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Petition pro Netzneutralität gestartet

Früher ging man auf die Straße, wenn man gegen etwas demonstrieren wollte. Geht heute ganz anders, man muss nicht einmal mehr aufstehen, man empört sich im Internet oder richtet Petitionen ein. Hat alles irgendwie Vor- und Nachteile. Ganz aktuell ist jetzt eine Petition pro Netzneutralität eingereicht worden. Diese Art der Petition ist nicht neu, schon in den Vorjahren gab es Netzneutralitäts-Petitionen. In Hinblick auf die Telekom-Debatte weise ich aber trotzdem einmal für die Engagierten auf die Petition von Johannes Scheller hin.

Petition

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Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge ein Gesetz beschließen, das Internetanbieter („Provider“) verpflichtet, alle Datenpakete von Nutzern unabhängig von Ihrem Inhalt und Ihrer Herkunft gleich zu behandeln. Insbesondere sollen keine Inhalte, Dienste oder Dienstanbieter durch diese Provider benachteiligt, künstlich verlangsamt oder gar blockiert werden dürfen.

Begründung

Die Netzneutralität ist ein wichtiger und elementarer Grundbaustein eine freien Internets. Ist keine Netzneutralität gegeben, so besteht die Gefahr eines „Zwei-Klassen-Internets“, in dem die Provider kontrollieren, auf welche Dienste und Inhalte Nutzer zugreifen können. Das käme einer Zensur aus wirtschaftlichen Aspekten gleich. Des weiteren können Provider ohne den gesetzlichen Schutz der Netzneutralität erreichen, dass Nutzer bestimmte Inhalte und/oder Dienste nur noch gegen Zuzahlung nutzen können, außerdem können sie eigene Dienste priorisieren und sich so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die Nutzer sind damit nicht mehr frei in ihrer Entscheidung zwischen Diensten und können eventuell das für sie beste Angebot nicht nutzen.

Die Aktualität diese Angelegenheit zeigt sich dadurch, dass ein führendes Telekommunikationsunternehmen in Deutschland gerade bei seinen Breitband-Internet-Tarifen eine Begrenzung des integrierten Datenvolumens eingeführt hat, dabei aber die eigenen Dienste teilweise ausnimmt. So werden Wettbewerber stark benachteiligt. Gleichzeitig hat dieser Provider angekündigt, dieses Prinzip in Zukunft ausweiten zu wollen und unter Umständen mit anderen Anbietern kooperieren zu wollen, um so deren Dienste ebenfalls zu priorisieren, wenn der Kunde dafür gesondert bezahlt. Diese erschreckende Entwicklung zeigt deutlich, dass der Wettbewerb auf dem freien Markt die Netzneutralität nicht alleine sichern kann und diese daher gesetzlich festgeschrieben werden muss.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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31 Kommentare

  1. Danke für den Hinweis, gleich mal eingetragen.

  2. done! 😀

  3. Danke für die Info! Gleich erledigt 😉

  4. >Das käme einer Zensur aus wirtschaftlichen Aspekten gleich.

    Mal wieder so ne KInderschänder Petition.
    Man muss nur mal auf Youtube gehen,da Sieht man wie wichtig den Leute Meinunsgfreihiet und Netzneutralität ist.
    Sobald man was Kritisches sagt,wird man zensiert.

    ALLE die jetzt plötzlcih laut nach NEtzneutralität scherein,wollen doch in wahrheit nur dass ie weiter ihre Töchter oder schwestern Vergewaltigen könen,und die videos in ihren Kranken Pädo netzwerken verbreiten können.

    Schlimm eggen Nazsi wird was gesagt.

  5. Danke für den Hinweis.

  6. Bereits einen Monat online und nur 767. Wie viele müssen den Erreicht werden?

  7. @Paul

    Die Petition kann man erst seit heute unterschreiben (siehe „Mitzeichnungsfrist“).
    Da finde ich knapp 1.000 Unterschriften schon gar nicht schlecht.

    Wäre zu hoffen dass dieser Trend bis zum Ende bestehen bleibt 🙂

  8. @Paul: Da steht „Mitzeichnungsfrist 21.05.2013 – 18.06.2013“. Also erst seit heute online.

  9. Gezeichnet! Danke für den Tipp!

    @Peter: Wieviel hast Du denn gesoffen oder musst Du noch erzogen werden und besseres Deutsch (schreiben) lernen?

  10. Slacktivismus. Und schädlicher noch dazu.

  11. Natürlich sofort unterschrieben.

  12. Ich finde es sehr bedauerlich, dass man heute nicht mehr offen auf der Straße für seine Rechte eintritt. Das bedeutet nämlich authentischen Engagement, für das man seine Zeit und seine persönliche Kraft einsetzen muss.

    Mal eben im Internet zwischen einem Schluck Kaffee und einem Biss in die Torte im Internet unterschreiben, hat mit authentischem Engagement nichts zu tun. Hätte ich in Wirtschaft und Politik etwas zu sagen, würde mich eine virtuelle Unterschriftenliste bei weitem nicht so sehr beschäftigen wie eine Demonstration – im Grunde: überhaupt nicht.

  13. Hab ich gleich gemacht! Und gefacebooked etc. . . . 🙂

  14. @Gerhard
    Mal grundsätzlich: Du weißt schon dass sich der Petitionsausschuß mit den Petitionen die ausreichend Unterstützer finden befassen muss.

  15. @JMK
    Jo, befassen.
    Anschauen, „Wir haben uns hiermit befasst“ draufkritzeln und vergessen.

  16. joemakaku says:

    Gezeichnet!

  17. @Gerhard & shx
    Würden immer alle neue Wege, Medien und Technologien so abgehandelt werden, würden wir wahrscheinlich noch im Meer leben.
    Eine Meinung bleibt auch dann eine Meinung, wenn sie nur im Netz steht. Und hoffentlich lernen das die Politiker bald.
    Und warum sollte eine handschriftliche Unterschriftenliste mehr wert sein? Die werden meist auch nur zwischen Einkauf bezahlen und Einkauf wegräumen mal eben schnell unterschrieben. Meist sogar nur um nicht als „das herzlose Wesen“ dazustehen. Da haben die Onlinepetitionen schon fast mehr Aufwand (Registrierung und extra Ansurfen), und damit fast schon mehr Aussagekraft.

  18. Mir geht es in meinen Anmerkungen weniger darum, online- und offline-Petitionen einander gegenüber zu stellen.

    Es ist meines Erachtens und nach meiner Erfahrung viel schwieriger und nachhaltiger, seine Meinungen auf die Straße und sein Gesicht und seine Meinung zu zeigen als irgendein Blatt Papier zu unterschreiben.

    Mit Jahrgang 1950 komme ich aus einer Generation, in der noch Meinungen auf die Straße getragen wurden. Dieses Gefühl von gelebter Solidarität und Zusammengehörigkeitsgefühl lässt sich virtuell weder leben noch fühlen.

  19. done

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