Porsche Taycan: Neue Versionen mit mehr Leistung sowie Reichweite vorgestellt

Porsche hat sein Taycan-Lineup erneuert. In diesem Zug packt man mehr Serienausstattung in die jüngste Generation und hat diese auch sonst in zahlreichen Punkten verbessert. Hierzu zählen Leistung, Reichweite, Beschleunigung sowie Ladezeiten. Serienmäßig ist jetzt ein adaptives Luftfederfahrwerk mit von der Partie. Auch designtechnisch hat man Bug, Heck sowie Scheinwerfer und Heckleuchten verfeinert.

Drei Varianten des neuen Taycans gibt es direkt zum Marktstart: die Taycan Sportlimousine, der mit Off-Road-Paket erhältliche Taycan Cross Turismo und der Sportwagen mit dem Taycan Sport Turismo. Die gibt es in jeweils vier Motorisierungen, wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb. Bereits im Frühjahr 2024 soll die Auslieferung zu den Porsche-Zentren erfolgen.

Porsche Taycan: Schneller, stärker, weiter

Die aktualisierte Modell-Palette verfügt über eine schnellere Beschleunigung, im Vergleich zu den Vorgängern. Beispielsweise erreichen der Taycan (Einstieg in das Taycan-Portfolio) bzw. der Taycan Turbo S (oberes Ende des Portfolios) bei der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h aus dem Stand 4,8 bzw 2,4 Sekunden (Taycan Turbo S). Damit sind diese marginal (0,6 bzw. 0,4 Sekunden) schneller als die Vorgänger.

Im Rahmen der Push-to-Pass-Funktion des Sport-Chrono-Pakets gibt es je nach Modell für zehn Sekunden eine Mehrleistung von bis zu 70 kW auf Knopfdruck. Beim Turbo-S-Modell sind es sogar 140 kW bei Verwendung von Launch Control. Das Topmodell liefert eine Leistung von 700 kW bzw. satten 952 PS.

Porsche hat auch an der Reichweite seiner Taycan-Modelle geschraubt. Die WLTP-Reichweite beträgt jetzt bis zu 678 Kilometer, was einem Plus von 175 Kilometern bzw. 35 Prozent entspricht. Gleichzeitig soll es künftig auch weniger Ladestopps geben, dank 800-Volt-Technologie liegt die Ladegeschwindigkeit an DC-Ladesäulen in der Spitze bei 320 kW (50 kW mehr als bisher). Durch eine neue Batterie ist zudem der Zeitraum, in dem schneller geladen wird, länger. Bis zu fünf Minuten lang sollen Ladegeschwindigkeiten von über 300 kW erreichbar sein und auch bei tiefen Temperaturen sollen sich hohe Ladeleistungen erreichen lassen, das konkretisiert Porsche aber nicht weiter.

Dank 800V-System mit bis zu 320 kW Ladeleistung

Der Taycan der ersten Generation hatte bei 15 Grad Celsius Batterietemperatur von 10 auf 80 Prozent noch 37 Minuten benötigt, trotz erhöhter Batterieleistung (105 kWh statt 93 kWh) liegt die Revision jetzt bei 18 Minuten unter denselben Bedingungen. Durch Veränderungen am Antriebsstrang, leistungsfähigeren Batterien sowie neuen Strategien hinsichtlich Rekuperation (Rekuperationsleistung 290 bis 400 kW) und Allrad sei der neue Taycan gleichzeitig effizienter.

Der neue Porsche Taycan kommt mit mehr Serienausstattung

Die Serienausstattung ist wie bereits erwähnt jetzt umfangreicher. Hierzu gehört der ParkAssistent inklusive Rückfahrkamera, elektrisch anklappbare Außenspiegel mit Beleuchtung, eine Sitzheizung vorne sowie auch eine Wärmepumpe mit Kühlkonzept. Im Standardprogramm ist zudem eine Smartphone-Ablage mit kabellosem Laden sowie eine elektrische Ladeklappe auf Fahrer- und Beifahrerseite vorgesehen und auch der Drive-Mode-Schalter sowie die Servolenkung Plus gehören jetzt zur Serienausstattung, ebenso wie besagtes Luftfahrwerk und Türeinstiegsblenden aus Aluminium. Optional sind Hauptscheinwerfer mit HD-Matrix-Technologie.

Angepasst wurden auch Anzeige- und Bedienkonzept. Zum einen gibt es eine optimierte Nutzeroberfläche, zum anderen auch neue Funktionen. Der neue Bedienhebel ist jetzt links hinter dem Lenkrad und steuert die Fahrer-Assistenzsysteme. Zudem wurde Apple-CarPlay tiefer in Fahrzeuganzeigen und -funktionen eingebunden. Mittels InCar-Video ist Videostreaming auf dem Zentral- sowie dem Beifahrer-Display möglich.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Lehrer. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. X; Threads; LinkedIn. Mail: felix@caschys.blog

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19 Kommentare

  1. Der Kombi einfach ein Traum. Gefällt mir sehr

    • und wird bald nicht mehr gekauft. Siehe Panamera, gibts nur noch als Limo. Der Europäische Markt ist zu klein. Das macht mich so traurig.

