Synology: Neuigkeiten zum DiskStation Manager 6.0

Artikel_SynologyDer zweite Teil unserer kleinen Reise in die Gefilde der Synology-Ankündigen. An dieser Stelle habe ich schon ein wenig darüber berichtet, was es denn so Neues gibt in der kommenden Version des DiskStation Managers 6.0, dessen erste Betaversion in der ersten Oktoberhälfte 2015 erscheinen soll, gefolgt von der finalen Version ein halbes Jahr später. Des Weiteren gab es Informationen zu den Lösungen NVR216, RC1900ac und DS716+. Während sich der erste Part hauptsächlich um die Business-Lösungen und solche für sehr professionelle Anwender drehte, geht es im zweiten Teil noch einmal kurz um die Neuerungen für den Consumer und die angehenden Pros, ich habe noch einmal ein paar der Slides eingebunden.

Anfangen können wir hier mit einer Neuerung, die nicht nur Applaus hervorrufen wird – die neue Lösung für die Lizenzen für die Überwachungslösung Surveillance Station CMS. Diese sind zwar übertragbar auf etwaig neu angeschaffte Geräte, müssen aber online aktiviert werden.

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Auch zur Synology DS716+ hat man noch ein paar Informationen vom Stapel gelassen. Hierbei handelt es sich um ein 2-bay-NAS, welches durch hohen Datendurchsatz glänzen soll. Verbaut ist ein Verschlüsselungsmodul, zudem ermöglicht das NAS 4K-Transkodierung von einem H.265-Kanal und 1080p-Transkodierung von vier H.265-Kanälen. Verbaut sind hier ein 1,6 GHz starker Quadcore-Prozessor nebst 2 GB RAM. Synology wird aber auch noch im Laufe des Jahres Geräte mit standardmäßig 4 GB aus der neuen Range anbieten. Die DS216play hingegen kommt mit einem Dualcore-Prozessor und 1 GB RAM daher.

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Auch der Router Synology RC1900ac wurde noch einmal angerissen, hier hatte ich im alten Beitrag noch ein Slide nachgeliefert. Er verfügt über Gigabit-LAN und eine DSM-ähnliche Oberfläche, ebenfalls sind Standards wie eine Kindersicherung und Webfilter an Bord. Bringt WOL für die DiskStation über QuickConnect mit. Hat 802.11 a/b/g/n/ac an Bord und wird unter 150 Euro kosten.

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Das neue DSM 6.0 wird von allen 64Bit-Kisten unterstützt, das letzte Wort ist noch nicht bei den Serien 12 / 13 gesprochen. Die CloudStation wird umbenannt und wird so zum CloudStation Drive. Auch mit der Version 6.0 möglich: die Nutzung mehrerer Rechner in einem Home-Verzeichnis, zudem die Unterstützung des Sicherns von inkrementellen Backups bei diversen Anbietern.

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Auch ein verbessertes Tool zur Zusammenarbeit auf den DiskStations wird es geben, denn man baut es mehr und mehr zu einem Kollaborations-Tool durch Spreadsheets aus:

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Interessant: Daten auf der Synology sollen sich mit einer Spotlight-Integration finden lassen. Zudem gibt es – wie bei Dropbox – die Möglichkeit, Dateianfragen zu stellen. So können Freunde und Bekannte beispielsweise Daten auf euer NAS laden.

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Besitzer einer Apple Watch bekommen ebenfalls Neues geboten, so findet man die Unterstützung für DSaudio und DSnote in den kommenden Versionen:

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Die Video Station bekommt Echtzeit- und Offline-Transkodierung, vielleicht für einige interessant, die viel von ihrem NAS streamen:

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Das erst einmal als kurzer Ausriss aus dem, was da an Neuerungen in Sachen DSM auf uns zukommt. Ich bin mir sicher, das hier nicht alles genannt wurde, bei weiteren Erkenntnissen greife ich dann natürlich schreibtechnisch noch einmal ein.

Update: Offizielle Pressemitteilung.

(danke Felix noch einmal!)

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

10 Kommentare

  1. Die videostation sieht verdächtig nach Plex aus

  2. Shit. Also wohl kein DSM 6.0 für meine DS213j. ARMv7 ist noch kein 64bit.

    Dabei ist das Ding gerade mal 2 Jahre alt. 🙁

  3. Ohne DS213j: Bitte nicht!

  4. kleiner off topic Beitrag: ich hab mit der aktuellen DSM Version wieder Probleme mit dem Stand by der Festplatte.

    Habt ihr die Probleme auch oder bin ich da allein?

  5. Also das mit den 64bit habe ich sowohl in der Präsentation als auch im Gespräch in der Pause ganz anders verstanden, nämlich daß 64bit Prozessoren jetzt unterstützt werden damit u. A. einem einzelnen Task mehr als 4GB zugewiesen werden können.
    Davon daß nur noch 64bit CPUs unterstützt werden war eigentlich keine Rede.
    Wäre auch ein für Synology SEHR kurzer Zyklus!

    Interessant an der neuen Cloud Station finde ich jetzt auch daß man jetzt komplett frei ist in der Wahl der Ordner.
    Ich kann also mit einem Schwung „c:\test1“ und „d:\temp\test2“ in meine Cloud bringen.

  6. Unterordner werden auch mal zeit…
    Bin mal gespannt. Mit der aktuellen Version bin ich nicht ganz so zufrieden.
    Vor allem auch mit der cloud Station.

  7. Die Cloud macht alles was sie soll, zeig mir mal einen Hersteller der es besser kann.
    O.T. Synology hat gestern sogar gesagt daß sie eine neue Backup Technik jetzt zum Patent angemeldet haben.

  8. Das mit den „Serien 12 / 13“ bezieht sich nur auf die ARM Modelle, oder?
    Meine DS1511+ hat einen Intel Atom D525 und der kann 64Bit, auch wenn das Ding schon älter ist als viele 12er oder 13er Modelle.

  9. Die VideoStation sieht tatsächlich aus wie der PLEX Web Client. Schön wäre natürlich, wenn der nicht nur so aussehen würde, sondern auch mit diesem „kompatibel“ wäre 🙂