Stardew Valley für iOS angespielt: So toll kann das Leben auf dem Bauernhof sein


Stardew Valley ist kein unbekanntes Spiel, lediglich auf den mobilen Plattformen fehlte das Indie-Farming-Game noch. Das ändert sich am 24. Oktober, dann wird das Siel auch für iOS veröffentlicht, einen Termin für die Android-Version gibt es noch nicht. Ich konnte das Game schon eine Weile zocken und möchte deshalb die Eindrücke, die es bei mir hinterlassen hat, gerne mit Euch teilen.

Vorweg: Das ist mein Erstkontakt mit Stardew Valley, ich betrat also für mich unbekanntes Terrain und habe so sicher auch die ein oder andere Spielstunde verschwendet, die man sich hätte sparen können. Auch kam ich so nicht in Verlegenheit, meinen Spielstand importieren zu müssen, was wohl auch möglich ist. Erst einmal ein grober Umriss, was Stardew Valley eigentlich ist.

Es handelt sich dabei eigentlich um ein typisches Farmspiel, man muss einen Bauernhof auf- und ausbauen. Aber das ist nur ein Teil des Ganzen, denn man könnte das Game durchaus auch als RPG bezeichnen. Es gilt, Aufgaben zu erfüllen, Monster zu bekämpfen (ganz harmlos, durchaus auch für jüngeres Publikum geeignet) und eine Familie zu gründen.

Man hat also einen heruntergekommenen Hof von seinem Opa geerbt, das Leben stinkt einen an und man entschließt sich letztendlich, auf dem vor langer Zeit geerbten Hof ein neues Leben beginnen. Damit stürzt Ihr Euch in das Abenteuer Bauernhof.

Ihr erhaltet zum Start alle nötige Ausrüstung, um Bäume zu fällen, Steine zu zertrümmern, Unkraut zu jäten und Beete anzulegen. Hier solltet Ihr anfangs ruhig die Energie voll ausschöpfen, um schnell Materialien und Geld zu bekommen, denn sobald Ihr dann die weiteren Erkundungen anfangt, wird es schnell eng mit dem Platz im Rucksack – das erste Upgrade ist recht teuer, würde ich im Nachhinein aber als oberste Priorität betrachten.

Alles, was Ihr auf Eurem Hof oder sonstwo sammelt, könnt Ihr auch verkaufen. Das geht am schnellsten über die Box neben Eurer Hütte, über Nacht wird alles abgeholt und Ihr werdet nicht nur mit Geld entlohnt, sondern levelt so auch Eure Spielfigur hoch. Höheres Level bedeutet neue Fähigkeiten oder Möglichkeiten, auch das wollt Ihr eher zügig angehen.

Das als nur kurze Tipps für den Einstieg, falls Ihr überhaupt Tipps benötigt. Abseits des eigenen Bauernhofs spielt sich das eigentliche Leben ab. Ihr trefft Leute, knüpft Freundschaften, löst das Rätsel um ein mysteriöses Haus und erhaltet auch immer wieder Aufträge, die Ihr für Belohnungen erfüllen könnt.

Das ganze Spiel ist sehr komplex. Das fängt auf dem Bauernhof an. So muss man beispielsweise darauf achten, dass Pflanzen saisonabhängig angebaut werden müssen. In der Stadt müsst ihr an Festen mit diversen Mini-Games teilnehmen. Und Ihr müsst die Frau fürs Leben finden. Alles dazwischen sorgt ebenfalls dafür, dass einem nie langweilig wird.

Sehr interessant ist auch das Energieprinzip. Ihr spielt immer einen Tag, dieser läuft natürlich schneller als in Echtzeit ab. Abends müsst Ihr ins Bett, das lädt auch wieder die Energie auf. Außerdem löst es eben das Abholen der Waren aus und lässt Pflanzen einen Schritt weiter gedeihen.

Energie könnt Ihr durch Nahrung wieder auffüllen. Diese könnt Ihr anbauen oder in den Läden in der Stadt kaufen. Allerdings müsst Ihr trotzdem abends ins Bett, hier wird man schnell den Dreh raushaben, um Tage effektiv zu nutzen, ohne groß Energie nachtanken zu müssen.

So spielt Ihr Tag für Tag, vertieft Eure Beziehungen und könnt immer wieder neue Dinge in der Welt von Stardew Valley entdecken. Relativ schnell erhaltet Ihr auch eine Angel, mit Ihr könnt Ihr an Gewässern Jagd auf Fische (und andere Dinge) machen. Netter Zeitvertreib, falls noch Tag übrig ist, aber nicht mehr viel Energie vorhanden.

Die Steuerung ist logischerweise für Touchscreens angepasst. Ich empfinde sie nicht als optimal, aber sie ist auch nicht schrecklich. Manchmal nervt sie ein bisschen, mich hat sie jedoch nicht vom Spielen abgehalten.

Anders sieht es da in Sachen Grafik aus. Mir ist durchaus bewusst, dass Retro-Pixel-Grafik einen gewissen Charme versprühen kann, in sehr vielen Fällen finde ich sie aber deplatziert. So auch hier. Geschmacksache, mein Ding ist es nicht. Aber auch das hat mich nicht vom Spielen abgehalten.

Der Sound bläst übrigens in ein ähnliches Horn, da ich Games selten wirklich mit Sound zocke, stört mich das weniger. In den Einstellungen kann man zudem Musik, Töne, Ambiente und Fußstapfen getrennt voneinander in der Lautstärke anpassen, das ist ziemlich cool. So auch die möglichen Displayanpassungen, man kann Menüs vom Rand wegrutschen – äußerst praktisch für Geräte mit Einkerbung im Display.

Das Spiel bietet etliche Stunden Spielzeit, ein wirkliches Ende gibt es nicht. Im Prinzip genau das, was uns Entwickler seit Jahren als Pay2Win-Games verkaufen, nur eben ohne die lästigen In-App-Käufe. 8,99 Euro müssen einmalig bezahlt werden. Für den Umfang des Games ist das sehr wenig.

Sofern man mit der Art des Spiels etwas anfangen kann, bekommt man mit Stardew Valley einen wahren Kracher geboten. Das Spiel ist toll gemacht und scheint mir auch gut ausbalanciert zu sein. Trotz zahlreicher Spielstunden bin ich quasi immer noch am Anfang und habe gerade mal an der Oberfläche gekratzt. Definitiv ein Spiel, das längere Zeit auf meinem iPhone verweilen wird. Klare Kaufempfehlung für Fans des Genres.

Stardew Valley
Stardew Valley
Preis: 8,99 €

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Aber den Stand meiner Switch kann ich nicht importieren? Plattformübergreifend wäre schon hammer!

  2. Abseits von Stardew Valley spielt sich das eigentliche Leben ab. Ihr trefft Leute, knüpft Freundschaften, geht Arbeiten, kümmert euch um die Familie, lest Tech-Blogs, …

  3. Der Entwickler ist ein Genius, habe knapp 40 Jahre Videospiel Geschichte hinter mir und selten hat mich ein Spiel so gefesselt obwohl ich eigentlich mit dem genere nichts anfangen kann. So habe ich auf der Switch mittlerweile 80 Stunden versenkt und es gibt noch immer wieder was neues zu entdecken und sich zu erarbeiten. Chapo man kann nur vor Eric Barone seinen Hut ziehen.

  4. Weiß jemand ob man das Spiel komplett offline spielen kann? Dann wäre es für den anstehenden Urlaub definitiv was 😀

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