  2. 0,4 Sekunden sind eine ganze Welt wenn man sich in den genannten Beschleunigungswerten bewegt.

  3. Das müssen diese erschwinglichen E-Autos für die Masse sein … gibt wahrscheinlich keine Marke, bei der sich fehlende Nützlichkeit und vergleichsweise große mediale Aufmerksamkeit so konträr gegenüberstehen. Solange Porsche überhaupt Fahrzeuge verkauft, kann es wirtschaftlich ja eigentlich gar nicht so schlecht in Deutschland aussehen, oder?

    • Porsche war noch nie für die Masse, also was redest du dort für wirres Zeug?

      • 😀

        Wenn du meinen Satz im Zusammenhang mit einem derart unnützen (weniger Platz als in Kompakt-Kombis), überteuerten (ab 100.000 €) und unpraktischem (bei der Bodenfreiheit würde ich es in kaum eine Einfahrt mehr schaffen) Spielzeug nicht selbst als Ironie einordnen kannst, dann kann ich dir leider auch nicht wirklich helfen.

        Wenn du hingegen meinst, dass das so sein müsste (weil … Porsche!!!!), dann kommen wir auf den zweiten Satz: dieses unnütze Ding hat mediale Aufmerksamkeit aufgrund seiner Nichtigkeit eigentlich gar nicht verdient.

        Ich hätte gern mehr Berichte über brauchbare, massentaugliche E-Autos. Fahrzeuge, die sich die meisten Menschen nicht mal als 5 Jahre alten Gebrauchtwagen leisten können, können gern unbemerkt in Autohäusern Staub ansetzen.

        • wer wirklich an Autos interessiert ist, meldet sich in Foren an, liest Zeitschriften oder durchforstet die gängigen Automarken in ihren Konfigurator-Seiten.
          Die News über diese Autos wecken mehr aufmerksamkeit weil insbesondere im Bereich der „Superlativen“ der aktuelle Stand der Entwicklung am besten ablesbar ist. Ich finde es jedenfalls interessanter zu lesen das Porsche auf 800V Basis Fahrzeuge bringt die grade an der oberen Grenze dessen kratzen was so aus den meisten gängigen HPC Ladern gequetscht werden kann als ein Bericht über ein 40.000€ Auto das vielleicht eine breite Masse anspricht, aber aus technischer Sicht sich aus dem Brot-Und-Butter Einheitsbrei der gängigen Zulieferer bedient.

      • Naja, in Düsseldorf ist ein Porsche es gefühlt ein arme Leute Auto, so viele hochpreisigere Autos wie da rumfahren und die Menge an Porsches.

    • Deutschland geht es auch nicht so schlecht, natürlich merkt man die Folgen einer indirekten Kriegsbeteiligung, ständige Hackerangriffe, höhere Energiekosten usw..

      Aber so schlimm wie es die Populisten machen ist es nicht. Der DAX hat zum Beispiel gerade eine neue Rekordmarke erreicht. Man hat als Wirtschaftsmacht Japan überholt und ist jetzt Nr. 3 in der Welt.

  4. Würde mir auch sehr gefallen – wie bereits gesagt der Turismo ist wunderschön.

    Leider nicht meine Preiskategorie. Aber ich arbeite daran. Da muss man noch einige Computer verkaufen.

  5. Die Erweiterung der Serienausstattung ist ein Witz für ein Fahrzeug dieser Preisklasse. Selbst ein Golf (alles „Volkswagen-Konzern“) hat teilweise mehr in der Basis. Und die Aufpreisliste bei Porsche ist echt lang (auch ohne Individual).

    • MeinNametutnichtszurSache says:

      Nicht nur lang, zusätzlich auch noch extrem unübersichtlich. Ich habe spaßeshalber vor einigen Jahren mal versucht, mir einen 718ener zu konfigurieren. Ich hab irgendwann aufgegeben (und ich bin nicht unerfahren mit solchen Sachen, oft kommen die Kollegen zu mir, wenn es um den neuen Dienstwagen geht). Ich denke, du musst da wirklich vor Ort gehen und dich beraten lassen. Oder schon so lange im Porsche-Universum unterwegs sein, dass du die ganzen Spielarten kennst.

      Da lob ich mir (grundsätzlich) Mazda. Du suchst dir einen Motor aus, eine der dann möglichen Varianten (Center-Line, Exklusive-Line), dann hast du ggf. noch 2-6 Optionen (Farbe, irgendeine Sonderausstattung oder Winterreifen) und fertig ist das Thema.

  6. Wow, die Daten sind WIRKLICH beeindruckend. Das in einem alltagstauglichen Fahrzeug und halbwegs bezahlbar und den E-Hatern würde doch glatt die Puste ausgehen. Muss ich wohl noch weiter träumen und Y fahren.

  7. Dann wird auch bald das Technik-Upgrade beim Schwestermodell Audi eTron GT kommen.

  8. 100€ um für eine Stunde in Stadt zu parken. Das wäre die richtige Antwort.

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