Sparkasse: girocard künftig mit Mastercard-Co-Badging erhältlich

Die Sparkassen geben an, dass deren girocard künftig mit einem Mastercard-Debit Co-Badging kommt, anstelle des bisherigen Maestro-Co-Badging. Mir ist bislang keine Bank bekannt, die dies so handhabt, einige Vorteile oder Beweggründe könnten aber auf der Hand liegen – zudem wird gemunkelt, dass das Maestro-Badging ausläuft:

Die Verbreitung und Akzeptanz von Mastercard-Debit dürfte im Ausland ein gutes Stück höher liegen als bei Maestro und auch fürs Online-Shopping könnte jene Karte direkt eingesetzt werden, denn sie kommt mit einer regulären Kreditkartennummer inklusive CVC und steht somit einer regulären Stand-Alone Mastercard Debit in nichts nach. Die Sparkassen selbst teilen mit, dass sich die Akzeptanzstellen durch das neue Co-Badging „vor allem im außereuropäischen Ausland [verdoppeln]“.

Weiterhin könnte man die Unterstützung für Apple Pay fördern, denn ein Großteil der Deutschen müsste hierfür derzeit bei den Sparkassen eine separate Mastercard oder Visa beantragen – die Unterstützung der girocard selbst soll für Apple Pay ja ebenfalls in 2020 erfolgen.

Zur Produkteinführung ist das mobile Bezahlen mit Android für die girocard möglich. Mobiles Bezahlen mit dem Co-Badge Debit Mastercard sowie Bezahlen mit Apple Pay werden zu einem späteren Zeitpunkt bereitgestellt.

Das Co-Badging mit der Debit-Mastercard soll ab Juli 2020 für Inhaber einer Sparkassen-Card und der Sparkassen-Card Plus (normal & gewerblich) angeboten werden.

  • Danke Alex!

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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71 Kommentare

  1. So weiß man also, wie die girocard Applepay-fähig wird.
    Aber sehr gut. Maestro ist eh nicht so der Burner.

    Wurde aber schon vor Jahren getestet –> https://www.it-finanzmagazin.de/debit-mastercard-red-ein-erster-tabubruch-sparkasse-siegen-testet-die-girocard-konkurrenz-59757/

  2. Was machen die denn noch alles für Verrenkungen um ihre GC am Leben zu erhalten? So langsam wird es lächerlich.

    • Girocard wird immer deutlich günstiger sein, als die amerikanischen Mitbewerber. Das ist für Händler natürlich ein wichtiges Argument.
      Und niemand möchte sich ohne Not gerne von amerikanischen Unternehmen abhängig machen, wie zB bei Betriebsystemen. Auch könnten Mercedes, BMW und VW dichtmachen, weil Tesla die besseren E-Autos baut.

      • Wir brauchen aber keine kleinteiligen Inselloesungen, sondern globale Loesungen.
        Und Visa war ja sogar europaeisch, bis die Banken vor einigen Jahren entschieden haben, ihre Anteile zu verkaufen.
        Manchmal muss man halt akzeptieren, dass man gescheitert ist.

        • Sofern die Insellösung auch Vorteile hat (niedrige Kosten) gibt es keinen Grund dieses System als gescheitert anzusehen. Wenn man sich zu 95% auf der „Insel“ aufhält, braucht es keine weltweite Akzeptanz. Für die 5% und Onlineshopping gibt es ja dann ja das Co-Badge. Auch Sicherheitsaspekte werden zukünftig noch stärker eine Rolle spielen (durch Coroana), nämlich die Abhängigkeit vom Ausland. Und auch Datenschutz ist ja schon länger ein Thema, das man durch zb Server in Deutschland statt USA, kritischer betrachtet.

    • Was heißt „am Leben erhalten“? In D ist die Girocard die im Handel am meisten genutzte Karte!

