Spotify Amplify: Neues Hub soll soziale Themen wie Gleichstellung von Mann und Frau etc. mit Musik hervorheben

Spotify hat gestern per Pressemitteilung ein neues Hub mit dem Namen Amplify bekanntgegeben. Sinn und Zweck des Ganzen soll es sein, mit Musik den Fokus auf soziale Themen wie Gleichstellung von Mann und Frau, mentale Gesundheit, LGBTQ etc. zu richten.

Zum Start wird Amplify vor allem die Frau in den Mittelpunkt stellen und damit noch einmal auf den vergangenen Internationalen Frauentag und den Monat März hinweisen, der in den USA der Geschichte der Frauen gewidmet ist.

Das Hub ist in verschiedene Sektionen unterteilt: Frauen in Musik & Kultur, kraftvolle Stimmen, Stimmung, Momente und Bewegungen und Ikonen zu denen unter anderem Adele, J-Lo, Beyoncé etc. gehören. In jeder Kategorie finden sich speziell erstellte Playlisten. Außerdem soll es im Hub eine separate monatliche Playliste geben, die wöchentlich aktualisiert wird.

Da das Hub vorrangig für USA und Kanada gedacht ist, finden wir das Feature aktuell noch nicht in der Spotify-App, es ist jedoch über den Link auf der dazugehörigen Website zugreifbar. Ein separates Latin Hub findet sich dort außerdem.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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23 Kommentare

  1. Wenn Gleichberechtigung das meist unproduktivere Geschlecht nicht in die richtige Stellung zu bringen vermag, machen wir es eben per Gleichstellung.

    Im Ernst. Ich freue mich über jede großartige Frau die ich kenne oder von der ich höre. Aber wenn ich ein wäre würde ich mich hin und wieder schämen, wie ein kleines Kind Ehreplätze geschenkt zu bekommen. Als Mann würde ich die sicher auch nehmen aber ein Geschmäkle würde bleiben. Mentale Gesundheit & LGBTQ sind laut IDC10 darüber hinaus auch nicht unbedingt immer wie Sport und Bier.

  2. Bin ich der einzige der nach „LGBTQ“ googlen musste?
    Liegts an meinem männlich, eingeschränktem, Bewusstsein? 🙂
    Anyway, hauptsache nach außen zeigen das wir primär Frauen gleichstellen müssen. Gerade in den USA eine sehr wichtige Sache worauf viele Firmen pochen (zumindest nach außen sehr stark).

    Vielleicht bewegt man dann ein paar Feministinnen dazu ein Abo abzuschließen.
    Dennoch finde ich es schade das so ein Thema für so etwas wie Musik genutzt werden (muss). Denn gerade dort gibts doch wirklich sehr viele, sehr gute Frauen die exzellente Musik machen und den Männern in nichts nachstehen.
    Kann man nicht einfach gute, dem Geschmack angepasst Musik hören unangetastet dessen, wessen Geschlecht man anhört oder gut findet?!

    /Dev

    • Nee, ich musste das auch googeln. Allerdings bin ich wohl auch zu naiv oder zu beschränkt in meiner Wahrnehmung, denn die sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität von jemandem der Musik macht, interessiert mich Null. Ob sich jemand als Frau, Mann, Bergziege oder Flugzeugträger mit 3000 Mann Besatzung definiert ist mir schlicht egal, ich will nur Musik hören.

  3. @Dev:
    „Laut einer Statistik der deutschen Künstlersozialkasse verdienen Musikerinnen unter 30 in Deutschland jährlich im Schnitt knapp 9.000 Euro und erzielen in allen Altersgruppen durchschnittlich insgesamt fast 3.000 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen.“ (Quelle: http://www.taz.de/!5137523/)

    Du kannst weiterhin deine Musik hören wie du sie hörst, für dich ändert sich nichts. Auf die nach wie vor bestehende Benachteiligung einiger Gruppen kann man aber meiner Meinung nach gar nicht genug aufmerksam machen, wie man auch an deinem Kommentar ablesen kann. Gerne auf allen Kanälen, inmitten der Gesellschaft und gerne auch in einem Hub auf Spotify.

