Shelly: Neue Pro-Komponenten für den Verteilerkasten vorgestellt

Die Shelly-Produkte sind bei diversen „Selfmade-Smart-Home-Lösungen“ durchaus beliebt. Sie ermöglichen eine Unterputz-Lösung und eine Anbindung via Wi-Fi. Im Zuge eines kleinen Launch-Events hat man nun die „Shelly Pro Line“ vorgestellt. Hierbei handelt es sich um Komponenten für den Verteilerkasten – mit DIN-Rail-Mount. Die haben neben der Wi-Fi-Konnektivität auch noch Bluetooth und Ethernet mit an Bord.

Zum einen wäre da der Shelly Pro 4 PM als Flaggschiff zu nennen. Der bietet ein 4-Channel-Relais mit jeweils 16A an – insgesamt kann man bis zu 40A ab. Zudem unterstützt der Pro 4 PM eine Leistungsmessung, über welche er unter anderem über ein 1,8 Zoll (4,57 cm) großes Farbdisplay mit Navigations-Buttons informiert. Hierüber lassen sich dann auch einige Einstellungen direkt anpassen. Auch in puncto Sicherheit hat man einiges zu bieten: darunter ein Temperaturschutz sowie einer für Überspannung bzw. Überlastung. Außerdem ist die Komponente flammhemmend. Der Shelly Pro 4 PM ist auch bereits für 79 Euro vorbestellbar.

Weiter hat man auch den Shelly Pro 1 parat. Der bietet jedoch nur ein Relais (110-240 AC) mit 16A mit diversen Möglichkeiten zur Spannungsversorgung. Er ist damit flexibel einsetzbar. Unter anderem für (Garagen-) Tore sowie für Haustüren. Denkbar wäre auch ein Einsatz zum Steuern von Licht.

Im Gepäck hatte man zudem den Shelly Pro 2. Der bietet, wie der Name vermuten lässt, zwei Kanäle – abermals mit 16A (110-240 AC) und maximaler Gesamtstromstärke von 25A. Er unterstützt die Verkabelung mit zwei Phasen und bietet abermals diverse Möglichkeiten zur Spannungsversorgung. Möglicher Einsatzzweck: Das Steuern von Rollläden und Jalousien.

Die vierte und fünfte neue Komponente im Bunde: der Shelly Pro 1PM sowie der Shelly Pro 2 PM. Jener unterstützen im Gegensatz zur gleichnamigen Komponente ohne Namenszusatz „PM“ eine Leistungsmessung („PM“ – Power Metering). Letztgenannte Komponente kann Motoren mit bis zu 600 Watt ansteuern.

Auch Software-Neuerungen hatte man parat. So unterstützt man neue Funktionen wie Aktionen in Abhängigkeit vom Sonnenauf- und -untergang, wöchentliche Schaltpläne sowie eigene Automationsskripts. Außerdem ist nun die Ansprache über HTTP/HTTPS-Webhooks möglich. Wie bei den anderen Shelly-Komponenten setzt man auf die Verzahnung mit den Sprachassistenten Alexa und dem Google Assistant. Zudem hat man eine Anbindung über Homebridge an HomeKit sowie Siri parat. Außerdem lassen sich die Shellys mit diversen weiteren Smart-Home-Plattformen wie dem Home Asssistant oder dem ioBroker verzahnen. Preise und Verfügbarkeit der weiteren Shelly-Pro-Komponenten stehen noch nicht fest.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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39 Kommentare

  1. Coming soon…. Dieser Status hat der Shelly Smoke seit über einem Jahr. Ich schau mir die Neuigkeiten erst genauer an wenn sie verfügbar sind. Hutschienen Halter gab es für die bisherigen ja auch.

  2. Da kann ich vielleicht meine Shellys im Verteiler ersetzen 😉 aktuell hängen die noch in nem Hutschienen Adapter ausn 3D Drucker. Wobei man da ja eigentlich keinen Vorteil hat – naja mal schauen 😉

    Die neuen Produkte sind auf jeden Fall Interessent!

    • Einen Vorteil haben diese neuen Shellys schon, nämlich en LAN Anschluss.
      In Etagenverteilern hat man zwar oft eine Wanne aus Kunststoff, aber ein Garant für stabilen Empfang ist das nicht.

