Remix Mini: Android PC ab 20 Dollar sucht Kaufwillige via Kickstarter

Auf meinem täglichen Streifzug durch Kickstarters Tech-Neuheiten bin ich gerade über Remix Mini gestolpert. Hierbei handelt es sich um einen Android PC, nach Aussagen der Projektersteller der erste wirkliche Android PC. Die Hardware spielt hier aber eher eine untergeordnete Rolle, es ist das Remix OS, das die kleine Android-Box zum vollwertigen PC machen soll. Inklusive Unterstützung für mehrere Fenster und ausgelegt auf die Nutzung per Tastatur und Maus.

RemixMini

Remix Mini gibt es in zwei verschiedenen Versionen. Die mit 8 GB Speicher und 1 GB RAM ausgestattete 1G-Version gibt es bereits für schlappe 20 Dollar, die 2G-Version mit 16 GB Speicher und 2 GB RAM kommt für immer noch sehr günstige 40 Dollar zu Euch nach Hause. Bedenkt jedoch, dass hier noch 20 Dollar für den Versand nach Deutschland fällig werden.

Remix_Mini_ports

Die technische Ausstattung der Box ist der eines Einsteiger-Smartphones recht ähnlich. Es gibt eine 64-Bit Quad-Core CPU von Allwinner (1,2 GHz), 8 GB oder 16 GB eMMC Speicher und 1 GB oder 2 GB RAM. An Anschlüssen stehen Euch zwei USB 2.0-Ports, ein HDMI 1.4-Port, ein Ethernet-Port und ein Port für Kopfhörer zur Verfügung. Außerdem ist ein microSD-Kartenleser integriert. Die Box beherrscht weiterhin WLAN 802.11 b/g/n bereit und beherrscht auch Bluetooth 4.0.

Android kann mit dem Remix Mini voll genutzt werden, auch die mehr als 1,5 Millionen verfügbaren Apps. Ich mag das persönlich nicht so ganz glauben, da zumindest die Apps, die auf GPS zugreifen, nicht funktionieren dürften, auch glaube ich nicht, dass Google Apps genutzt werden können. Davon abgesehen, sieht die Remix OS-Oberfläche aber schon brauchbar aus. Außerdem handelt es sich ja um einen Low-Cost-PC, der selbst günstige PC-Sticks preislich noch weit unterbietet.

So ein Android-System als PC zu nutzen ist sicher nicht für jeden das Richtige. Wer aber generell den PC nur für bestimmte Aufgaben nutzt, kann mit so einem Teil schon Freude haben. Nicht zu verachten ist auch der geringe Stromverbrauch. Gerade einmal 10 Watt zieht Remix Mini aus der Steckdose. Während ich diese Zeilen hier schrieb, wurde übrigens gerade das Finanzierungsziel in Höhe von 50.000 Dollar geknackt.

Falls so ein Produkt in Eurem Interesse ist, findet Ihr alle weiteren Informationen direkt bei Kickstarter. Ausgeliefert werden soll der kleine Android-PC bereits im Oktober, für Crowdfunding-Verhältnisse ist das gar nicht so weit weg.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

14 Kommentare

  1. 20€ versand ist ja wohl ein witz. sonst hätte ich es sofort gemacht

  2. Schröppke says:

    Ein GPS läßt sich einfach per App simulieren, Standort angeben, fertig.
    Der Kopfhöreranschluß hinten läßt sich wohl mit der Sparbauweise erklären 🙂
    Selber hab ich schon ein Odroid U3, das kann Android oder Ubuntu, wobei Android eher nicht in einer Ausgabe wie hier zu haben ist.

  3. Hätte Remix OS gern als installierbare Software, aber das bekommt man scheinbar nirgends.

  4. Eignet sich bestimmt auch für Firmen super als ThinClient.

  5. Blöde Frage:
    Eine externe Festplatte kann man mit USB anschliessen und nutzen?

  6. Cool wäre USB 3 gewesen aber zum surfen und Mails lesen ausreichend

  7. @RasPi-Nutzer
    Wenn du schon eine blöde Antwort gibst, dann wenigstens richtig. Du hast nur auf einen Teil seiner Frage geantwortet. Und da kannst du ihm sehr wohl eine verbindliche Antwort geben. Anschließen wird er seine Festplatte können.
    Eine verbindliche Aussage zur Nutzung der angeschlossenen Platte können wir ihm auf Grund des Beitrages hier nur nicht geben.

  8. Das Teil ist schon gekauft 😀

  9. Wie jetzt da wird eine Software angepreist die sehr interessant ist und dann soll ich eine Hardware erwerben die gelinde gesagt nichts kann?

  10. Wäre das nicht etwas um nicht so smarte TV’s smart zu machen? Oder liege ich da für die Nutzung völlig falsch?

  11. Die Software sieht sehr interessant aus, Taskbar und Fenster-Modus hab ich mir schon seit Android 3.0 für mein Tablet gewünscht – hoffentlich wird die ROM bald freigegeben/portiert. Eine offizielle Version für Nexus 10 gibt es ja schon

  12. Ich habe mich inzwischen auch für den Remix Mini (2G) entschieden.
    Auf deren Youtube-Kanal sieht man einige interessante Features v. Remix OS und dem R. Mini.
    Ein Android in dieser Form (Fenster, Mausbedienung) auf großem Schirm, bei möglicher 4K Auflösung, LAN usw. plus dem Android App Universum, ist sicher bei dem Preis (40/50 $) für viele Nerds & Freaks wie viele von uns 😉 doch mehr als interessant und preislich tut’s auch nicht weh.
    https://www.youtube.com/channel/UC0U64-AHqJfeAnFJ5vQnM8w/videos