So viele Alexa-angebundene Geräte verkaufte Amazon bisher

Es gibt eine Firma, die verrät eigentlich nie etwas über ihre Verkaufszahlen. Verkaufte Kindles oder Fire-Tablets? Nichts Genaues weiß man nicht. Nun hat sich erstmal Amazons Verantwortlicher für Geräte und Services, David Limp, geäußert. Man verriet natürlich nicht, was genau zu Weihnachten und im Rahmen der Cyberweek über die Theke gegangen ist, aber es gibt eine Gesamtanzahl.

Amazon hat bisher 100 Millionen Alexa-angebundene Geräte verkauft.

Klingt viel? In Sachen Sprachassistent sicher nicht, es dürfte viel mehr Geräte geben, die Siri oder den Google Assistant haben. Aber: Das sind Smartphones mit vorinstalliertem Assistent. Bei einem Lautsprecher wie dem Amazon Echo ist das ja etwas anders gelagert. So einen Lautsprecher kauft man nicht wie ein Smartphone mit einem vorinstalliertem Assistenten, wahrscheinlich entscheidet man sich aktiv für den Amazon Echo und damit für Amazon Alexa.

Das Ökosystem ist groß, es gibt laut Limp mittlerweile 28.000 Smart-Home-Geräte die mit Alexa arbeiten und 70.000 Skill-Entwickler.

Passend dazu findet ihr in unserer Sidebar auch die Umfrage des Monats zum Thema smarte Assistenten.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. Alexa ist und bleibt Referenz in Sachen Heim Assistent. Leider gefällt mir der Datenschutz überhaupt nicht, weshalb ich aktuell überhaupt kein Assistent mehr benutze.

  2. Solange man die Sprachsteuerung nicht daheim, lokal, offline vernünftig nutzen kann oder zumindest 100% Datenschutzkonform in Deutschland gespeichert wird und keine amerikanische Firma dahinter steht, ist die Nutzung für mich in den eigenen 4 Wänden ein absolutes no Go. Da das Ding permanent auf seinen „Schlüsselbegriff“ lauscht.
    Ich vertraue da nicht darauf das die Daten wirklich immer direkt wieder gelöscht werden.
    Mein geschenkt bekommener „Alexa“ ist direkt in die Werkstatt gewandert. Da rede ich nicht wirklich kann aber die Radiofunktion/ Podcast ohne Hände nutzen.

    • Schau dir mal snips.ai und HomeAssistant an. Bei mir im Einsatz… ohne Cloud, offline, markenunabhängig. Man muss nur ein Wochenende basteln investieren. 🙂

    • Ich bin außerordentlich froh, dass aller Wahrscheinlichkeit nach die Sprachaufzeichnungen im Ausland liegen. Was ich als deutscher Privatmann Alexa anvertraue, interessiert die amerikanische Regierung kein Bißchen. Allenfalls bei Leuten mit entsprechendem Prominentenstatus mag das im Einzelfall anders sein. Und selbst wenn hätte das keinerlei rechtliche Auswirkung auf mich.

      Bei deutschen Behörden sieht das ganz anders aus. Hier reicht bereits eine simple Anzeige wegen Beleidigung aus, und irgend ein Richter (oder sein Unterschriftautomat) segnet einen Durchsuchungsbeschluss ab … und der kann dann selbstverständlich auch auf deutschen Servern gespeicherte Daten umfassen.

      Deshalb ist für für mich die Speicherung von Daten außerhalb des Zugriffs des deutschen Staates eine Grundvoraussetzung dafür, dass ich einen Dienst nutze.

      • GooglePayFan says:

        Danke. Endlich mal einer der es verstanden hat.

        Wenn einem ein Richter, das Finanzamt oder irgendeine andere deutsche Behörde ans Bein **** will, dann ist es viel schlimmer, wenn die Daten in Deutschland liegen.
        US-Amerikanische Unternehmen werden sicherlich nicht freiwillig Daten liefern, nur weil sich ein Deutscher selbst für den Bafög-Antrag nackig machen muss.

        Außerdem gibt es eigentlich keine Firma in Deutschland, der ich mehr Sachverstand im Punkt IT-Sicherheit zutraue, wie z.B. Amazon.

        • Was ist, wenn sich die Gesetzeslage in Deutschland ändert? Ein gutes Beispiel für ist die „Rosa Liste“. Eine Liste aller Homosexuellen, die während der Weimarer Republik angelegt wurde und nach 1933 der Verfolgung selbiger durch die Nazis diente.

          • GooglePayFan says:

            Ja, und in wie fern widerspricht das meinem Kommentar? Solange die Daten z.B. in den USA liegen, ist es doch erst einmal egal, welche Gesetze sich in Deutschland ändern.
            Dein Beispiel zeigt doch eben gerade, dass man keine Deutschen Dienste/Anbieter/Clouds nutzen sollte.

          • Sehr guter Einwand! Die sogenannte Rosa Liste ist/war ja nur ein Beispiel. In der Weimarer Republik wurden alle Besitzer von Waffen registriert, der Vorläufer heutiger Waffenscheine und Waffenbesitzkarten. Zunächst diente das nur dazu, Menschen vom Waffenbesitz auszuschließen, die eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellten.