  3. Ich hatte gehofft, dass ein verbesserter Shelly Pro 4 PM kommt. Der aktuelle kann ja nicht für verschiedene Phasen verwendet werden, was eine ziemliche Einschränkung ist. Ich würde damit gern all meine Küchengeräte mit einem Messaktor messen, dummerweise (bzw. sinnvollerweise) läuft jedes Küchengerät aber über eine andere Sicherung und Phase.

    • Dafür kannst Du den Shelly 3EM nehmen, zumindest wenn Du die einzelnen Adern der Zuleitungen im Verteiler durch die Messwandler führen kannst. Ich habe den seit letztem Jahr, um den Gesamtverbrauch des Hauses zu messen. Einziger Nachteil: das ding hat nur WLAN, wenn sie den nochmal mit Ethernet-Schnittstelle rausbringen, kaufe ich den sofort. WLAN in ’nem Blechverteiler geht nur mit ganz geringer Reichweite.

      • Ne, der misst ja nur 3 Phasen. Ich brauche einen, an den 4 Geräte abgeschlossen werden können (Spüli, Backofen, Kochfeld, Kühlschrank). Damit will ich den Stromverbrauch dieser einzelnen Geräte visualisieren. Und Ethernet ist natürlich Pflicht in der Verteilung.

        Okay, man kann jetzt mehrere Shelly der neuen Shelly Pro 1PM nehmen. Braucht aber mehr Platz und Strom. Hmm…

        • Ach so, das hatte ich anders verstanden. Ich dachte Du willst die Leistung von Geräten, die mit 400 V Drehstrom angeschlossen sind messen.
          Für jedes Gerät einzeln messen ist zwar komfortabler, aber ich habe bemerkt, dass ich das gar nicht brauche. Wenn man sich den Leistungsverlauf des Gesamtverbrauchs ansieht, kann man nach kurzer Zeit recht genau erkennen, welches Gerät da gerade läuft.

    • Das find ich einen gewaltigen Nachteil sogar.
      Zum einen schreiben die eine Gesamtstromstärke von 40A drauf, und pro Kanal max 16A, aber die Phasen-Anschlüsse sind miteinander gebrückt. Das beisst sich gewaltig.
      Da hätte man direkt die Brücken an den 4 Kanälen weglassen sollen, die Anschlüße sind ja auf Schraubklemmen rausgeführt und gut währe es. Strom fürs Gerät selber könnte man ja weiterhin vom 1. Kanal abzweigen.
      Das Gerät ist nicht zu Ende gedacht, obwohl der sonst ganz ok scheint.

    • Ist bei dem Homematic 4 Kanal Aktor aber genau so.
      Wegen der Leiterbahnen, die zwangsläufig nah beieinander liegen, kann der auch nur 4x die selbe Phase.
      Ich glaube nur der Sonoff 4 Kanal kann das, aber der ist halt deutlich größer.

  4. Naja, das ist ja jetzt gerade mal das erste Drittel der Präsentation.

    Die Shelly Plus wurden nicht erwähnt und die neuen Schalter ebenfalls nicht.

  5. Ohje….
    Jetzt sehe ich noch mehr Leien an noch gefährlicheren Orten hantieren….

    Das Zeugs mag am Anfang interessant sein, aber spätestens wenn man mal betrachtet was die an Standby/IDLE Leistung ziehen…

    • Was mir auch noch auffällt:
      4 Relais mit jeweils 16A (auch für induktive Lasten?) aber zusammen max. 40A
      Wie sichert man so etwas ab?
      Also wohl max. pro Kanal einen 10A LS einsetzten.
      Nur ob das der normale Benutzer auch so umsetzt…
      (naja die Versicherungen freuts)

      • Geht nicht, die Phasenanschlüße der 4 Kanäle sind gebrückt, als geht nur eine Vorsicherung z.b. 32 A

        • Dann geht aber nur eine 16A Vorsicherung 😉

        • Naja, 32A Vorsicherung? Mit welchem Querschnitt willst du dann in den Shelly?

          • Ich weiss: Völlig verrückte Idee!
            Aber man könnte die Sicherungen ja auch zwischen Shelly-Ausgang und Verbraucher schalten. Dann hätte man 4x16A nach den Ausgängen (und, wenn man korrekt sein will, noch 1x32A vor dem Eingang des Shelly).

