Revolut: AGB ab Sommer bringen neue Limits und Gebühren

Das britische Fintech Revolut informiert seine Kunden via Mail über anstehende Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB): Wie auch neulich N26 zieht man hier etwas an der Schraube für Limits und Gebühren an:

  • Damit du dich beruhigt zurücklehnen kannst, fügen wir in unseren Bedingungen mehr Details darüber hinzu, wie wir dein Geld „sichern“.
  • Kennst du dieses mulmige Gefühl, das aufkommt, wenn du nach einer Überweisung feststellst, dass du die falschen Kontodaten eingegeben hast? Unsere Lösung hierfür ist, dass unsere Support-Teams bestimmte irrtümliche Zahlungen auf Revolut-Konten rückgängig machen können.
  • Wie du vermutlich weißt, zahlst du eine Gebühr, wenn du in einem Monat unser kostenloses Umtauschlimit überschreitest. Dieses Limit sinkt auf 1000 EUR pro Monat (was, wie unsere Untersuchungen zeigen, kaum jemand erreicht). Oberhalb dieses Limits bleibt unsere Gebühr unverändert bei nur 0,5 %, und wir teilen dir mit, ob ein Umtausch gebührenpflichtig sein wird. In unseren Premium- und Metal-Abos ist der Umtausch nach wie vor unbegrenzt.
  • Du bekommst an Wochentagen weiterhin die gleichen Interbank-Wechselkurse. Für den Umtausch am Wochenende erhöhen wir unseren Aufschlag für die wichtigsten Währungen leicht von 0,5 % auf 1 %, um unsere Risiken für den Fall abzudecken, dass sich der Markt bewegt (dies ist in letzter Zeit vorgekommen). Der Aufschlag für andere Währungen bleibt gleich – die vollständige Liste findest du hier. (Denke daran, dass du diese Gebühr vollständig vermeiden kannst, indem du dein Geld werktags umtauschst.)
  • Unsere beliebtesten Zahlungsarten, wie z. B. Zahlungen an Revolut-Nutzer, Inlandsüberweisungen und Euro-Überweisungen innerhalb des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums sind weiterhin kostenlos. Wenn du irgendeine andere Überweisung auf ein Konto außerhalb deines Landes tätigst, bleibt deine erste monatliche Zahlung ebenfalls kostenlos, aber danach wird eine Gebühr von 0.5 EUR pro Zahlung erhoben.
  • Wenn du eine Überweisung in ein anderes Land ausführst und die Währung nicht die Ziellandeswährung ist, fällt eine Gebühr an: 3 EUR für USD-Überweisungen (etwa USD nach Brasilien) oder 5 EUR für Nicht-USD-Überweisungen (etwa GBP nach Brasilien). Wir informieren dich immer im Voraus, wenn für eine Überweisung eine Gebühr anfällt.

Die Änderungen treten ab dem 12. August 2020 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt lassen sich unterschiedliche Währungen nur noch mit einem Limit von 1000 Euro tauschen, oberhalb des Limits erhebt man 0,5 % Gebühren – Bezahlkunden eines Premium- oder Metal-Abos bleiben davon unberührt. Zur Erinnerung: Derzeit liegt das monatliche Limit für kostenlosen Währungsumtausch bei 6000 Euro mit selbem Gebührensatz nach erreichtem Limit.

Fürs Wochenende verdoppelt man den Interbank-Wechselkurs von 0,5 % auf 1 %. Während Überweisungen an Revolut-Nutzer, im Inland sowie Euro-Raum weiterhin kostenlos bleiben, erhebt man ab der zweiten monatlichen Zahlung eine Gebühr von 0,5 Euro pro Zahlung. Erhöhte Gebühren gibt es auch, wenn die Währung nicht die Ziellandeswährung ist. Revolut gibt an über sämtliche Kosten transparent im Vorfeld zu informieren.

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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27 Kommentare

  1. Gutes Leben says:

    Ich dachte bislang, die Finanz-Startups wollten alles einfacher, transparenter und vor allem für den Kunden kostenlos machen?

    • Oder Gutes tun, wie Tomorrow 🙂 Die haben gerade auch ein großes Update gemacht. Neues Design, neue Karte, gleich Werte und Prinzipien. Bin sehr zufrieden dort.

