Samsung begrüßt Apples Einstieg in den Smartwatch-Markt

Von Samsung ist seit heute nicht nur das Galaxy S6 und Galaxy S6 edge verfügbar, auch im Bereich Wearables sind die Koreaner bereits seit 2013 zu finden. Damals wurde die erste Galaxy Gear vorgestellt, eine Smartwatch, die seinerzeit noch auf Android (nicht Android Wear) basierte, später aber ein Update auf Samsungs Tizen for Wearables erhielt. Heute startet bekanntlich auch der Vorverkauf der Apple Watch, ein Umstand, der auch von Samsung begrüßt wird.

Galaxy_Gear_01

Rory O’Neil, Vice President for Mobile bei Samsung in Europa, erklärte gegenüber CNBC: „Great competitors offer great things to consumers and the fact that there are so many great competitors in this space mean that there is absolutely a market. I mean, that’s what it tells you.“ Und weiter: „It’s with great delight that Apple has followed us into that market.“

Samsung hat einen Marktanteil von rund 70 Prozent im Bereich der Smartwatches. Was nach viel klingt, muss sich aber nicht in verkauften Stückzahlen niederschlagen. Der Smartwatch-Markt ist noch so klein, dass er eigentlich keine Relevanz besitzt. Eine Relevanz, die Apple nun krampfhaft versucht zu schaffen. Marktanteile sind dann aussagekräftig, wenn der Markt vorhanden ist, was bisher nur sehr begrenzt der Fall ist.

Samsung_watch_11

Samsung hat sicher einen gewissen Vorsprung, was Smartwatches angeht, den goldenen Weg zum Kunden hat man aber noch nicht gefunden. Samsung hat sich sogar eine Pause gegönnt, will die nächste Smartwatch aus dem eigenen Haus „perfekt“ machen. Dass man sich nun begeistert von der Konkurrenz zeigt, lässt entweder auf ein sehr großes Selbstvertrauen schließen – oder Samsung begrüßt es, dass der Markt nun endlich von jemand anderem geschaffen wird.

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20 Kommentare

  1. Klar, immerhin bekommt Samsung so ein paar „Inspirationen“ geliefert. Vielleicht kommt so in Zukunft auch mal eine Smartwatch aus Südkorea, die tatsächlich ein paar Endkunden erreicht…

  2. plantoschka says:

    “Great competitors offer great things to consumers and the fact that there are so many great competitors in this space mean that there is absolutely a market. I mean, that’s what it tells you.”

    Da hat er Recht.

    Apple liefert aber ein ausgereifteres Produkt. Sagen die Reviews ja auch aus, dass die Apple Watch die beste Smartwatch am Markt ist. Aber auch nicht viel mehr als das.
    Samsung weiß doch gar nicht mehr wie viele Geräte sie schon im Portfolio hatten.
    Von Samsung sehen wir sicher ein ähnliches Modell in den nächsten Monaten.
    Apple hat vermutlich heute mehr Vorbestellungen bekommen als Samsung 2014 Smartwatches verkauft hat.

  3. Trotz allem ich kaufe nur Uhren Made in Germany oder Switzerland.

  4. Taudorinon says:

    „Apple liefert aber ein ausgereifteres Produkt. “

    Ich finde es bemerkenswert wie viel Vorschusslorbeeren einem Gerät gegeben werden das im Alltag quasi noch nicht eingesetzt wird.

  5. plantoschka says:

    @Taudorinon

    Ich werte aufgrund der vielen Reviews. Siehe nächster Satz !!!

  6. MarioWario says:

    Smart wie Maxwell Smart – ach nee, der hatte einen Funktelefon-Schuh (ist ja fast nützlicher). Die Uhren die wirklich funktionieren kommen von Polar (auch bei minus 20° Celsius oder Eisregen); Suunto und Garmin sind für ihre Einsatzschwerpunkte auch sehr brauchbar. Insgesamt eine wirklich bedauerliche Verschwendung von Resourcen …

  7. Wolfgang D. says:

    @plantoschka
    „Ich werte aufgrund der vielen Reviews.“
    Von Rezensenten, die Angst haben, keine Vorabexemplare zu erhalten?

    Die Uhr mag ja trotzdem gut sein, aber wenn man zwingend ein Smartphone aus dem gleichen Haus dazu braucht, ist sie nur was für Leute mit deren Firmenlogo auf der Unterwäsche.

  8. Taudorinon says:

    @plantoschka

    Ich auch, den Reviews entsprechenden selten dem Alltag.
    Übrigens enthält der nächste Satz ein „auch“ was weitere Erfahrungen impliziert 😉

  9. Eine Pause gemacht um erst mal abzuwarten was Apple so abliefert. Nachdem man einen Schnellschuss hingelegt hat um first-to-market zu sein.

    “It’s with great delight that Apple has followed us into that market.”

    Träum weiter Junge.

  10. @Wolfgang D.
    Vorab ich werde mir keine Apple Watch da sie für mich noch zum einen einen viel zu eingeschränkten praktischen Nutzen hat, und ich zum anderen ein Freund von mechanischen Uhren bin.

