Synology-NAS in die Synology-C2-Cloud sichern

Der eine oder andere hat vielleicht wie Caschy und ich auch eine Synlogy-NAS zu Hause im Einsatz. Neben der klassischen Dateiablage können diese kleinen Wunderwerke mittlerweile eine nahezu vollumfängliche eigene Cloud-Umgebung für den Anwender schaffen, inklusive Office-Suite, Chat-Server, Drive und Fotos und so weiter. Wer seine meist sensiblen und wichtigen Daten da ablegt, sollte auch über Sicherung nachdenken. Das geht schon bei der RAID-Konfiguration los, wenn überhaupt eins genutzt wird.

Per Hyperbackup-App kann man allerlei Datensicherungsaufgaben erstellen, lokal auf ein USB-Laufwerk in bestimmten Zeitabständen, auf ein anderes NAS, auf einen Dateiserver oder in die Public Cloud zu Diensten wie OneDrive oder Google Drive. Vielleicht weiß der eine oder andere unter euch nicht, dass Synology selbst eine Cloud namens C2 anbietet, die speziell für Backups designt wurde, preislich im Rahmen ist und auch ein ziemlich gutes Webinterface mit Versionierung und einfacher Wiederherstellung bietet.

An dieser Stelle möchte ich euch kurz erklären, wie ihr ein Backup dafür einplant. Zuerst öffnet ihr Hyperbackup und legt per Druck auf das Plus eine Datensicherungsaufgabe an, wählt dort dann die Synology C2 Cloud-Datensicherung aus.

Nun werdet ihr zuerst einmal zur C2-Webseite weitergeleitet, denn ohne Datensicherungsplan kommt ihr hier nicht weiter. Wer relativ wenig Platz benötigt, legt für die 100-GB-Option 9,99 Euro pro Jahr (netto) hin. Ich habe mich aufgrund einer riesigen Foto-Mediathek mit allerlei Videos der Kids und der Familie für die 1-TB-Option entschieden, die mit 59,99 Euro netto, also 71,39 Euro brutto pro Jahr zu Buche schlägt. 2 TB kosten knapp 167 Euro, was teurer als bei Google oder Dropbox ist. In den Plänen habt ihr dann aber die Möglichkeit, täglich oder stündlich verschlüsselt zu sichern, könnt von jedem Browser wiederherstellen und die Dateien werden außerdem sauber versioniert. Ihr könnt also in der Zeit stufenweise zurückgehen, wenn ihr eine Datei von vor vier Wochen oder drei Tagen benötigt.

Habt ihr einen Plan ausgewählt, müsst ihr nun die zu sichernden Ordner und Anwendungen auswählen, könnt den Zeitplan für die Aufgabe einstellen, Bandbreiten-Beschränkungen oder ein Passwort zur zusätzlichen Verschlüsselung festlegen. Weiterhin könnt ihr auswählen, ob und wann auch eine Integritätsprüfung der Sicherung durchführt werden soll.

Danach fragt euch das System, ob ihr die Sicherung direkt durchführen möchtet oder das Ganze nach Zeitplan starten soll. Je nachdem wie viele Ordner und Dateien ihr sichern möchtet, vergeht nun etwas Zeit bis die Sicherung vollständig hochgeladen ist.

Danach könnt ihr euch unter c2.synology.com umschauen und seht dort die verschiedenen NAS, die in euren C2-Account sichern. Über die kleine Lupe mit dem Uhr-Zeichen könnt ihr in das Backup springen und die Dateien durchsuchen und herunterladen.

Hier nochmal die Pläne verglichen mit den von Hyperbackup unterstützten Diensten Dropbox, Amazon Drive und Google Drive.

Optionen Synology C2 Dropbox Google Drive Amazon Drive
100GB 11,89 Euro 19,99 Euro 19,99 Euro
200GB 29,99 Euro
300GB 29,74 Euro
1TB 71,39 Euro 99,99 Euro
2TB 166,58 Euro 119,88 Euro 99,99 Euro

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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40 Kommentare

