ist, erkennam auch schon an der permanenten Zerstörung von Scheiben, oder schon an so banalen Sachen wie dem Hinschmeißen von Müll auf die Straße.

    • Ich verstehe es nicht.
      Die senden doch ständig per Gps die Position, oder?
      Werden denn dem letzten Mieter nicht die Kosten für die Bergung in Rechnung gestellt, wenn der Roller innerhalb 1 minute nach Ende der letzten Fahrt plötzlich aufhört zu funken?
      Wieso nicht?
      Liegt das nicht irgendwie nahe?
      Und wieso ist es einer Firma offenbar egal wenn plötzlich ein mehrere hundert EUR teures Verleihobjekt einfach verschwindet?

      Irgendwie fehlt mir gerade die Phantasie mir vorzustellen wie ich bei Sixt oder Europcar damit durchkommen würde wenn ich das Auto parke und 10 Sekunden später den Abhang herunter schubse…

      Ich versteh es nicht.

      Mal völlig abgesehen davon was die Täter für aso**le Ar****cher sein müssen…

    • Ja, richtig.
      Die eigentliche Frage ist wie asozial muss man sein, dass man alle Großstädte mit diesen Rollern vollstellt.

      Das ist eine Verschandelung der Optik, die Dinger stören auf dem Gehweg, sie zerstören die Natur mit ihren Batterien, etc.
      Und wofür? Damit faule Leute 100m auf dem Teil fahren statt zu laufen.

      Dass Leute diese Roller in den Fluss werfen wundert nicht, überall wirft jeder nur noch seinen Müll irgendwo hin. Das wird doch staatlich so gefördert und den Leuten so beigebracht.

  2. Ooooh, ist das Geschäftsmodell voll anstrengend? Eine runde Mitleid bitte!

    Ehrlich jetzt. Wenn ich tausende eScooter in den Umlauf bringe, dann muss ich mich auch um die Probleme kümmern, die daraus entstehen. Alles andere ist miese Externalisierung von internen Kosten und damit ein Geschäftsgebaren, das dem Einleiten von Gift in öffentliche Gewässer gleichkommt. Und was ist das überhaupt für ein Argument, die Akkus seien abgedichtet? Kann man sie deshalb im Rhein lassen?

    Heute regt sich jeder super wake und vor allem junge Mensch über alles mögliche auf. Aber bei Leih-eScootern scheint das Motto „Hauptsache Du hast Spaß“ zu regieren.

    • Auf der anderen Seite kann man doch den Anbieter nicht dafür verantwortlich machen, was die Nutzer mit den Teilen anstellen. Wenn die Leute ihre Getränkedosen in den Wald werfen, kommt doch auch niemand auf die Idee, den Limonaden-Produzenten dafür zur Rechenschaft zu ziehen.

      • Der Limonanden-Produzent wird aber auch nicht auf die Idee kommen, Getränkedosen auf den Gehwegen der ganzen Stadt zu verteilen… Es gäbe natürlich Maßnahmen und Möglichkeiten, die den Missbrauch der Scooter einschränken würden, sind aber mit Aufwand verbunden und den möchten sich die Anbieter sparen – und dafür kann man sie verantwortlich machen.

        • Die bekannten Fastfood-Ketten werden auch dazu verpflichtet, zumindest den direkten Umkreis vom Müll der Konsumenten zu befreien.

      • Meisterlein says:

        Doch, kann man. Die Dinger gehören nämlich immer noch dem Verleiher. Eine Getränkedose wird aber nicht verliehen, sondern verkauft, geht also damit ins Eigentum eines anderen über. Davon abgesehen zahlen Unternehmen, die Verpackungen in Umlauf bringen, darauf durchaus Abgaben.

      • In gewisser Weise schon. Aus dem Grund wurden die Hersteller und Händler verpflichtet ein nicht unaufwendiges Pfandsystem für Einwegbehälter zu etablieren.

        Ich denke die Idee von Js wäre durchaus ein Ansatz, auch wenn da noch viele Punkte zu klären sind, damit nicht jemand bestraft wird weil ein asozialer Dritter ein geparktes Fahrzeug versenkt.

  3. Peter Brülls says:

    „Hier in Kiel sehe ich täglich […] Roller als Hindernis mitten auf dem Fußgänger- oder gar Fahrradweg stehen.“

    „Das sind Probleme, die aber in Köln laut einem Bericht des WDRs noch übertroffen werden.“

    Dass die Dinger von manchen Nutzern so bescheuert abgestellt wurden löst den Vandalismus teilweise aber auch. Hier in Oldenburg (bin aber selten in der Innenstadt) werden die Dinger normalerweise ordentlich abgestellt, aber hin und wieder stehen die auch einfach quer. Und dann stelle ich sie auch nicht besonders sanft zur Seite, gerade so, dass sie niemanden behindern.

    Wenn sie auf diese Art und Weiser überall am Deich ständen sehe ich da die Versuchung schon. Allerdings habe ich auch schon die WG Küche ggf. aufgeräumt indem alles tagelang ungespülte im Müll oder im Zimmer des Verursachers landete.

