Synology mit speziellem Angebot für Amazon-Drive-Nutzer

Wir haben bereits darüber berichtet, dass Amazon bei der Backup-Lösung Amazon Drive zahlreiche Leute rauskegelt. Gestern ging eine E-Mail an Kunden raus, die Synology Cloud Sync oder Hyper Backup nutzen, um ihre Daten (verschlüsselt) in der Cloud zu sichern. Für viele eine gute und günstige Möglichkeit um Daten zu sichern – aber keine der beiden Apps hat nach dem 1. November 2020 Zugriff auf den Amazon Drive und Anwender können nur über Amazon Drive oder die Amazon-Photos-Web, die Desktop-App und die mobilen Apps auf die gespeicherten Inhalte zugreifen, sofern diese eben nicht verschlüsselt sind. Die Entscheidung Amazons dürfte viele kalt erwischt haben, auch Synology selbst.

Dass Amazon seine Cloud Drive API bezüglich externer Zugriffe dichtmacht, das ist schon seit Ende Juni 2019 bekannt, damals hieß es seitens Amazon noch, dass Synology-Nutzer nicht betroffen sein werden. Nun gibt es natürlich zahlreiche Alternativen für ein Backup über Synology Cloud Sync oder Hyper Backup. Man könnte, will man bei externen Anbietern bleiben, Dropbox nutzen, Backblaze, Wasabi.com – ja selbst Strato, Hetzner, OneDrive und natürlich auch der Google Drive eignen sich. Muss man sich natürlich alles durchrechnen. Auf der anderen Seite hat Synology natürlich auch einen eigenen Dienst im Angebot, den wir hier schon vorgestellt haben. Funktioniert gut und hört auf den Namen C2.

Man hat jetzt aktuell auch ein Angebot für „Amazon-Drive-Opfer“ zur Verfügung gestellt. Kostenlos bis zum 31. März 2021 kann man C2 nutzen. Eignet sich vielleicht erst einmal gut für einen ausgedehnten Test. Gibt es was zu beachten? Ja. Das Angebot ist nur für Benutzer ohne bestehende C2-Abonnements verfügbar, die derzeit Amazon Drive mit Synology Hyper Backup und/oder Cloud Sync verwenden. Danach fallen die normalen Kosten an. 1 TB kostet da 60 Euro im Jahr.

In diesem Artikel sind Amazon-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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20 Kommentare

  1. Schon gedacht, dass es was zu DSM 7 Ist

  2. Den einzigen Nachteil, den ich hier sehe, ist der maximale Sicherungsrhytmus von einem Tag (Plan I) oder stündlich (Plan II). Die sofortige Sicherung neuer oder geänderter Dateien, wie das mit Cloud Sync prinzipiell geht, ist hiermit also nicht möglich. Zudem ersetzt eine reine Backup-Lösung keine Cloud-Speicherung von z.B. Fotos. Hier steht neben der Sicherung ja auch meist die ständige Verfügbarkeit der Bilder in der Cloud im Vordergrund.

    • Hans Günther says:

      1TB OneDrive gibt’s für ca. 50-60 EUR pro Jahr (inkl. Office 365).
      Bilder würde ich da aber jetzt nicht hochladen….

      • Danke, aber ich habe für meine Zwecke bereits seit Jahren eine (für mich) vernünftige Lösung gefunden. Ich benötige speziell Backups und möchte diese in Echtzeit vornehmen. D.h. wenn ich eine Word-Datei ändere, soll diese sofort gesichert und versioniert werden. Dafür nutze ich Strato HiDrive, was mich für 1TB über Webdav und einer sehr schnellen Anbindung 90 Euro im Jahr kostet. Das ist es mir wert, vor allem auch, weil der Support erstaunlich gut ist. Ich hatte zwar selten Bedarf für Support, aber wenn das der Fall war, zeigten sich die Mitarbeiter nicht nur äußerst freundlich und kundenorientiert, sondern waren fachlich auch sehr versiert. Das habe ich so selten erlebt und bin deshalb seit Jahren voll und ganz zufrieden.

      • Thomas Müller says:

        Aha und warum soll man da keine Bilder hochladen?

        • Vermutlich hat Herr Günther Bedenken, was mit unverschlüsselt hochgeladenen Fotos geschieht. Schließlich ist ein Vorteil des eigenen NAS´, dass die eigenen Daten keinem Dritt-Anbieter anvertraut werden müssen, womit das hochladen einer (unverschlüsselten) Sicherung schon ein Schuss ins Knie sein kann.

  3. Ich hab 2x6TB im NAS. Aktuell ist es zu 40% belegt. Wie stark komprimiert Hyperbackup ungefähr. Bei 40% bin ich ja bei ca. 2,5 TB belegt, reicht da ein 2 TB Plan aus. Habe mit dem Hyperbackup jetzt noch nicht die Erfahrung. Sichere aktuell nur mit externer Platte. Wenn ich den 3TB Plan nehmen würde , wäre ich bei bei 209EUR/Jahr.

    • Als erstes würde ich mir die Frage stellen, was genau gesichert werden soll. Eine Komplettsicherung ist zwar… einfach nur vollständig, sichert aber wahrscheinlich einigen Kram mit, den Du eigentlich nicht brauchst. Zumindest wäre das bei mir so. Ich habe z.B. noch ein Verzeichnis mit Software, die ich bei Neuinstallationen verwende. Das würde ich beispielsweise nicht sichern, denn die Inhalte bekomme ich im Notfall auch aus anderen Quellen. Zudem sind 2,5 GB Upload bei asynchronen Internetgeschwindigkeiten wohl sehr zeitintensiv hinsichtlich der Erstsicherung.

