Die Content-Blocker erobern den App Store

17. September 2015 Kategorie: iOS, geschrieben von:

Apple2015_iPad_iPhone7Die Content-Blocker für iOS sind da. Sie sorgen auf 64Bit-Geräten (ab iPhone 5s) mit iOS 9dafür, dass Safari Inhalte blocken kann. Werbung – oder aber auch Social Media-Inhalte. Nette Geste für Webseitenbesucher, damit diese schneller und mit weniger Volumen im Netz unterwegs sein können. Sicherlich! Aber auch ein Großangriff gegen Google, deren Geschäft bekanntlich das Sammeln von Daten ist, mit denen extrem gute Dienste zur Verfügung gestellt werden – aber eben auch das Verkaufen der jeweils relevanten Zielgruppe an Werbetreibende (wir liefern deine Werbung an die von dir gewünschte Zielgruppe aus).

Diese Zielgruppe bekommt von der passend gestrickten Werbung – sofern sie momentan auf iOS, einen Content-Blocker und Safari setzen, nicht mehr viel mit. Werbung wird rausgefiltert, Google braucht wahrscheinlich länger, um Werbekontingente auszuliefern und den kleineren Webseitenbetreibern wird dieser Content-Blocker richtig weh tun. Wie man die Aussage „man surft schneller und verbraucht weniger Daten“ einschätzen kann, sieht man an der Konsequenz des Blockens.

Apple2015_iPad_iPhone7

Während es Apple erlaubt, das Web „wegzublocken“, sieht es mit Werbung finanzierten Apps im App Store von Apple ganz anders aus. Die zeigen natürlich weiterhin die über Apple ausgelieferte Werbung an und diese kann man auch nicht wegblocken. Ist ja nicht von Google. Und ganz ehrlich: für mich als Anwender und Arbeiter im Netz macht es keinen Unterschied, ob jemand eine Seite im Netz bereitstellt, oder mir eine App über den App Store anbietet.

Ich persönlich hoffe nur, dass generell Content Blocker nicht einen solchen Impact haben, dass Redakteure ihren Job verlieren, oder dass Redaktionen und Dienste nicht mehr in der gewohnten Qualität arbeiten können. Des Weiteren wird zu beobachten sein, wie sich das Hase und Igel-Spiel zwischen Werbeindustrie und dem Leser entwickelt. Mit Popups, Layern und anderer Arschlochwerbung ist die Industrie teils selbst Schuld an der Misere.

Content-Blocker. Sie erobern den App Store und sind bereits nach wenigen Stunden weit oben in den Charts. Und es wird so kommen, dass diese Apps noch weiter oben zu finden sind, Content Blocker sind keine Apps für Raketenforscher.

So installiert und aktiviert man einen Inhalts-Blocker unter iOS:

Beispiel Crystal: App installieren, Einstellungen > Safari > Inhalts-Blocker und Crystal aktivieren. Schon seid ihr die Werbung los – auch bei uns (ein Adsense-Banner auf der mobilen Seite unter der Überschrift). Aber es gibt auch noch andere Lösungen, die es beispielsweise erlauben, einzelne Seiten in die Whitelist aufzunehmen. Welche Lösungen es noch gibt? 1Blocker. Blockr. Purify.


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