            • Shelly könnte und sollte die Schalter potentialfrei machen.
              Schutz vor internen Überschlägen kann man mit schlitzen in der Platine und Gehäusestegen darin machen.

              • Hallo Hilti,

                schauen Sie bitte auch meinen Kommentar „17. September 2021 um 20:01 Uhr“ an?
                Input/Kritik wäre hoch erwünscht! Man lernt nur von ‚Wissenden‘.

                Frage zu Ihrem Kommentar (interner Schutz ist logisch, aber):
                „sollte die Schalter potentialfrei machen“ – erreicht man nicht genau das, indem man die Phase schaltet?
                Oder was meinen Sie?

                • Der Shelly 4PM wird aus den Anschlüssen L1 bis L4 versorgt.
                  Falsch dabei ist, dass alle Klemmen mit L1 beschriftet werden müssten, da sie intern gebrückt sind.
                  Die Schaltkontakte sind deshalb nicht potentialfrei, es liegen immer 230 V an.
                  Für potentialfreie Schalter (Relais) müsste der Shelly eine extra Anschluss für die Versorgung seiner selbst haben. Am besten unten, neben dem N Anschluss.
                  Dann könnte man auch beliebige Kreise schalten, auch solche mit Niederspannung.
                  So wie der Shelly 4PM jetzt ist, ist er nahe an einer Fehlkonstruktion.
                  Ein Elektriker wird L1 bis L3 mit drei Phasen belegen und peng.
                  Vielleicht ist das ja so vorgesehen und brennt die Leiterbahnen weg. 😉

                  • Niederspannung geht bis 1000 V AC, bzw. 1500 V DC. War vielleicht Kleinspannung gemeint?

                  • Sehe ich genauso.

                    Ich finde auch dass es hier zwei Fehler gibt:
                    Einerseits die Beschriftung bzw die Tatsache dass drei Klemmen existieren die intern gebrückt sind aber so beschriftet sin dass jeder vernünftige Fachmann davon ausgehen muss dass man da drei VERSCHIEDENE Phasen anschliesst. Was dem Ding den Todesstoss geben würde.
                    Das alleine ist schon ein eingebautes Sicherheitsrisiko erster Güte. Und sowas designt ein europäisches Unternehmen? Unfassbar.

                    Und andererseits: Ich will aber nicht 230V schalten sondern 24V für Pumpen – pups, Pech gehabt, geht nicht.
                    Wieso baut man einen solchen Relais-Block und macht ihn dann NICHT Potentialfrei? Ich versteh’s nicht.
                    Das ist natürlich kein Risiko, sondern einfach eine trauriges Produktdesign.

                    Beides völlige Fehler im Design. Der Produktmanager gehört gehauen und getaucht.

            • Der Shelly 4PM darf maximal mit 16A abgesichert werden, da jeder Kanal nur für 16A ausgelegt ist. Zudem bleiben Zweifel, ob die flimsigen Printklemmen einen Dauerstrom von 16A abkönnen.
              IMPO haben solche Printklemmen in einer Verteilung nichts zu suchen, wenn darüber 230V Verbraucher geschaltet werden.
              Die Musterinstallation, die Shelly selbst zeigt, beinhaltet eine C25 Absicherung.
              Das ist in DE so nicht zulässig, ebenso wie die vier verdrillten Drähte am Ausgang des RCBO.
              Eventuell könnte man hier vier Litzen in einer Aderendhülse verwenden.
              Insgesamt bleibt ein ungutes Gefühl.

              • Vielen Dank (auch an HaJo!) für Ihre Antworten!

                „Der Shelly 4PM darf maximal mit 16A abgesichert werden, da jeder Kanal nur für 16A ausgelegt ist.“
                Trifft das (nach DIN) auch für den Fall zu, dass jeder Shelly-Ausgang separat mit max. 16A abgesichert wird?

                Falls ja wäre mein ‚workaround‘, 4x Shelly Pro 1(PM) zu verbauen. Was spräche da dagegen?