      Was die Kompression von Hyper Backup auf C2 anbetrifft. so hängt der Grad der Kompression wahrscheinlich mit den Dateitypen zusammen. Denn manche Dateien lassen sich stärker (Word-Dateien, Textdateien im Allgemeinen u.ä.), andere weniger stark komprimieren. Letzteres auch deshalb, weil manche Dateien bereits in einem komprimierten Format vorliegen. Im Synology-Forum habe ich aber schon von 50% Kompressionsrate gelesen, was dann, übertragen auf Deinen Fall, bedeutet, dass 2,5 TB zu sichernde Daten in den 2 TB Plan passen könnten.

      • Ok, danke für die Antwort. Dann werde ich wohl nur die mir wichtigsten Daten nochmal extern sichern, dann sollte ich dann auch mit dem kleineren Plan hinkommen. Auf dem NAS sind monatliche Backups von PC und meinen Raspis. Komplettsicherung wäre dann damit wohl keine Option, vor allem nicht längerfristig per steigendem Platzbedarf.

    • Ich zahl bei Strato derzeit auch 20,-/Monat für 3 TB inkl de kompletten Protokollpaket – das ist mir die Datensicherung wert.
      Ich speichere aber auch nicht alles dort, nur meine MP3’s, alle eBooks, alle Dokumente ( gescannte Rechnungen, Verträge usw. ) und alles was unter „Dokuemente“ auf dem Mac liegt.

      Ich nutze bewusst Strato dafür, das die damals eine der wenigen Anbieter waren, die zusätzliche Protokolle wie RSync anbieten, Hetzner hat es viele später nachgezogen. Zudem machen die automatische Backups, das ich mir problemlos versehentlich gelöschte Dateien wieder herstellen kann.

      Ich speicher die Dateien bzw. Verzeichniss vom Mac aus per Syncprogramm auf der NAS und die werden dabei direkt verschlüsselt – von der NAS aus geht es dann per RSync nachts auf Strato, ich kopiere also nur bereits verschlüsselte Dateien. Somit kann mir keiner vorschreiben, wie und womit ich meine Dateien in der Cloud sichern soll.
      Systembackups von meinen VM’s oder Raspis liegen auch auf der NAS und zusätzlich noch auf einer externen Platte die dann im Austausch mit einere weiteren an einem sicheren Ort liegt – da mache ich keine regelmässigen Sicherungen, nur nach größeren Änderungen. Dynamische Daten der VM’s werden extra abgezogen auf die NAS und von dort ins HiDrive.

      Ich komme mit meinen 3 TB da derzeit sehr gut aus, hab noch reichlich Luft nach oben.

  4. Weiß jemand hier durch Zufall, wo die Daten gesichert werden? Also wo stehen die Rechenzentren dahinter? Sowas finde ich auch immer wichtig zu wissen um es in die Entscheidung einzubeziehen…

    • Du entscheidest Dich einmalig und endgültig bei der Anmeldung, wo Deine Daten gespeichert werden. Es gibt zwei Möglichkeiten: Frankfurt oder Seattle.

  5. Weiss jemand ob das Thema Cloud Sync für die C2 auch angedacht ist oder bleibt das eine reine backup Geschichte?

    • Da die C2-Lösung nur täglich oder (mit Aufpreis) stündlich sichert, ist ein Sync mit diesem Produkt so nicht möglich. Synology müsste dafür ein eigenes Produkt bzw. separate Preismodelle für Cloud Sync festlegen. Aktuell ist mir hier nichts bekannt.

      • Hab es durch die mögliche Beschränkung auf einen bestimmten Zeitraum des Syncs praktisch als nächtlichen Abgleich meiner Daten mit der Cloud benutzt, hatte den Vorteil damti auch dann Amazon Photos etc aktuell zu halten von der lokalen Quelle.

  6. Wo war denn Amazon eine „gute und günstige Möglichkeit um Daten zu sichern“?
    Es ist doch schon Jahre her, da bekam man als Primekunde für 60 Euro/Jahr unbegrenzt Speicherplatz. Passte damals perfekt zum VDSL-Ausbau und der dadurch gegebenen Möglichkeit, ein Vollbackup in unter einem Monat hochzuladen.
    Dieses Angebot für unbegrenzten Speicherplatz wurde nach einem Jahr aber schon beendet, Amazon damit evtl noch ‚gut‘, aber nicht mehr ‚günstig‘.

  7. Würde theoretisch AWS Glacier Backup in Frage kommen? Speicher kostet da aktuell 0,0045USD/GB. Das wäre ja preislich ok, nur leider habe ich keine Idee wie es mit der Berechnung des Upload Download Abfragen etc. aussieht, hat das so jemand am Laufen und könnte mal berichten.

  8. C2 ist überteuert und schlecht, vor allem für Backup, weil es zu läuft und keinen Speicherplatz mehr frei gibt. War zwei Jahre Kunde, dann hat es mir gereicht und ich habe direkt 2TB bei Google genommen. Viel viel besser. Wer sein Zeug verschlüsselt, kann Alternativen zu C2 bekommen. C2 taugt aber als reiner Vault den man komplett entsorgen muss, wenn man zu viel hoch geladen hat, einfach nix.

  9. Strato HiDrive geht es derzeit für 12 Euro im 1. Jahr. 1 TB inkl. der nötigen Protokolle.

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