Peace: Entwickler des iOS Werbeblockers entfernt die App aus dem App Store

artikel_iPhone6S_PlusMit iOS 9 erlaubt Apple eine neue Generation an Apps, die Content-Blocker. Und tatsächlich zeigen sich diese seit einigen Tagen sehr erfolgreich in den App Store Charts. Menschen bezahlen Geld, damit die Menschen, deren Inhalte sie konsumieren, keines mehr verdienen. Vielleicht überspitzt formuliert, aber ein Content-Blocker ist keine Win-Win-App, der große Verlierer ist der Webseitenbetreiber, der Euch Informationen werbefinanziert zur Verfügung stellt. Dass die Nutzer Werbung blocken ist wiederum teilweise verständlich, in diese Position haben sich Webseitenbetreiber und die für Werbebanner Verantwortlichen selbst gebracht, indem die Werbung immer bunter, lauter und aufdringlicher wurde.

Wie auch immer, der Entwickler von Peace, Marco Arment, hat seinen Content-Blocker nun nach zwei Tagen wieder aus dem App Store entfernt. Die App war 36 Stunden die Nummer Eins der bezahlten Apps in den US App Charts. Bezahlte App aus dem Store genommen? Das riecht nach einem Aufschrei empörter Nutzer. Diese können aber beruhigt sein, Marco Arment bietet diesen eine Rückzahlung für Peace an, wenn diese denn gewünscht wird. Er ist sich durchaus darüber bewusst, dass er sich damit nicht nur Freunde macht.

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Der Grund, warum der Entwickler die App wieder entfernt hat ist relativ simpel. Er hat darüber nachgedacht, was so ein Werbeblocker eigentlich anrichtet. Sicher, hätte er auch früher machen können, aber da war ihm wohl das Ausmaß nicht klar, das von den Content-Blockern erreicht wird. Marco Arment hält Content-Blocker auch weiterhin für wichtig, aber nicht so, dass sie alles wegblocken.

Er selbst empfiehlt Ghostery und verweist sogar auf die Konkurrenz-Apps (sind sie ja nun nicht mehr) Purify und Crystal. Solltet Ihr Peace bereits gekauft haben und möchtet nun Euer Geld zurück haben (Peace wird weiterhin funktionieren, aber eben keine Updates erhalten), könnt Ihr eine Erstattung auf dem üblichen Weg beantragen.

Es ist ein interessanter Weg, den Marco Arment da geht. Immerhin hat ihm Peace bereits eine Menge Kohle eingebracht, von der er nach eigener Aussage aber nichts genießen kann. Moralische Bedenken im App-Markt, sieht man auch nicht allzu oft. Wer einen Werbeblocker nutzt, soll dies tun, aber er sollte sich dann auch nicht wundern, wenn er irgendwann nur noch Schrott zu sehen bekommt, da sich Seiten nicht mehr finanzieren können. Gerade bei kleineren Projekten kann der Einsatz eines Werbeblockers empfindlich stören, allerdings fühlen sich Leser auch durch nervende Klickibuntiwerbung gestört. Die es übrigens gar nicht mehr so häufig gibt, wie es oftmals von Nutzern dargestellt wird.

Wenn Ihr einen Werbeblocker nutzt, kann man nur empfehlen, dass Ihr einen mit Whitelist nutzt. So könnt Ihr Seiten, denen Ihr Gutes tun wollt, Werbung anzeigen lassen, andere könnt Ihr ausblenden. Zwar auch keine faire Lösung, immerhin konsumiert Ihr überall, aber besser als konsequent alles zu blocken. Lasst mal hören, welche Lösung Ihr unter iOS einsetzt. Blockt Ihr generell alles oder macht Ihr Ausnahmen? Unterstützt Ihr werbegeblockte Seiten anderweitig oder haben diese dann einfach Pech?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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60 Kommentare

  1. Lese euren Blog wie alle anderen guten Seiten aus Bequemlichkeit direkt in einem RSS-Reader. Da wird generell nichts angezeigt, obgleich die Seite im Browser eben in der WhiteListe ist.