                P.S. Ich nehme an, Ihre Kritik (keine getrennte(n) Speisung und Zuleitungen L1-L4 (laut Foto oben ist der Eingang mit S1-S4 beschriftet – aber das sind wohl eher Petitessen)) trifft dann genauso auf den Shelly (Pro) 2(PM) zu und der korrekte Elektriker verbaute von Beginn an, wenn Shelly, dann S1 (man muss ja auch damit rechnen, dass mal ein Kollege in den Kasten schaut, der Shellys Designfehler nicht kennt)?

              • „Zudem bleiben Zweifel, ob die flimsigen Printklemmen einen Dauerstrom von 16A abkönnen“
                Ich habe eben mal gesucht: Ein Anbieter schreibt gar zum S 2.5 „Nicht auf Dauer über 300 W“ 🙂

                Muss mal warten, bis ich auf shelly-support.eu Zugriff auf die Dokumente habe, das wollte man schon vor dem Kauf/Einbau wissen…

                @Mod: Link bitte entfernen, falls er als Werbung gesehen wird:
                https://www.pollin.de/p/dual-wifi-switch-shelly-2-5-dual-schalter-590676

    • Ca. 0,7 W. Also ungefähr 2 Euro Stromkosten im Jahr. Das Komfort Geld kostet sollte aber jedem klar sein.

    • Liegt glaube ich bei unter 0,5W für die normalen Shellys, der 4 Pro natürlich ausgenommen.

  6. Die sollten mal lieber ihre App überarbeiten.

  7. Friedhofsblond says:

    Moin,
    mal abgesehen von den Shelly-Teilen.
    Hat sich schon mal jemand die Mehrfachklemmung am FI-Schutzschalter angeschaut?
    Solche Bilder/Videos sind in Deutschland schon grenzwertig. 😉
    (Nur ein Leiter Pro Klemmstelle! (DIN VDE 0607, DIN VDE 0611))

  8. Die auch oben abgebildete „Musterinstallation“ gefällt mir nicht (https://shelly.cloud/wp-content/uploads/2021/09/din-rail2.jpg).

    Bei den RCBOs (kombinierte Fehlerstrom-/Leitungsschutzschalter) werden mehrere Einzeladern zusammengedreht in die unteren Klemmen gewürgt. Die Klemmen sind zu Aufnahme je EINES Leiters (1-35 mm²) vorgesehen.

    Die LAN-Patchkabel sind ohne zusätzliche Isolierung zwischen Netzspannung führenden Aderleitungen der Aktoren und Leitungsschutzschalter geführt. Nach Patchkabel mit verstärkter Isolierung schaut es für mich auch nicht aus. Man kann im gesteckten Zustand den Abschirmkragen noch sehen.

    Bei den Shelly Pro 1 und Shelly Pro 1PM stehen die Schrauben der unteren Anschlussblöcke sehr weit vor. Es sieht fast aus, als wären sie flächenbündig. Wie es da mit Fingersicherheit bestellt? Den Reset-Knopf müsste man als Betätigungselement ansehen.

    Leider habe ich bis auf den Hinweis der „flame-resistant materials“ wenig zur Sicherheit gefunden. Die Temperature/Overvoltage/Overpower protection gibt es nur bei den Komponenten mit Leistungsmessung.

    • Nachtrag: Laut den Anzeigen (Display, LED) und dem Schaltzustand des RCBO, wird hier unter Spannung gearbeitet! Dafür sehe ich keine Notwendigkeit. Bei einer reinen Messtätigkeit könnte ich es u.U. noch verstehen. Hier wird aber an den Netzspannung führenden Anschlüssen geschraubt.

    • Wollen Sie bitte einen Laien (hehe, Schaltberechtigung für 10 kV(!) vor 30 Jahren erworben, aber nie im Job gearbeitet, folglich keine Ahnung von heutigen DINs etc.) ‚ausbilden‘?

      a) was ist so schlecht daran, 5 Leitungen über einen FI zu führen? Klar wären 5 separate FIs besser, aber welchen funktionalen/sicherheitstechnischen Nachteil bildet das (ausser, dass eben 5 Stromkreise ‚tot‘ sind, wenn der FI auslöst)?
      a1) Macht es einen Unterschied, wenn die Verteilung erst nach dem FI passiert (d.h. der Ausgang des FI geht auf eine Stromschiene, dort werden dann die Leitungen aufgelegt)?
      b) Was stört Sie am „LAN-Patchkabel“? Meines Wissens könnte man auf Stecker und Kabel einen blanken ’stromführenden‘ Leiter draufhalten und es machte keinen Unterschied. Was sehen Sie anders?