  1. Warum wurden nur vier statt 13 mögliche Backup Destinations verglichen?

  2. Alleine meine Diskstation ist mit aktuell 4.2 Tb Daten gefüllt (Video, Raw Bilder usw.). Da lohnt sich einfach kein Speicherplan.
    Statt dessen sichere ich lieber auf eine zweite, räumlich getrennte Diskstation. Die habe ich – aus Geschwindigkeitsgründen – zunächst vor Ort mit den Backupdaten gefüllt und dann bei einem Freund untergebracht. Dieser nutzt jetzt die zweite Diskstation für seine Daten und sichert seine Backups bei mir.
    Ausgehend von einer vorhandenen Diskstation mit Festplatten kommen dann noch mal die gleichen Kosten hinzu. Diese zusätzlichen Kosten amortisieren sich in meinem Fall bereits im zweiten Jahr und ich weiß genau, wo meine Backups gespeichert sind

    • Ich habe es ähnlich gemacht und 3 identische Diskstations Zuhause, auf den Kanaren in der Ferienwohnung und die dritte im Ferienhaus in Florida und das funktioniert einwandfrei.

    • Michael Hoffmann says:

      Ich sichere meine Daten auf eine ext. USB Festplatte. Das sollte, zusammen mit dem Raid5 für die privaten Daten sicher genug sein.

    • Ich mache es ähnlich nur langsam ist meine aktuell 12TB verfügbarer Speicher voll und irgendwie werden die Festplattenpreise seit Jahren nicht wirklich günstiger. Suche gerade eine vernünftige Lösung um nicht alle 8x 6TB Platten durch z.B. 12TB ( 3200€) tauschen zu müssen. 1) Ist es extrem teuer für private Daten (hauptsächlich Fotos+Videos) und 2) was mach ich dann mit den 8x6TB Platten? …Wahrscheinlich ist es das Beste/“günstigste“ mir eine weitere NAS mit 8Bays für die allen 8 Festplatten zu besorgen und eine der alten NAS Systeme mit 4x12TB neuen Platten zu bestücken …Denoch es ist und bleibt ein extrem teuerer Spaß! …hoffe, dass sich die TB Preise in den kommenden Jahren endlich schneller vergünstigen… Man bezahlt heute für 6TB noch immer 80% des Preises von 2014!

  3. Wer nur archivieren möchte wie z.B Fotos, Videos, der sollte sich einmal Backblaze B2 anschauen und durchrechnen. Ich bezahle für knappe 95GB ca. 0,50 Dollar Cents pro Monat.

    Dazu hat Backblaze mittlerweile auch ein Rechenzentrum in Amsterdam eingerichtet.

  4. Unterstützt werden leider nur “11 Sicherungsversionen der letzten 30 Tage” – mehr als einen Monat in die Vergangenheit kommt man damit leider nicht…so richtig “Backup” ist das also nicht.

    • Klar ist das „Backup“. Aber man hat die verschiedenen Versionen (bis zu 11) nur 30 Tage zur Verfügung.

      Ich nehme mal an, Synology berechnet keinen extra Speicherplatz für die Versionen. Dieser kann extrem klein aber auch extrem groß ausfallen, je nachdem, womit man arbeitet. Da ist das doch ein guter Kompromiss dann? Alles, was älter ist, hat eben den letzten Stand von vor mindestens einem Monat.

      Bei einem traditionellem Backup haste nichtmal Versionierung … ¯\_(ツ)_/¯

  5. Ich nutze für automatisierte Sicherungen die 1TB pro Account, die es bei Office 365 sowieso dazugibt. Gibts ja auch regelmäßig für 55 EUR Brutto pro Jahr, also viele billiger als hier plus das ganze Office Paket dazu.

    Auf meinem Server läuft dann Duplicati, welches automatisiert auf ne interne HDD und auf OneDrive sichert. Einfacher gehts für mich nicht.

  6. Joachim Brauer says:

    also ich hatte bereits dieses CLOUD-Backup und habe es wieder gekündigt. Das Problem war und ist, dass es zwei Pläne gibt und erst Plan 2, nur Verfügbar in der teuersten 1 TB Version, ermöglich es BACKUPs mit eigenen individuellen Aufbewahrungsfristen zu nutzen, ansonsten sind nur 30 Tage versprochen. Da meine Daten für dieses BACKUP immer weniger als 100GB sind werde ich mir nicht die teute 1TB version zulegen. Ich siche günstiger bei meinem Provider mit 100GB grösse.
    Hier wird eine BACKUP Funktionalität beschnitten welche für kleine und mittelere Nutzer wichtig ist, Solange sich diese Startegie nicht änder wird woanders gesichert.

