Smartwatches: bald Displays mit geringerem Energieverbrauch

Japan Display, einer der größeren Display-Hersteller, kommt mit der Meldung ums Eck, dass man Displays entwickelt habe, die weniger Leistung verbrauchen, als derzeit auf dem Markt befindliche Displays. Man kennt die Diskussionen , wenn es beispielsweise um Smartwatches geht. Unter den ersten Kommentaren befindet sich sicherlich mindestens einer, der wie folgt aussagt: „Eine Smartwatch kaufe ich mir erst, wenn sie mindestens „unmögliche Tagesanzahl“ hält“.

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Es sind natürlich Abstriche, die man machen muss. Ist das Display besonders hell, groß und kommt in Farbe daher, dann wird entsprechend am Akku gesaugt. Anders die Pebble, die versucht es durch ihr Display wett zu machen. Japan Display bringt nun ein Display mit, welches in einem speziellen Low Power Mode lediglich die Farben Schwarz, Weiss, Rot, Grün, Blau, Gelb, Cyan und Magenta anzeigt – hier kann man auch schon einiges an Energie einsparen, sieht natürlich nicht mehr so schick aus, wie ein OLED-Display, welches ein Farbenspiel veranstaltet.

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Wunder kann auch Japan Display nicht vollbringen. Die derzeitigen Lösungen, die Mitte des Jahres auf den Markt kommen sollen (erste Muster im März), sind 1,34 Zoll (3,4 cm Durchmesser) groß und kommen mit der Auflösung von 320 x 300 Pixeln (238 ppi) daher. Japan Display setzt hier auf „reflective color liquid crystal display module“, die laut eigenen Aussagen in den einzelnen Modi weniger verbrauchen, als bisherige Lösungen. Der typische Bereich arbeitet mit 262K Farben, während der MIP-Mode mit den genannten Farben Schwarz, Weiss, Rot, Grün, Blau, Gelb, Cyan und Magenta funktioniert.

Allerdings zum Vergleich: man verbraucht immer noch deutlich mehr, als die aktuelle Pebble, dennoch könnten die Nachrichten von Japan Display das Gerücht unterfüttern, welche die Pebble betrifft. Stichwort: Farbdisplay. Nicht nur Japan Display wird forschen, auch die anderen Unternehmen sind garantiert dran: sie alle wollen, dass eine Smartwatch länger hält, als es bisher der Fall ist. Das wünscht sich sicherlich jeder von uns. Sicher dürfte sein, dass auch die Hersteller keine chemischen Gesetze brechen werden. Allerdings können Komponenten effizienter gestaltet werden.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

10 Kommentare

  1. Den Trend, dass alle möglichen Komponenten weniger Strom verbrauchen, gibt es ja auch bei den Smartphones zu beobachten. Allerdings hilft das der Nutzungsdauer kein bisschen. Haben die Techniker stromsparende Bauteile, wird einfach ein grösseres Display eingebaut, Sprachassistenten die dauernd zuhören, mehr Sensoren, der Takt erhöht u.ä. In der Apple Watch ist ja nun so ziemlich iPhone 4s-Vergleichbare Technik verbaut – Im Rest des 4s Gehäuses könnte man einen, in Relation, riesigen Akku packen… Traumhaft. Wird nicht passieren.

  2. @aniSation
    gibt es doch, nur nicht bei Apple

    Die Frage wird sein wie viel weniger verbraucht das Display, 1% ist auch weniger, so 25-30% wären dann natürlich eine Ansage !

  3. @Caschy warum hast du nicht euer Neuland Podcast als Quelle genannt?!? Das war doch das wo Palle es das erste mal geleakt hat. Und #Caschyleaks hört sich doch als Hashtag super an find ich #Palleleaks aber auch

    PS: Hoffe das „LEAK“ ist aber dann am ende in der Schlumpfhausener Abwehr wenn wir das Revierderby von unten aufmischen und zeigen wer die #1 Pott ist. Wer die #1 im Rheinland ist konnten wir ja leider beim letzten Derby meines anderen Vereines nich zeigen. Das hab ich halt auch beim letzten Podcast vermisst. Immerhin haben wir eine Serie aus dem Keller grade…

  4. Wolfgang D. says:

    Der Knackpunkt beim Energieverbrauch ist einfach, dass man nicht mehr Zeit mit dem Bepuscheln seiner Gadgets verbringen will, als mit der eigentlichen Nutzung. Mir reichen deshalb BT-FSE und Smartphone.

    Bei meinem PKW funktioniert der Akku im Rahmen der normalen Nutzung auch „einfach so“, und man muss nur in Ausnahmefällen dran denken. Genauso der Tank, der eben nicht nur 15l fasst. So muss Technik laufen.

  5. Kapier nicht, wieso nicht mehr auf E-Ink setzen. Das löst eine Menge Probleme. Speziell wenn ich daran denke das es auch farbige Displays schon seit gefühlt ner Ewigkeit gibt.

  6. Weiterer Vorteil von E-Ink: die Uhr kann stehen bleiben 😀

  7. Ich kaufe eine Smartwatch erst, wenn der Akku 153 Tage hält 🙂

  8. @Niranda

    „stehenbleiben“ können auch Uhren mit transflexivem LCD, wie ich vor einigen Tagen bei meiner Sony SW3 feststellen durfte. 😉

    Das Miststück ist ganz hinterhältig abgestürzt. Als sie dann kurz vor Feierabend immer noch 13:42 Uhr anzeigte, bin ich stutzig geworden.

  9. AlphaThinking says:

    Warum nicht gleich Mirasol, das braucht _gar keinen_ Strom bei permanenter Anzeige und ermöglicht so auch ein dauerhaft, gut ablesbares Display?
    Ich finde es schade, dass diese Technik wieder so untergeganen ist – immerhin bietet es bedeutende Vorteile gegenüber E-Ink, zum Beispiel „echte“ Farben (wer schon mal ein Farb-E-Ink-Display gesehen hat, der weiß wovon ich spreche) und eine Echtzeitinteraktion per Touch-Screen; das halte ich bei der Pebble für eher schwierig.