Sub1 Reloaded löst Zauberwürfel in 0,637 Sekunden – neuer Weltrekord

rubik_infineonDamit es ein mechanischer Gegenstand wie ein Zauberwürfel in einen Technik-Blog schafft, muss schon etwas besonderes passieren. Zum Beispiel eine App-Version des berühmten Würfels. Oder aber ein Roboter, der den Würfel in Rekordzeit löst. Seinen eigenen Rekord brach nun der Roboter Sub1 Reloaded. IM Januar benötigte er für die Lösung noch 0,887 Sekunden, was natürlich auch schon brutal schnell ist. Mit einem neuen Prozessor, von Infineon bereitgestellt, aber auch einem speziellen Würfel, wurde die Aufgabe nun in 0,637 Sekunden erledigt. Während alleine schon die Berechnungsgeschwindigkeit faszinierend ist, muss man auch bedenken, dass der Würfel ja auch noch bewegt werden muss. 21 Züge waren in diesem Fall nötig.

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Verwendet wurde ein spezieller Speed-Cube, ein Zauberwürfel, der weniger Reibung aufweist als das Original, auch das half beim neuen Rekord. Der Chip von Infineon soll dabei zeigen, wie fortgeschritten solche Systeme bereits sind. Sie können zum Beispiel auch in selbstfahrenden Autos eingesetzt werden, wo es auf schnelle Prozessabläufe ankommt, zum Beispiel, um einen Bremsvorgang einzuleiten. Schnelles erfassen und reagieren ist in diesem Bereich essentiell.

Übrigens, vor 2,5 Jahren benötigte so ein Roboter noch über 3 Sekunden für die Lösung, allerdings mit einer technisch augenscheinlich simpleren Lösung. Und auch der Mensch wurde schneller beim Lösen des Zauberwürfels. Lag der Rekord 2014 noch bei 5,55 Sekunden, schaffte es ein 14-jähriger 2015 schon in 4,904 Sekunden – für mich fast noch beeindruckender als der Roboter, den Ihr in folgendem Video in Aktion sehen könnt:

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Video-Link: https://www.facebook.com/Infineon/videos/1177611268988319/
(Quelle: Infineon)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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14 Kommentare

  1. Das ist Cheaten!

  2. Und gestern stand im Bericht, dass einer den Zauberwürfel in 4,47 Sekunden gelöst, ist ein neuer Weltrekord. Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=tLksISrKtO8

  3. Wolfgang Denda says:

    Ich hab den Würfel damals aus Verzweiflung einfach zerlegt und wieder neu zusammengesetzt. Dass man sich mit dem Teil heute immer noch abgibt, wow.

  4. vor 30 Jahren waren die Könige (manuell) bei 20-25 Sekunden… – …. da hat die Digitaliiserung nicht wirklich gewonnen (und die Cuber mussten denken und drehen gleichzeitig) ^^

  5. Ich bin seinerzeit dran verzweifelt 😀

  6. Ich habe die algorhytmen auch schon auswendig gelernt und die Würfel auf zeit gelöst!Ich verstehe nicht worin das Problem besteht das ein PC Daten Analysiert und Auswertet das konnte mein 300 MHz pc vor über 10 Jahren schon…unspektakulär.

  7. Ob ChrisausB verstanden hat, worum es in dem Beitrag geht?

  8. @sven Sein 300 MHz PC ist schon vor über 10 Jahren mit dem Auto gegen die Wand gefahren als er die von der 0,2-Megapixel-Kamera eingehenden Bilder versucht hat auszuwerten um die Wand zu erkennen und das Bremssignal zu geben. Die Rechenzeit war blöderweise länger als der Bremsweg.

  9. Ich könnte den nicht mal mit der Geschwindigkeit der Slomo in einem Rutsch lösen.
    Muss ich glücklicherweise auch nicht. Faszinierend ist es dennoch. Fasszinierender finde ich echte Menschen, die das in wahnsinnig kurzer Zeit hinbekommen. Wie zum Beispiel der Typ aus dem Video von @Flo. Der schaut mal locker über den Würfel und weiß da schon, wie er ihn drehen muss, damit er gelöst wird. Die Hand-Augen-Koordination ist echt krass.

  10. Wolfgang Denda says:

    @icancompute „Die Hand-Augen-Koordination ist echt krass.“
    Und dann noch die nötigen Drehungen von Hand in unter vier Sekunden zu machen, Hammermäßig.

  11. Das schwierigste ist dabei, einen Algorithmus auszuarbeiten, der nach dem Herstellen des „Sichtkontaktes“ zwischen Kamera und Würfel (ab dann zählt die Zeit) eine Lösung findet, die möglichst wenige „Züge“ erfordert um die Stellung aufzulösen. Schwieriges Problem…
    Ein sehr interessantes Video dazu ist dieses hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=QV9k6dRQQe4

    Bei 21 Zügen ist sicher noch ein bisschen Luft nach oben, zumal die da sicher eine Iteration von 10000 oder so genommen haben, die eher schnell durchlief. 😉

  12. @flo, der rekord der in dem video ist ist für das menschliche lösen des würfels. dass robos da schneller sind is klar.

  13. Hier das obligatorische Video dazu.

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