  3. Okay, das bedeutet, dass die Terminals wohl oftmals Girocard bzw. sogar Lastschriften durchführen werden. Wenn man also beispielsweise gezielt mit Mastercard zahlen möchte, muss man das dann am Terminal erst auswählen. Da werden die Kassierer wieder total nervös, wenn man an den Terminals herumtippt, bevor man bezahlt. Außerdem wissen kaum Kassierer, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, dass die Kunden das Zahlverfahren am Terminal selber auswählen können dürfen. Natürlich wissen das aber die Kunden oftmals auch nicht.

    • Aber wo ist da der Unterschied zu jetzt? Ich hab auch noch nie bei Rewe etc. gesehen dass der Kunde aussuchen kann ob er jetzt mit Girocard oder Maestro zahlen möchte. Daher geh ich nicht davon aus dass sich an der Situation was ändern wird.

      • Es gibt am Terminal eine „App selection“ F-Taste mit der man das machen kann, nutzt nur keiner, bzw. nur ein paar Girocard-Hasser 😉

        • Cullen Trey says:

          In anderen Ländern bekommt man direkt als erstes die Auswahl welches Verfahren man nutzen will, und erst dann folgt der Rest … Nur wir Deutschen sind da wieder zu blöd (gehalten)…

      • Es ist möglich an jedem Terminal auszuwählen welche Applikation die auf der Karte ist (bei Girocard ist das immer die Girocard selbst, Maestro und manchmal die elektronische Lastschrift (ELV)) zur Zahlung genutzt wird. Dafür muss man vor anhalten oder einstecken der Karte die Auswahltaste am Terminal drücken.

        Die Integration von Mastercard Debit anstelle von Maestro bringt erstens weltweite Akzeptanz (denn weder die Girocard selber noch Maestro funktionieren außerhalb DEs respektive der EU großflächig) und außerdem wird dadurch der Online-Einsatz möglich, für den vorher eine eigene Mastercard/VISA notwendig war oder eine Lastschrift bspw. via PayPal.

        Außerdem gibt es Händler die zB kontaktlos gar keine Girocard unterstützen (Ikea zB) sondern wenn du dort deine Girocard kontaktlos einsetzt automatisch Maestro/VPay auswählen, dort wird dann eben jetzt automatisch Mastercard genommen (was für dich als Kunden aber eigentlich erstmal egal ist)

        • Wieso egal? Es ist ein Unterschies ob das Geld zeitnah oder am nächsten KK Verrechnungstag abgebucht wird. Insbesondere wenn ich mit sofortiger Buchung rechne und es dann später erfolgt, aber nicht auffällt.

          • Oops, ist Maszer Card Debit, Nicht Kreditkarte. Oberen Kokmentar von mir ist also falsch.

            • Theoretisch wäre bei MC Debit im Gegensatz zur Girocard sogar eine Echtzeitbuchung möglich. Bei den Sparkassen wird die Verzögerung der Abbuchung aber wohl auf dem gleichen Niveau wie bei der Girocard liegen

      • Girocard oder Maestro zahlen möchte –> das steht nicht in dem Artikel!!! Bezahlt wird mit dem Konto dahinter!

  4. Es soll immernoch Händler geben, bei denen man zwar mit „EC“/Maestro zahlen kann, aber nicht mit Kreditkarte – sprich Master oder Visa. Ja ich kenne da tatsächlich einen.
    Heißt das dann, dass man dort nicht mehr mit Karte zahlen kann?

    • Wenn du das Bild der Karte genau anschaust dann sieht man auch noch das Girocard Logo (im Volksmund EC Karte gennant). Es ist also beides aber Maestro fällt weg.

    • Das ist weiterhin möglich. Die „EC-Karte“ ist umgangsprachlich für die Girocard. Dort wo aktuell nur „EC“ geht, wirst du auch weiterhin mit der Girocard zahlen können. Lediglich dort wo keine Girocard kontaktlos geht (bspw. Ikea) wird dann automatisch statt wie jetzt Maestro/VPay dann eben Mastercard Debit gewählt.