      Danke!

      P.S. Ja, die Schrauben sind übel. Aber es ist im Stromkasten – sobald man die Abdeckung abnimmt liegen die Stromschienen offen. Jedenfalls in den Installationen, die ich kenne.

      • zu a) Es spricht für mich nichts dagegen, 5 Stromkreise über einen FI zu führen, außer es gibt nur diese 5 Kreise im Haus (Funktionserhalt). Man sollte aber nicht mehrere Einzeladern in eine Klemme einführen, die nur für einen Leiter vorgesehen ist. Also nach dem FI z.B. eine N-Schiene/Klemme und dann weiter zu den Aktoren.
        zu a1) Nicht, dass ich wüsste. Nur darauf achten, dass die N-Leiter nach dem FI sauber getrennt bleiben.
        zu b) Die Außenisolierung der einfachen „LAN-Patchkabel“ ist nicht spannungsfest genug. Sie brauchen „draußen“ ja nur ihre eigene Betriebsspannung (plus Reserve) auszuhalten. Innerhalb des Verteilers können aber Spannungsspitzen auftreten. Die Netzspannung führende Verdrahtung im Verteiler ist aber nur einfach isoliert. Die äußere Isolierung endet am Eintritt in den Verteiler. Dieser wird in Schutzklasse II ausgeführt. Wenn ich nun mit Kleinspannungen (Klingel/Daten) im Schrank hantiere, müssen diese Signalleitungen entweder sicher räumlich getrennt werden, eine verstärkte Isolierung besitzen oder durch einen zusätzlichen Isolierschlauch geschützt werden. Dies ist z.B. auch bei der Montage von Zählerkästen wichtig, da eine Datenleitung für die elektronische Zählerauslesung (SmartMeter) eingebaut werden muss (DIN VDE 0603-100).
        Z.B. gibt es von hager RJ45 Patchleitungen ZZ45WANxxx, die diese Anforderungen erfüllen (soll keine Werbung sein).

        Im Normalfall passiert nichts, wenn man 230 V außen auf ein Patchkabel legt. Transiente Überspannungen können aber eine vielfache Höhe erreichen. Wenn sich dabei die Isolierung des Patchkabels durchbrochen wird, kann das Potenzial der Netzwerkverdrahtung auf ungesunde Höhen gehoben werden.

        In aktuellen Zählerkästen gibt es nur im netzseitigen Anschlussraum (Vorzählerbereich) offen liegende Stromschienen. Der Bereich mit den Leitungsschutzschaltern ist fingersicher ausgeführt. Deshalb gibt es z.B. keine blanken Kammschienen mehr.

      • „P.S. Ja, die Schrauben sind übel. Aber es ist im Stromkasten – sobald man die Abdeckung abnimmt liegen die Stromschienen offen. Jedenfalls in den Installationen, die ich kenne.“

        Heute sind fingersichere Verteiler üblich, zumindest in Bereich privater Haushalte.
        Stromschienen gibt es da nicht.
        Es gibt isolierte 3-Phasenschienen mit Endkappen, berührungssicher.
        In meinen eigenen Etagenverteiler kann ich blind reinfassen, da passiert mir nichts.

    • Am Samstag noch gesehen als ich einen Hausasnschlußkasten, der frisch gesetzt wurde, öffnen musste.
      Von der Elektrofachkraft wurden zwei Adern „schön“ verdrillt und unter eine Sicherung geschraubt. 😀

  9. Friedhofsblond says:

    Moin,
    ich nochmal, will ja hier keinen Besserwisser abgeben.
    Aber die Leitungen die in den FI unten dran gehen, sind meiner Meinung auch noch verdrillt und dann geklemmt.
    Es gibt j auch diese Klammerklemmen, wo die Leiter wie in einer Zange festgeklemmt werden und nicht zur Seite weggedrückt werden können. Aber glaube nicht, daß es bei dem Shellys so ist.
    Selbst ich habe noch nach zig Jahren in meiner Hauptverteilung Ordnung gemacht ….
    Schöne Woche noch 😀

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