  7. Ich empfehle in diesem Zusammenhang einen Blick auf „Wasabi“ zu werfen. Sehr günstig, sehr schnell, S3-Kompatibel (somit auch über Hyperbackup mit Synology zu nutzen – und man kommt ohne Synology mit dem entsprechenden Tool auch wieder an die Daten)
    Der Vorteil: Man rutscht bei 1,01 TB nicht sofort in eine sehr hohe Preisklasse sondern zahlt für das was man speichert/lädt.

  8. Kleiner Tipp für alle die günstig Fotos sichern wollen und vllt zum als Student kein Geld ausgeben können/wollen. Als Amazon Prime Kunde könnt ihr unendlich viele Fotos egal ob jpg oder raw sichern. Geht auch vom Synology NAS.

  9. Leider ist bei der Wiederherstellung nur die Auswahl einzelner Dateien möglich. Ganze Ordner können nicht aus der Cloud heruntergeladen werden. Das macht für mich C2 unbrauchbar.

    • C2 klang für mich erst auch attraktiv. Nach Veröffentlichung trat bei mir aber immer mehr die Ernüchterung ein. Denn aktuell bin ich bei HiDrive und habe damit in meinen Augen seit Jahren eine Lösung, die für mich deutlich flexibler ist als C2. Aufbewahrung von Backups bis zu einem Jahr, automatische Backups ab 4 Stunden aufwärts, Zugriff per Synology-App (inkl. Encryption) oder über diverse Protokolle, Benutzerkonten, manuelle Backups, Herstellen aller Inhalte, Ordner oder Dateien, wahlweise Download statt Herstellung usw. Zudem habe ich es so eingerichtet, dass Dateien bei Änderung sofort per Cloud Sync synchronisiert werden. Und 7,50 EUR monatlich für 1 TB finde ich dafür mehr als angemessen. Aktuell sehe ich daher keinen Grund für einen Wechsel.

      • Kommt also für Foto- und Videofreunde auch nicht in Betracht, die etliche TB sichern müssen.

        • Mag sein. Da das aber für C2 und meine Lösung der Fall ist, erscheint mir das Argument in diesem Zusammenhang etwas offtopic. Viel Speicherplatz kostet nun mal viel, egal welche Lösung man wählt.

  10. Jens Meyer says:

    Hm..im Beitrag steht was von OmeDrive..Seit wann sichert Hyper- Backup in OmeDrive? Hab ich was verpasst? Zu erwähnen wäre auch bei der Speicherplatzberechnung C2 die Versionierung nicht mit angerechnet wird. Also ist der direkte Vergleich so nicht korrekt.

    • “Per Hyperbackup-App kann man allerlei Datensicherungsaufgaben erstellen, lokal auf ein USB-Laufwerk in bestimmten Zeitabständen, auf ein anderes NAS, auf einen Dateiserver oder in die Public Cloud zu Diensten wie OneDrive oder Google Drive.”

      Richtig, HyperBackup unterstützt eben KEIN OneDrive, sondern nur CloudSync.

      Was bei C2 noch zu beachten ist:
      Es berechnet zwar keine Versionen, es komprimiert aber auch nicht. Das Flag für Kompression ist grau (oder garnicht zu sehen) und lt. Produktbeschreibung berechnet C2 1:1 den Speicher, der auf der DiskStation belegt wird.

      VG
      Stefan

  11. Wer private Daten unverschlüsselt in fremde Clouds speichert, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Die „Verschlüsselung“ von Synology ist auch nicht transparent quelloffen dokumentiert.

  12. Nachdem ich eigentlich ne zweite Box bei meinen Eltern aufstellen wollte, kam der Beitrag gerade recht. Die Alternative scheint zumindest kostentechnisch deutlich sinnvoller zu sein. Hab gestern noch den Account gebucht und heute das erste mal 200GB Daten zurückgesichert – völlig problemlos. Danke! 🙂

    Hab jetzt allerding auch keine Waffenbaupläne oder ähnliches – bin also in der Beziehung nicht sooo paranoid. Speicherplatz in Deuschland (bei Synology Frankfurt) find ich allerdings nicht ganz unwichtig.

  13. Richard Donicht says:

    Bei mir verlangt Google für 1 TB 99,99 Euro pro Jahr (oder 9,99 pro Monat) und für 2 TB 19,99 Euro pro Monat …

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