RePhone als weltweit erstes, modulares Open-Source-Phone

rephone1Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter läuft aktuell die Kampagne für das RePhone. Jenes soll laut dem Entwickler Seeed Studio das weltweit erste, modulare Open-Source-Phone werden. 50.000 US-Dollar galt es mindestens einzusammeln – fast 100.000 sind bereits zusammengekommen. Noch läuft das Projekt bis zum 29. Oktober 2015. Ab 16 US-Dollar kann man sich aktuell das Kernmodul zum Basteln sichern. Als Grundlage des RePhone dient dabei das SoC MediaTek MT2502 (Aster).

Dabei soll das RePhone komplett modular sein. Man erhält für die genannten 16 US-Dollar das Kern-Modul mit GSM und BLE – für 39 US-Dollar lässt sich allerdings auch eine Variante mit LTE einheimsen. 39 US-Dollar kostet auch der RePhone Kit Create. Mit dessen Hilfe kann man sich dann selbst ein Touchscreen-Handy zusammenbasteln. Allerdings wird der Funktionsumfang aufgrund des kompakten Bildschirms eingeschränkt sein: Es lassen sich nur vorgefertigte SMS verschicken. Immerhin kann man aber ganz normal Telefonieren.

Zu den wichtigsten Spezifikationen zählen der Microcontroller MediaTek MT2402A mit einem ARM7EJ-STM RISC-Prozessor (260 MHz Takt), 4 MByte RAM und 16 MByte Flash-Speicherplatz. Es sind noch ein Class-12-GPRS-Modem, Unterstützung für Quad-Band mit 850, 900, 1800 bzw. 1900 MHz,  Anschlüsse für 35- bzw. 11-PIN (Xadow) sowie weitere Anschlüsse für den LC-Touchscreen, eine Kamera, SPI, UART, GPIO und I2C vorhanden. Nachträglich lassen sich Module mit GPS, NFC, einem Gyroskop, Accelerometer, LED-Leuchten und weiteren Funktionen hinzufügen.

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Man kann das RePhone auch mit einem Armband wie eine Smartwatch tragen. Dafür benötigt man dann einen Pebble-Adapter für 59 US-Dollar. Betrieben wird das RePhone mit einer NanoSIM. Es benötigt eine Spannung von 3,3 bis 4,2 Volt. Anfangs soll es acht Erweiterungsmodule geben: Darunter z. B. einen Akku mit 520 mAh sowie einen Touchscreen mit 1,54 Zoll Diagonale. Gehäuse für das RePhone kann man sich aus Kraftpapier herstellen und dann selbst Bemalen, wie die Beispielbilder zeigen.

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Für Entwickler stellt Seeed Studio ein SDK basierend auf Eclipse IDE für C/C++ bereit. So hofft man das Projekt durch die Community stets voranzutreiben. Als weitere Anwendungsszenarien beschreiben die Macher auch die Möglichkeit das RePhone etwa einem Hund umzuhängen, kombiniert mit dem GPS-Modul. Sollte der Hund dann etwa aus dem Garten ausbüchsen, würde der Halter eine SMS erhalten.

Zu bedenken ist: Für das Projekt waren seitens des Seeed Studios nur 50.000 US-Dollar gefordert, was wenig für ein derartiges Gadget erscheint. Man muss abwarten, wie sich die bereits jetzt abzusehende Überfinanzierung auswirkt. Die Auslieferung der RePhone Kits soll jedenfalls laut der Kickstarter-Seite bereits im Oktober 2015 anlaufen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Der Bildschirm sieht genauso aus wie meine Smartwatch AW-414go. Die hat 99,95 Euro gekostet und kann schon alles was mit Zusatzmodulen erst möglich sein soll.
    Mal sehen ob das was wird.

  2. Noch nicht mal eigenständige SMS?
    Eine T9-Display-Tastatur wäre doch das wenigste gewesen.

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