Project Ara: 100.000 Dollar Challenge für Entwickler

Das Google Project Ara hat seine erste Entwicklerkonferenz erhalten, weitere werde dieses Jahr noch folgen. Wie bereits gestern geschrieben, bemüht sich Google, die modulare Smartphone-Plattform für Hardware-Entwickler so attraktiv wie möglich zu gestalten. Einen weiteren Anreiz könnte die Entwickler-Challenge bieten. 100.000 US-Dollar schreibt Google für den Sieger aus, genaue Details dazu wird es dann Mitte Mai geben. Entwickler, die sich für die Challenge anmelden, werden von Google mit entsprechender Hardware ausgestattet, um die Module und die dazugehörigen Treiber und Apps entwickeln zu können.

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Es gibt aber nicht nur positive Stimmen zu Project Ara. Nick Spencer von ABI Research meint zum Beispiel, dass er nicht überzeugt ist, dass ein modulares System vom Massenmarkt aufgenommen wird. Er denkt, dass die Nutzer dank fehlendem Wissen nicht in der Lage sein werden, die modularen Optionen auszunutzen. Ebenso sieht er die Verarbeitungsqualität und das Verlieren einzelner Module kritisch.

Ähnlich sieht es auch Carl Howe von der Yankee Group. Ein modulares Design bringt ein höheres Gewicht, größere Ausmaße und höhere Kosten mit sich. Ein Komplett-Produkt wäre günstiger zu verkaufen als ein modulares Design.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Ein Komplettprodukt ist aber nach 3 Monaten „veraltet“ … ein modulares Smartphone kann man immer aktuell halten bzw so aktuell wie möglich. Wenn es danach geht, was der Massenmarkt versteht und akzeptiert (sind ja eh nur Vermutungen), dann braucht man gar nicht mehr versuchen etwas neues und innovatives zu entwickeln. Die meisten Menschen dieser Erde sind nunmal RTL-Zuschauer (ihr wisst wie ich das meine) …

  2. Es gab auch Kritik beim ersten iPhone, dass hatte auch viele Nachteile gegenüber den anderen Handys. ABer trotzdem hat es sich durchgesetzt …

  3. Also meine idee wäre ein solar-modul mit dem das gerät laufend aufgeladen wird 😀

  4. Ich halte diesen Ansatz für einen Schritt in die richtige Richtung.
    Bin gespannt wie das weitergehen wird.

  5. Für mich wäre auch die Optik entscheidend und diese Schildkrötenpanzer-Optik finde ich nicht besonders ansprechend. Ein Smartphone ist auch ein Lifestyleprodukt und sollte dementsprechend auch gut aussehen. Aber vielleicht schafft man das ja noch umzusetzen, in dem es eine Abdeckung gibt oder etwas ähnliches.

  6. Taudorinon says:

    Ich finde das Konzept interessant und selbst wenn es nicht für den Massenmarkt tauglich ist, vielleicht gibt es irgendwann mal Steckplätze in Handys um zumindest einzelne Funktionen zu ermöglichen.

  7. Das selbe haben „Spezialisten“ vom Home PC behauptet.
    Dort hieß es auch, er wird viel zu groß und teuer, um je Erfolg im Privatanwenderbereich zu haben.
    Anschließend hieß es, Hardwarekomponenten einzeln, anstatt Komplett PCs, seien viel zu teuer und man überfordere damit den Kunden.

    Schlimm wird es erst, wenn solche Menschen Recht behalten. Ihre Selbstgefälligkeit wird dann eine ganze Galaxie füllen können. Das alleine ist Grund genug, dass Projekt Ara ein Erfolg werden muss.

  8. @Phillipp

    Man sieht ja wie gut es am pc funktioniert. Da kann man ganz einfach den Prozessor tauschen… Gut neues mainboard wird fällig, für das man dann noch ggf neuen Arbeitsspeicher braucht und das mainboard braucht mehr Strom also noch ein neues Netzteil. Und schon kann ich mir auch nen komplett neuen Rechner kaufen.

  9. @FlyingT: Ich konnte bisher jedes Mainboard über zwei Prozessorgenerationen nutzen, mein Netzteil hält auch schon vier Updates durch. Grafikkarte hat ein Update überlebt, wobei die im Sommer bei einem Angebot ausgetauscht wird. Mein LianLi-Gehäuse hält jetzt auch schon 12 Jahre. Man darf halt nicht den Fehler machen und zu billig kaufen, dann kann man auch noch die Basis-Komponenten austauschen.
    Im ganzen ist es aber immer genau der Rechner den ich in dem Moment wollte/ brauchte.

  10. @FlyingT
    Mal davon abgesehen, dass dieses Szenario den absoluten Worst-Case darstellt… Dann muss man eben 300 – 400€ in neue Hardware investieren, spart sich aber immer noch die 600€ für die restlichen Komponenten.

  11. Der Geek ist halt klar im Vorteil… alle anderen zahlen halt weiter für überteuerte Image Objekte … Ist wie mit Apple Macs und Bastel PCs… Apple Macs als Komplettprodukt sind Imageobjekte für praxisorientierte Profis… (nicht abwertend) andere dagegen lieben die flexibiliät eines PC!

  12. Schlaumeier says:

    Na dann bin ich mal gespannt, was die Bastel-Geeks in der Google-Challenge so alles entwickeln. Vielleicht sehen wir ja ein paar interessante Konzepte (die hoffentlich hier im Blog auch vorgestellt werden).
    Auf alle Fälle finde ich das Konzept des Project Ara gut. Allerdings denke ich auch, dass man initial erst einmal mehr ausgeben muss als für ein Komplett-Smartphone, sofern man denn was halbwegs Brauchbares haben will.
    Das wiederum könnte für die meisten Menschen eine deutliche Einstiegshürde sein, womit es sich ohne größere Anstrengungen nur schwer im Massenmarkt durchsetzen dürfte. Dass man hinterher bei Neuerungen nur jeweils entsprechende Module kaufen muss statt ein komplett neues Phone sieht der normale Geldbeutel zumeist erst einmal nicht.
    Anfangs wird es also wohl eher – ähnlich wie bei Google Glass – eine ziemlich teure Angelegenheit für willige Betatester und Entwickler werden.
    Um es dann in den Massenmarkt pushen zu können, ist aber meiner Meinung nach ohne eine teure Subventionierung (wie bei Nexus-Geräten oder den Kindles) nichts zu machen. Diese Subventionierung wiederum muss zeitgleich mit einer ausgiebigen Marketingkampagne einhergehen, die die Benefits des Konzeptes der beeinflussbaren werberelevanten Zielgruppe schmackhaft machen muss (was Apple bisher deutlich besser geschaft hat: Verkaufe es nicht als das was es ist, sondern als Lifestyle-Accessoire; technische Grundlagen sind für den modernen Hipster eher zweitrangig).

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