Spotify Podcast Ads starten jetzt offiziell in Deutschland

Spotify führt nun in Deutschland seine Podcast Ads ein. Das bringt Zuhörern erst einmal gar nichts, ist für die Podcast-Macher aber eine neue Option zur Monetarisierung. Im Zuge der Verteilung der Podcast Ads rollt Spotify dann auch für seine Partner das Steuerungstool Streaming Ad Insertion (SAI) aus. Es steht nun allen Werbetreibenden und Agenturen in Deutschland zur Verfügung.

Zuvor hatte man die Podcast Ads bereits innerhalb einer geschlossenen Beta für ausgewählte Unternehmen angeboten. Podcasts sind da zwar ein interessanter Bereich für Werbetreibende, bieten aber gleichzeitig wenig Kontrollmöglichkeiten. Denn Podcasts werden typischerweise oft heruntergeladen, um sie dann später offline zu hören – etwa beim Pendeln. Dadurch lässt sich für Werbetreibende aber schwerer nachvollziehen, ob ihre Werbung tatsächlich wahrgenommen worden ist.

Mit Streaming Ad Insertion liefern Spotify Podcast Ads den Unternehmen hingegen bestätigte und messbare Ad Impressions. Sie sollen dann Einblicke in die Performance der Werbung und die Zielgruppen geben. Darauf aufbauend lassen sich die Werbestrategien dann optimieren. Werbepartner können dann entsprechende Pre-, Mid- und Post-Roll-Ads in den verfügbaren Episoden bei fast allen Spotify Original und Spotify Exclusive Podcasts buchen.

Spotify bietet Werbetreibenden auch ein Netzwerk professioneller Sprecher an, welche die Werbung dann einsprechen können. Bei einigen Formaten sprechen die Podcast-Hosts die Werbebeiträge selbst ein (Host Reads). Als Partner vermeldet Spotify da bereits beispielsweise LinkedIn. Otto und MediaCom.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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23 Kommentare

  1. Dirk der allerechte says:

    Also wie soll das denn jetzt sein? Ich als Premium Nutzer höre praktisch Werbung in einem Podcast oder was? Zum Glück höre ich sowas nicht bin bei Audible … „sag mal du als Physiker“ Das ist einfach nur genial

  2. Jahrelang waren Podcasts in Ordnung, jetzt kommen wieder die großen Tech-Firmen und werden sie totmonetarisieren.

    • Ich hoffe nicht. Eher wäre es mein Wunsch, dass – und das wurde hier im Kommentarbereich bereits angesprochen – die Leute exklusive Podcasts hinter Bezahlschranken ignorieren. Aber wenn man sich die Ergebnisse der bei Spotify zitierten Studie so ansieht, kann Spotify machen was sie wollen:

      „53 Prozent aller Podcast-Hörer*innen sagten in der Befragung, dass sie Podcasts auf Spotify hören3. Unter den 16- bis 29-Jährigen waren es mit 76 Prozent sogar noch mehr4.“

      Quelle: https://spotify_presse.prowly.com/124333-spotify-podcast-ads-jetzt-offiziell-in-deutschland-verfugbar

      Ich weise auch immer wieder bei Amazon-Meldungen auf die Nachteile des Monopols hin. Und wer nicht hören will, der muss in diesem Fall eben Werbung hören. 😉

  3. es gibt eine ganz einfach Lösung. Podcast nicht über Spotify konsumieren.

    • Dazu als Tipp:

      https://spotifeed.timdorr.com/

      Einfach zu RSS konvertieren und mit dem Podcatcher der Wahl anhören.
      Bei PocketCasts braucht es noch zusätzlich RSSMix.

      • Klar, aber die Werbung dürfte dann trotzdem drin sein. Man darf die Exklusivität der Podcasts dort einfach nicht unterstützen. Dann erledigt sich das Problem von selbst.

      • Vielen Dank für den Tipp.
        Wäre nie auf die Idee gekommen, das dass möglich sei und habe deswegen nie nach so einer lösung gesucht

      • Boha! Gold! Danke!

      • Ich schließe mich an, das ist pures Gold!

        Aber wie kann ich „Bei PocketCasts braucht es noch zusätzlich RSSMix.“ verstehen? Hab die spotifeed-URL in PocketCasts eingegeben und konnte den Feed abonnieren als auch Episoden runterladen und abspielen, scheint also auch ohne RSSMix zu gehen.

        • Ich bin auch erst kürzlich durch Reddit darauf gestoßen und laut mehrerer Angaben wurden diese Links von PocketCasts geblockt. Hatte es dann ehrlich gesagt auch nicht anders versucht. Aber gut zu wissen dass es nun doch direkt funktioniert. Danke!