      Es ändern sich nur die vorhandenen Applikationen auf der Karte von 1. Girocard 2. ELV (je nach Terminal und ob gesteckt oder nicht) 3. Maestro/VPay zu 1. Girocard 2. ELV 3. Mastercard Debit

  5. @Felix: bitte „SparkasseN“ im Plural, es gibt nicht die „Sparkasse“.

    Wenn die HASPA da genau so schnell ist wie mit SEPA-Instant, dann gibt es die DMC erst, wenn der HSV das nächste Mal Meister wird. 😉

  6. Schade, dass die Sparkasse somit wieder ihre bisher treuen Android-Kunden links liegen lässt.
    Ich habe bereits meine Konsequenzen gezogen und habe die Bank gewechselt.

    • Wieso genau? Was ändert sich dadurch für Dich als treuen Android-Kunden?

      • Naja, wenn er die App ‚Mobiles Bezahlen‘ meint, dann leuchtet es mir ein was er meint. Für mich war die App im Vergleich zu GPay auch blanker Hohn und ich wechselte, damit ich a) die Gebühren nicht mehr habe und b) wegen Google Pay. Hätte zwar auch mit PayPal machen können, ist mir jedoch zu unzuverlässig.

    • Android Nutzer sind bei den Sparkassen im Vorteil. Erstens gibt es jetzt schon die Girocard und Mastercard über die „Mobiles Zahlen“ App für Android Nutzer, iPhone Nutzer müssen noch warten. Und die Mastercard Debit soll dann auch im Sommer für Android nutzbar sein, auch hier müssen Apple Nutzer etwas länger warten.

      • Die App ist Mist. Ziemlich verbuggt und das über lange Zeit. Dann doch besser die Bank wechseln, damit man GPay nutzen kann. PayPal wäre zwar auch noch, jedoch aus meiner Sicht zu unzuverlässig.

        • Für GPay die Bank zu wechseln…
          Deine Probleme möcht ich haben

          • Wer trägt denn 2020 noch seine Kreditkarte mit sich rum wenn man auch mit dem Handy zahlen kann? Natürlich wechselt man für Gpay die Bank, so wie viele in meinem Bekanntenkreis.

            • > Wer trägt denn 2020 noch seine Kreditkarte mit sich rum

              Wer trägt denn 2020 SCHON seine Kreditkarte mit sich rum?

              In Deutschland ist EC und Bargeld so ziemlich das einzige, was genutzt wird und was man so sieht. Ich wohne in Hamburg. Habe ich schonmal jemanden mit seinem Handy zahlen sehen? Hm… so 3-4 mal. Der Rest der Welt legt Scheine auf den Tisch oder fängt jetzt während Corona überhaupt erst an, Karten zu verwenden.

              Nicht immer die eigenen Kumpels als Maß der Dinge nehmen.

  7. > Die Sparkassen geben an, dass deren girocard künftig mit
    > einem Mastercard-Debit Co-Badging kommt, anstelle des
    > bisherigen Maestro-Co-Badging.

    Ich verstehe von diesem Satz die Hälfte nicht. Oder sogar zwei Drittel.

    „Girocard“ ist wohl meine EC-Karte. „Master“ ist irgendwas mit Kreditkarte. OK. Keine Ahnung, wieso man ausserhalb von Internetkäufen eine Kreditkarte brauchen würde. Ist doch überall alles EC oder sogar nur Bargeld.

    Was um alles in der Welt ist ein „Mastercard-Debit Co-Badging“, und wozu braucht man das? Und was soll mir das bringen? Wenn Läden entweder nur EC oder Bar anbieten, dann bieten sie doch Master erst recht nicht an? Und wieso soll ich mit Master rumfummeln, wenn EC viel weiter verbreitet ist?