            Dann kamen die Nazis an die Macht.

            Als erstes durchsuchten sie die Waffenbesitzkartei nach allen jüdischen Waffenbesitzern und entwaffneten sie. Dadurch war den Juden jede Art der effektiven Selbstverteidigung genommen und die später folgenden Verbrechen gegen sie waren sehr viel leichter durchführbar.

            Ausnahmslos alle Informationen, die die Regierung hat, kann einmal gegen einen verwendet werden. Nicht unbedingt jetzt. Aber niemand weiß, wer einmal an die Macht kommen wird. Deshalb gilt es, der eigenen Regierung so wenig Informationen zu geben, wie irgend möglich. Und das beinhaltet für mich auch den möglichen Zugriff auf meine in der Cloud gespeicherten Daten. Ich fühle mich deshalb deutlich sicherer, wenn diese Daten außerhalb des Zugriffs meiner Regierung liegen.

    • Auch bei Beachtung der deutschen datenschutzrechtlichen Vorschriften (denen auch ausländische Unternehmen unterliegen, soweit sie hier tätig sind) musst Du darauf vertrauen, dass die jeweilige Firma auch entsprechend handelt. Wirklich nachprüfbar ist das für dich als Endverbraucher ohnehin nicht.
      Ähnlich auch wie einer meiner Vorredner halte ich „Deutschen Datenschutz“ nicht unbedingt für ein Qualitätsmerkmal. Letztlich vertraue ich Amazon auch mehr als einem deutschen Unternehmen, einfach weil sie sehr viel stärker im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

  3. Ich bin Alexa-Jünger der ersten Stunde und habe es nie bereut. Die Datenschutz-Sorgen teile ich persönlich nicht. Habe nix zu verbergen und vertraue darauf, dass außer den Sprachbefehlen auch nix gespeichert wird. Und was soll schon passieren?

    So lebt es sich unbeschwert und durch die massigen Smarthome-Funktionen von Alexa auch irgendwie einfacher. 😉

    • Sehr naive Einstellung. Jeder hat was zu verbergen. Und Dinge, die heute noch keine Bedeutung haben, können irgendwann furchtbare Folgen haben.

      „Amsterdam gilt seit jeher als Musterbeispiel gelungener Stadtplanung. Bereits 1851 begann die Stadt, systematisch Daten der Bevölkerung zu erheben, um optimal ihre Ressourcen zu verteilen. Fürs „Bevolkingsregister“ gaben die Einwohner bereitwillig Beziehungsstatus, Beruf und Religionszugehörigkeit an. 1936 stieg man sogar auf die Datenerfassung mit einem hochmodernen Lochkartensystem um. 1939 aktualisierte eine Volkszählung das Stadtregister nochmals.

      Im Mai 1940 rissen die einmarschierten deutschen Besatzer das Register an sich und ermittelten anhand dieses Datenschatzes in wenigen Tagen fast alle jüdischen Einwohner. Ein Großteil der rund 100 000 Amsterdamer Juden wurde ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Von einem Tag auf den anderen entschied ein Marker im Big-Data-Pool über Leben und Tod. Zuvor hatte 90 Jahre lang niemand etwas zu verbergen gehabt – schließlich diente die Erfassung ja dem Wohl aller.“

    • Ich war auch lange einer, der „nix zu verbergen“ hatte. Inzwischen denke ich aber auch, dass jeder etwas zu verbergen hat. Die Frage ist (für mich) aber, wovor oder vor wem? Wenn ein Unternehmen bestimmte Dinge über mich weiß, ist mir das nach wie vor ziemlich egal, wichtiger ist, dass mein näheres Umfeld (Freunde, Kollegen, Nachbarn) manche Dinge von mir nicht kennt. Und das ist nach wie vor gegeben, es ist ja nicht so, dass alles, was irgendwo gespeichert ist, fast schon zwangsläufig plötzlich jedem „einfach so“ zur Verfügung steht.
      Ja, es gibt auch negative Beispiele und das, was hier mit Blick auf Amsterdam angeführt wurde, ist ein wirklich schlimmes. Aber so hat eben jede Medaille zwei Seiten und letztlich kann man jede positive Entwicklung auch ins Gegenteil verkehren.
      Mich stört bei solchen Diskussionen, dass viele nur das Negative sehen und hervorheben, die positiven Möglichkeiten aber völlig außer Acht lassen. Nichts ist ohne Risiko. Aber deshalb alles mögliche pauschal abzulehnen, halte ich für den falschen Weg.

      • Ich stimme dir absolut zu, dass es falsch ist – wie bei den Deutschen (ja, ich verallgemeinere) üblich – sofort nur das Negative zu sehen. Und das sage ich als ein grundsätzlich (leider) pessimistisch eingestellter Mensch.

        Wie ich weiter oben ausführte, sehe ich das Problem auch nicht bei Unternehmen. Diese haben ein Eigeninteresse am Datenschutz. Denn Versäumnisse in diesem Bereich sind ein PR-Desaster und können Millionen und Abermillionen Euro an Umsatz kosten. Natürlich gibt es auch dort Schwarze Schafe, aber gegen Verbrechern hilft bekanntlich kein Gesetz (sonst gäbe es keine Verbrechen nicht mehr).

