Streaming-Betrügereien sollen eingedämmt werden

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Das Thema Streaming-Betrügereien haben sich schon einige vorgenommen, gerade im Bereich Hip Hop gibt es da einige interessante Reportagen, wie sich Künstler gefälscht nach oben katapultieren (lassen). Fake-Streams und Klick-Betrug stehen bei vielen auf der Tagesordnung.

Hier sieht man Handlungsbedarf. „Das haben wir aus Deutschland heraus mit als erste in Angriff genommen und sehr viele Verfahren erfolgreich geführt, um solche Manipulationen einzudämmen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), Florian Drücke, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Der Verband sagt von sich, dass er rund 200 Produzenten und Unternehmen mit etwa 80 Prozent Anteil am deutschen Musikmarkt vertrete. Man hatte im letzten Jahr bereits juristische Erfolge gegen Manipulationen publik gemacht. Das Landgericht Berlin hatte eine einstweilige Verfügung gegen einen Diensteanbieter erlassen, die auf eine Unterlassung hinauslief. Laut BVMI bot der Dienst „die Erzeugung von Fake-Streams an, die die Häufigkeit, mit der ein Musikstück tatsächlich über einen Audio-Streaming-Dienst gehört wurde, in illegaler Weise in die Höhe treiben“.

Das Problem scheint derzeit, dass der Bericht nicht verrät, wie man tatsächlich vorgehen will. Denn auf der einen Seite müssten die Plattformen vermutlich weitere Maßnahmen ergreifen, um so etwas zu unterbinden, auf der anderen Seite müssten alle Künstler wohl an einem Strang ziehen – denn offenbar werden die Erlöse ja auch nicht ganz gerecht aufgeteilt – so hört man es ja gelegentlich von den Kreativen selbst.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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Ein Kommentar

  1. Das Problem hätte sich mit Tidal HIFI Plus eigentlich erledigen sollen, weil wenn niemand mehr Songs anhören kann, als wie er selber einzahlt, dann sind Betrügereien prinzipiell nicht mehr möglich. Wie allerdings https://support.tidal.com/hc/de/articles/4410446153233-Was-ist-direkte-K%C3%BCnstlerverg%C3%BCtung- schreibt, sind das zur Zeit nur 10%, und schlimmer noch, es sind nur BIS ZU 10%. Die Idee kommt ja von Deezer, und jetzt fährt Tidal die Ernte ein, aber davon, dass der HIFI Plus Tarif 2022 angeblich komplett zu 100% auf direkte Künstlervergütung umgestellt wird, kann ich nichts mehr im Web finden. Sieht nach einem Rohrkrepierer aus: Das System ist prinzipiell so konzipiert, dass Betrügereien weiter möglich sind, und man zieht jetzt die Alibi-Bekämpfungsshow ab.

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