  2. Moin Moin
    Ich habe volles Verständnis für Werbeblocker, denn teilweise sind die die Seiten erschreckend mit Werbung vollgekleistert, das einem Übel wird und vor Schreck nach Mami ruft. 😉 Aber es gibt ja auch einen Schalter beim Adblocker…die Seiten, die ich unterstützen möchte, werden *Frei* geschaltet.
    Schönes WE

  3. Ich denke, da gibt es einen Unterschied. Wenn ich mobil eine Seite aufrufe, bezahle ich für übermittelte Werbung mit meinem Inklusiv-Volumen. Dann nutze ich gerne einen Blocker, da mir die Seite auch noch schneller angezeigt wird.

    Wenn ich z.B. eure Seite besuche, bin ich eh immer an einem festen Rechner oder Laptop – auf dem ist kein Blocker installiert, weil ich so manchmal auch interessante Hinweise auf andere Artikel oder Produkte verpasse. Manchmal gibt es ja auch gewünschte Werbung. Perfekt sind die Blocker ja auch nicht.

  4. Es gibt weitaus mehr gute Gründe einen Blocker zu benutzen als keinen, v.a. im Bereich Sicherheit und Geschwindigkeit und Kosten. Und ihr tut euch keinen Gefallen daran darüber zu meckern wenn ihr selbst Overlaybanner am Smartphone ausliefert, die man kaum wegklicken kann sondern irgendwo anders landet.

  5. Sascha Ostermaier says:

    @Tom: Wer meckert denn? Meinst Du, weil wir über Adblock-Browser und Blocking-Extensions berichten (so wie es viele werbefinanzierte Blogs nicht tun)?

  6. Hi,

    am Smartphone hab ich auch einen Blocker da mir mein knappes DatenVolumen dann doch wichtiger ist als Werbeeinnahmen auf der anderen Seite und der Seitenaufbau einfach zügiget geht. Bin oft in Ecken unterwegs (Sauerland bis Grenze Hessen) und da hab ich teils nur E oder G und dann noch darauf warten das Werbung geladen wird? Sry da bin ich dann doch eigen 😉

    Local werden nur bestimmte Seiten geblock die mir persönlich zu viel Werbung ausliefern.

  7. Überschaubare Werbung, passend zum Inhalt des Themas bzw. Seite stört nicht.
    es gibt jedoch Seiten die sehr aufdringlich allen möglichen Schrott auf den Schirm platzen lassen. Fängt z.B. bei der Blödzeitung an und geht bis zum Focus inkl. großem Facebook Like Fenster. Bei den IT Seiten sind die Schlimmsten die, die sonst ihre Zeitungen verkaufen. Um nun mit einem Blocker jede Seite die man so besucht (in der Regel viele) spezifisch zu bearbeiten, ist meine eine Weile beschäftigt. Dazu kommt noch das Blocker unterschiedliche Blockqualitäten aufweisen.
    Um es kurz zu machen: Den Blocker den ich nutze (aktuell uBlock Origin) schale ich entweder an oder aus. Abhängig von meinem Tagesgefühl zu dem Thema.

  8. Aber ist es nicht so, dass er den offiziellen Weg durch Apple als Refund anbietet, wodurch Apple die Kosten trägt und er das Geld behalten kann? In diesem Fall finde ich sein Vorgehen eine Frechheit! Ansonsten finde ich seine Vorgehensweise auch sehr bedenklich, über sowas sollte man vorher nachdenken.

  9. DoNotTrack wurde von der Werbeindustrie nicht respektiert. Kein Mitleid mit dem Gejammer, wirklich nicht

  10. Nutze privat nur wenig Werbeblocker. Erst gestern habe ich jedoch wieder mal eine Postwerbung „vor den Latz geknallt“ bekommen, bei der ich nah dran war, einen Blocker zu installieren: Banner über die aktuelle Seite von rechts nach links laufend, ca. 25% Abdeckungsgrad und aufdringlichste Beschallung. Das erzeugt bei mir (und wohl auch bei anderen) intensivste Abneigung gegen das beworbene Produkt und sorgt hoffentlich dafür, dass diese „Werbeform“ (Folter? Terror?) bald ausstirbt.

