Take-Two sieht nur eingeschränkten Sinn in Spiele-Flatrates wie dem Xbox Game Pass

Xbox Game Pass More Is More

Der Xbox Game Pass ist eine Spiele-Flatrate, in der Microsofts hauseigene First-Party-Spiele sogar stets zum Launch-Tag landen. Aber auch hochkarätige Titel anderer Publisher sind dort zu finden – seien es etwa „Yakuza: Like A Dragon“, „Star Wars Jedi: Fallen Order“ (via EA Play) oder auch „Grand Theft Auto V“. Der Publisher der „GTA“-Reihe, Take-Two, erklärt nun allerdings erneut, dass solche Spiele-Flatrates nur eingeschränkt Sinn ergeben würden.

So sei es aus der Sicht von Take-Two zwar für Katalogtitel, also ältere Spiele, eine feine Sache, sie über so eine Flatrate anzubieten. Neuere Triple-A-Titel müsse man aber weiterhin für sich ins Rampenlicht rücken, um über die Verkaufszahlen die Entwicklungskosten wieder reinzuholen, so der Take-Two-Geschäftsführer Strauss Zelnick. Der Manager erteilt auch Vergleichen mit Video-Streaming-Anbietern wie Netflix eine Absage: Lineares Entertainment in Form von Filmen und Serien werde anders konsumiert als interaktive Inhalte, wie eben Spiele.

Beispiel: Laut Zelnick könnte ein Netflix-Abonnent möglicherweise im Monat 150 Stunden an Content abrufen – das verteile sich dann bunt über mehr als 100 einzelne Titel. Doch blicke man auf interaktives Entertainment, dann konsumiere ein Nutzer vielleicht eher 45 Stunden an Content im Monat. Und das verteile sich dann auf deutlich weniger Titel – vielleicht ein einziges bis vier Spiele. Definitiv seien es aber nicht Hunderte. Daher könne man so eine Flatrate nicht einfach 1:1 auch im Gaming-Segment etablieren.

Allerdings muss ich persönlich dazu einwerfen, dass ich sicherlich nicht Hunderte von Titeln pro Monat via Streaming konsumiere. Vielleicht springe ich da auch weniger als der Durchschnittskunde zwischen Formaten hin und her? Wie sieht es denn bei euch aus? Nun denn, laut Zelnick werde Take-Two jedenfalls offen bleiben, rücke aber nicht davon ab, dass Flatrates eher etwas für ältere Games und nicht für Neuerscheinungen seien.

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11 Kommentare

  1. Ich kann mir vorstellen, dass viele Titel unter Druck geraten, weil der Game Pass wahnsinnig viel fürs Geld bietet. Denn während ich Spiele aus dem GP spiele, kann ich nichts anderes spielen. Ich habe schliesslich auch nur ein Leben.

    Also wird weniger gekauft oder gewartet, bis der Preis eines Titels auf ein Viertel gesunken ist. Es gibt ja genug zu spielen.

    Der Game Pass ist allerdings auch deshalb geil, weil er Fehlkäufe verhindert. Ich hätte den Flugsimulator aufgrund seines Hypes sofort gekauft. Dank Game Pass weiss ich jetzt, dass mich das Teil enttäuscht und keine 30 Minuten bei Laune halten konnte.

    Mit dem gesparten Geld schmeisse ich heute eine Runde Pizza für die ganze Familie. 🙂

    • NanoPolymer says:

      Hab gefühlt unendlich viele Games bei Steam. Vollpreis gekauft habe ich davon nur eine Handvoll. Hatte mal kurz EA Play, ist schon geil wenn der Nachschub da ist.

      Für die Entwickler wird das aber weniger Geld bedeuten. Irgendwann kommen nur wenig neue Kunden dazu und die Summe die im Umlauf ist steht fest. Musikstreaming lässt grüßen.

      Heißt die Games werden sich dann wohl auch entsprechend entwickeln. Schade.