  4. Bob (der andere) says:

    @ pio:
    Du hast dir doch die Antwort schon selbst gegeben…
    Ja, wir leben in einem “in einem Land voller komplett verblödeter Asozialer“!

    Das scheint auch bei den Car sharing Diensten ein Problem zu sein. Die landen zwar nicht im Rhein, werden aber sehr oft von den Vorbenutzern völlig vermüllt und nach Zigarettenrauch stinkend abgestellt. Der nächste freut sich dann…

    • @ Bob
      Das sieht man doch gut im Zug wie da oft die WC´s aussehen oder auf Autobahnrastplätzen.

      • Gustafson says:

        Mein Highlight ist da die ICE 1. Klasse, wenn man am Zielbahnhof ankommt. So einen Saustall kann man einfach nicht begreifen. Das Selbstverständnis einiger Mitbürger ist wirklich verrückt. Auf der anderen Seite hat ja Corona sehr gut gezeigt/transparent gemacht, wie viele Irre es gibt.

  5. Man hätte das ganze viel strenger und reglementierter angehen müssen. Die Verleiher müssen für ihre Fahrzeuge grundsätzlich verantwortlich sein.

    Wenn sie nachweisen können, welcher Mieter sie z.B. in den Fluss geworfen hat, haftet derjenige natürlich, aber sonst eben der Verleiher.

    Das gleiche gilt für wildparkende Roller. Der Verleiher muss Strafe zahlen, oder eben der Mieter, falls nachweisbar.

    Die Verleiher hätten sich dann schon vorher Gedanken gemacht, wie sie solche Probleme lösen, weil sie eventuelle Kosten gefürchtet hätten.

  6. Wohne in Köln – Situation mit den Dingern ist zum ko****.
    Behindern Fußgänger, Radfahrer und auch Autofahrer weil sie teilw auf Kreuzungen abgestellt werden. Zudem liegen in jedem Park Roller im Grünen, teils arg ramponiert.

    • Scheint in Köln aber auch mit vielen Verkehrsmitteln so zu sein. Autofahrer in zweiter Reihe oder zugeparkte Radwege sind da auch eher die Regel als die Ausnahme. Städte die Verkehrstechnisch aus den Nähten platzen brauchen einfach völlig neue Mobilitätskonzepte und eine entsprechende Bepreisung

  7. Die Frage ist, ob es die Fahrer selbst sind, die die Dinger in den Fluss werfen oder Leute die sich über die E-Scooter aufregen? Letztendlich sollte sich ja, über die GPS-Koordinaten und -Zeitstempel herausfinden lassen, ob es ein Fahrer war, denn dann sollte Fahrt beendet und E-Scooter landet im zeitlich sehr nah beieinander liegen.
    Im Fall der Fahrer müsste der Anbieter den Fahrer zur Kasse bitten. I Fall der „Aufreger“ wird es eher schwierig.

    • André Westphal says:

      Ich denke nicht, dass es Fahrer waren, das könnte man ja relativ einfach dann über die Daten nachvollziehen, die anhand der Fahrten erhoben werden. Es werden eher Menschen sein, die (möglicherweise alkoholisiert) so einen E-Scooter stehen sehen und es dann vermutlich witzig finden oder ihre Freunde damit beeindrucken wollen, dass sie so ein Teil mal ganz cool ins Wasser schmeißen.

      Zumindest unterstelle ich mal, dass es solche Situationen sind, in denen die Dinger im Wasser landen.

    • Ich glaube, es sind tatsächlich eher die Nutzer selbst. Da kann man auch nichts nachvollziehen, das Gerät wird abgestellt und „abgemeldet“ und schmeißt es nur noch „irgendwer“ irgendwo hin. Eine „Zeitnähe“ mag dann zwar auf den Nutzer als Täter hinweisen, ist aber letztlich nur eine Mutmaßung.

  8. Also der Grund warum die Teile im Rhein, Main oder in der Seine landen ist doch ein ganz anderer: (ich fahre selbst E-Scooter, aber nicht so) Die Dinger nerven einfach nur. Es sind meist junge Leute, die – obwohl es nicht erlaubt ist – zu zweit oder zu dritt damit auf der Promenade ziemlich rücksichtslos entlang fahren. Nach dem Motto: Ich will Spaß, ich gebe Gas.
    Alle anderen die auf der Promenade entlang laufen wollen, sind genervt, aber keiner sagt etwas. Selbst die Polizei fährt einfach vorbei, ohne etwas zu sagen.
    Was passiert also ? Die Dinger werden aus Protest ins Wasser geworfen. Ist in Paris genau das gleiche Problem. Da liegen Tausende auf dem Grund der Seine. Die müssen regelmäßig rausgefischt werden.

  9. „Bisher sind den Scooter-Verleihern die Summen für die Bergung aber offenbar zu teuer.“ – die Aussage ist von einem Manager eines der Vermieter, als er den Kostenvoranschlag der Taucher-Firma bekommen hatte.