  11. Ich nutze sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPad die App Blockr welche einwandfrei funktioniert und tut was sie soll. Die App ist eine Wohltat, gerade auf einem mobilen Gerät. Entgegen der Einschätzung von Sascha gibt es noch sehr viele Webseite da draußen welche mich schon einiges an Nerven gekostet haben weil sich die Werbung über den kompletten Inhalt gelegt hat welche ich gerade am lesen war. Aber damit nicht genug, das klicken auf das X führte natürlich nicht zum schließen des Banners sondern dazu, dass sich eine schöne bunte Webseite in einem neuen Tab öffnete.

    Die Werbeindustrie und (sehr viele) Webseitenbetreiber sind an der aktuellen zu 100% selbst Schuld. Es wäre früher kaum jemand auf die Idee gekommen sowas wie einen Werbeblocker zu verwenden, als die Werbung noch dezent war. Das war dann ein gegenseitiges geben und nehmen in den Anfangszeiten. Aber irgendwann musste es immer bunter, lauter und schriller werden. Auf dem Desktop war bei mir die Schmerzgrenze erreicht, als ich das zweite Mal einen mittleren Herzinfarkt bekommen hatte weil mich beim surfen ein selbststartendes Video mit Ton (!!!) angeschrien hat.
    Seit dem nutze ich Werbeblocker, und wenn ich mal an einem fremden Rechner kurz ohne Werbeblocker unterwegs bin kriege ich einen kleinen Kulturschock und werde wieder in meiner Meinung bestärkt, dass die Werbeindustrie immer noch nahezu nichts gelernt hat und der Werbeblocker aktiv bleibt.

    Nichtsdestotrotz handhabe ich das auf Webseiten die ich regelmäßig lese und unterstützen möchte (wie euren Blog zum Beispiel) so, dass ich von Zeit zu Zeit die Seite mit Safari aufrufe (da läuft kein Werbeblocker) und wild ein paar Banner anklicke um dem Betreiber was gutes zu tun. Natürlich nur, wenn die Webseite keine schrille Werbung mit Ton, oder Overlay Werbung einsetzt. Wenn ich diese anklicken würde, würde das definitiv die falschen Signale senden und es käme zu noch mehr solchen Werbeformen, das wird natürlich nicht unterstützt. Aber zum Glück gibt es ja durchaus noch ein paar löbliche Ausnahmen im Netz, die es mit der Werbung nicht übertreiben.

  12. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass er mit einer „Spende“ zu der Entscheidung gebracht wurde. Die wenigsten Käufer der App werden das checken und haben in ein paar Wochen dann veraltete Listen und bekommen wieder Werbung angezeigt. Da das die beliebteste App war gibt das den Contentanbietern wenigstens etwas Luft zum Atmen.

  13. Womit verdient der Webseitenbetreiber denn sein Geld? Alleine mit dem Anzeigen der Werbung, oder erst, wenn der Nutzer auch drauf klickt?

    Ich blocke normalerweise Werbung raus, weil mich das Geraffel eh nicht interessiert und ich auch im Leben nicht daran klicken würde. Egal, was da angezeigt wird.

    Hätte der Betreiber dieses Blogs irgendeinen Vorteil davon, wenn ich die Werbung anzeigen lassen würde, aber trotzdem nicht draufklicke? Ernstgemeinte Frage.

  14. Ja – ich nutze einen AdBlocker (mobil, PC, Notebook) aus Sicherheits- und Datenschutzgründen.
    Ganz kleine Webseitenbetreiber sind kaum davon betroffen, da oft ein kleines Webspace-Paket und eine Domain reicht, das lässt sich auch ohne Werbung als Hobby finanzieren. Problematischer sehe ich das dann eher bei mittelgroßen bis größeren Webseiten, die oft einen (oder mehrere) Server benötigen und zur Kostendeckung dann schon mehr Geld notwendig ist. Wenn ich bei amazon o.ä. was kaufe, schaue ich bei meinen Lieblings-Blogs, Foren etc. aus dieser Kategorie gerne nach Ref-Links, dass sie zumindest so etwas zurückbekommen.
    Bei Webseiten, die zum Lebensunterhalt dienen, ist das Finanzielle natürlich noch dramatischer. Steht ein Verlag dahiner, sollten die Kosten aber durch andere Inhalte bereits gedeckt sein. Steht kein Konzern/Verlag etc. dahinter, sollten die Betreiber kreativ werden, wie sie die Webseite und ihr Leben finanzieren, auch wenn Inhalte blockiert werden. Klingt hart – aber die entsprechenden Personen haben sich selbst so entschieden, Risiko geht jeder Selbstständige ein und Kreativität sowie Entwicklungsgeist sollten auch Tugenden eines Selbstständigen sein. Daher mache ich mir keine großen Sorgen, dass sich diese Seiten auch in Zukunft halten werden.