    Wie gesagt – ich kapier’s grad nicht.

    • girocard ist ein rein deutsches System. Im Ausland kommt man damit nicht wirklich weit. Auch gibt es Händler wie Primark, die keine girocard annehmen, ebenso wie sumUp-Terminals.

      • Es gibt viele die ihre „EC-Karte“ bisher einfach immer so genutzt haben ohne das System dahinter zu kennen. Ich habe früher auch nicht gewusst, dass mir im Ausland die Girocard (früher EC-Karte) nix bringt und dort ein anderes System automatisch einspringt, das eben auch auf jeder Girocard vorhanden ist, nämlich das Co-Badge, meist Maestro, welches ein Produkt von Mastercard ist (daher das ähnliche Logo).
        Warum jetzt der Wechsel von Maestro zu Mastercard Debit? Maestro ist hauptsächlich in Europa verbreitet, also in den USA kommst du nicht weit damit. Zudem kannst du mit Maestro (und Girocard) nicht im Internet einkaufen (nicht von „Lastschrift“ in Onlineshops verwirren lassen, das ist noch eine andere „veraltete“ Zahlungsweise). Mastercard Debit ist ein relativ neues Produkt, früher gab es nur Mastercard als Kreditkarte (oft mit Zahlung einmal im Monat) und dann kamen jetzt halt noch Mastercard Prepaid (Karte muss zb per Überweisung vorher aufgeladen werden) und eben der Mastercard Debit, die direkt vom Konto abbucht, genau wie es Maestro und Girocard machen. Dem Händler ist es egal welche Mastercard es ist, somit kannst du mit Mastercard Debit überall zahlen wo Mastercard akzeptiert wird.

    • Ich auch nicht. Hätte aber auch vom Artikel erwartet, dass er es mir erklärt. Ihr könnt ja Blogger sein wie ihr wollt, aber ihr müsst doch einmal erklären, worüber ihr überhaupt schreibt. Ihr könnt nicht immer voraussetzen, dass alle alles schon wissen oder sich die Unwissenden nicht trotzdem dafür interessieren.

      • Felix Frank says:

        Na es kommt hier einfach beides zum Einsatz. Bisher sind viele Girocards eben auch Maestro-fähig, hier wird die Girocard eben neben ihre Funktion als Girocard auch als MasterCard einsetzbar.
        Ich finde jenes geht sowohl aus dem Gesamtkontext, als auch aus dem angehängten Bild hervor.

    • Felix Frank says:

      Davon abgesehen, dass es die „EC-Karte“ nicht mehr gibt hast du es doch verstanden, jene die du meinst ist die Girocard. Die Verbreitung hierzulande ist -wie du schon sagst- von dieser sehr hoch, weshalb die Sparkassenkarte dies ja auch weiterhin unterstützt.

      Co-Badging heißt nichts anderes als dass die Girocard eben auch als (in diesem Fall MasterCard) fungiert. Jene ist derzeit eingeschränkt durch selbiges „Co Badging“ für den Auslandseinsatz bei MasterCard durch Maestro (und bei Visa durch Vpay) gegeben.

      Die Vorteile davon, dass jene Karte beides (also Girocard und MasterCard Debit) nutzt habe ich dort beschrieben:
      Erweiterte Akzeptanz im Ausland, Möglichkeit im Online-Shopping, Unterstützung von Apple Pay

      • Naja, verstehen hängt oft mit der Wortwahl zusammen. Du verwendest gerne Anglizismen bei denen einige nur ungefähr wissen, was sie bedeuten, nicht aber genau. Badging ist so ein Fall. Das ist eben ein Manko, wenn man es nicht mehr in der Restsprache ausdrücken kann.

        • Felix Frank says:

          Jenes „Wording“ – um direkt einen Anglizismus einfließen zu lassen 😀 – liegt nicht an einem „Hang zu Anglizismen“ meinerseits, sondern eben daran, dass dies die offizielle Bezeichnung (auch hierzulande) für derartige Karten ist.

