Shokz OpenSwim im Test: Spezialist für eine Aufgabe

Meine Frau ist Schwimmlehrerin und geht auch in ihrer Freizeit ins Schwimmbad oder den See in unserer Nähe. Ihr spezielles Problem: Sie würde gerne auch im Wasser Musik und Podcasts hören, das klappt ja so mit normalen Hörern eher nicht so. Ihren Wunsch konnten aber die 30 Gramm leichten Shokz OpenSwim erfüllen, die früher als AfterShokz XTrainerz vermarktet wurden. Meine Frau durfte also ihre Bahnen ziehen und mir als Überbringer von Text Rede und Antwort stehen. Ich war lediglich für das Trockenhören zuständig.

Zur Technik der Shokz OpenSwim. Die Hörer setzen auf die Bone-Conduction-Technologie. Ihr steckt euch also keine Hörer in die Ohren, stattdessen wird der Schall über die Knochen übertragen. Der Hörer von Shokz unterstützt die IP68-Schutzklasse, bietet 4 GB Speicher und bis zu 8 Stunden Akkulaufzeit. Grundsätzlich war es das auch schon, denn der OpenSwim erfüllt grundsätzlich eine Aufgabe ohne andere Sperenzchen. Das kann für den einen oder anderen langweilig oder technisch schlecht gelöst wirken, aus erster Hand weiß ich aber, dass er seine Aufgabe gut erledigt.

Würde man sich das Ganze aus smarter Sicht anschauen wollen: Unterstützt der Shokz OpenSwim Spotify, Apple Music oder andere Dienste? Nein. Kann ich mit ihm Telefonate führen? Ebenfalls nicht. Hat der Hörer Bluetooth? Ebenfalls nicht dabei. Grundsätzlich fühlt man sich an eine weit zurückliegende Ära erinnert, denn man muss den Shokz OpenSwim mit dem Rechner verbinden, um ihn mit Dateien zu befüllen. Quasi ein MP3-Player für das Wasser. Unterstützt werden dabei MP3, WAV, WMA, AAC und FLAC. Da meine Frau auch Podcasts hört, muss ich da schauen, dass ich frei verfügbare nehme, deren Download ohne weiteres möglich ist.

Ist der Shokz OpenSwim befüllt, dann kann es auch schon losgehen. Im Lieferumfang sind noch zwei Stöpsel für die Ohren dabei. Die sorgen dafür, dass man nicht allzu viel von störenden Nebeneinflüssen mitbekommt, es kommt kein Wasser in die Ohren und der subjektiv empfundene Klang der Shokz OpenSwim ist besser als ohne die Stöpsel. Diese Plus legt Shokz ja auch seinen anderen Modellen teilweise bei.

Natürlich habe ich auch in die Shokz OpenSwim reingehört. Es gibt zwei Modi, einen Swim Mode und einen General Mode. Die Qualität kann man natürlich nicht mit klassischen Hörern vergleichen, gerade der Schwimmmodus lässt Bässe vermissen und setzt für den „besten“ Klang den Einsatz der Stöpsel voraus. Im Trockenmodus holt man sich auch nicht den Oscar unter den Kopfhörern, doch angesichts des (nicht wirklich vorhandenen) Wettbewerbs macht das nichts. Klingt ein bisschen wie Radio.

Ich habe mit den Hörern gearbeitet und fand das Gebotene durchaus in Ordnung, zumal der Tragekomfort wirklich gut ist und man nebenher noch alles mitbekommt. Wer noch niemals Ohrhörer Bone-Conduction-Technologie getragen hat, der wird überrascht sein. Unabhängig vom Klang macht der Shokz OpenSwim alles richtig, ein spezielles Werkzeug für einen speziellen Job. Meine Frau, die sich technisch eher wenig entertainen lässt, spricht davon, dass es derzeit das Beste ist, was es für ihr Schwimmtraining gibt. Kostenpunkt? 160 Euro.

Ebenfalls im Test:

Shokz OpenRun und Shokz OpenRun Pro.

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14 Kommentare

  1. Ein Kommentar says:

    Ein Offline MP3 Player zum hinter die Ohren klemmen. Das wäre mir ein bisschen zu Retro.

    • Leider nicht viel anders möglich. Bluetooth wird leider nichts und reißt bei der kleinsten Tauchaktion ab.

      Cool wäre es sowas wie beim Mighty zu haben, also von Spotify offline speichern auf dem Gerät. So bin ich dann doch aktuell überfragt, wie ich ohne Aufwand (finaniziell & Zeit) an MP3 Dateien kommen sollte. Ansonsten würde mich das Dingens schon reizen.

    • Im Wasser ist halt nicht viel mit Bluetooth und Konsorten. Da ist dann nach wenigen Metern die Verbindung weg und das war’s dann.