      • Neues Design. Toll. Aber immer noch kein Apple-Pay, keine Gemeinschaftskonten, keine U18 Konten. Von rudimentären Bankgeschäften wie Krediten, Hypotheken und Depots ganz schweigen. Aber Hauptsache bei einem Unternehmen, das noch nicht einmal 2 Jahre auf dem Markt ist, Geld für ein neues Design verbraten. Da haben wohl die hippen Designer aus der Schanze die Hosen an, anstelle von richtigen Kaufleuten. Mal abwarten, wie lange das noch gut geht.

        Und „Gutes tun“ kann man auch anders. Dafür braucht es kein pseudogrünes Girokonto, sondern einfach nur gesunden Menschenverstand beim Konsumieren.

        • Prinzipiell richtig. Ob die Tomorrow Kunden jetzt wirklich ein Depot benötigen oder Hypotheken, sei mal dahingestellt. Ich denke nicht, dass jede Bank das bieten muss, was die alte Sparkasse von nebenan bietet. Erst recht nicht, wenn es sie erst ein paar Jahre gibt.

          Bei Tomorrow ist es aktuell eher der… dann tu ich halt Gutes mit dem Girokonto im vorbeigehen. Nicht mehr, nicht weniger.

          Leute wie du werden ja eh immer bei klassischen Banken bleiben, weil sie deren System voll nutzen. Das liefern die „neuen“ Banken natürlich nicht. Und warum nicht mit Hipstern und Veganern eine Bank aufbauen? Das ist ja gerade das Konzept – Man muss nicht über Leichen gehen, in Massentierhaltung und Rüstungsindustrie einsteigen und der eiskalte Kaufmann sein.

          • Gutes tun, wenn es mich nichts kostet. Für mein moralisches Ego. Ganz toll! Da lobe ich mir das soziale Engagement der Sparkassen für zigtausend lokale Vereine.

            • Gutes Leben says:

              Hat schon mal jemand einen Sparkassen-Kunden gefragt, ob er die dreisten Zinsen und die üppigen Kontoführungsgebühren dafür zahlt, damit irgendein Vorstandsmitglied einer Spasskasse mal wieder Fußbälle verschenkt und in der Lokalzeitung abgelichtet wird?

              • Ja, denn meines Wissens ist kein Sparkassenkunde dort mit Waffengewalt Vertragspartner… Was für eine hohle These! Das Abstimmen mit den Füßen ist nun mal Teil der Demokratie. Deal with it.

            • Zumal es viel besser ist, wenn man einfach selbst spendet, statt sich von der Bank besäuseln zu lassen wie toll sie doch für einen spenden.

              • Gutes Leben says:

                +1 für Dich.

              • Schonmal daran gedacht, dass das Eine das Andere nicht ausschießt? Was hier wieder kritisiert wird nur weil eine Bank damit wirbt etwas Gutes zu tun… Ich finde es einen tollen Ansatz. Dürften andere Banken auch gerne mal machen.

                • Heuchelei hat bereits Jesus angeprangert.
                  „ Matthäus 6:
                  „Habt aber acht, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. 2 Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden.“
                  Warum sollte das aus der Mode kommen? Ganz im Gegenteil. Wie man sieht, ist es aktueller denn je!

                  • Verschone mich bitte mit erfundenen Märchen.

                    Ich versteh einfach nicht wie man sich über etwas beklagen kann, das GUTES tut. Egal ob man jetzt dadurch einen Mehraufwand hat oder die Bank damit Kunden gewinnen kann. Ist doch Sch***egal ob es einen Aufwand bereitet oder nicht, solange es etwas bring Oder nicht? Denkst du wirklich so? Lieber nichts tun und nichts bewegen als nichts tun und etwas bewegen? Wirklich? Keiner hat sich hier profiliert und über andere gestellt, nur weil er die Bank benutzt.

                    • Es ist nichts Gutes.

                      Was sie anbieten ist bundeling von Spenden und Banking.

                      Spenden ist gut. Banking ist gut. …und bundeling ist nach wie vor schlecht.

                      Die effective altruism community hat sich daran schon zich Mal abgearbeitet.

                    • Die denkst einfach zu simpel. Mit derselben Logik könnte man sagen, wie könnte Trump’s gutes Wirken für die Wirtschaft Anlass für Kritik sein? Wenn du Religion und Philosophie als erfundene Märchen hältst, steht’s du ja aber ohnehin in der Ecke der Spinner und Menschheitsfeinde. Soweit also Interesse am „Guten“ tun….