    • Dann sollten die Musikerinnen härter im verhandeln sein.

      • Fehlende Gleichberechtigung ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, keines das im Stillen in Verhandlungszimmern gelöst werden kann.

        • „Gesamtgesellschaftliches Problem“, wenn ich das schon höre. Das ist überhaupt kein Problem. Wie unten schon geschrieben, welche Rechte haben denn hierzulande Männer, die Frauen nicht haben? Das ganze krampfhaft über Gesetze und Quoten zu lösen ist Idiotie. Genau wie 99% Prozent der Debatte. Minderheiten, Schwule, Behinderte etc. sollen die gleichen Rechte haben wie die Mehrheit? Na sicher doch. Schwul sein ist in vielen Ländern immer noch unter Strafe gestellt. Das ist ein echtes Problem. Frauen sollen eine Quote bekommen und bevorteilt werden? Und was ist mit albanischen Gender-fluiden Schafhirten/Innen? Wo bitte bleibt deren Quote?
          Das ist eh nur Wohlstandsneid. In Chefetagen sitzen zu wenig Frauen? Oder in der Politik? Und was ist mit Handwerkern, unter Tage oder bei der Müllabfuhr? Wir haben in Deutschland ganz andere Probleme.

          • Frauen bekommen immer noch etwa ein Drittel weniger Gehalt für die gleiche Tätigkeit als ihre männlichen Kollegen, Frauen sind seltener in Führungspositionen anzutreffen (zu deinem Vergleich mit Handwerkern und der Müllabfuhr: es gibt auch von Frauen dominierte Jobs mit wenig Sozialprestige), die Arbeitsteilung im Haushalt ist vielfach noch lange nicht gerecht, Kindererziehung ist ebenfalls oft noch eine Aufgabe der Frau, der Sport wird von Männern dominiert, in Lehre und Forschung sieht es nicht anders aus (in der Medizin z.B. sind 90% der Lehrstühle von Männern besetzt),… Ich kann noch ewig so weitermachen. Und all das, obwohl Frauen im Durchschnitt mit einem höheren Bildungsabschluss in das Berufsleben starten, oftmals bessere Abschlussnoten haben als Männer und sie ein Studium im Schnitt nach kürzerer Zeit abschließen.

            Als weißer, heterosexueller Mann hat man gut zu reden.

            • Männer kriegen schlechtere Noten, werden häufiger in den Knast gesteckt, kriegen härtere Strafen, sind häufiger arbeitslos, sind häufiger berufsunfähig, sterben 5 Jahre früher, etc. Auch da kann man ewig weitermachen.

              Das Dumme ist, dass manche Sachen nicht nachgewiesen werden können (z.B. dass Frauen ein Drittel weniger verdienen) und manche Sachen nicht änderbar sind (z.B. dass Medizinstudenten zu 80% weiblich sind und trotzdem keine Anwärterinnen auf Chefarztposten finden).

              Das Ganze ist ein zweischneidiges Schwert. Was aber häufig übersehen wird, ist, dass zwar viele Führungspositionen von Männern dominiert sind, aber die allermeisten Männer nicht in Führungspositionen arbeiten. Es arbeiten ca. 0,2% in Führungspositionen, d.h. dass mindestens 99,8% aller Männer keine Führungsposition innehaben. Die hätten vielleicht auch gern eine Lobby um einen von diesen begehrten Jobs zu bekommen.

            • Puh, wenn ich das so lese bestärkt mich das ungemein in meiner Meinung, anscheinend wird das Problem längst noch nicht überall erkannt.

              Ich verstehe auch gar nicht, warum du dich so aufregst. Es geht im Endeffekt um eine Spotify-Unterseite, die wahrscheinlich niemals in Deutschland jemand zu sehen bekommt.

  4. Da ich die News per Feedreader las, dachte ich erst dass sie von Postillon kommt. Unfassbar. Die Welt ist Realsatire.

  5. Leider ist es schlichtweg ein Thema in unserer Gesellschaft. Wir haben keine Gleichberechtigung von Mann und Frau wenn es um Gehalt oder Chancen geht. Das zeigen genügend Statistiken oder jüngste Vorfälle die z.B. durch #metoo bekannt geworden sind.