      • Das mit dem Preiszerfall bei Steam ist ein Problem, das von der Branche hausgemacht ist. Die Titel von Nintendo sind sehr preisstabil und deshalb bringt es nichts, auf ein Zelda mit 85% Rabatt zu warten. Wird nicht kommen.

        Wider die Vernunft habe ich “Immortals: Fenyx rising” am Tag 1 zum Vollpreis gekauft. Ja, das Game ist jeden einzelnen Cent wert und ich mag Ubisoft die Kohle gönnen. Aber ich fühle mich trotzdem verschaukelt, wenn das Spiel nach kaum zwei Monaten im Sale zum halben Preis angeboten wird.

        Scheinbar wollen es die Publisher nicht anders. Nun denn: Ich mache die Regeln nicht, ich spiele nur danach – und zwar immer häufiger.

        • Du kaufst noch spiele zum GamePass?
          Das ist ja dann doch genau was die Entwickler wollen oder GamePass ist anscheinend doch nicht so klasse

          • Nein, absolut nicht.

            Es gibt immer Spiele, die man sofort oder zeitnah zum Release haben möchte – gerne auch zum Vollpreis. Ärgere ich mich, wenn so ein Titel sechs Monate später im GP landet? Nein, ich hatte ja meinen Spaß.

            Solche Titel werden halt immer weniger, wenn Qualität und Quantität im GP passen.

  2. Das ist doch aber eigentlich ähnlich wie bei Netflix. Die Eigenproduktionen kommen direkt auf der Plattform, bei Filmen und Serien, die nicht von Netflix produziert oder für sie produziert werden, sind es meist Inhalte die schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben.

  3. Konsumiere zwar auch nicht so viele Inhalte, kann den Vergleich allerdings schon gut nachvollziehen.
    Ich zumindest bin ein Spieler-Typ der so seine 3-4 Stammtitel hat. Zum ausprobieren mag ein Streamingdienst der Art sehr gut sein aber auf Dauer wäre es für mich nicht lohnenswert.
    Der Vergleich zu VoD funktioniert ja allein deshalb schon nicht, da sich gerade Netflix ja auch durch Exklusivtitel auf dem Markt positioniert. Spiele wie der Flight Simulator sind ja allerdings trotzdem noch im Laden erhältlich. Der Anreiz für Kunden ist damit natürlich auch etwas geringer

  4. Naja er hat verstanden warum der Game pass für 12,99€ funktioniert und so weiter bestehen wird.
    Aktuell ist es aus sicht eines AAA third Party Entwicklers noch nicht sinnvoll spiele day one zu release

  5. „Streaming wird niemals das lineare Fernsehen ablösen“ – ÄH?
    „Streaming wird niemals eine Alternative fürs Kino werden? – ÄH?
    „Schnelle Leitungen für hochauflösende Inhalte wird es nie ausreichend geben“ – ÄH
    „Verkäufe im Laden werden immer wichtiger sein als digitale Spiele-Downloads“ – ÄH
    „Die Leitungen der Menschen sind zu langsam für große Downloads“ – ÄH
    „Spiele-Streaming hat eine zu hohe Latenz, das funktioniert nie“ – ÄH….

    Leute, glaubt es mir: Wenn ein Manager sagt, dass der Game Pass oder Spiele-Flatrates nicht funktionieren, dauerts maximal noch 1 bis 2 Jahre, bis genau das alles andere verdrängt hat.

  6. Habe den Game Pass. Also wird jetzt kein anderes Spiel mehr gekauft. Wenn das Spiel nicht im Game Pass ist, dann wird es halt nicht gezockt. Und wenn es drin ist und Aufmerksamkeit erregt, dann spiel ich es vielleicht.

  7. Ausgerechnet der Publisher, welcher sich noch heute mit GTA V eine goldene Nase verdient, will uns jetzt glaubhaft erklären, dass es auf die anfänglichen Einnahmen nach dem Launch eines Spiels ankommt?

    Wenn das der Fall wäre, dann gäbe es schon lange GTA VI.

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