    • Hast Du eine bessere Lösung für den o.g. Anwendungsfall?
      Besser also retro als gar keine Lösung.

    • Nunja, das Gerät ist speziell für den Gebrauch im Wasser. Das funktioniert Funk nicht wirklich. Insofern ist es eine gut durchdachte technische Lösung. Die Alternative ist eben nichts zu hören.

    • Mir ist es ein bisschen zu speziell.

  2. Ist aber fürs Schwimmen eine der wenigen echt gut funktionierenden Lösungen, da gibt es eine. Haufen Mist, aber der OpenSwim funktioniert einfach. Bluetooth geht im Wasser nur ca. 30 cm, daher muss der Player im Kopfhörer sein.

  3. mein Bruder schwimmt auch extrem viel mit so nem Ding.
    Aber ohne App, Bluetooth zum schnell was drauf schaufeln …… naja……..
    So ein teil an sich ist cool – wenn man extrem viel schwimmt.

  4. Gerade habe ich den Comedy Johann König im TV gesehen und las immer noch unter diesem Einfluss diese Geschichte um den Schwimmhörer.
    Ja ne, was es nicht alles gibt. Und du hast Recht: Er macht seinen Job so wie er soll,- und das soll ihm mal einer nachmachen

  5. Eine tolle Sache, dass es jetzt zum Schwimmen sowas gibt. Könnte ich auch gebrauchen – gerade für Podcasts. Spotify und Co braucht man auf so einem Ding sicher nicht. Auch finde ich verständlich, dass man die abzuspielenden Inhalte auf dem Teil speichern muss.

    Jedoch wäre es schon cool, wenn es zumindest eine Handy-App gäbe, um z.B. Podcasts vom Handy auf das Teil zu laden (idealerweise Kabellos). Das ist tatsächlich ein bisschen schade, dass das nicht geht.

  6. Was ich in diesem Bereich schon alles durch habe, Das erste Mal bin ich 2014 mit einem wasserdichten MP3 Player in Berührung gekommen.
    Damals von Speedo, wie die die Einstufung IP68 erlangen konnte ist mir heute noch ein Rätsel, der 2,5mm Klinke Jack war offen, aber die inEar mit Ear Hook saßen super.
    Danach gab es ein vergleichbares Gerät von Exceed hier wurde der 2,5mm Klinke dann schon mal geschraubt und auch sonst hat dieser mich lange begleitet. Seit 2018 hatte ich dann von Sony den NW-WS413, allerdings muss ich sagen hier habe ich auch schon den dritten, zweimal über Garantie getauscht. Grundsätzlich ist der sehr gut, dennoch habe ich immer wieder mal das Problem das eine der beiden inEar Stöpsel nicht 100% sitzt und sich beim Schwimmen aus dem Ohr bewegt. Daher wäre gerade diese Bone-Conduction-Technologie echt ein Versuch wert und könnte ein absoluter Gamechanger beim Schwimmtraining darstellen.

    Das Thema MP3 Files ist gerade im Bereich Podcasts kein allzu großes Problem. Podcast als MP3 zu speichern bringen die meisten Anbieter out of the Box mit und was anderes brauch ich fürs Schwimmtraining nicht. 60 Minuten Musik mit ca. 120bpm für den Takt und ab gehts auf die Bahnen…

    Daher ein großes Danke für den Beitrag ich glaub ich muss mal auf die Suche nach den Dingern gehen…. 😀

    • Inwiefern war der Klinkenanschluss offen? So, dass man das Loch gesehen hat und einen Kopfhörer anschließen konnte oder war die Fassung selbst nach innen in das Gerät offen?

      Wenn nur das Loch zu sehen und ein Kopfhörer anschließbar war, ist das alles überhaupt kein Problem. Solange es nach innen richtig abgedichtet ist, passiert da überhaupt nix. Irgendwie muss man ja den Kopfhörer anschließen und ein Kurzschluss an der Stelle dürfte bei der minimalen Leistung kein Problem sein. Hat eventuell der Stecker nochmal zusätzlich abgedichtet?

  7. Hallo in die Runde,‘
    anscheinend thematisiert es niemand, daher die Frage: die aufgespeicherten MP3s werden einfach der Reihe nach abgespielt und man kann ausschließlich vor und zurück skippen? Ich hatte die Musik (mal schnell fürs Training, mal langsam fürs cooldown) extra in Ordner unterteilt auf dem OpenSwim gespeichert, aber keinerlei Funktion gefunden, wie man übergreifend/globaler die Titel auswählen könnte. Hier wäre eine Handysteuerung tatsächlich fantastisch. Hat da jemand etwas gefunden?

  8. Hast Du das Podcastproblem gelöst?

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