          • Ich wollte niemandem auf die Füße treten und auch keinen Germanistenstreit auslösen 🙂

            Meine Rückfrage war so gemeint, dass das halt nicht das BWL-Fachblatt ist, sondern nur so ein allgemein technisches Blog — und da kann man einfach nicht davon ausgehen, dass Leser den Unterschied kennen zwischen EC, Maestro kennen, oder wissen, was „Co-Badging“ ist.

            Auch, wenn es der korrekte Fachbegriff ist — das hier ist ja kein Fachblatt, sondern sowas wie Journalismus und Unterhaltung, und da wäre es schön, seine Leser ein bisschen abzuholen.

            Auch wenn die Kommentare hier anders klingen — gelegentlich weise ich ganz gern mal darauf hin, dass die Mehrheit der Leute mit EC oder Bargeld zahlen, für’s Ausland Bargeld umtauschen, analog UKW hören, gedruckte Kontoauszüge kriegen und 3 Apps auf dem Handy haben. 🙂

            Nix für ungut. Ich bemühe mich ja.

            • Hallo Jörg, auch wenn es OT ist: was hast du gegen analoges UKW also genauer gesagt Frequenzmodulierte Radioübertragung? Hätten wir noch Dachantennen könnte man damit auch in Stereo einen guten Rauschabstand und eine einigermaßen gute übersprechdämpfung zwischen den Kanälen hinbekommen. Und wenn die Quellen nicht von datenreduzierten Tonträgern kommen sogar mit artefaktfreier Übertragung smile Hör dir mal nen wirklich gutes Radio z. B. die größeren SABA-kisten aus den mittleren bis späten 60ern an.. smile. Oder wirklich gute UKW-Tuner an einem guten Vollverstärker – alles analog-Schaltungen – dann weißt du was ich meine grins . War nicht alles schlecht nur weil es analog funktionierte.

              • > Hallo Jörg, auch wenn es OT ist: was hast du gegen
                > analoges UKW also genauer gesagt Frequenzmodulierte Radioübertragung?

                😀 Ich muss grad lachen, weil mir die Aussage von analogem Radiokonsum und gedruckten Kontoauszügen in einem Techie-Blog natürlich nur als Ironie ausgelegt werden kann. 😀

                War aber gar nicht so gemeint.

                Ich persönlich schätze mich ein als pragmatisch(!)-technikaffin. Ich habe Bock auf neue Techniken, wenn sie mir persönlich eine Verbesserung(!) bringen. Und nicht, weil sie neu sind. Das heisst: Ich habe 10000000 Apps auf meinem Handy, weil die Wettervorhersage, der digitalen Einkaufszettel, die Wanderkarte deutlich geiler sind als ihre „altmodischen“ Gegenstücke.

                Das heisst aber auch, dass ich keinen Bock habe, mir über die sichere(!) Archivierung digitaler Kontoauszüge den Kopf zu zerbrechen, und mir die weiter auf Papier schicken lasse. Viel bequemer. Oder, wie in diesem Thread schon geschrieben, mit EC-Karte von der Sparkasse respektive Bargeld vollkommen zufrieden bin. Funktioniert super. „Smart Home“ kann ich Null nachvollziehen, ich finde analoge Lichtschalter und Heizungsregler sogar besser.

                Was das Radio angeht: Ich nutze lineare Medien nur noch im Auto. In der Wohnung habe ich keine anderen Wiedergabegeräte als Computer und Handy. Ich interessiere mich so gut wie gar nicht für Musik, wenn doch, dann reicht mir YouTube oder im Auto reine Sprech-Sender. Von daher ist mir egal, mit welcher Technik die kommen, von mir aus könnte das alles noch Mono sein. Ich besitze nicht mal richtige Lautsprecher.