          • Leider nicht ganz…
            Hab mich mittlerweile auch nochmal schlau gemacht, sorry jetzt schon für die Wall of Text 😉

            Spotifeed ist Ende 2020 sehr bekannt geworden, weil einer der größten US-Podcasts zu Spotify gewechselt ist und dann viele Leute Spotifeed nutzten, um den Podcast weiterhin kostenlos & mit der App ihrer Wahl zu hören. Das rufte dann irgendwann Spotify auf den Plan. Technisch ist es so, dass Spotifeed die erzeugten RSS-Feeds cashed, d.h. es gibt pro Spotify-Podcast eine globale Spotifeed-URL. Dadurch lassen sich also einzelne Podcasts global leicht blockieren von einzelnen Podcatchern. Und u.a. die globale URL für den oben genannten US-Podcast wurde vor einiger Zeit von den PocketCasts-Machern auf ihrer Plattform geblockt, auf Bitte von Spotify hin. Und wie ich feststellen musste, geht das populären deutschen Spotify-Podcasts genauso: Der Spotifeed-URL von Fest & Flauschig erzeugt in PocketCasts zwar ein auf den ersten Blick gutes Ergebnis, aber wenn man genau schaut, sieht man, dass dort keine neuen Folgen mehr auftauchen – seit Anfang November. Blockieren heißt bei PocketCasts also scheinbar, dass man den Nutzer nicht darauf hinweist, dass seine eingegebene Feed-URL auf einer Art Blacklist steht, sondern man zeigt einfach auf ewig einen alten Stand des (intern bei PocketCasts ebenfalls gecachedten) Feeds an. Sehr untransparent von PocketCasts….

            Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten, das zu umgehen:
            – man wrapped den Feed von Spotifeed irgendwie in einem anderen Feed, sodass die URL-Blacklist von PocketCasts nicht greift. Das geht eben z.B. mit RSSMix. Nachteil: Man verliert das Cover-Artwork des Podcasts.
            – man hostet Spotifeed selbst (ist ja Open Source und Lizenz ist MIT) und erzeugt sich somit eigene Feed-URLs, die dann aufgrund der geringen Verbreitung auf keiner Blacklist landen sollten. Wie das möglichst einfach via Dockerfile geht, steht in dem aktuell einzigen offenen Issue in dem Spotifeed-GitHub: https://github.com/timdorr/spotifeed/issues/7

            Weiterer Vorteil der zweiten Methode ist: Falls Spotify das Entwickler-Access-Token von dem Spotifeed-Macher rausbekommt (eventuell recht einfach durch die vielen gleichartigen Spotify-API-Calls, die er im Auftrag seiner Nutzer macht) und blockiert, ist man selbst nicht betroffen, da man seinen eigenen Spotify-Entwickler-Account erstellen muss und dessen Token nutzt, mir dem man ja dann im Vergleich sehr wenige API-Calls macht und sich unter dem Radar von Spotify bewegen sollte 🙂

  4. Mein Grundsatz: wenn ich dafür zahle, gibts keine Werbung. Gibts Werbung, zahle ich nicht. Man kann bei Firmen nur mit dem Geldbeutel abstimmen.

    • Also kaufst du keine Zeitungen? Keine Magazine? Und siehst nur ab 20 Uhr öffentlich/rechtlich?

      • Nicht OP aber trifft auf mich zu. Lineares Fernsehen gar nicht mehr. Ich zahle für Netflix. Amazon Prime Video nutze ich aufgrund der Werbung nicht. Nachrichten lese ich nicht mehr auf Papier sondern nur noch online, mit entsprechendem Abo ohne Werbung. Ich sehe es also genauso wie OP – wenn mir jemand Werbung zeigt, obwohl ich zahle, bin ich raus. Bei Youtube schon nervig genug, da zahlt man für Premium und dann binden die creator Werbung fest in ihre Videos ein… Nein danke, deabonniert.

      • Bei Zeitungen und Magazinen ist Werbung viel weniger störend, da kann ich sofort weiterblättern. Ich nehme Werbung auf Papier gar nicht bewusst wahr – und wenn doch, dann ist sie so gut, dass sie es verdient hat :-).
        Und ÖR sehe ich wie alle Videoinhalte ausschließlich im Stream, bis jetzt gab’s da keine Werbung.

  5. Podcasts mit fremder Werbung fliegen direkt aus meiner Liste.

  6. Zahlen UND Werbung: das geht nicht zusammen.

    Ich höre eine Menge Podcasts die frei verfügbar sind. Und die haben Werbung drin, was ich auch verstehe.
    Nachdem ich Werbung (v.a. audio) hasse, habe ich mir ein Abo bei einem podcast-Netzwerk gegönnt, das zwar nicht alle, aber doch eine Reihe von denen anbietet die mir wichtig sind.
    Und jetzt höre ich werbefrei und die Macher haben was wovon sie leben können.
    Passt.

    Aber wieso sollte ich für ein spotify-Abo zahlen UND dann noch Werbung ertragen?
    Nein danke.

  7. Warte? Kommt das auch für Premium Nutzer?

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