Pitaka Air Omni: 6-in-1-Ladegerät für 180 Euro ausprobiert

Einige von euch kennen das Unternehmen Pitaka sicherlich von der einen oder anderen Smartphone-Hülle, doch auch Ladelösungen gehören dort zum Portfolio. Ganz neu ist das 6-in-1-Ladegerät Pitaka Air Omni, das vor allem für Apple-Geräte entworfen worden ist, gleichzeitig aber auch problemlos mit Android- und anderen USB-C-Geräten verwendet werden kann. Durch einen einzelnen USB-A-Port kann quasi auch ein passendes USB-A-auf-Mikro-USB-Kabel in die Ladestation eingesteckt werden. Ich habe mir das Gerät mal ein wenig genauer anschauen dürfen und möchte euch hier meine ersten Eindrücke schildern.

Spezifikationen:

  • Maße (L x B x H): 205,6 x 171,9 x 31,1 mm
  • Gewicht: rund 830 g
  • rutschfeste Aramid-Oberfläche
  • Lightning-/USB-C-Anschluss mit 18 Watt Ladeleistung
  • Qi-Ladefeld mit 10 Watt Ladeleistung für Smartphones (7,5 Watt bei iPhones)
  • Qi-Ladeplatz für Apple AirPods (geht aber natürlich auch mit den Samsung Galaxy Buds und anderen kabellos ladbaren Cases) – 5 Watt Ladeleistung
  • 5-Watt-Ladedock für die Apple Watch
  • Preis: 179 Euro UVP

Ich muss gestehen, dass ich vom Gewicht des Air Omni etwas überrascht war, das Gerät allein wiegt schon ordentlich in der Hand. Doch in Anbetracht der ganzen verbauten Technik kann ich das schon nachvollziehen und am Ende soll so eine Ladestation ja auch einen einigermaßen gleichbleibenden, festen Platz im Haushalt bekommen, da stört mich das Gewicht dann auch nicht mehr. Die Verarbeitung des Air Omni ist absolut hochwertig.

Das gilt allerdings leider nicht unbedingt für den 18 Watt Lightning/USB-C-Port, der auf der Oberseite für Smartphones und Tablets angebracht worden ist. Dieser ist vor allem mit den großen Geräten etwas überfordert und wackelt bei aufgesetzten Modellen. Das lässt sich verkraften und der Ladevorgang wird auch nicht unterbrochen, dennoch stört es das ansonsten wirklich gute Gesamtbild.

Die primären Ladepunkte befinden sich auf der Oberseite der Station. Hier kann ein Handy mit maximal 10 Watt per Qi geladen werden. iPhones werden mit maximal 7,5 Watt versorgt. Links oben befindet sich die kleine Qi-Ladefläche für AirPods und Co. Ganz oben lassen sich entweder ein Lightning- oder ein USB-C-Port ausklappen. Das Auswählen dieser funktioniert über einen großen Taster im oberen Rand, der sich aber nur bedienen lässt, wenn die aufklappbare Stütze zugeklappt ist.

Wollt ihr den Anschluss tauschen, müsst ihr immer erst die Station anheben und die Stütze herunterklappen. Das empfinde ich als etwas störend, weshalb ich USB-C-Geräte hier lieber über ein entsprechendes Kabel von einem der beiden zusätzlichen Anschlüsse an der rechten Geräteseite aus lade. Zu bedenken gebe ich jedoch, dass der oben angebrachte, ausklappbare Ladeanschluss nicht unbedingt Hüllen-freundlich ist. In meinem Fall funktionierte lediglich die Apple-eigene Lederhülle (unten offen) problemlos beim Andocken. Dickere Hüllen haben leider keine Chance.

Der rote Knopf an der Seite klappt das Ladedock für die Apple Watch nach oben, herunterklappen lässt sich dieses nur manuell, bis es mit einem leisen Klicken einrastet. Ebenfalls an der rechten Seite befindet sich eine kleine Schublade, die sogar eine LED eingebaut hat, damit man auch nachts noch erkennen kann, was man aus dieser herausholen oder in sie hineinlegen möchte. Diese ist allerdings recht flach gehalten, sodass ich bisher keine wirkliche Verwendung dafür gefunden habe.

Hier im Bild könnt ihr ganz gut erkennen, wie dicht die Apple Watch am iPhone platziert ist, wenn sie lädt:

Dabei nutze ich ein iPhone X und habe dieses hier genau in den markierten Bereich gelegt. Mit einem größeren Gerät könnte es da schon knapp werden, wenn man parallel noch seine Apple Watch laden will. Ich hatte vermutet, dass man die Station nachts eventuell gut hören müsste, wenn man sämtliche Lade-Anschlüsse belegt hat (was ja nun schon eher eine Ausnahmesituation darstellt). Doch selbst mit Belegen der seitlich angebrachten Ports konnte ich bisher kein Rauschen, Surren, Pfeifen oder anderweitige Arbeits- und Kühlgeräusche vernehmen – die Station blieb bislang durchweg angenehm kühl bis lauwarm.

Ein kleiner zusätzlicher, magnetischer Halter ist im Lieferumfang auch noch enthalten. Dieser kann zwischen dem Ladepuck für die Apple Watch und dem Lightning- / USB-C-Anschluss angebracht werden und sorgt für stabilen Halt, wenn man das Tablet dann doch lieber im Querformat abstellen möchte und dieses dann per Kabel an einem der beiden seitlichen Ports lädt.

Wer sich das Pitaka Air Omni für immerhin fast 180 Euro ins Haus holt, der bekommt eine All-in-One-Ladestation geliefert, die, bis auf den oben angebrachten Wechsel-Anschluss, absolut hochwertig verarbeitet ist und kaum Wünsche offen lässt.

Des doch recht klobigen Designs solltet ihr euch bewusst sein. Nicht immer wird sich das Gerät ins Gesamtbild einfügen können, allein schon, weil das Netzteil der Station dem Bedarf nach auch noch recht groß ausfällt. Für den Nachtschrank wäre das Teil bei mir nichts, wohl aber fürs Wohnzimmer, wo eh immer wieder alle Geräte tagsüber mal ans Kabel kommen, was hiermit dann entfällt.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. Tilman Kappe says:

    Bei einer Investition von 180 € kann es auch etwas Schöneres sein. Meiner Meinung würde sich das Udoq (www.udoq.de) anbieten, zur Zeit noch mit 20% Rabatt (Code: udoqSUMMERSALE bis 4. August 2020).

  2. Max Nuding says:

    Laut deren Grafik ist der kabellose Platz für „AirPods I, AirPods 2, AirPods Pro“ geeignet, aber das Case der 1er lässt sich doch gar nicht kabellos laden?

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