  15. Ich blocke alles an Werbung, was sich mit vertretbarem Aufwand blocken lässt.

    Und ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Werbeindustrie daran zum größten Teil selbst schuld ist.

    Wie „elknipso“ schon schrieb: wenn schon ein Werbefenster aufdringlich im Vordergrund eingeblendet wird und das, was ich eigentlich sehen will, verdeckt, dann erwarte ich (wenn ich schon „fair“ genug bin, mir das überhaupt anzeigen zu lassen) auch, dass sich beim Klicken auf den Close-Button das Fenster schleißt und nicht eine weitere Werbeseite öffnet.

    Und ich erwarte auch, dass sich der Close-Button an der üblichen Stelle befindet (und nicht unten links irgendwo im Rahmen versteckt ist) oder absichtlich missverständlich beschriftet wurde.

    Bandbreiten-intensive Werbung geht imho schon gar nicht. Dabei ist es auch egal, ob auf einem Mobilgerät oder daheim auf dem Desktop und ob Volumentarif oder Flatrate. Das ist so oder so die Bandbreite, die ich bezahlt habe und die großzügig für Werbung zu missbrauchen ist imho ein Unding.

    @Erik
    Der Gedanke an eine Spende an den Programmierer kam mir auch schon beim Lesen des Artikels. 😀

  16. Wochen-, oder Monatelang programmiert er an der App und nach Erscheinen fällt ihm ein dass sie nicht in seine moralische Jacke passt? Glaube ich wirklich nicht. Da bin ich für jede Verschwörungstheorie offen 🙂

  17. Ich finde die Diskussion die jetzt aufgekommen ist sehr interessant. Werbeblocker werden seit Jahren Plattform übergreifend benutzt und kaum gab es Diskussionen. Der erste Blocker ist seit dem Jahr 1999 auf dem Markt !
    Die Vermarkter haben seit dem ersten Tag den Markt ruiniert. Aus meiner Sicht, muss sich der Markt beruhigen, aber den ersten Schritt müssen die Vermarkter machen und mit der Spionage aufhören. Flash-Cockies, Canvas Fingerprintig sind nur einige Stichwörter. Auch sollten einige mal über das Sprichwort „Weniger ist mehr“ nachdenken.
    Solange dies nicht geschieht werde ich alles blocken und auch kaum Unterschiede machen. Sorry, ich bin nicht bereit mich dieser Mafia hinzugeben.
    Wenn große Webseiten wie z.b. Bild, Spiegel usw. selbst keinen Einfluss drauf haben welche Werbung wann und wie geschaltet werden, läuft etwas falsch.
    Das Problem sind nicht die Blocker Apps sondern das System

  18. Gerade auf dem Smartphone hält sich die Werbung deutlich in Grenzen. Deshalb nutze ich auf dem Smartphone keine Werbeblocker. Auf dem Rechner habe ich meinen Werbeblocker so zusammengestellt, dass nicht generell alles geblockt wird, sondern nur die Seiten, die auf meiner Blacklist stehen (z.B. Bild, sollte ich doch mal auf die Seite kommen). Ihr seid natürlich nicht geblockt :).

  19. @cryptosteve,

    das kommt auf das Modell und den Anbieter an. Es gibt sowohl Modelle die pro Klick auf Banner etc. auszahlen, als auch die, die nach Kontakt bezahlen, also wenn die Werbung einer bestimmten Anzahl Menschen zugänglich gemacht wurde, ohne, dass die geklickt haben müssen.

    Für AdSense ist das hier ganz gut erklärt: http://webgilde.com/de/einnahmen-mit-adsense/

  20. Eure Seite kommt in jedem Fall auf meine Ausnahmenliste. Lese hier seit Jahren sehr gerne 🙂 Aber teilweise sind Seiten, grad mobil, gar nicht mehr konsumierbar, wegen all der Werbung. Da freuts mich richtig, Werbung wegzublocken.

