„Star Trek“: Marke steht zukünftig auch für Kinderserien und mehr

„Star Trek“ war einmal meiner Lieblingsmarken: Ich schätze die Originalserie genau so wie das fantastische „Star Trek: The Next Generation“. Auch „Star Trek: Deep Space 9“ habe ich geliebt. Anschließend war ich etwas übersättigt, fand „Star Trek: Voyager“ sowie „Star Trek: Enterprise“ aber immer noch ganz gut. Von den neueren Kinofilmen mit Chris Pine und Co. gefiel mir leider nur der Erstling. Paramount hat nun für das Franchise enorme Pläne offengelegt: Selbst mit einer Kinderserie will man neue Fans gewinnen.

Ich selbst bin spätestens seit dem für mich persönlich einfach nur schrecklichen „Star Trek: Picard“ raus. Gegen „Star Trek: Discovery“ habe ich nichts, aber es ist für mich recht langweilige und austauschbare Science-Fiction mit wenig „Star Trek“-Flair. Immerhin habe ich über „Star Trek: Lower Decks“ viel Gutes gehört, sodass ich der Serie eventuell trotz meiner Skepsis eine Chance gebe. Mit all den neuen Formaten treibt man es aber seitens Paramount für meinen Geschmack etwas zu weit.

„Star Trek: Prodigy“ wurde ja schon vor einer Weile angekündigt und soll Kinder anvisieren – das Artikelbild zeigt, was ihr von der CGI-Animationsserie erwarten könnt. Sieht für mich eher nach Dreamworks „Monsters vs. Aliens“ aus, denn nach „Star Trek“. Eigentlich sollte die Serie bei Nickelodeon starten, wird aber nun beim Streaming-Angebot Paramount+ in den USA seinen Einstand geben. Für Deutschland würde ich da auf Amazon Prime Video tippen, da dort auch „Star Trek: Lower Decks“ läuft.

10 Episoden wird die erste Staffel von „Star Trek: Prodigy“ umfassen. Wie ihr auf dem Bild oben seht, zählt zur Abwechslung mal kein Mensch von der Erde zur Hauptbesatzung. Neben weiteren Staffeln von „Star Trek: Discovery“ und „Star Trek: Picard“ sowie „Star Trek: Lower Decks“ soll auch noch eine neue Serie namens „Star Trek: Strange New Worlds“ anlaufen. Im Gegensatz zu Disney, welche ihre Marvel- bzw. „Star Wars“-Formate jeweils je Marke im selben Universum ansiedeln, sollen die „Star Trek“-Serien von Paramount aber jeweils eher für sich stehen.

Leider ist hinter den Kulissen wieder Alex Kurztman einer der Drahtzieher, den ich als einen der Hauptverantwortlichen dafür sehe, wie „Star Trek“ (aus meiner Sicht) an die Wand gefahren wurde. Solange er für die Marke verantwortlich ist, habe ich da wenig Hoffnung auf Besserung. Des Weiteren gebe es auch Pläne für ein Spin-Off zu „Star Trek Discovery“, das sich um Michelle Yeohs Charakter drehen würde. Bis da etwas bei rauskommt, könnte es jedoch dauern. Das Ziel von Paramount sei aktuell aber je Quartal eine neue „Star Trek“-Serie ins Rennen zu schicken.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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21 Kommentare

  1. Alex Kurtzman wird die Marke ausquetschen, bis kein Geld mehr rauspoppt und alle „BITTE AUFHÖREN“ schreien. Warum nur muss jemand für eine Marke zuständig sein, die er nicht versteht und für die er keinerlei Leidenschaft aufbringen kann?

  2. Für mich war Star Trek eigentlich immer irgendwie die Weiterentwicklung der Menschheit zu dem Bestreben eine bessere und friedlichere Zukunft zu erreichen. Dem kommen die die ganzen aktuellen Sachen einfach nicht mehr nach. Dadurch habe ich irgendwie daran kein Interesse mehr. Picard fand ich auch furchtbar und Discovery könnte auch eine x-beliebige Scify Serie ohne Star Trek Label sein. Leider.

  3. Tu‘ dir Lower Decks nicht an. Hier und da ist so eine Referenz zu anderen Serien und Filmen, sonst ist es Rick&Morty (fom Stil her) nur mit schlechteren Witzen, verlorenen Pointen und alles mit Sternenflotten Abzeichen.

    • Würde ich auch nie und nimmer, auch wenn es gut wäre. Star Trek darf kein Zeichentrick / Animation sein. Wie bei Star Wars eben auch…

      • Schon die zweite offizielle Star Trek-Serie war schon eine Animationsserie. Wurde leider vom ZDF sehr gekürzt und mit einer Synchro für Kinder verpasst.

