SD Express 9.1 kurbelt die Geschwindigkeiten von Speicherkarten an

SD Express 9.1 ist die neue Spezifikation der SD Association und verdoppelt im Grunde für microSD-Speicherkarten die Anbindung. Demnach sind bis zu 2 GB/s bzw. ganz exakt 1.969 MB/s möglich. Das liegt daran, dass PCI-Express 4.0 x1 als Basis dienen kann. Erstmals nach dem Launch von microSD Express im Jahr 2019 wird damit die maximale Geschwindigkeit in diesem Bereich erhöht.

Entsprechend schnelle Speicherkarten werdet ihr an der Kennzeichnung durch „SD Express Speed Class“ erkennen, was bereits die Verpackungen zieren wird. Es bleibt aber dabei, dass die größeren, „normalen“ SD-Karten schneller bleiben. Die können mit bis zu PCIe 4.0 x2 angebunden werden und erreichen daher Geschwindigkeiten von bis zu 3.938 MB/s.

SD Express 9.1 beinhaltet darüber hinaus auch neue Features, um etwa Energieverwaltung und Abwärme zu optimieren. Host-Geräte, z. B. Kameras, können je nach Hitzeentwicklung und Übertragungsstandard das Verhalten der Karten anpassen, da sich unterschiedliche Maximum-Power-Levels (MP) setzen lassen. Generell kommunizieren hier Karte und Host-Geräte die passenden Parameter untereinander. Dabei sind die Speicherkarten nach dem Standard SD Express 9.1 auch abwärtskompatibel zu UHS-I. In dieser Kombination sind dann aber nur maximal 104 MB/s möglich.

Zu bedenken ist, dass die Spezifikationen von SD Express 9.1 damit jetzt finalisiert sind, es dürfte aber noch Jahre dauern, bis ihr Geräte und Karten mit offizieller Unterstützung im Handel findet. Als Vergleich: 2017 wurde UHS-III eingeführt und hat sich immer noch nicht breit etabliert. Selbiges gilt verschärft für SD Express aus dem Jahr 2018. Bis ihr also in der Praxis etwas davon habt, heißt es abwarten.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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3 Kommentare

  1. Schade, dass die microSD’s so klein sind. Sonst könnte man noch mehr „Standards“ drauf drucken.

  2. Haltbarkeit ist ein viel größeres Problem als Geschwindigkeit.
    Ich habe mehrere Raspberry PIs mit MicroSD Karten von SanDisk im Einsatz. Diese sind gerade alle ausgefallen.
    Eine davon war sogar explizit für den individuellen Einsatz konzipiert.
    Eine MicroSD Karte mit der Haltbarkeitkeit einer SSD würde eine echte Marktlücke füllen

    • Es ist doch schon lange bekannt, dass SD-Karten nicht für einen 24/7 Schreibbetrieb ausgelegt sind.
      Gerade beim Raspberry Pi gibt es doch die Möglichkeit von SSDs zu booten?

      Meine SanDisk High Endurance ist auch nach 3,5 Jahren 24/7 Einsatz in der Dashcam gestorben. Fand das schon erstaunlich, da normale SD-Karten meist nach einem Jahr schon schlapp gemacht haben.

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