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PC-Verkäufe erleben bis 2022 eine anhaltende Renaissance

In der Corona-Krise ist im PC-Markt etwas zuvor Unerwartetes eingetreten: Die Verkaufszahlen von Desktop-PCs und Notebooks haben sich extrem erholt. Das liegt natürlich daran, dass viele Menschen nun im Home-Office arbeiten. Entsprechend wurde auch neue Hardware benötigt. Laut Reuters sollen die Lieferengpässe aufgrund der hohen Nachfrage wohl noch bis 2022 andauern.

Demnach stünden viele Hersteller noch vor der Herausforderung die Bestellungen aus dem Jahr 2020 zu erfüllen. So stieg die Nachfrage nicht nur durch Unternehmen und Geschäftskunden, sondern auch durch Schüler, Studenten und Bildungsorganisationen. Denn auch Fernlernen nimmt in der Pandemie eine wachsende Bedeutung ein. Ein Sprecher Acers etwa stellte klar, dass die Zulieferkette derart am Limit operiere, wie niemals zuvor.

Einige Marktforscher rechnen damit, dass die PC-Industrie 2020 auf rund 300 Mio. ausgelieferte Modelle kommen könnte. Zuletzt erreichte man 2008 derartige Mengen. Auch der Tablet-Markt sei dabei unerwartet gewachsen. Hersteller wie Acer haben deswegen sogar zusätzliche Kosten in Kauf genommen, um ihre Notebooks per Lufttransport zu Kunden aus dem Bildungswesen zu bringen. Normalerweise setzt man auf den günstigeren Seetransport. Doch trotz dieser Maßnahmen gebe es teilweise Wartezeiten von bis zu vier Monaten.

Für 2021 rechnet man weiterhin mit einem anhaltenden Boom für den PC-Markt. Durch die Lieferengpässe werden die Verkaufszahlen aber nicht ganz so hoch ausfallen, wie sie es könnten, wenn denn der Bedarf gedeckt werden könnte. Kommende Notebooks wurden teilweise auch schon an die Bedürfnisse in der Pandemie angepasst und sollen mit verbesserten Webcams und Lautsprechern auf den Markt kommen. Zudem werde es mehr Modelle mit integrierten LTE-Modems geben. So können auch unterwegs Videokonferenzen stattfinden.

Wie sieht es denn bei euch aus: Stand bei euch kürzlich der Kauf neuer PC-Hardware an? Oder habt ihr da für 2021 Neuanschaffungen geplant?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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14 Kommentare

  1. Also wenn man sich einen Gaming-Rechner anrichten will und ein wenig preisbewusst ist, nicht vor 2020, oder? Kann man ungefähr sagen, wie die Preise angestiegen sind oder ist das eher vernachlässigbar für Standardkomponenten? Dankschee

    • ne, auf jeden Fall eine neue Zeitrechnung und dort dann 2020 abwarten..

      Ach Spaß, bis März warten, sollte bereits viel Helfen.
      Grafikkarten dürften dann gut verfügbar sein, Ryzen CPUs sind es schon, nur die Preise noch zu hoch.
      Dazu dann wohl weitere, kleinere Ryzen 5000 CPUs auf dem Markt.

      Dazu Beginn von Intel Rocket Lake in 14nm+++ der für Gaming ganz gut sein könnte..

      So gesehen sehe ich spätestens Ende Q1 eine Entspannung auf dem Markt.

    • Ich würde auf Ende erstes Quartal tippen, dass sich dann die Preise für Gaming Hardware wieder etwas entspannen. Richtung Frühling/Sommer siehts dann wahrscheinlich noch besser aus.

      Dann benötige ich persönlich aber auch keine neue Grafikkarten und Co mehr, im Sommer habe ich besseres zu tun als am PC zum spielen zu sitzen :).

  2. Jetzt müssen sich viele notgedrungen mit einem Notebook eindecken – und das bleibt dann solange, bis es nach Jahren auseinanderfällt. In der PC-Welt tut sich ja nicht mehr viel.

    Klingt für mich nach einem Strohfeuer.

    • ja.. auf jeden Fall Strohfeuer..
      Wobei es immer mehr Jobs in der IT gibt, und somit immer neuer Bedarf an Notebooks..

      Aber ja, in 5 Jahren werden 99,5% der Menschen mit einem 6-8kern zen2 auch noch gut arbeiten können.. Austausch würde dann eher wegen Steuern oder vor Gefahr eines Ausfalls stattfinden. Gut für den Preisbewussten Gebrauchtmarkt.

  3. Ein Neukauf von 2 PCs war geschäftlich nötig, jedoch keine Komplett-PCs. Privat tut es weiterhin der i5 4590.
    Beiden Bereichen ist gemeinsam, dass Windows 10 ein starkes Kaufhindernis ist. Wir haben alles nach Linux migriert und da sind Neukäufe in Folge der geringeren Anforderungen an die Hardware nicht notwendig. So mal ein Bauteil ausfällt wird Ersatz in Form des defekten Bauteils beschafft, 2 Ersatzmainboards liegen sowieso im Schrank.
    Soweit es das Gaming betrifft gibt es auch keine Kaufanreize mehr. Games die es erfordern online zu sein obwohl es keine Multiplayergames sind kommen hier nicht her, mit Games die es erfordern eine zusätzliche Software in irgendeiner Art zu installieren (z.B. Steam) haben hier ebenso Null Chance.
    Heißt letztendlich das zwar prinzipiell Interesse besteht, da die Softwareseite wegen enthaltener Werbung und Dateschutzprobleme jedoch immer inakzeptabler wird, ist der PC-Markt ausser für Office hier weitgehend tot.

