Proscenic i10 Akku-Staubsauger ausprobiert

Proscenic kam hier im Blog schon ein paar Mal vor. Das Unternehmen stellt vor allem Akku-Staubsauger und Saugroboter her. Vor ein paar Monaten konnte ich einen Blick auf den Proscenic P11 Smart werfen, einen Akku-Staubsauger, der auch eine App mitbringt. Man hat jetzt mit dem i10 ein etwas günstigeres Produkt im Portfolio, das ich für euch ausprobieren konnte.

Im Paket selbst sind der Sauger an sich, ein Metallrohr zum Verlängern, eine Bodendüse mit ein paar LEDs, die auch einen Motor besitzt, eine Polsterdüse, eine Fugendüse, eine Halterung für die Wand, das Netzteil und eine Bedienungsanleitung.

In einem separaten Karton waren bei mir noch Tierhaarbürsten und ein „Frisierset“ dabei, die man per Flex-Schlauch an das Hand-Teil anschließt und damit sein Haustier bürsten oder frisieren kann und gleichzeitig alle Haare einsaugt. Ich sage es euch gleich: Ich habe zwei Kater hier und ich habe es wirklich versucht. Aber – oh Wunder – keiner von beiden wollte sich von einem 80 dB lauten Schreihals bürsten lassen. Keine Ahnung, ob das Hunde mitmachen, aber ich habe noch keine Katze gesehen, die freiwillig länger neben einem Staubsauger sein möchte. Einzig die Saugroboter interessieren die Pelztiere, weil sie dort die Seitenbürsten drangsalieren können. So viel jedenfalls zu diesem Tierpflege-Set.

Kommen wir zum Design, da erwarte ich offen gesagt nichts Besonderes. Ist ein Staubsauger. Klar, es gibt diverse Designermodelle, die stylish aussehen, aber für mich steht da eher die Aufgabe im Vordergrund. Proscenic hat hier eben das aktuell übliche Design genutzt, das man schon von etlichen anderen Modellen kennt. Sieht mit den blauen Akzenten gefällig aus. Die Verarbeitung als solche geht in Ordnung. Das Plastik ist nicht das wertigste, aber andere Modelle, die ich kenne, sind eben auch deutlich teurer.

Zusammengebaut ist das Gerät genauso schnell, wie eben ein Dyson, Xiaomi oder was man da gerade sonst noch so auf dem Markt bekommt. Teile zusammenstecken, Akku laden und damit ist das Ding auch schon betriebsbereit. Schade: Die Halterung für die Wand hat keine Aufnahme für die Polster- und Fugendüse. Beim Dyson ist noch eine Halterung für das Rohr dabei, sodass man die beiden Düsen immer dabeihat. Auch das gibt es hier leider nicht. Hätte sicher nicht zu viel gekostet, so ein Plastikteil beizulegen.

Positiv ist zu erwähnen, dass die Teile gut ineinander sitzen. Da wackelt nichts und auch die Spaltmaße sind gut. Negativ fällt auf: Das Gerät ist mit knapp 3 Kilogramm nicht besonders leicht und ich kann mir nicht vorstellen, dass zierlichere Menschen länger damit arbeiten wollen. Gerade beim Absaugen von Spinnweben, etwa an der Decke, wird das Ganze zu einer sportlichen Übung. Beim Anschalten kann Proscenic immerhin positiv glänzen, denn im Gegensatz zum Dyson-Pendant muss der Knopf nicht gedrückt gehalten werden, ein Druck reicht zum Ein- oder Ausschalten.

Beim Saugen selbst könnt ihr nun am Display sehen, in welchem Modus ihr unterwegs seid. Es gibt davon insgesamt drei Stück, einen Eco-, einen Turbo- und einen Auto-Modus. Jetzt kommt es darauf an, was ihr gerade absaugt. Auf Fliesen, Vinyl oder Laminat reichte bei mir der Eco-Modus. Auf dem Teppich muss dann schon der Turbo zünden, damit die Reinigung ordentlich vonstattengeht. Der Auto-Modus regelt selbst. Habt ihr den Behälter, der knapp 0,5 Liter groß ist, gefüllt, gibt es leider keine ordentliche Ausleervorrichtung. Ihr müsst den Deckel über einen nicht besonders guten Verschluss selbst aufziehen. Die Hände werden also mit ziemlicher Sicherheit dreckig, denn es gibt auch keine Vorrichtung, die den Dreck nach außen befördert. Das machen andere besser. Gerade für empfindliche Menschen wird dann das Entleeren schnell ein No-Go.

Die Saugleistung dagegen ist ziemlich gut, Dreck nimmt er also ordentlich mit. Im Vergleich zum Dyson ist die Saugleistung nicht ganz on par, kann sich aber dennoch sehen lassen. Kostet schließlich auch nur einen Bruchteil. Beim Ausschalten zieht der Sauger übrigens das Rohr und die Bodendüse kurz innerhalb von wenigen Sekunden per Turbo-Modus leer. Also nicht wundern, wenn er beim Ausmachen noch einmal laut wird. Das Display selbst ist übersichtlich und man kann nichts falsch machen. Der Akku leuchtet je nach Ladestand rot, gelb oder grün und über eine Auswahl am Display könnt ihr zwischen den Modi hin und her schalten.

