Samsung Portable SSD T1 ausprobiert

Neulich erst auf der CES 2015 in Las Vegas vorgestellt, nun schon auf meinem Schreibtisch: die Samsung Portable SSD T1. Die portable SSD ist kaum größer als eine Visitenkarten und soll Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 450 Megabyte pro Sekunde (MB/s) bringen, wie man seitens Samsung während der Präsentation mitteilte.

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Mit einem benutzerdefinierten Passwort in Verbindung mit der AES 256-Bit-Hardwareverschlu?sselung können Daten auf Wunsch vor unbefugten Zugriffen geschu?tzt werden, die SSD enthält die Software, um die Platte derart zu verschlüsseln, man muss also nichts aus dem Netz laden.

Samsung SSD am iMac, unverschlüsselt:

samsung ssd am imac unverschlüsselt

Die Samsung Portable SSD T1 ist 30 Gramm leicht und 71 Millimeter breit. Geschwindigkeit und Kompaktheit müssen derzeit noch teuer bezahlt werden, die Samsung Portable SSD T1-Serie hat eine Drei-Jahres-Garantie und ist fu?r 180 Euro (250 GB), 295 Euro (500 GB) und 586 Euro (1 TB) (UVP inkl. Mwst.) ab Ende Januar 2015 im Handel erhältlich.

Samsung SSD am iMac, verschlüsselt:

Speedtest Samsung SSD verschlüsselt mac

Die Einrichtung ist der sprichwörtliche No-Brainer, Festplatte einfach in einen freien USB 3.0-Anschluss stecken und loslegen. Hierbei gibt es Unterschiede bei der Einrichtung, während unter Windows direkt mit der optionalen Verschlüsselung losgelegt werden kann, muss unter OS X initial ein Treiber installiert werden.

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Ich habe hier einmal im Blog die Screenshots eingebunden, die zeigen, was die Samsung Portable SSD T1 leistet. Die Zahlen sprechen für sich, die Platte weist neben ihrer Kompaktheit noch ordentlich Geschwindigkeit auf – zum Vergleich habt ihr auch einmal eine mittels USB 3.0 verbundene mechanische Festplatte im Vergleich.

Klassische USB 3.0 HDD:

DiskSpeedTest_ WD HDD

Was ein wenig schade bei der SSD ist: nach der initialen Einrichtung habe ich derzeit auf dem Mac keinen Zugriff mehr auf die Zusatzpartition, die die Samsung Software mitbringt, sicher wird es da zum Marktstart die Möglichkeit geben, diese bei Samsung herunterzuladen, beziehungsweise sollten sich Kunden diese vielleicht doch sichern.

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Reine Mac-Nutzer können sich auch für die System-interne Verschlüsselung entscheiden und das Partitionsformat auf Mac OS Extended (Journaled / Verschlüsselt) umswitchen. Hier zeigt sich, dass lediglich mit geringen Performanceeinbrüchen zu rechnen ist.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Fotografen oder Menschen, die schnell große Datenmengen auf den externen Datenträger kopieren wollen, wird diese Festplatte erfreuen, wer sie als USB-Stick-Ersatz für Dokumente und Co sieht, der schießt wahrscheinlich mit Kanonen auf Spatzen.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

21 Kommentare

  1. „Was ein wenig schade bei der SSD ist: nach der initialen Einrichtung habe ich derzeit auf dem Mac keinen Zugriff mehr auf die Zusatzpartition“

    Scheint wohl so gewollt zu sein ?!

    Computerbase / http://www.computerbase.de/2015-01/samsung-portable-ssd-t1-im-test/3/
    „Beim ersten Anschluss an den Computer meldet Windows das Laufwerk lediglich als 128 Megabyte große Sicherheitspartition an. Auf dieser ist die Aktivierungssoftware enthalten, nach deren Ausführung die Sicherheitspartition durch eine exFAT-Partition mit einer Nutzkapazität von rund 465 Gigabyte ersetzt wird.“

  2. Haha, zeitgleich in meinem RSS Feed kam neben diesem Artikel der Artikel von Computerbase http://www.computerbase.de/2015-01/samsung-portable-ssd-t1-im-test/

  3. Linux wird wieder einmal nicht unterstützt (Verschlüsselung)?

  4. mutzenmandel says:

    Nicht schlecht. Hätte ich das Geld über würde ich da sicher investieren. So behelfe ich mir mit der klassischen externen HDD.

  5. Beeindruckend, hätte nicht gedacht, dass der Unterschied so groß gegenüber einer HDD ausfällt. Ich hätte vermutet das der USB Port der Flaschenhals ist und nicht mehr viel Luft nach oben ist. 180€ für 250gb waren vor 2 Jahren auch noch normale Preise für sata-ssds, finde ich von daher gar nicht so überteuert

  6. PCWorld hat ebenfalls am Ende der Deadline ein Review veröffentlicht (vgl. http://www.pcworld.com/article/2871295/samsung-t1-external-ssd-review-super-small-super-light-super-fast.html). Darin wird aber behauptet, das Ding mit 500 GB wiegt nur 26 Gramm. ^^

    Ach ja und außerdem soll da eine App im Hintergrund laufen, die man nicht deinstallieren kann, jedenfalls nicht von Haus aus, was ihm neben der tollen Performance ein paar Kopfzerbrechen bereitet.

