Quickoffice für Google Apps: Google macht Microsoft mit kostenloser Software das Leben schwer

Im Juni dieses Jahres kaufte Google den Anbieter von Quickoffice. Quickoffice erbrachte bis dahin Office-Lösungen auf Android, iOS und sogar Symbian. Mit Quickoffice für Android konnte man zum Beispiel Microsoft Office-Dokumente öffnen und bearbeiten. Während man die Software für kleines Geld immer noch als Privatkunde kaufen kann, gibt Google die Software den Business-Kunden kostenlos dazu. Sowohl kleine als auch große Unternehmen können ihren Mitarbeitern, sofern diese über ein Google Apps-Konto beim Unternehmen verfügen, Quickoffice kostenlos für die mobilen Endgeräte anbieten.

Gerade im Bereich des Konvertierens von verschiedenen Dateiformaten hat man in den letzten Monaten gearbeitet, wie man im  Enterprise Blog von Google mitteilt. Quickoffice erlaubt das Erstellen und Bearbeiten von Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien und kommt mit Anbindung an den Google Drive daher. Sicherlich wird Google die Software nutzen, um Microsoft da anzugreifen, wo bislang das dicke Geld verdient wird: im Office-Bereich. Hat man mit den Google Docs schon eine klasse Online-Lösung hingelegt, wird man nun viel daran setzen, es den Benutzern auf allen möglichen Plattformen möglichst bequem zu machen. Die iPad-Version für Google Apps for Business-Anwender ist bereits erschienen, iPhone und Android sollen folgen.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

5 Kommentare

  1. Interessant! Vor allem deshalb, weil man ärgerlicherweise in Google Docs erstellte Dokumente nicht mit Microsoft Office bearbeiten kann, sofern die jeweilige Datei per Google Drive auf der eigenen Festplatte liegt. Wenn jetzt also Google mit QuickOffice eine Möglichkeit bietet, ganz normale Word- oder Excel-Dateien auch online zu bearbeiten, dann ist das wirklich interessant!

  2. kostenlos ist Quickoffice ja nicht wirklich. Sowohl für Business-Kunden (Jahresgebühr von Google Apps) als auch für Privatanwender (einmalig) kostet es.
    Für mich kommt es aber definitiv nicht als MS Office Ersatz in Frage, dafür ist MS Office einfach zu umfangreich.

  3. für Privat wird wohl quick-Office mehr als ausreichen sein (wie auch OO oder LO) – bei Firmen dürfte es immer noch darauf anmkommen, ob diese ihre Dokumente (auch) irgendwo bei google liegen haben wollen und ob die ganzen Scripte und Macros funktionieren, die in Firmen so im Umlauf sind

  4. @ dischue:
    Gebe Dir vollkommen recht. Für Otto-Normaluser passt das – obwohöl der wohl eher auf das bekanntere Open / Libre Office gehen wird.

    In den Unternehmen, wo man (wie bei uns) viel mit Makros arbeitet, sind solchen – an sich nicht schlechten Software-Paketen – relativ schnell Grenzen gesetzt.
    Von daher schätze ich – wie Du auch – den Erfolg für eine komerzielle Nutzung eher mäßig ein. (Vom Schreiner Müller von nebenan mal abgesehen.

  5. In diesem Zuge sollte man sich auch mit den Limits dieser „Alternativ-Software“ auseinandersetzen.
    Solange man hier nicht die Kompatibilität zu MS Office 2007 aufwärts komplett unterstützt (Spalten~, Zeilenanzahl, Diagramme…) wird man es ebenfalls auf dem kommerziellen Bereich meiner Ansicht nach nicht enfach haben.

    Ich nehme da nur unser Unternehmen als Beispiel – 256 Spalten und 4.000 Zellformate reichen bei weitem für manche Anwenung nicht mehr aus.
    Eben deshalb hat man die Kosten für Office 2010 setzen müssen.

    Von den bereits oben aufgeführten Makros mal abgesehen.

    Und so wie wir als Lieferant von den großen Kunden gezwungen werden, anstelle von Open Proj etwa MS Project zu verwenden, werden die Anforderungen auch von diesen hinsichtlich der office-Pakete gestellt werden.

    Wie gesagt, kann auch sein dass ich mich irre – ist nur meine eigene Meinung + Erfahrungswerte.