      • Die zweite Star Trek Serie war auch Zeichtrick, wie kann man sich nur über alles „neue“ so wehren? Ich bin froh wenn das kommt, wenn es mir nicht gefällt schaue ich nicht weiter. Mir haben Picard, Lower Decks und Disco gefallen und ich freue mich auch auf das neue. Man muss halt auch neue Abholen, aber der Wiedererkennungswert ist ganz klar gegeben. Es sind heute halt weniger Missions of the Day sondern längere Handlungsstänge über ca. 10 Folgen. Strange New Worlds wird dann wieder anders.

        • Ich verschließe mich nicht dem Neuen an sich. Discovery hat mir gefallen, Picard nicht, aber hab trotzdem alle Folgen angeschaut. Meist braucht eine Serie auch mehrere Staffeln um gut zu werden. Aber mir gefällt einfach kein Zeichentrick im Star Trek Universum. Es passt für meinen Geschmack nicht (für MEINEN Geschmack 😉 ).
          Auch freue ich mich über weitere „Real“-Serien sowie auch Filme (egal welches Universum).

          • Nelson Tethers says:

            So sehe ich das auch, man muss ja auch nicht alles Neue mögen. Aber wenn sich Marken wie Star Trek nie verändern dürften hätte es TNG in der Form nie gegeben (oder noch schlimmer: wär 7 Jahre lang auf dem Niveau der 1. Staffel geblieben)

            (Und ich hab auch das Gefühl, dass wenn sich die meisten nostalgisch an Next Generation erinnern, dann denken sie im ersten Moment vermutlich nicht an Folgen wie Ehrenkodex oder Ronin – und das ist ja auch okay, aber ich finde dass man sich schon immer mal ins Gedächtnis rufen sollte, dass auch diese 176 Folgen nicht unbedingt *alle* super und großartig waren)

        • André Westphal says:

          Die Star Trek Animationsserie von damals fand ich „ganz in Ordnung“ – die meisten Folgen waren nicht so dolle, es gab aber durchaus einige Höhepunkte.

        • Was soll man darauf noch antworten? Nichts. Denn genau so ist es.

          Und wenn einige Trekkies die Marke am liebsten unter einer Käseglocke konservieren möchten, ist das deren Problem. Die können sich dann mit den Star-Wars-Klerikern zusammentun.

    • Ich liebe Lower Decks und das als TNG Fanboy und Star Trek Fan seit ich eigentlich klar denken kann….

    • Ich hab bei Lower Decks immerhin gut 15 Minuten von der ersten Folge durchgehalten, bevor ich genug von der Serie hatte.

      Da schau ich mir lieber zum dritten Mal Final Space an…

    • André Westphal says:

      Rick & Morty ist auch schon gar nicht meine Welt, weswegen ich dann halt auch bei Lowe Decks recht skeptisch bin. Vielleicht schaue ich mir aber mal eine Episode an, um mir zumindest einen genaueren Eindruck zu bilden :-). Da muss ich nur erst einmal eine ruhige Minute finden, in der es nicht etwas Interessanteres gibt :-D.

  4. Mit Discovery habe ich mich langsam von Star Trek abgenabelt. Was jetzt so alles kommt…da bin ich raus. Na ja, ich lese mich in Vorbereitung auf die Apple Serie gerade durch Aisaac Asimov`s Foundation Reihe..da habe ich genug zu tun.

  5. Ich finde Startrek Picard richtig gut. Aber dieses Ausquetschen von Marken geht mir auch gehörig auf den Keks und daher schaue ich mir Content, bei dem ich den Eindruck habe, das dieser nahezu ausschließlich auf Einnahmenoptimierung ausgerichtet ist, gar nicht mehr an. Disney mit Star Wars ist mir da ein ganz großer Dorn im Auge.

  6. Ich mag Lower Decks 🙂 Hat im Grunde alles, was ich an Star Trek liebe:
    – Charakter die sich entwickeln/tiefe bekommen (hey, erste Staffel, wer nach 2 Folgen eine Tiefe wie Worf nach TNG+DS9 erwartet hat es auch nicht verstanden, oder?)
    – Herausforderungen und schwere Entscheidungen
    – Wendungen (wer oder was ist gut / böse etc.)
    – ST typische Auflösungen (sprüh mal dies hier durch die Gänge – läuft 😀 – gab es in jedem ST!)

    Und im Gegensatz zu vielen bei ST auch echte Fallhöhen! Ohne hier spoilen zu wollen

    Natürlich in Comedy verpackt und nur 20 Min. lang – aber IMHO hat diese Serie mehr als Discovery oder Picard, weil:
    – Es sind einzelne Folgen. Man kann reden „über diese Folge wo x mit y bei z war“ – und trotzdem entwickeln sich die Charaktere weiter
    – Einzelne Charaktere bekommen ihren eigenen Raum und ihre eigene Rahmengeschichte und doch arbeiten sie immer mal wieder in Team zusammen.

    Es ist eben mehr im Stil von TNG/DS9 als DIS/PIC – und das ist meiner Meinung nach auch gut so

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