  21. mal eine ernst gemeinte Frage, wenn ich nie auf Werbung klicke, bringt es doch auch nichts wenn ich euch auf die Whitelist setze oder? Ihr kriegt ja nur Geld wenn ich auf denn Banner klicken würde, oder? Oder hofft ihr einfach dass man mal aus Versehen auf die Werbung klickt?

  22. Mobil finde ich Werbung auch äußerst lästig. Besonders schlimm sind die Banner, die sich über die komplette Seite legen – mit kleinem „X“ zum wegklicken, das man aber nur mit Müh und Not trifft.

    Oder wenn man mal eine Website aufruft, die nicht Mobil-Optimiert ist, dann wird man direkt erschlagen von Werbung. Deshalb blocke ich – ich wünschte, es wäre nicht nötig. Aber man hat kaum eine andere Wahl. Bin froh, dass es jetzt endlich Blocker für iOS gibt. 

    Auf dem Desktop pflege ich allerdings eine Whitelist, da sind u.a. die Blogs drin, die ich wirklich schätze.

  23. @chaschy: das Laden der Seiten dauert bei meiner 2G-Internetverbindung mit Werbung deutlich länger. Von daher gehöre ich zu den Leuten, die bis Heute einen Werbeblocker auf Deiner Seite hatte. Ich habe ihn jetzt mal ausgeschaltet.
    Grundsätzlich wäre ich sofort bereit Dir zwischen 2,- Euro und 3,- Euro im Monat für eine werbefreie Version Deiner Seite zu überweisen!!! Deine Seite gehört für mich einfach zum täglichen Nachrichtenlesen dazu. Denk doch mal darüber nach, ob es nicht möglich ist eine werbefreie kostenpflichtige Version Deiner Seite anzubieten. Damit hätten wir eine WIN-WIN – Situation, oder???

  24. Werbung und Tracking sind für mich nie akzeptabel. In keinem noch so geringem Ausmaß. Ich bin bereit, für Inhalte zu zahlen, aber jede noch so kleine Ad wwird als Kriegserklärung behandelt.

  25. Die Schuld haben nicht die Werbeblocker, sondern jene Seiten, welche jedes Maß bei der Einbindung von Werbung verloren haben. Und das Malware-Risiko durch manche Werbeanbieter ist auch nicht zu unterschätzen …

    Problem: Das „erlauben“ von Werbung ist meistens zu umständlich, so dass die Entscheidung meistens ist: Alles blockieren oder nichts.

  26. Hört halt endlich auf mit der Sch… Werbung euer Geld zu verdienen und macht es ehrlich wie andere auch! Sich ranschmeissen, als wäre es kostenlos und dann ätsch sagen … Kein Bäcker und keine Putzfrau macht das so. Nur im Internet, da ist es der Standard, da meint man, anders ginge es gar nicht … Was einen Wert hat, kann sich auch regulär finanzieren.

  27. Ich persönlich kann mich Markus nur anschließen. Es gibt genug Seiten im Netz die einfach mehr oder weniger gekonnt DPA / RSS Feeds oder sonstigen Quellen abschreiben. Wenn diese weg sind juckt es mich auch nicht.
    Qualität kostet Geld ! Qualität kann man auch am Schreibstil und Meinung der Autoren messen.

  28. Meinte natürlich MARCUS, sorry

  29. Am besten sind doch Chip und Co. Wenn da ein unbedarfter etwa laden will, bekommt er o zwischen 20 und 100 Downloadbuttons zu sehen. Hat was von Lotterie den richtigen zu finden.

  30. Ein Werbeblocker ist heute leider ein wichtiges Sicherheitstool, denn die meisten Angriffe und Malware kommen heute über Werbenetzwerke im Browser. Das Surfen ohne Werbeblocker ist oft nicht nur leichtsinnig, schon grob fahrlässig.

    Andereseits:

    Auf den meisten Betriebssystemen sind Werbeblocker ja kostenlos und Open Source, so wie uBlock. Sogar das alte Adblock ist Open Source. Aber uBlock ist sowieso besser und ebenfalls quelloffen.

    Nur auf iOS wollen die Leute für diese Open-Source-Klone auch noch Geld haben. Irgendwie typisch.

