Skype ändert Mehrwertsteuer-Berechnung für Guthaben-Nutzung

Skype-Kunden in der Europäischen Union und der Schweiz wird ab 28.07.2014 die Mehrwertsteuer anders berechnet. Bisher ist es so, dass beim Kauf von Guthaben die Mehrwertsteuer auf den Guthabenbetrag erhoben wird. Kauft man 10 Euro Guthaben, muss man 11,50 Euro bezahlen (Schweiz 10,80 Euro). Mit der Änderung zahlt man künftig nur noch den Betrag, den man als Guthaben erhalten möchte. Wer sich jetzt freut, dass so die Mehrwertsteuer wegfällt, wird allerdings enttäuscht.

Skype_Mac

Diese findet sich dann nämlich bei der Nutzung des Guthabens wieder. Holt man sich zum Beispiel ein Paket, das jetzt 5 Euro kostet, werden künftig dafür dann 5,75 Euro (Schweiz 5,40 Euro) fällig. Für den Nutzer ändert sich also nichts weiter als der Zeitpunkt der Mehrwertsteuer-Berechnung. Auch bei Abrechnung nach Minuten wird dies künftig so gehandhabt. Skype erklärt, dass der Nutzer so besser nachvollziehen kann, was die Gespräche konkret kosten. Betroffen sind allerdings nur Kunden, die Guthaben nutzen. Andere Zahlungsmethoden bleiben von dieser Änderung unberührt.

Für die korrekte Berechnung der Mehrwertsteuer (EU: 15%, Schweiz: 8%) ist es nötig, dass die bei Skype hinterlegte Adresse korrekt ist. Dies kann man in den Konto-Einstellungen erledigen, wie Skype in der Erklärungsmail mitteilt.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

11 Kommentare

  1. Wo ändert sich da jetzt der Zeitpunkt?

  2. Im unteren Absatz ist es, glaube ich, genau falsch dargestellt, richtig müsste es doch so lauten: „Holt man sich zum Beispiel ein Paket, das jetzt 5,75 Euro kostet, werden künftig dafür dann 5 Euro fällig.“
    Dafür wird halt die MwSt bei der Nutzung des Guthabens erhoben – statt 1 EUR verbrauchst du dann halt 1,19 EUR deines Guthabens. Oder?

  3. Man stelle sich vor, bei Handyprepaidkarten wäre das genau so.

    Normal macht man das ja nur bei Geschäftskunden so… Aber vermutlich gibt’s wieder irgend nen Schlupfloch.

  4. Sascha Ostermaier says:

    @iha.che: Jetzt zahlt man MwSt, wenn man Guthaben kauft, künftig, wenn man Leistungen bezahlt.

    @Sascha: Nein, ist schon richtig. Jetzt zahlst Du 5 Euro (von den 10 Euro Guthaben, die Du für 11,50 gekauft hast), später dann 5,75, weil Du ja „nur“ 10 Euro für 10 Euro Guthaben zahlst.

  5. naja, dann werden sicher viele „ihren Wohnsitz ins Auslandv erlegen“, zumindest virtuell….

  6. Ich habe es circa 80 Mal gelesen, um es zu verstehen. Erst jetzt mit der Extraerklärung hat es geklappt. Ich finde das kompliziert formuliert. Oder unklar. ‚Paket‘ durch ‚Leistungspaket‘ oder ‚Telefoniepaket‘ ersetzen könnte helfen.

    Aber vielleicht bin ich mit Sascha ja auch allein.

  7. Hab ich was verpasst? Seit wann hat die EU einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz?

  8. @Heinz In der Tat, ich wohne seit Jahren in Japan und habe noch nie Mehrwertsteuer abgezogen bekommen.

  9. @Martin
    Mir sind da die diversen US-Adressen ohne Mehrwertsteuer lieber – da gibts seltener Asiatische Schriftzeichen als kostenfreie Beigabe.

  10. @Julian Keup
    Die EU hat keinen einheitlichen Mehrwertsteuersatz. Allerdings ist dein Vertragspartner ein Luxemburgisches Unternehmen und der Leistungsort in Luxemburg (weil es sich bei Skypeguthaben, bzw dessen normaler Verwendung um Dienstleistungen handelt) – und dort werden bekanntlich 15% bezahlt.

  11. @Patrick das ist bereits so…