Samsung: Smart TVs werden zum Smart Home-Hub

artikel_samsungWenige Tage trennen uns von der Consumer Electronics Show in Las Vegas. Schon im Vorfeld lassen die einzelnen Hersteller es krachen und verraten schon Stück für Stück, was man so ungefähr sehen wird. Samsung ist dieses Jahr wieder All-in dabei und wird besonders im Home Entertainment-Bereich groß auffahren. Seit Jahren geben sich die beiden Kontrahenten LG und Samsung nichts, wenn es um die Gigantomanie bei TV-Geräten geht. Doch bekanntlich ist nicht nur die Größe alles – die Technik macht es.

Samsung selber bastelt neben den bekannten Sparten nicht unerfolgreich an Smart Home-Geschichten, vertreibt diese aber bislang noch nicht in Deutschland. Wie auch bei anderen Herstellern wird Samsung den TV zur möglichen Schaltzentrale machen. Zwar läuft heute viel im Bereich Smart Home und IoT (Internet of Things) mobil ab, doch einige Lösungen lassen sich halt zentral am TV „in groß“ nutzen – Samsungs Tizen-Plattform bietet dafür ja ideale Grundlagen.

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Aus diesem Grunde werden alle SUHD-Geräte der 2016er-Reihe die IoT hub-Technologie ansprechen und so auf die vernetzten Geräte zugreifen können. So können Samsung-Geräte und solche mit SmartThings-Sensor angesprochen und verwaltet werden. Das können Lichter, Thermostate und auch Kameras sein. Letztere würden auf Wunsch sogar beim Schauen von Filmen ein Popup ins Bild hieven, wenn beispielsweise eine Bewegung vor der Haustür entdeckt wurde.

Nette Sache: vorm TV sitzen und dennoch alles mitbekommen, was so abgeht. Bin gespannt, was es da auf der CES so zu sehen gibt in diesem Bereich. Es ist ja die große Herausforderung, die ganzen Lösungen unter einem Hut ansprechbar zu machen, viele Insellösungen wird ein Kunde nicht wollen. Ein Verzahnen unter einer Oberfläche wäre praktisch, Z Wave ist da vielleicht nicht das optisch Ansprechendste, wohl aber ein gutes Beispiel, wie sich alles verzahnen lässt. Eine App für alles, das wäre doch toll – quasi ein bisschen mehr Z Wave als Standard, eine Bedienung mit Dritt-Anbieter-Apps wie Philips Hue, dafür weniger Apps wie die Devolo-App, die echt eine Frechheit ist.

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Samsung selber machte es mit vor, bietet man doch eigene Sensoren ein, die sich im System einbinden lassen, aber auch Dritt-Anbieter können sich zertifizieren und steuern lassen. 2014 hatte Samsung da richtig Gas gegeben und unter anderem die Firma SmartThings gekauft. Was Samsung in Zukunft aber tunlichst vermeiden sollte: Features einbauen und diesem dem Kunden entreißen. So ließ sich in der Vergangenheit das TV-Bild von aktuellen Samsung TV-Geräten auf das Samsung-Smartphone oder -Tablet übertragen, sodass man beispielsweise bei einem Gang aufs stille Örtchen den Tatort dort schauen konnte. Die alte App für das TV Screen Mirroring wurde mittlerweile aus dem Play Store entfernt, die neue, jüngst erschienene Smart View-App beherrscht das Mirroring nicht, was einige unserer Leser enttäuschend finden…

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. @Caschy:
    „Samsung selber machte es mit vor, bietet man doch eigene Sensoren ein, die sich im System einbinden lassen, aber auch Dritt-Anbieter können sich zertifizieren und steuern lassen.“
    Mit was macht Samsung es vor??

  2. @Markus:Absatz darüber: nicht nur ganz geschlossene Insellösung.

  3. Wenn man also in zwei Jahren keine Firmwareupdates für den TV bekommt, dann kann man neuere Sensoren nicht mehr verwenden? Oder wenn man sich einen neuen Fernseher kauft kann man seine Heizkörper nicht mehr regeln? Oder wenn die zwei Jahre alte nicht mehr gewartete TV-Firmware nen Bug hat dann kann jeder meine hausinterne Webcam im Internet streamen und ich muss mir nen neuen TV kaufen um den Bug zu fixen? Was soll dieses sinnlose Verknüpfen von thematisch fremder Hardware?

  4. Wir haben seit Anfang 2014 einen Samsung F7090 (2013er Modell). Lt. Samsung ein *Premium-Modell*. Was Samsung aber nicht davon abhält, alle paar Monate weitere Teile des SmartHub abzuschalten.

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