        Die Gefahr, die ich sehe und wie ich weiter oben ausführte, liegt in der Möglichkeit, dass staatliche Stellen sich der gesammelten Daten bemächtigen. Ein Beispiel sind die Mobilfunkanbieter. Bei denen fallen sekündlich Standortdaten an. Sie erhalten so eine komplette Aufzeichnung unserer täglichen Bewegungen – in Großstädten zum Teil auf wenige Meter genau. Oder Kreditkartenunternehmen. Sie wissen genau, wo wir wann was gekauft haben. Oder Banken ganz generell.

        Banken waren klassischerweise sehr verschwiegen, denn die Kunden erwarteten das. Es wurde sogar damit geworben. Heute kann jeder Finanzamtsmitarbeiter detailierte Kontenabfragen machen – ohne richterliche Anordnung und ohne jede richterliche Überprüfung. Das ist nicht Schuld der Banken. Es ist unsere Schuld, denn wir haben Politiker gewählt, die dies beschlossen haben.

        Beim Mobilfunk genauso. Kein Mobilfunkunternehmen wird die Standortdaten seiner Kunden leichtfertig weitergeben oder Unfug damit treiben. Das wirtschaftliche Überleben stände auf dem Spiel. Wenn es aber so läuft, wie bei Kontodaten, kommt irgendein Beamter daher, und verlangt einfach Einsicht in die Daten. Noch ist das nicht ganz so einfach. Noch.

        Deshalb sollten meiner Ansicht nach Datensparsamkeit und die überlegte Wahl des Datenspeicherortes zusammengehören. Punkt eins sollte jeder nach persönlicher Präferenz und Anforderung entscheiden. Und Punkt zwei sollte meiner Meinung nach immer im Ausland (besser noch außerhalb der EU) liegen. Deutsche Behörden (und EU-Behörden) haben dann keinen oder nur einen deutlich erschwerten Zugriff auf meine Daten. Und die Behörden des ausländischen Staates, in dem meine Daten gespeichert werden, haben keine Autorität über mich und können mir deshalb auch nicht gefährlich werden (Kriege lassen wir jetzt mal außen vor).

        Ein Anbieter, der damit wirbt, Daten nur in Deutschland zu speichern, hat nach meiner Ansicht nicht verstanden, was er da eigentlich in Wirklichkeit bewirbt (und hat aus der deutschen Geschichte offenbar auch nichts gelernt).

    • Du hast nichts zu verbergen? Na gut. Wie viel verdienst du denn? Wie ist dein aktueller Kontostand? Musst Du Medikamente nehmen? Welche? Warum? Chronische Erkrankungen? Psychotherapie? Bist du verheiratet? Hast Du Kinder? Geschwister? Welche Sexualpraktiken bevorzugst du? Wechselnde Partner? Wen hast du bei der letzten Bundestagswahl gewählt und warum? Wie denkst du über deinen Arbeitgeber?

      Erzähl doch mal. Du hast doch nichts zu verbergen.

  4. … ich finde Alexa SUPER, für Personen mit Handicap wie mich (Sehen) ,und sind Wir bereits nicht schon gläsern?
    Die KI ist nicht mehr aufzuhalten.
    Alle die bedenken haben sollten sich auch von ihren Smartphone trennen.

  5. Max Lübke says:

    Hab genau 0 Geräte und wüsste auch nicht was ich damit soll außer noch mehr faul zu werden….

  6. Da gerade im Auto die Regel gilt „Hände ans Steuer , Augen auf die Straße “ wird der Sprachdialog mit der Bordelektronik das Medium der Interaktion werden . Und damit auch zu Hause . Jeder Buchstabe den ich in ein Suchfeld eingebe wird irgendwo auf der Welt maschinell verarbeitet. Ich diktire oft Mail auf dem Smartphone weil mir das Fingern auf dem Onscreen-Keyboard zu fummelig ist . Menschen lernen erst sprechen , dann schreiben . Kein Kind schreibt „mama“ auf einen Screen oder ein Papier , es brabbelt bis es die Lautfolge kann. Sprachdialogsysteme sind m. E. die menschlichste Form der Mensch-Maschine-Kommunikation und werden sich durchsetzen .

    • Das Problem ist bei deinem Beispiel aber der Ort der Sprachverarbeitung. Diktierst du dem Handy einen Text, findet die Umwandlung in Text eben bei Google oder Apple statt und nicht lokal auf dem Handy. Google oder Apple wissen somit genau, was du wem schreibst. Klar, Email ist wenn nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt (was sich aufgrund der Komplexität bisher nicht durchgesetzt hat) ein offenes Format. Nur bedeutet das ja noch lange nicht, dass jede Email über Server von Apple oder Google geleitet wird, wo sie potentiell „mitgelesen“ werden kann. Diktiere ich aber eine Email, wissen Google oder Apple aber immer und in jedem Fall, was ich wem schreibe.

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