Sony fordert von Zeitungen Geheimhaltung der aus dem Hack stammenden Daten

Der Sony-Hack durch Guardians Of Peace (GOP) ist weiterhin in aller Munde. Ganz zum Missfallen von Sony. Das Unternehmen möchte jetzt von verschiedenen Medien, dass diese nicht mehr über die Inhalte aus dem Hack stammender Dokumente berichten. Nach einem Reuters-Bericht haben mehrere Publisher, darunter die New York Times, The Hollywood Reporter und Variety ein entsprechendes Schriftstück von Sony-Anwalt David Boies erhalten.

sony

Aus dem Schreiben geht hervor, dass die Medien nicht das Einverständnis hätten, um diese Dateien zu besitzen, anzusehen, zu kopieren, zu veröffentlichen, hoch- oder herunterzuladen oder in irgendeiner Form zu nutzen. Die Veröffentlichung interner Kommunikation sorgte bereits dafür, dass eine E-Mail von Sony Co-Vorsitzender Amy Pascal die Runde machte, in der US-Präsident Barack Obama rassistisch angegangen wurde.

Man kann es verstehen, dass Sony die Daten gerne verschwinden lassen würde, ganz so einfach dürfte sich dies aber nicht gestalten lassen. Für Weihnachten kündigte die Hackergruppe Guardians Of Peace bereits weitere Veröffentlichungen aus dem Sony-Hack an. Ausgestanden ist die Sache für Sony sicher auch eine längere Zeit noch nicht.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. @Sony: jetzt wird es peinlich. Schon mal etwas von Pressfreiheit gehört?

  2. halte nie etwas schriftlich fest das du nicht veröffentlicht haben willst, gilt halt auch für interne Kommunikation…

    ein Artikel über Project Goliath wäre doch mal interessant hier im Blog…

  3. besucherpete says:

    @Kay: Naja, Trotz Pressefreiheit und vielem anderen gibt es auch immer noch so etwas wie „sowas tut man einfach nicht“. Sicher, die Medien können darüber berichten – aber letztlich geht es hier doch nicht unbedingt um Information, sondern um Umsatz. Die geleakten Informationen sind ohne Zweifel interessant, für mich auch, aber objektiv betrachtet doch auch völlig unnütz für die Masse. Am Ende geht es da auch nur um Geld und die Befriedigung unserer Neugier.
    Ich kann die Reaktion von Sony verstehen. Und jeder von Euch würde doch das gleiche versuchen, wenn irgend etwas unangenehmes über Euch in der Tagespresse steht.

  4. Die denken ja sogar ernsthaft wie ein Major Rechteinhaber.

    Wir haben auch nie unser Einverständnis gegeben dass Sony uns DRM Rootkits per Audio CD auf unsere Computer installiert…
    Karma is a bitch!

  5. Den Brief findet man übrigens hier: http://recode.net/2014/12/14/sony-demands-end-to-publishing-leaks-from-stolen-data/

    Wer Englisch kann und den Recode Artikellinks folgt, erfährt übrigens jede Menge Backgroundinfos zu dem Hack und zu den bisher befreiten Daten. Man könnte mit den Unbelehrbaren von SPE fast Mitleid haben.

    tl;dr: Auf lange Sicht könnte der Hack ähnlich umwäzende Auswirkungen auf Hollywood haben, wie damals die Erfindung des Tonfilms.

  6. Tja Sony hatte genug Zeit ihre Plattform auf Vordermann zu bringen. NICHTS haben sie getan. Damals schon nach dem peinlichen PlayStation Network Einbruch. Jetzt gibts eben die Quittung und die passt Sony natürlich nicht.

  7. das vorgehen ist doch nachvollziehbar. kann man doch jetzt wirklich nicht dran meckern. natürlich herrscht hier wie auch dort pressefreiheit, aber das geht eben nur so weit bis andere rechte davon verletzt werden. das scheint mir bei der veröffentlichung dieser daten der fall zu sein.

    das „selber schuld“ verhalten finde ich auch etwas übertrieben, aber da schneiden sich eben die meinungen. im endeffekt werden wir alle davon glücklicherweise profitieren.

  8. @besucherpete
    Zeitungen (und viele andere Medien) leben aber vom „sowas tut man einfach nicht“. Und wer ist legt eigentlich fest was „man einfach nicht tut“? „Man“ jubelt Kunden auch keine Root-Kits unter. Oder doch?

  9. Natürlich wollen die das nicht. Das erste Mal war ja schon peinlich. Wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht sorgen.
    Das ist verantwortungslos sämtlichen Kunden, Nutzern und Geschäftspartnern gegenüber.

    Ich bin heilfroh, dort nirgends einen Account zu haben.

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