    Es ist auch unmoralisch, wenn sich eine Firma wie Apple oder Eyeo als Wegelagerer an der Selektion von Werbung bereichert. Denn sowohl Apple als auch Eyeo machen Geld damit, bestimmte Werbung durchzulassen und andere nicht.

  31. Ich hab uBlock, natürlich viele Seiten auf der white list. Das meiste landet aber bei mir im RSS feed, da ist normal eh keine Werbung dabei

  32. Wenn ich eine Zeitschrift kaufe, ist dort auch Werbung drin. Kann ich überlesen, kann ich studieren, wie ich will.

    Aber Online-Werbung kostet _meine_ Bandbreite (auf dem Handy echt teuer in der Summe), Online-Werbung kostet meinen Akku (Mein Notebook-Lüfter läuft weniger seit Adblock und – vor allem – Online-Werbung spannt _meine_ Daten aus, mein Surfverhalten, alles. Mal ganz davon zu schweigen, dass es Augenkrebs verursacht, wenn ich auf einem 15″-Notebook gerade mal 20% des Contents sehe, weil der Rest zugepflastert ist.

    Vielleicht schafft ein Anbieter es ja mal, vernünftige Micro-Transactions zu entwickeln und dann kann gefragt werden: Anschauen mit Werbung: umsonst, ohne Werbung: 1 Cent.

    Online-Werbung – geh sterben…

  33. Also ich habe schon seit mehreren Jahren in all meinen Browsern einen Werbeblocker installiert. In der letzten Zeit habe ich mir dann ein paar Gedanken zu dem Thema gemacht. Seitdem habe ich schon bei mehreren Seiten, die ich gerne unterstützen wurde, eine kleine Spende per PayPal o.ä. gemacht. Ich bin gerne bereit, Geld für Inhalte auszugeben, allerdings nicht indirekt über nervige Werbung..

  34. Apple macht jede Menge Kohle mit iAds und ist nun andererseits noch Teil der Content-Blocker-Mafia, um mit Werbefilterung noch mehr Geld zu machen und der Konkurrenz zu schaden. Das sollte man hier auch nicht verschweigen.

  35. Witzig ist ja, dass es freie Werbeblocker schon seit mehr als 15 Jahren gibt. Und nur weil Apple das nun auch auf seinem geschlossenen Nischensystem iOS als Geschäftsmodell entdeckt hat, ist das Theater in manchen Blogs groß.

  36. @Hendrick
    iAds sind eine Möglichkeit, für einen App Anbieter, eine gratis Version seiner App anzubieten und diese dadurch zu finanzieren. Derjenige Entwickler muss sich dann um nichts weiter kümmern als den entsprechenden Platz für die iAds zu schaffen.

    Durch das „geschlossene Nischensystem“ iOS, wird jetzt zum ersten Mal, ganz ohne funmelei und Root im Smartphone Bereich, eine API für Contentblocker bereitgestellt. Deshalb bekommt es jetzt viel Aufmersamkeit. Soweit ich weiß, gab es bis jetzt gut funktionierende Lösungen, die das Rooten voraussetzten oder komplette Browser, mit eingebauten Adblockern und selbst die waren im Play Store ungern gesehen.
    Falls ich da falsch liegen sollte, bitte berichtigen.

  37. Wir werden für dumm verkauft, die Geschichte ist einfach zu unglaubwürdig. Entweder wurde der gekauft oder bedroht. Vermutlich das Erstere.

  38. @Hans: Wenn Du glaubst, dass Apple so was „zum ersten Mal“ macht, dann musst Du schon einen sehr engen Apple-Fan-Horizont haben. Im Gegenteil. Apple ist so ziemlich der letzte Hersteller, der erst jetzt teilweise nachzieht.

    Auf anderen mobilen Betriebssystemen gibt es seit Jahren freie Browser mit offenen Schnittstellen, auch für Adblocker.

    Beispiel: Firefox für Android. Erlaubt beliebige Browser-Plugins wie z.B. AdBlock oder uBlock.

    Nur Apple erlaubt noch immer keine freien Browser auf iOS, wenn sie nicht auf Apple’s Safari-Webkit-Engine basieren. Apple will weiterhin genau kontrollieren, was seine Benutzer im Web machen.