  4. Teure Küchen sollen auch einen Boom erlebt haben. Sehr viele dürften ihre guten Einkommen behalten haben und konnten ihr Geld nicht für Vergnügungen, wie Reisen oder Feste ausgeben. Das Geld dürfte sicher auch statt dessen in Anschaffungen wie Küchen oder einen PC geflossen sein. Solange der Lockdown anhält, dürfte der Boom bei gewissen Produkten weiter gehen. Wenn der endet, dürfte es wohl wieder ein Boom z.B. bei Reisen geben.

    • Kann ich über einen bekannten Küchen Verkäufer bestätigen, die haben so viele Bestellungen, dass man zum einen bis Mai zur Zeit warten muss wenn man heute bestellt, und dann wird direkt zum Kunden geliefert, auch wenn der Aufbau Termin erst Wochen später ist da ihr eigenes Lager schlicht voll ist.

      Und das im Bereich der Edel-Küchen, durchschnittlicher Verkaufspreis um die 15.000 Euro.

  5. ChiemseeChaot says:

    Privat wurden im ersten Quatal 2020 ein Laptop und ein Miditower gekauft und selbst aufgerüstet, da deren Vorgänger nur bedingt für Windows 10 geeignet sind. Den alten Rechenknechten (Bj. 2010 bzw. 2012) wird demnächst mit Linux Mint neues Leben geschenkt. Sollte die Einarbeitung in die Linux-Welt schnelle gelingen, wird Window 10 auch von den 2020er Modellen verbannt werden.

  6. Für mich ist interessant daß das oft als „Notebook-Killer“ gehandelte Tablet auf seine Rolle als Entertainment-Gerät zurechtgestutzt wurde , als es „ernst“ wurde mit dem „Büro auf dem Schoß“. Tablets sind zum ernthaften Schreiben , Tabellen bearbeiten , gar zur Erlledigung von wissenschaftlichen oder administrativen Aufgaben einfach nicht geeignet. Ja für Kommunikation , videochat , aber auch einfache Sachen wie nen Barcode einscannen an der haustür oder schnell mal ne zeichnung aufrufen , die man aaber nur lesen und in der man nicht arbeiten muß – da tut es dan die „Tafel“ Aber die gute mechanische Tastatur, eine gute Maus oder ein gutes Touchpad und ein Bildschirm auf dem man nicht gleichzeitig gucken und mit den Händen fuhrwerken muß ist gerade für das Office, also das büro das einzig wahre Arbeitsgerät. Da haben leute wie die Apple-Chefs und andere propheten des „One for all“-Gerätes den Mund einfach zu voll genommen oder besser . wir waren zu leichtgläubig. Die Pandemie und vershärfte Anforderungen an das Arbeiten von zu hause haben gezeigt welchen Wert ein „echter“ computer hat. Ein gutes notebook mit guter Tastatur ohne touchscreen ist von der Arbeitsergonomie her das beste – von daher gibt es ja auch so wenig „Design-innovation“: ein ideal kann man nicht verbessern. Das tablet als Büro-auf-dem Schoß war ein Irrglaube .

    • * keine Ahnung haben
      * von sich auf andere schliessen

      Zumindest letzteres lässt sich leicht vermeiden.

      • Hallo Kalle, es geht mir um _Office_, also Homeoffice , da geht es für 90 prozent aller tätigkeiten um Arbeit mit und an Texten oder Zahlen, also um Eingabe über eine Tastatur. Grafik, Kommunikation per Video, Bildschnitt oder Service , wo man handbücher lesen muß und nebenbei schrauben fallen m. E. nicht unter die klassischen office = Büro-Anwendungen. Ich komme selber aus dem Bürobereich und könnte mir ein Arbeiten ohne gute Tastatur und vernünftig großem Bildschirm nicht vorstellen . Ein m. E. bürogerechter Bildschirm hat dabei keine 10 zoll sondern mindestens 14 zoll , mehr ist immer gut – und evtl. sogar wie bei wenigen notebooks Rückkehr zu mehr „papieräquivalenten“ Bildschirmformaten weg vom Superweitwinkel zu mehr rechteckigen Formaten , also mehr höhe im Bildausschnitt = mehr zeilen gleichzeitig im Blickfeld – auch in dieser entwicklung zeigt sich daß Office in erster Linie Schriftarbeit ist. Das an einem Tablet mit enger Bluetooth-Tastatur mag so eben gehen – aber ne gute notebook-Tastatur oder eher noch per uSB ne vollformat-Tastatur , so arbeiten menschen in Büros. Ich gebe Dir insoweit Recht daß das in Bereichen wo Bildbearbeitung wichtig ist anders aussehen mag. Aber wo z. B. in Buchhaltung, personalwesen, logistik, Anwaltspraxen oder in der öffentlichen Verwaltung findet das schwerpunktmäßig statt?

  7. Also wenn ihr Macs mit zu PCs zählt, dann steht bei mir demnächst tatsächlich eine Neuanschaffung an :).

    Mac Mini M1 solls werden. Leider ist die Verfügbarkeit mittlerweile bis in den Februar gerutscht 🙁

  8. „Doch trotz dieser Maßnahmen gebe es teilweise Wartezeiten von bis zu vier Monaten.“

    Die 4 Monate sind noch durchaus optimistisch. Wer größere Stückzahlen an günstigen Notebooks benötigt wartet zur Zeit durchaus länger.

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