Samsung The Wall: Micro LED kommt jetzt für die Filmproduktion zum Einsatz

Samsung hatte es schon 2021 angekündigt: Die Micro-LED-Bildschirme der Reihe The Wall sollen in Custom-Varianten für die Film- und Fernsehproduktion in Südkorea genutzt werden – und zwar in einem neuen Studio von CJ ENM, einer südkoreanischen Produktionsfirma, die beispielsweise hinter dem oscarprämierten „Parasite“ steckte. Mittlerweile wurde nun die erste „Bühne“ für den Betrieb eröffnet.

Neben den Micro-LED-Bildschirmen kommen zahlreiche untereinander vernetzte Kameras zum Einsatz. Aufgabe der Micro LEDs: Sie dienen als Ersatz für Greenscreens und erlauben es, vor virtuellen Sets zu drehen. Sehr ähnlich arbeitet man etwa bei der Produktion von „The Mandalorian“. Diese Verfahrensweise soll sowohl Zeit als auch Geld sparen. Einerseits können teilweise aufwändige Außendrehs umgangen werden, andererseits vereinfacht sich das Compositing.

Laut Samsung wurde inzwischen die erste Bühne für solche Drehs in Partnerschaft mit CJ ENM eröffnet. Man setzt dabei speziell angepasste Screens mit 1.000 Zoll Diagonale, einem Durchmesser von 20 Metern und einer Höhe von 7 Metern ein. Als Auflösung nennen die Südkoreaner 30.720 x 4.320 Pixel. Die verbauten Micro LEDs unterstützen neben HDR10 auch HDR10+ sowie die in der Industrie gängigen Bildraten von 23,976, 29,97 und 59,94 Hz.

Spannende Sache und eines der aussichtsreichsten Anwendungsgebiete für The Wall. Micro-LED-TVs für Privatkunden hat Samsung im Übrigen auch schon im Repertoire. Die spielen preislich aber in Regionen, die sich bei ca. 100.000 Euro und mehr ansiedeln.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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4 Kommentare

  1. https://www.film-tv-video.de/technology/2021/07/15/mixed-reality-led-wand-statt-greenscreen/

    Wird seit mindestens 2 Jahren in Potsdam Babelsberger Filmstudios genutzt und auch in Bayern. Südkorea war mal innovativ. Sie fallen technologisch auch immer weiter zurück.

    • Nur sind die LED-Screen in Babelsberg low-res und erfordern einen hohen Abstand/geringe Schärfentiefe wenn man in 4k dreht. Samsungs Micro-LED hat die Pixeldichte von 4k während die LED-Screens gerademal SD schaffen.

      Ansonsten wurde die Technik schon vor hundert Jahren analog mit Leinwand & Filmprojektor benutzt.

  2. In Babelsberg steht seit letztem Jahr auch schon so eine LED Wand mit 55m Länge und 7m Höhe.
    Sehr beeindruckend und spannend, was sich damit alle anstellen läßt!
    https://www.dark-bay.com/

  3. In die technischen Möglichkeiten und Beschränkungen solcher Systeme müssen sich Schauspieler und Regisseure erstmal reinfinden. Das merkt man in der ersten Staffel von Mandalorian, alles sieht groß und beeindruckend aus, es „fühlt“ sich allerdings als Zuschauer an, als wenn man Schauspielern auf einer kleinen Theaterbühne mit sehr realistische Kulissen zuschaut. Man merkt irgendwie, dass die Weite, die das Set vorspiegelt, in Wirklichkeit für die Akteure nicht vorhanden ist. In der zweiten Staffel und vor allem bei Boba Fett sieht das schon viel besser aus.

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