                Aus rein technischen Erwägungen bin ich allerdings der Ansicht, wir sollten ALLE Technologien in diesem Land umstellen auf „Internet“ und keine parallelen Technologien fahren.

    • Also, die „EC“ Karte ist die Girocard. EC ist der alte Begriff dafür, der wurde aber vor einigen Jahren durch Girocard abgelöst. Mastercards gibt es genauso wie VISA in 3 Ausführungen: Prepaid (muss man vorher manuell aufladen), Debit (bucht wie die Girocard direkt vom Konto ab) und Credit (eine normale Kreditkarte die alles auf eine Rechnung pro Monat sammelt).

      Co-Badging nennt sich das Verfahren dass in Deutschland bei der Girocard genutzt wird um diese verwendbar im Ausland und bei zusätzlichen Händlern zu machen. Girocard ist ein rein deutsches System, weshalb du zB in Luxemburg nur mit deiner Girocard bezahlen kannst weil sie ein Co-Badge mit Maestro oder VPay hat (das sind Debit-Systeme, die wohl aber auf mittelfristige Sicht von MasterCard und VISA Debit abgelöst werden sollen. Sozusagen ist die Debit Mastercard also das neuere und bessere Maestro).

      Auch gibt es in Deutschland Händler (zB Ikea) die nur VPay und Maestro aber nicht die Girocard direkt unterstützen.

      Auf deiner physischen Girocard sind sozusagen drei Apps: 1. Girocard 2. ELV (elektronische Lastschrift, das wo man statt PIN unterschreiben muss, aber heutzutage wenig verbreitet) 3. Maestro
      Je nachdem wo du einkaufst, und was der Händler bevorzugt unterstützt (und was du auswählst, man kann das am Zahlterminal nämlich auswählen wenn man will) wird eine der drei Apps ausgewählt.

      Und diese 3. App, nämlich Maestro wird jetzt durch Mastercard Debit ersetzt. Zahlst du in einem „EC“ only Geschäft wird weiterhin automatisch die Girocard Applikation genommen. Zahlst du aber in einem Geschäft dass Girocard selbst nicht nimmt wählt dieses nun statt Maestro eben Mastercard Debit. Ebenso im Ausland, dort kannst du jetzt auch außerhalb von Europa wo es kein VPay oder Maestro gibt (zB in den USA) bezahlen ohne dass du extra eine zusätzliche Karte dafür brauchst.

      Zudem musst du online nun nicht mehr zB PayPal oder Lastschrift nehmen sondern kannst direkt die Mastercard Debit Nummer die auf deiner Girocard steht benutzen, sparst dir somit also auch eine zusätzliche Karte.

      Du hast jetzt praktisch wie vorher auch 2 Karten in einer, nur dass die zweite Karte vorher Maestro war und jetzt Mastercard Debit ist und dadurch deutlich mehr Verwendungszweck und Einsatzmöglichkeiten hat. Es ist quasi eine „Superkarte“ mit dem besten aus allen Welten. Die weltweite Akzeptanz von Mastercard und die Möglichkeit fürs Online-Shopping, aber gleichzeitig weiterhin die geringen Preise für Händler und hohe Akzeptanz in DE der Girocard.

      Wenn du noch Fragen hast immer her damit 🙂

      • Wirklich gute Zusammenfassung der Sachlage. Hätte ich nicht besser zusammenfassen können.

      • AndroidFan says:

        Eine sehr gute Zusammenfassung, vielen Dank hierfür. Wahrscheinlich arbeitest du bei einer Bank 🙂

      • Allerdings, „Giro-Only“ – Geschäfte kann es trotzdem weiterhin geben, oder? Mir geht es darum wenn ich mit einer reinen Mastercard bezahlen will, aber kein Giro Branding habe.