        • Bullshit was sie da von sich geben.
          Revolut hat Apple Pay seit einmal Jahr. Google Pay im Testbetrieb, nur ausgewählte Karten. Gruppen Vaults sowie sind auch Konten durch mehrere Karten von unterschiedlichen Personen gleichzeitig nutzbar. Ach ja und für wen glauben sie gibt es die Revolut Junior Konten+App ? Senioren wohl kaum.

  2. Am Ende des Tages wollen alle lediglich ihren Gewinn maximieren…

    • Ohne das hätten wir auch wieder Unfreiheit und millionenfaches Leid – in Geschichte nicht aufgepasst oder mit der grünroten Ideologiebrille unterwegs?

  3. Die Realität frisst die Revoluzzer. Gut so! Die haben genug Geld verbrannt und damit etablierte Arbeitsplätze bei der Konkurrenz gekostet. Und für was? Für eine verlorene Wette einiger Milliardäre.

    • Christian says:

      Naja, der Fisch stinkt immer noch vom Kopf her. Wer geht heute noch für jede Überweisung zur Bank? Ja es gibt einige aber deutlich weniger als noch vor einem Jahrzehnt. Und die Mietpreise steigen gerade in Städten auch. Das rentiert sich durch die erhobenen Gebühren nicht mehr. Allerdings bin auch ich kein Freund von Grundgebühren und immer mehr Einschränkungen.

    • Sebastian says:

      Soll man hier wirklich Revolut einen Vorwurf machen das andere Banken jeden Trend verpennt haben? Die etablierten Banken hätten nur frische Produkte anständig umsetzen müssen (Sparkasse zum Beispiel mit Yomo) aber stattdessen feiert man sich nun frisch dafür das sich Konten endlich Online eröffnen lassen.

      Also ja von Revolut kann man halten was man möchte aber die herkömmlichen Banken haben sich durch ihren Tiefschlaf selbst ins Abseits befördert.

      • Was für eine Verdrehung der Argumente! Bestätigt aber mal wieder den Eindruck, dass die paar Spinner, die bei Revolut und Konsorten Kunden sind, es vor allem sind, weil sie mangels finanzieller Leistungsfähigkeit bei den etablierten Banken nicht gut ankommen. Ne gute App als Massstab für eine Bank zu machen, ist schon ziemlich niedriges Erwartungsniveau an die Diesntleistung einer Bank.

  4. Revolut finde ich weiterhin Klasse. Solange Tomorrow an der Solarisbank hängt, sehe ich Tomorrow nicht als ökologische nachhaltige Bank.
    Da fummeln die am Design und nichts geht weiter. Ständig Versprechungen ja das kommt das und wenn Kunden nachfragen wieder vertröstet nach 1 Jahr. Und das schönste, dann heisst es der Kunde nervt langsam. Revolut, Yomo, Moneyou go und Boon. Planet die besten. Yeeah

  5. Ihr seid schon ein merkwürdiges Völkchen….. Wenn Sparkasse und Co die Gebühren anheben, ist das verwerflich.
    Wenn ne Hand voll BWL-Studenten das gleiche machen, wird das beklatscht.
    Willkommen in der Realität. Heutzutage hat niemand was zu verschenken, auch sogen. Startups bilden da keine Ausnahme.
    Wie sagte jemand so treffend: Am Ende des Tages wollen sie alle nur ihren Gewinn maximieren…..

    • …oder überhaupt welchen machen. Gebe dir absolut Recht. Diejenigen, die da klatschen, sind doch welche, die von BWL so gar keine Ahnung haben und glauben, es gäbe eine Bankingrevolution mittels Start-ups, die alle gar keine geld verdienen wollen, sondern sich und ihre Familieneinkommen opfern, einzig zum Gutes tun. Wirtschaft sollte Pflichtfach ab der Grundschule sein.

  6. Für alle die sich beschweren gerade:
    Revolut operiert nicht gerade profitabel pro Kunde sondern es ist ein leichtes Minusgeschäft finanziert durch die Geldgeber/Investoren.

    Das hat nichts mit Geldmacherei zu tun sondern es ist im Sinne des Kunden das Revolut auch seine Verluste minimiert und Gewinne langfristig erwirtschaftet.

  7. Leichtes Minusgeschäft ist gut 🙂

    Vollkommen katastrophale Ergebnislage trifft es eher…

  8. Da ich von dem Thema wenig Ahnung hab, wollte ich hier eigentlich nicht kommentieren sondern anhand der Kommentare ein besseres Bild machen. Schwerer Fehler. Hier wird nur gestichelt, getrollt und gesabbelt. Nichts verwertbares dabei. Schade.

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