In puncto Ausdauer kann man dem Proscenic i10 keine Vorwürfe machen. Je nachdem in welchem Modus ihr saugt, schaffte der Sauger zumindest in meinem Test zwischen 10 und 50 Minuten. Im Mittel – also im Auto-Modus – bin ich bei etwa einer halben Stunde herausgekommen. Das reicht hier gerade so für das Haus. Ist der Akku leer, kann der Sauger entweder in der Wandhalterung laden, ihr könnt aber auch den Akku entfernen und am Netzteil anschließen. Die Wandhalterung ist übrigens nicht gerade stabil, ich kann mir nicht vorstellen, dass das besonders lange hält.

Was bleibt am Ende? Proscenic macht mit dem i10 viel richtig. Saugleistung, Akkulaufzeit und Verarbeitung gehen in Ordnung. Leider ist das Gerät nicht besonders leise, ziemlich schwer und auch das Entleeren fand ich persönlich nicht wirklich gut.

Das im Set befindliche Tier-Set stellte sich zumindest bei meinen Vierbeinern als Rohrkrepierer heraus. Betrachtet man allerdings den Preis von knapp 180 Euro (mit Rabattcode bei Amazon noch günstiger) ist das wiederum kein schlechtes Angebot, wenn man auf der Suche nach einem Akkusauger ist.

In diesem Artikel sind Partner-Links enthalten, wir kennzeichnen ihn daher als Werbung. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

12 Kommentare

  1. Gute Vorstellung. Danke dafür! 🙂

    Ich selber habe mir gerade einen Dyson V12 Slim gekauft… ja, das ist schon eine Investition, aber ich bin schwer begeistert. Er ist leichter und vor allem: hier hat Dyson endlich einen separaten Ein-/Ausschaltknopf angebracht, so dass man den Sauger auch mal anders halten kann. Nach einer knappen Wochen kann ich nun sagen, dass ich meinen 14 Jahre alten Miele in Rente schicken und verschenke werde.

  2. Dieses Teil ist ein absoluter Schrott und nicht empfehlenswert . Der Akku reicht nur für ein Zimmer,bis zu unserem Teppich bin noch nicht einmal gekommen..Habe mir darauf einen Dayson gekauft das ist für mich ein Staubsauger,der seine Angaben noch weit überraus bestätigte.

    • Das ist doch eh alles der gleiche Mist. Patente liefen aus, zack 300 Klone erschienen. So ein Test lohnt doch gar nicht weil die sich nur in Nuancen unterscheiden.

  3. Unser Dyson V10 Akku stirbt langsam und ich bin momentan auf der Suche nach was neuem. Am liebsten etwas mit wechselbarem Akku und günstiger als die aktuellen Dyson. kann man da was empfehlen?

  4. Bob (der andere) says:

    Ist sicher eine Überlegung wert, wenn man sich einen günstigen Akkusauger anschaffen will.

    Mein “alter“ Dyson V7 will aber einfach nicht kaputgehen, selbst der Akku zeigt nach über 3,5 Jahren noch keinen spürbaren Leistungsverlust. Sollte er aber doch mal defekt sein, wird es wohl ziemlich sicher wieder ein Dyson werden.

  5. Warum Akkusauger?
    Mir fallen nur Nachteile ein.
    Vor allem:
    Punkt 1: Wieder ein Ladegerät und eine belegte Steckdose mehr,
    Punkt 2: Der Akku ist ein Gerät mit deutlich kürzerer Lebenserwartung als das Saugwerk mit Motor,

    • Kein nerviges Kabel, kein Ding auf Rollen, das beim Hinterherziehen an Möbeln und den Wänden entlang schrammt und zu guter letzt: weniger Energieverbrauch (kabelgebundene verbrauchen bei gleicher Leistung ca. das doppelte an Energie beim Saugen).

      Sicher sind Akkus auch umstritten, ist halt die Frage, was dir wichtig ist.

    • Bob (der andere) says:

      @ gregorius:
      Kommt immer darauf an.
      In meinem Wohnzimmer sind die Steckdosen etwas ungünstig plaziert. Mußte mit dem alten Sauger (zum hinterherziehen) immer die Steckdose wechseln, um das ganze Zimmer zu saugen. Die Zeit, die für einstecken und umstecken des Stromkabels drauf ging, hab ich mit dem Dyson schon das halbe Zimmer gesaugt. Und das gelegentliche (unabsichtliche) anstoßen des Saugers an die Möbel beim hinterherziehen ist auch vorbei.

  6. Ja, die Ökobilanz eines Akkustaubsaugers ist tatsächlich besser. Siehe hier:

    https://www.test.de/Staubsauger-im-Test-1838262-5841974/

    Und beim Dyson V12 Slim kann man auch einfach nur den Akku wechseln, wenn der fertig ist. (wie es bei den anderen aussieht weiß ich nicht)

  7. Der neue Prosenic war mir noch gar nicht bekannt: danke f. den Hinweis.
    Und derzeit gibt es ihn mit einem 30 Euro Rabatt. Für 149 Euro kann man da schon fast als prime Kunde nichts falsch machen.
    Wem der 10er nicht reicht, sollte einen Blick auf den Prosenic 11 werfen. Nur 20 Euro teurer, ebenfalls derzeit mit 30 Euro rabattiert.
    Den Prosenic 11 Smart sogar derzeit von 239 Euro mit 60 Euro Rabatt. Ersatz Akkus, wenn vorrätig, sind zur Konkurrenz sogar gnadenlos günstig. Gerad in den heutigen Zeiten, sitzt das Geld sehr eng, nicht jeder will 400 und mehr in ein Staubsauger – werk investieren. Muss man halt alles in Relation zum P/L Verhältnis sehen.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.