        • Die wird es wohl erstmal weiterhin geben. Sollte allerdings die Cobadge mit Mastercard am Ende alles Maestro Karten ersetzen und alle Banken würden mitziehen (sodass jede der 100Mio Girocards perspektivisch kein VPay / Maestro sondern dafür Mastercard / VISA hat) dann vermute ich dass in Kombination mit den mittlerweile gedeckelten Gebühren für Visa / MC die Akzeptanz der beiden stark ansteigen wird. Oft sind Girocard only Geschäfte ja Läden die noch alte Verträge haben und daher hohe Gebühren für MC zahlen müssten. Da kann man als Kunde aber auch selbst aktiv werden und die auf neue, deutlich günstigere Anbieter hinweisen mit denen dann auch mehr Akzeptanz möglich ist.

      • CafeGrande says:

        Super.
        Vielen Dank für Deine Mühe.
        Jetzt hab auch ich es verstanden. 🙂

  8. Ich sehe schon die ersten Kassierer, die die Karte ablehnen, weil ein MasterCard-Logo drauf ist. Ich hatte von Fidor eine MasterCard inkl. Maestro. Auch da wurde mir Schon die Karte abgelehnt, obwohl der Händler laut Aufkleber Maestro akzeptiert.
    Da war es übrigens so, dass das Kartenterminal manchmal gefragt hat, welche Zahlungsfunktion genutzt werden soll. Wahrscheinlich hat der Händler dann nicht hinterlegt, was ihm lieber wäre. Aber prinzipiell finde ich solch eine Misch-Karte sehr gut und zeitgemäß.

    • Da wird es hoffentlich schnell entsprechende Infos der Acquirer geben oder eben endlich solche Verträge die nur noch alles erlauben und die Girocard-only Regelung wird untersagt. Ich hoffe die MC/VISA Akzeptanz wird dadurch auf das gleiche Level wie die Girocard gehoben. Da die Karte aber wohl nicht hochgeprägt ist und der durchschn. Kassierer weniger das Logo checkt sondern eher nur denkt „oh Hochprägung muss Kreditkarte sein, das nehme ich nicht“ wird es denke ich ganz gut klappen

  9. Nachteil: die klassische Sparkassen-Karte kann man in vielen niederländischen Geschäften nicht mehr nutzen.

    • Ich denke mittelfristig wird auch dort die Akzeptanz von MC / VISA Debit deutlich steigen. Ich kann mir gut vorstellen dass VISA und MC auf Dauer die VPAY/Maestro Marken ganz beerdigen wollen und rein auf ihr Haupt-Debit Produkt setzen. Wieso sonst sollte es zwei Debit Schemes von der selben Firma geben?

    • Da bin ich mir garnicht sicher. Ich hatte selber bis vor wenigen Jahren ein niederländisches Bankkonto (Rabobank) und auf meiner Karte stand ebenfalls Maestro drauf. Ich glaube das Problem könnte her sein, das manche deutschen Banken nur VPay anbieten(?) und dies in den Niederlanden nicht unterstützt wird.

  10. Wie sieht es denn da hinsichtlich Gebühren für den Händler aus?
    Sind die bei Maestro und MasterCard debit gleich? Und wie sieht’s da im Vergleich zur Girocard aus?

    • Die Girocard ist weiterhin das günstigste, VPay und Maestro liegen aber oft sehr nah dabei. Mastercard meist etwas höher, wobei die Gebühren ja mittlerweile gedeckelt sind. Die Girocard wird aber wohl weiterhin der billigste Ansatz sein, sofern der Acquirer Vertrag aber nicht uralt ist dürften die Unterschiede recht klein sein zwischen den verschiedenen Varianten.

  11. Maestro-Man says:

    Ich weiß nicht, wieso hier fast jeder schreibt, dass girocard günstiger sei.
    Es fallen Kosten von soundsoviel Cent plus eine prozentuale Gebühr pro Transaktion an. Damit ist sie bis max. 7€ (IIRC) günstiger als Maestro und Co. Danach ist sie dann teurer.
    Der einzige Grund, warum so viele Händler das Teil nehmen, ist die Tatsache, dass sich Kontonummer und Co. auslesen und so eine ELV erstellen lässt. Und die kostet den Händler im Vergleich fast gar nichts.