    Dass Spotify als schwedisches Unternehmen seine Marke nutzt, um auf Misstände aufmerksam zu machen, finde ich gut.

    • Wie bitte, was haben wir nicht? Welche Rechte haben denn Deiner Meinung nach Männer bei uns, die Frauen nicht hätten?

    • Was leider kein Thema ist, ist der Region Pay Gap. Nämlich, dass in den neuen Bundesländern ALLE Menschen wesentlich weniger verdienen, als in den alten Bundesländern. Was auch kein Thema ist, ist der Poverty Pay Gap, nämlich, dass arme Menschen prozentual mehr Geld für die Sozialsysteme und Steuern abdrücken als reiche Menschen. Und da gibt es noch viele mehr Ungerechtigkeiten, die alle Menschen in Deutschland betreffen.

      Aber das sind alles Punkte, die man politisch regeln könnte, im Gegensatz zu einem unerklärten Gender Pay Gap von 3%, wo man nicht genau weiß, woher er kommt. Aber Mann gegen Frau ist so schön stereotyp, da kann jeder ein bisschen Symbolpolitik machen, ändern wird sich nichts, weil der Gender Pay Gap nicht davon kommt, dass zu wenig Menschen Frauenmusik kaufen.

    • Florian Rott says:

      Und es gibt noch so viele Probleme, die Spotify nicht anpackt. Die Abholzung der Regrnwälder, Nashorn Wilderei in Afrika, Donald Trump, meine dreckige Unterwäsche Wann löst Spotify diese wirklich dringenden Probleme? Mit einer Musikseite?

  6. Jetzt kann man nicht mal mehr Musik ungestört ohne diese Propaganda genießen. Es ist zum Kotzen! Schweden, klar. Ich überlege, ob ich Spotify kündige. Diesen ideologischen Mist will ich nicht unterstützen.

    • Du kannst dir nach wie vor die Böhsen Onkelz, Freiwild und alles was du noch so magst ungestört anhören.

      Unfassbar, was dieses Thema bei Menschen auslöst. Wären wir tatsächlich schon so weit, wie hier immer wieder behauptet wird, würde so eine Meldung (‚Spotify gestaltet eine Unterseite zu verschiedenen aktuellen Themen – darunter auch Frauenrechte -, die niemand anklicken muss, der sie nicht sehen möchte und die vor allem für Kanada und die USA konzipiert ist) nur mit einem Schulterzucken quittiert werden.

  7. Ich hab erstmal mein Spotify Abo gekündigt. Die Gratis-Version reicht völlig. Ich zahle nicht Geld für Indoktrination, noch dazu wenn sie so billig daher kommt. Die Lüge von der Gehaltsdifferenz ich kann es nicht mehr hören. Dann soll man eben nicht als Friseuse arbeiten sondern am Hochofen Stahl kochen und mit 60 krepieren. Gern können Frauen auch Dachdecker werden und mit kaputten Knochen bei Kälte und brutalen Sonnenschein bis weit über 60 Malochen. Medizin studieren Frauen gern, Praxis auf dem Land? Fehlanzeige. Vollzeitpraxis in der Stadt? Nö, die Plagen sind doch nicht doof, soll man halt zum männlichen Arzt gehen der eine Vollzeitpraxis hat und die ganze Woche arbeitet. Veterinärmedizin, nahezu hundert Prozent Frauen und alle Männer quasi rausgeekelt. Resultat wie in der human Medizin. Ein Aussterben der Praxen. Ich hab die faxen dicke von Wohlstandsverwahrlosten mit der geistigen Reife eines Kindes zu hören.. Ich will mehr weil ich Frau bin und mir das zusteht. Mädels, macht mal die Augen zu dann seht ihr was euch zusteht. Alle anderen gehen schaffen und erwerben sich dadurch was ihnen zusteht. Langsam wünsche ich mir schwedische Zustände. Und nee, damit meine ich nicht die kaputte Politik da sondern deren Folge. Damit die Damen hier verstehen das langsam auf ne ziemlich obszöne Art nur noch Duennpfiff von dort kommt. Kannst wieder zensieren.

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