Partnerprogramm: Rdio bezahlt Künstler direkt

Im CeBIT-Blog schrieb ich jüngst erst einen Beitrag (Blog wird gerade umgezogen, ohne Webcache dann hier), der sich mit den Schattenseiten des Musik-Streamings beschäftigte, der angeblich schlechten Entlohnung von Künstlern. Nun möchte sich eine der Streaming-Größen aufmachen, den Umstand zu ändern und wird Künstler auf eine andere Art und Weise entlohnen.

Rdio, der von Skype-Mitbegründer Janus Friis entwickelte Service Streamingdienst, startet heute das Artist Program. Rdio ist der erste Service seiner Art, der Künstlern ein neues Modell anbietet, um mit Musikstreaming direkt Geld zu verdienen. Mit Rdio können Künstler ganz einfach ihre Musik und ihre Musikempfehlungen mit Fans teilen. Fans können somit zeitgleich mit ihren Lieblingskünstlern direkt über Rdio, Twitter, Facebook oder andere Online-Plattformen dieselbe Musik hören. Die Künstler verdienen 10 US-Dollar für jeden neuen Rdio-Nutzer, den sie über soziale Netzwerke im Internet gewinnen, und werden somit effektiv für mehr Fan-Engagement belohnt.

Rdios Artist Program wird in allen 14 Ländern, in denen Rdio verfügbar ist, eingeführt und alle Künstler, die bereits eine eigene Seite haben, können an dem Programm teilnehmen. Dieses Programm ist eine Ergänzung zu den Lizenzverträgen, die Rdio bereits mit Labels und Händlern abgeschlossen hat, um die Verfügbarkeit von Musik auf der Plattform zu gewährleisten.

Solltet ihr also Künstler sein, dann bekommt ihr Zugang zu einem webbasierten Tool, über das ihr euren Account verwalten könnt. Wird einer eurer Fans Abonnement, dann gibt es 10 Dollar für euch (10 US-Dollar für jeden neuen Abonnenten des Rdio-Services (für mindestens einen Monat)).

Ja, was sagt ihr: tolle Möglichkeit für Künstler oder einfach nur ein Versuch durch Partnerprogramme Hörer zum Abschluss eines Abos zu bewegen? Und außerdem: wenn ich mich neu anmelde, dann bekommt ja nur ein Künstler die 10 Dollar, auch wenn ich vielleicht Fan von mehreren Künstlern bin. Ich sage mal so: simples Partnerprogramm  – aber warum nicht?

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. Genau. Warum nicht? Bin selber super zufrieden mit Rdio auf allen Geräten. Mit Spotify und den ganzen Playlisten werde ich einfach nicht warm. Alben und Titel sind mir einfach lieber. Wenn das Ganze damit länger erhalten bleibt und wächst, hab ich nix dagegen.
    Gilt eigentlich eine Mindestlaufzeit über „Partnerprogramm“, oder könnte man je einen Monat jedem Künstler widmen? 🙂

  2. Jedes Jahr betteln DJs darum, beim Voting vom DJmag für sie abzustimmen und sie so zum DJ of the Year zu machen. Vielleicht geht das dann auch mit der Bettelei los, über ihren Link ein Abo abzuschließen.

    Wie Du schon sagst: Je nachdem, über welchen Link man das Abo abschließt, bekommt nur einer den Lohn dafür. Eine Bezahlung nach Plays wäre da wesentlich interessanter: Wer öfter gehört wird, kriegt mehr.

    Man könnte Musikern anbieten, ihre Musik exclusiv schon etwas früher im Programm zu haben. Macht ja z.B. Beatport so, dass man bestimmte Titel schon vorab nur da kaufen kann.

    Das könnte User eher anlocken als das Wissen, dass der Künstler für ihr Abo Geld bekommt.

  3. Das wäre einer der Gründe, warum ich von Spotify zu Rdio umsteigen würde…

    Ich habe erst einmal einem DJ direkt was gespendet mit Verwendungszweck (because I’m using Spotify to stream your music)…
    Hat sich persönlich bedankt und hat mir mal wieder erklärt wie schwierig die Streaming-Sache ist…

    Man steigert eben seinen Bekanntheitsgrad, aber verdient daran fast gar nichts…

    Wobei ich es ja schon begrüßen würde, wenn ganz klar beschrieben wird, was von meinem Monatsbetrag, den ich bezahle an die GEMA geht, und was dann (über die GEMA oder so) an die Künstler geht…

  4. Ich bin da ganz deiner Meinung, Caschy. Simples Partnerprogramm, warum nicht? Finde ich jetzt nicht herausragend, aber eine kleine Unterstützung ists für den ein- oder andren Künstler sicherlich. Seh zumindest keine Nachteile, haben beide Seiten was von 🙂

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