  39. Hosts File von -> http://winhelp2002.mvps.org/hosts.htm und gut ist.
    Mobil wird ein RSS Reader genutzt.
    Ich zappe auch im TV bei Werbung weg.

  40. Ich nutze Purify (vom uBlock Entwickler), weil er hat laut mehrfachen Benchmarks die besten Performance-Werte in Sachen RAM- und CPU-Verbrauch, außerdem ist alles zum Blockieren von Ads in der App gespeichert und wird mit den nächsten App-Updates aktualisiert, also die App funktioniert selbst wohl komplett offline ohne irgendwelche Schnittstellen.

  41. Marco Ament war vor Jahren mal Mitbegründer von Tumblr. Später hat er Tumblr verlassen und Instapaper entwickelt, das er dann später wieder verkaufte.

    Seitdem versucht er sich mit Pseudo-Drama im Gespräch zu halten damit die Leute seinen Blog besuchen. Einfach mal bei ihm durch die History scrollen.

    @Hendrik
    Was du und manch andere schreiben ist uninformierter gequirlter Bullshit. Die wenigsten Devs setzen iAd ein. Und Apple macht mit Werbefilterung Geld? Wie soll das funktionieren?

    Ausserdem verwechselst du eine API um Inhalte zu blockieren mit einem Werbeblocker. iOS 9 hat eine Content Blocking API eingeführt. Nenn doch mal ein anderes (mobiles) OS bei dem das auf Systemebene integriert ist (und somit viel effizienter ist weil die Filter in Bytecode konvertiert werden). Die API macht erstmal gar nichts. Um Werbung zu blocken braucht es noch die ebenfalls in iOS 9 eingeführten Secure Extensions für Safari. Was Entwickler und Nutzer jetzt damit anfangen steht auf einem ganz anderen Blatt. Darauf hat Apple keinen Einfluss und verdient auch nichts dran.

    @Domm
    Refund wird von Apple abgewickelt, geht aber vom Konto des Entwicklers ab.

  42. Zu kurz gedacht. Ich bin gegen Werbung imun. Interessiert mich nicht. Und ich lass mich ungern damit zumüllen. Finde es auch beleidigend davon auszugehen, dass ich jemandem in die Tasche greife, wenn ich mich gegen Werbung und das damit verbundene Nerven wehre. Wenn ihr euch nur mit Nerven finanzieren könnt, dann möchte ich gern wissen, was es euch bringt, wenn ich die Werbung nicht blockiere. Was verliert ihr dadurch am Tag pro Person? Ich würde euch direkt bezahlen. Aber hört auf, mich mit Werbung zu nerven.

  43. Mein „ihr“ und „euch“ meint jedem Werbetreibenden, der wegen Adbloock weint.

  44. PS: Der Werbeblocker nutzte die Ghostery-Filter, welche auch Ads von The Deck filtern. The Deck ist der Werbepartner von Marco Ament. Da braucht man nur 1 und 1 zusammenzählen.

  45. PPS: Gerade in seinem Feed entdeckt: er gibt die App an Ghostery. Sie wird also vermutlich bald wieder im App Store sein: https://twitter.com/marcoarment/status/644939796624896000

  46. Conten-Blocker ist ungleich Adblocker. Von schwachsinnigen Anglizismen einmal abgesehen, ist diese Art der rhetorischen Manipulation schon recht billig. Oder muss man Euch wirklich Erklären worin der Unterschied zwischen Inhalt und Werbung liegt? Kann natürlich auch sein dass das Selbstverständnis dieser Seite wiederum eher die Werbung als den eigentlichen „Content“ sieht. Schliesse ich nicht aus und Mea Culpa in diesem Fall.

  47. @ iKalle: „Apple macht mit Werbefilterung Geld? Wie soll das funktionieren?“

    Apple macht auch mit den Werbefiltern Geld. Apple nimmt jedem Entwickler 30 % der Einnahmen aus dem App Store weg.

    Marco Arment schlägt ja nicht umsonst in seinem Blog vor, dass sich die Käufer seines Werbefilters „Peace“ das Geld von APPLE (!) zurückholen sollen.

  48. Gibt es schon seit Ewigkeiten, jetzt macht es der Apfel mit Ewigkeiten Verspätung auch, und die Jünger, die in ihrer abgeschotteten Welt vorher niemals etwas davon mitbekommen haben, gackern und laufen rum im Kreis wie die aufgescheuchten Hühner.