    Aber das was Du schreibst ist doch Unfug. Es gibt durchaus viele gute, sachliche und absolut nachvollziehbare Argumente dafür warum es sehr wohl Sinn macht Produkte zu kaufen die vom gleichen Hersteller kommen und daher in einem Grad an Perfektion aufeinander abgestimmt sein können wie es niemals bei einem bunten Mix aus Geräten verschiedener Hersteller der Fall sein kann.

  11. Wolfgang D. says:

    @elknipso
    Nö. Monokultur ist langweilig. Fehlende Kompatibilität lästig. Um mein Gefängnis enger zu machen und den Horizont weiter zu verengen, geb ich nicht auch noch Geld aus.

  12. @Wolfgang D.
    Das hat doch absolut nichts mit „Gefängnis“ zu tun oder ähnlichem. Apple verfolgt einfach einen grundsätzlich anderen Ansatz als zum Beispiel Google mit Android. Apple bietet seinen Kunden ein weitgehend in sich geschlossenes System, das dafür mit einer Liebe zum Detail entwickelt wurde und bei dem die Hard- und Software in der Regel perfekt aufeinander abgestimmt wurde. Das merkt man bei Apple Produkten an vielen Stellen, und dafür zahlen die Kunden von Apple gerne einen gewissen Aufpreis. Es ist nicht „besser“ oder „schlechter“ als Android, es ist einfach anders, ein grundsätzlich anderer Ansatz. Beide Herangehensweisen haben ihre Zielgruppe und ihre treuen Kunden.

  13. Wolfgang D. says:

    @elknipso
    Als Besitzer von Idevices weiss ich, wovon du sprichst. Leider wird man immer mehr bevormundet, was durch die liebevollen Details absolut nicht ausgeglichen wird. Aber du hast recht, es gibt reichlich Leute, die das nicht stört.

  14. „Hard- und Software in der Regel perfekt aufeinander abgestimmt wurde.“
    Märchenstunde aus den 80ern. Gibt es ernsthaft noch Menschen die das als Argument bringen?

  15. @JMK
    So etwas kann nur jemand schreiben der noch nie ernsthaft Produkte von Apple genutzt hat.
    Man kann sicherlich viel berechtigte Kritik an Apple üben, aber zu behaupten dass ihre Hard- und Software nicht gut aufeinander abgestimmt wären ignoriert schlicht die Fakten.

  16. Wolfgang D. says:

    Wenn man die aktuellen Probleme bei den Macbooks und IOS sieht, kann man das nicht mehr wirklich ernsthaft sagen.

  17. Also das mit den 70% Marktanteil bei Smartwatches kann ich nicht glauben. Vielleicht bei Android Wear Uhren. Wo bleibt sonst der Pebble Anteil, die ja mehr Uhren verkaufen als Samsung.

  18. @elknipso absolut deiner Meinung. Wenn man jetzt noch anfängt in Android Details zu suchen, ist ganz schnell Schicht im Schacht. Stichwort Material Design. Der größte Fail seit es Google gibt.

    @Wolfang D. welche Bevormundungen hast du denn? Wovon hier immer gerdet wird kann ich nicht nachvollziehen. „Bevormundung“ dadurch das etwas funktioniert und nicht abstürzt ist keine Bevormundung.

  19. I'm not a Superhero™ says:

    @Dominik
    1st.. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Googles Material design finde ich sehr gut, ganz im Gegensatz zum design von iOS.

    2nd.. iOS gibt vielen Technisch versierten Nutzern sehr viele grenzen vor, deswegen bin ich auch weg davon.
    Und was funktioniert an Android denn nicht?
    Wenn jetzt kommt das Android auf ’nem billig smartphone mit mediatek CPU lagt &‘ abstürzt dann.. bleib einfach in deinem Gefängnis.

  20. @I’m not a Superhero
    Android ist und bleibt eine Baustelle, das merkt man immer wieder. Das System ist nicht schlecht, bitte nicht falsch verstehen, aber es gibt etliche von Stolpersteinen die „normalen“ Nutzern immer wieder Probleme bereiten.
    Es ist noch keine 24 Stunden her da hatte ich ein Android Handy (noch dazu kein günstiges!) in die Hand bekommen, weil der Besitzer vollkommen verzweifelt war da er einige Apps nicht mehr nutzen konnte. Zum Beispiel ging Whatsapp nicht mehr, da die Version veraltet war und er ein Update machen sollte um Whatsapp wieder zu nutzen. Das wollte er auch tun, aber das Update brach immer mit der Fehlermeldung ab, dass zu wenig freier Speicher verfügbar wäre. Was hat er also getan? Ist ins nächste Geschäft und hat sich eine größere MicroSD Karte gekauft. Absolut logischer Schritt wenn das Handy einem meldet, dass zu wenig Speicher vorhanden ist. Umso größer war sein erstaunen und seine Ratlosigkeit als es auch mit der eingesetzten 32 GB MicroSD Karte immer noch nicht funktionierte. Wir „technisch versierten Anwender“ wissen um die Problematik, und das es einen Unterschied zwischen dem internen und dem externen Speicher in den Androiden gibt. Das weiß aber der normale Anwender nicht, und selbst wenn er um die Problematik wüsste, hätte er immer noch das Problem, dass Android nicht einfach mal die größten Anwendungen die MicroSD Karte verschieben kann.
    Das war jetzt nur ein Beispiel von vielen, weshalb ich Android als Baustelle bezeichnet habe, und das ist doch schlicht und ergreifend ganz großer Mist.