    In meine Augen sollten die Vermieter da komplett für zur Rechenschaft gezogen werden, die haben die Bergung zu zahlen und dafür zu sorgen, das die Roller nicht im Rhein landen können – z.b. durch Schliessystem an den Abstellplätzen, wie dies bei den Mieträdern der Fall ist.
    Dann kann jederzeit nachvollzogen werden, wer den Roller als letztes genutzt hat und ggf. eben im Rhein versenkt hat oder ordentlich abgestellt.

    Das Problem hat nicht nur Köln, in Düsseldorf ist es auch nicht besser. Da liegen mit Sicherheit genug Roller im Rhein oder den diversen Teichen im Stadtgebiet.

    DIe Vermieter werden hier viel zu sehr geschont, gerade wurde für Düsseldorf die Zulassung eines weiteren Vermieter bekannt gegeben, anstatt endlich mal das Roller-Chaos in der Stadt zu beseitigen.

  10. Dann sollen die Vermieter die Roller doch gegen Vandalismus versichern, wenn sie die Kosten der Entsorgung nicht selber tragen wollen. Ach so, zu teuer, wenn man die Dinger nicht richtig gegen Diebstahl sichert? Tja, Pech. Wenn ich mein Auto absolut unzureichend sichere und jemand kann deshalb damit Mist bauen, werde ich auch eine Mitschuld bekommen, so sehe ich das hier auch.

  11. Ich verstehe nicht, wieso man es mit den Rollern nicht so gemacht hat, wie mit den Stadträdern: einfach Stationen einrichten an denen die Roller ausgeliehen werden und auch nur dort wieder zurückgegeben werden können. Nix mit einfach irgendwo abstellen. Hat sich beim StadtRad noch nie jemand drüber beschwert, dass man es ja zur nächste Station bringen muss. Wenn man es dann noch clever gemacht hätte, Ware so eine Station dann auch gleich noch Ladestationen für die Teile gewesen…

  12. In München die gleichen Probleme. Möchte nicht wissen wieviele Scooter hier mittlerweile in der Isar oder anderen Gewässern liegen. Nach meinen Beobachtungen wird auch bei einem Großteil der Fahrten gegen Vorschriften verstoßen wird bzw. werden die Fahrzeuge nicht regelkonform abgestellt. Deshalb erwarte ich das sich das Geschäftsmodell über kurz oder lang von selbst erledigen dürfte.

  13. Littlegoaty says:

    Es könnte doch so einfach sein. Eine Möglichkeit wären nur noch feste Rückgabestationen – analog z. B. zu den Hamburger Stadträdern. Ansonsten sollten die Verleiher für die Bergung aufkommen – machen sie das nicht einfach die Lizenz entziehen.

  14. Gunar Gürgens says:

    Also in einem Land in dem ohnehin alles totgeregelt wird bekommt man es nicht hin hier die Verleiher in die Pflicht zu nehmen?
    Pro geborgenen Scooter gehört denen das inklusive potentieller Umweltschäden 1:1 in Rechnung gestellt, dann wird man relativ schnell an einen Punkt kommen an dem die sich dann um sowas kümmern.
    Zu den ganzen Dubeln, die nicht mal für 2 Cent nachdenken will ich mich lieber gar nicht äußern.

  15. Wenn einer mein Auto mutwillig im Fluß versenkt bin ich als Halter der erste Ansprechpartner für Bergungskosten etc. – warum ist das bei den Rollern anders? Die haben einen Halter, der doch wohl grundsätzlich für alles verantwortlich ist, was damit passiert. Und wenn der Halter dann am Ende nicht nach vollziehen kann, wer das Ding in den Bach geworfen hat, dann ist das sein eigenes Problem. Also theoretisch jedenfalls, praktisch scheint man da ja anderer Auffassung zu sein….

  16. Man sollte die Anbieter zwingen, solche und andere Kosten einpreisen zu müssen.

    Also eine Minute Fahrt dann 3-5€. Dann hat sich das Geschäftsmodell erledigt und Gehwege und Gewässer sind wieder frei.

    Ich habe nichts gegen die Roller an sich, wer sowas fahren will, kann das ja tun. Aber das Geschäftsmodell, den öffentlichen Raum mit Elektroschrotz zuzumüllen und soch um nichts zu kümmern, sollte verboten werden.

    Sixt stellt seine Leihwagen ja auch nicht mitten auf der Straße ab oder lässt die Autos im Schadensfall/Vandalismus im öffentlichen Raum verrotten.

  17. E-Scooter sind ja super Umweltfreundlich, besonders wenn Fische jetzt auch damit fahren können. Find ich schade wie mit solchen Dingen umgegangen. Naja, gibt ja auch Fahrräder im Rhein. Nur das davon viele noch keinen Akku drin haben.

  18. JoIBinsFei says:

    Na endlich wurde mal ein „vernünftiger“ Abstellort gefunden. So stehen bzw. liegen, diese Schei*dinger, wenigstens nicht überall im Wege herum! :p

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