    • Naja nehmen wir als Beispiel sumup, auch dort kostet VPay / Maestro 0.9% während MC / VISA 1.9% kostet. Die reinen Debit schemes sind oft günstiger. Mag sein dass MC Debit mittlerweile den selben Preis wie VPay / Maestro hat und nur die reine Credit teurer ist aber das weiß wenn dann kaum wer und in DE hält sich wacker „MC = Kreditkarte“

    • Wobei ELV auch schon extrem stark rückläufig ist.

  12. Mobiles Bezahlen mit dem Co-Badge Debit Mastercard […] werden zu einem späteren Zeitpunkt bereitgestellt.

    Sind mit mobilen Bezahlen online Einkäufe wie mit einer Bezahlung mit Kreditkarte gemeint? Ich steh da irgendwie auf dem Schlauch.

    • Nein, die Zahlung per Handy über deren eigene App oder Apple Pay.
      Online wird wohl direkt ab Start der Karte gehen ganz normal mit der aufgedruckten Mastercard Nummer, ähnlich einer Kreditkarte aber eben mit direkter Abbuchung vom Konto

  13. Das wird dann spaßig für Grenzgänger (Niederlande).

    In den Niederlanden wird primär Maestro genommen. Es gibt viele Ecken, die nicht so von Touristen besucht werden, wo sogar nur Maestro-Only geht (Da ist man mit VPay schon außen vor). Mit Kreditkarte geht da auch nichts.

    Das fängt schon beim Albert Heijn an. Nahezu alle Filialen nehmen keine Kreditkarte, sondern Maestro bzw. VPay. Mit Girocard & Mastercard Debit ist man dann außen vor. Dann wars das mit den Selbstbedienungskassen und man muss mit Bargeld bezahlen.

  14. Kai Winter says:

    Ist bei der Netbank bereits schon so

  15. Ok, dann wird die Mastercard ins iPhone geladen. Dort, wo nur die girocard akzeptiert wird, kann ich also weiterhin nicht mobil zahlen.

    • Apple Pay und Girocard sollen laut Medienberichten noch 2020 kommen.
      Dann kannst Du deine GC auch ins iPhone laden.

      • Ist halt die Frage auf welcher Aussage die Medienberichte basieren. Ich vermute fast, dass durch diesen Kniff die Sparkassen-Karte ins iPhone geladen wird. Nur eben nicht die girocard, sondern die Mastercard Debit.

        Endlich passt dann der Begriff „EC-Karte“ wieder… Die heutige EC-Karte ist nämlich die Mastercard Debit – markenrechtlich jedenfalls.

        Zum Thema bessere Nutzung im Ausland: Bin mal gespannt, wie die Preisgestaltung dann aussieht. Die Mastercard bringt wenig, wenn ich dann für jede Transaktion noch Gebühren zahlen muss. Aber die würde man ja mit Curve wegbekommen…

  16. Interessant wäre Mastercard Debit wenn man damit gebührenfrei Geld im Ausland Fremdwährung abheben könnte. Mit Mastercard zahlt man idr. >2% fürs abheben. Maestro ist im Ausland bei der Sparkasse sogar noch teurer.

    Der Zwitter aus Debit&Kreditkarte von Amazon ist bei zuvor aufgeladenen Guthaben mit nur 1,75% Fremdwährungszuschlag günstiger als die Angebite der Sparkasse.

  17. In Frankreich ist die Carte Bleue, die ebenfalls Girocard und Kreditkarte in einem ist, schon lange Standard. Habe eh nie verstanden, warum das in Deutschland nicht auch so gehandhabt wird.

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