  7. @Alexander: am zweiten Mac lief keine Software, identische Ergebnisse.

  8. Hat jemand Erfahrungen mit Gehäusen für mSATAs mit ner fixen SSD drin? Vielleicht nicht ganz so schnell, nicht ganz so kompakt, keine Hardware-Verschlüsselung, dafür aber halb so teuer?

  9. Mit Thunderbolt wäre das Produkt der absolute Hammer, weil man allen Macs ohne SSD einen zweiten Frühling bescheren könnte, ohne sie aufschrauben und umbauen zu müssen.

  10. @Alexander: 26g leer und 30g mit Daten.

  11. AnDieLatte says:

    Aja das erklärt einiges

  12. leosmutter says:

    Ich habe mir für 100€ ein 256Gb Usb 3.0 Stick von Lexar geholt. Hat normale Stick-Abmessungen und wirft beim Raufkopieren unter Windows 8 knapp über 100Mb/Sek. Handlich und für mich ausreichend schnell.

  13. Mein Vorschlag bezüglich der verbreiteten „Bewertung“ von SSD anhand der Dauertransferleistung:

    hier lesen und den Blick heben für das Wesentliche:

    relevantes Charateristikum „schneller random I/O“ bzw. hohe IOPS

    https://www.mactechnews.de/news/article/Macbook-Air-Unterschiede-beim-SSD-Speed-wohl-herstellerbedingt-158366.html?comments=visible

  14. Kleiner „Self-Plug“: Ich habe einmal ein bisserl mit einer aktuellen SSD (Samsung 840 Evo) und einer alten M4 an verschiedenen „USB3 auf Sata“ Adaptern und USB 3 Hubs gespielt. Als Benchmark bevorzuge ich allerdings „Crystal Disk Mark“, weswegen die Ergebnisse mit dem Beitrag hier wohl nicht vergleichbar sein werden….

    http://www.zerobrain.info/computertechnik/2014/12/29/referenz-ssds-samsung-840-evo-crucial-m4-samsung-840

  15. Also ich hab das Gerät t1. Zuerst gab es Probleme, dass die Festplatte von anderen Computern erkannt wurde, als dort wo sie initialisiert wurde. Dann hat es geklappt. Das Problem war dann, dass es auf meinem Surface pro 3 Probleme mit der Stabilität gab. Der USB-Stecker hat zuviel Spielraum. Seit drei Stunden ist die Festplatte von einer Minute auf die andere auf keinem Computer mehr „ansprechbar“. Sie kommt kurz und nach 2 Sekunden ist sie wieder weg. Hat jemand eine Idee, wie ich das Problem beheben könnte?=

  16. Hallo baumfeldld, das Problem hab ich auch! Hast du mittlerweile eine Lösung gefunden?

  17. Habe mein Problem (Platte wird kurz erkannt und verschwindet dann wieder vom Bildschirm), zumindest vorübergehend, lösen können. Das Problem tritt nur auf, wenn ich bei laufendem Rechner die Platte nachträglich einstecke. Wenn die Platte im ausgeschalteten Zustand in den Rechner gesteckt wird, wird sie beim Neustart erkannt und ist dann auch problemlos zu nutzen! Zumindest bislang noch. Alles klar?!?

  18. Interessiert wahrscheinlich eh keinen mehr, aber egal. Nachdem sich meine Platte dann an meinem windows 8-rechner komplett abgemeldet hatte (der explorer poppte kurz auf, dann verschwand eben jener und die platte nach 2 sec. ins nichts und war nicht mehr zu finden), habe ich sie an einen alten xp-rechner gehängt und siehe da: ich hatte zumindest erstmal den log-in bildschirm der platte. interessanterweise gabe der dann zwar die korrekte plattengröße wieder, zeigte als verfügbaren speicher aber „unallocated“ an und ich konnte auch erstmal auf die platte nicht zugreifen. Ich habe dann, weil mir nichts besseres einfiel, erstmal die sicherheitsfunktionen (passwort mit verschlüsselung) deaktiviert. Und das scheint des rätsels lösung zu sein. unmittelbar danach konnte ich nämlich, auch auf win8, uneingeschränkt auf die platte zugreifen. habe dann nochmal die probe aufs exempel gemacht und habe die sicherungsfunktionen wieder aktiviert. tatsächlich war die platte wieder nicht mehr zu gebrauchen, wohl aber nach erneuter deaktivierung auf dem xp-rechner. warum, bleibt mir ein rätsel, denn ich hatte sie ja auf dem windows 8-system initialisiert. scheint also irgendein problem mit der verschlüsselung zu sein. wahrscheinlich ist die so gut, daß das programm selbst nix mehr rafft. überlege jetzt, od ich das teil zurückgebe. werd ich wohl…