  49. auf der Arbeit nutzen wir keinen leider und was da alles geöffnet wird auf der Express Seite da bist eine halbe Stunde mit dem Schließen von Popups beschäftigt. Nein danke ohne geht es nicht.

  50. Haha! Der Typ hat sich also kaufen lassen und verscherbelt die App an Ghostery. Aber publikumswirksam auf schlechtes Gewissen machen. 😉

    Das dubiose Geschäftsmodell von Ghostery ist eine Goldgrube für die Werbewirtschaft und basiert auf einem ähnlich umstrittenen Prinzip wie AdBlock Plus der Eyeo GmbH:

    Ghostery gehört dem Unternehmen Evidon. Das Geschäftsmodell basiert darauf, dass Ghostery auch ein Datensammeltool für die Werbeinustrie ist. Die „GhostRank“-Datenbank von Ghostery ist eine Goldgrube für die Werbewirtschaft.

  51. Es gibt also mindestens 3 dubiose Firmen, die als heuchlerische Wegelagerer mit dem Werbegeschäft viel Geld machen. Egal ob man Werbung anzeigt oder blockiert, sie verdienen *immer* mit:

    APPLE macht Geld mit iAds, dem App Store und selektiven Werbeblockern gleichzeitig.

    Eyeo GmbH (ADBLOCK PLUS) macht Geld mit selektiven Werbeblockern und „Acceptable Ads“.

    Evidon macht Geld mit GHOSTERY und dem integrierten Datensammeltool für die Werbebetreiber.

    Und das beste:

    Manche Blogs schreiben Artikel darüber und machen dabei Geld durch Klicks und Werbung. 😉

  52. @ Hendrik
    Wenn du diese „Doppelmoral“ von Apple nicht in Ordnung findest, dann erkläre uns doch bitte mal wie das die anderen Plattformen machen.

  53. @Sascha Du glaubst das wirklich was du uns da erzählst?

  54. dieser blog ist der einzige eintrag in der whitelist alles andere wird geblockt :d

  55. Warum surft ihr überhaupt auf den Webseiten, die euch mit Werbung zumüllen? Ich meide solche Seiten seit Jahren und surfe völlig problemlos ohne Adblocker. Die Leute, die Werbung aus Prinzip blocken beschweren sich dann vermutlich bald über die schlechte Qualität der Inhalte. Wie sollen die Inhalte denn bezahlt werden?

  56. Wir leben von der Videowerbung auf unser Seite. Insbesondere ein großer Anbieter eines Adblock Plugins verfolgt eine sehr bedenkliche Strategie, man kann sich als Anbieter quasi freikaufen, das ist Erpressung.
    Also kooperieren wir mit einem Anbieter, der den Adblocker für Video Pre Rolls aushebelt. Das funktioniert hervorragend.
    Jetzt arbeiten wir an einer Strategie dem User klarzumachen, dass er die Werbung eh sieht wenn er unsere Seite nutzt, also kann er uns auch gleich whitelisten. Unsere Leistung nutzen und gleichzeitig unsere Einnahmemöglichkeit sperren? Nicht mit uns!

  57. hae? wieso ist das Erpressung? Angebot und Nachfrage? Marktwirtschaft nicht verstanden.

    Und wenn eure einzige Einnahmequelle in der Werbung liegt, dann ist das Geschäftsmodell kaputt. Mein Browser zeigt genau das an, was ich möchte, und keinen Fitzel mehr. Da kannste Dir noch so sehr Mühe mit Deinem Adblock-Anbieter geben.

  58. @Kai:
    Warum ist sein Geschäftsmodell kaputt? Was wäre denn die Alternative – soll alles hinter paywalls verschwinden?

  59. Was für ein widerliches gegreine. Ihr seid doch die schlimmsten und nach diesem Kommentar auch gelöscht. Wenn eure Wettbewerber alle Tagesthemen mit vier Meldungen abge frühstückt haben sind es bei euch 14. Ihr Penner verwurstet ungefragt mein Datenvolumen ohne dafür etwas substantielles zu bieten. Und tschüss

  60. „ungefragt“ ist gut. Haype wurde offenbar gezwungen diese Webseite zu besuchen.

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