Parallels Desktop 18 veröffentlicht

Parallels, Hersteller von plattformübergreifenden Lösungen, hat Parallels Desktop 18 für den Mac vorgestellt. Hierbei handelt es sich um Software, mithilfe der ihr virtuelle Maschinen auf eurem Mac ausführen könnt. So könnt ihr auf dem Mac Windows zum Laufen bringen, aber auch Linux – oder ihr nutzt für Tests einfach eine macOS-VM.

Wie immer hat man hier und da ein paar Stellschrauben feinjustiert, um das auf dem Host laufende System noch einmal flinker zu machen. Benutzer können jetzt Windows 11 mit einem Klick herunterladen, installieren und konfigurieren. Außerdem können Nutzer eine Reihe kostenloser, sofort einsatzbereiter Linux-Systeme herunterladen. Auf den Mac Studios mit M1-Ultra-Chips soll Windows 11 gar in bestimmten Szenarien bis zu 96 % schneller laufen, die Aussage bezieht sich auf den PassMark9-Score, einer Benchmark-Software.

Preislich hat das Unternehmen noch einmal im Vergleich zur Version 17 draufgeschlagen. Parallels Desktop für den Mac kostet im Abo 99,99 Euro pro Jahr. Die unbefristete Lizenz liegt bei 129,99 Euro. Die Pro-Version von Parallels 18 liegt bei 119,99 Euro pro Jahr und die Business-Version bei 149,99 Euro pro Jahr. Aktualisieren kann man natürlich auch von irgendeiner Vorgängerversion, da werden dann 69,99 Euro fällig.

Weitere Angaben laut Parallels:

Parallels Desktop 18 für Mac Standard-Edition:

•Ist optimiert für die kommende Version von macOS Ventura, um neue Features und Funktionen zu unterstützen.

•Bietet vollständige Unterstützung für Apples ProMotion-Displaymit automatischer Änderung der Bildwiederholfrequenz. Zudem entfesselt sie die Apple M1 Ultra-Leistung und ermöglicht es Benutzern, ihnen mehr Ressourcen zuzuweisen und Windows 11 bis zu 96 Prozent schneller zu nutzen.

•Verfügt über eine nahtlose Windows-Gaming-Erfahrung mit automatischer Freigabe von Xbox-oder DualShock Bluetooth-Gamecontrollern mit Windows und Linux.

•Besitzt eine verbesserte Kompatibilität von Intel (x86)-Anwendungen bei der Ausführung von Windows 11 auf ARM, insbesondere beim Speichern und Lesen von Dateien auf der Mac-Festplatte.
•Liefert ein verbessertes USB 3.0-Erlebnis zur Unterstützung von Live-Daten-Streaming-Geräten, einschließlich Elgato HD60, Startech USB 3.0 Video Capture und weiteren.

Parallels Desktop 18 für Mac Pro Edition bietet die gesamte Leistung der Standard-Edition plus diese:

• Leistungsfähiger Netzwerk-Conditioner auf Apple M1 Macs ermöglicht es den Anwendern, verschiedene Netzwerkbedingungen für die virtuelle Maschine (wie Bandbreite, Paketverlust, Verzögerung) ähnlich wie bei virtuellen Maschinen unter Windows und Linux einzustellen.

•Die Isolation des Netzwerks der virtuellen Maschine vom Mac auf Apple M1 Mac-Computern sorgt für erhöhte Sicherheit. Zusätzlichen können Nutzer ein Minikube-Cluster mit Parallels Desktop als Virtualisierungsanbieter beginnen.

•Einen Netzwerkstart mit virtuellen Linux ARM-Maschinen auszuführen, ist jetzt auch auf Mac-Computern mit Apple M1-Chips verfügbar.

•Nutzer können Leistungsanalysen einer Anwendung in einer separaten VM mit dem erweiterten Parallels Plug-in für Visual Studio auswerten.

Parallels Desktop 18 für Mac Business Edition baut auf der Leistung der Pro-Edition mit zusätzlichem Funktionsumfang auf, einschließlich:

•Bequemer SSO/SAML-Authentifizierung für Mitarbeiter zur Anmeldung und Aktivierung von Parallels Desktop mit einem Unternehmens-Account.

•Der Einrichtung, Bereitstellung oder Übertragung einer virtuellen Windows 11-Maschine auf den Mac-Computern der Mitarbeiter durch die Administratoren.

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23 Kommentare

  1. Jedes Jahr dieselbe Beutelschneiderei – mit irgendwelchen diffusen Verbesserungen, die kaum etwas bringen. Also: Einmal-Lizenz kaufen und so lange benutzen, bis sie auseinander fällt. Version 17 war wichtig wegen der M1-Unterstützung; aber das reicht wieder für ein paar Jahre.

    Und sollte es die Software nur noch als Abo geben, dann wird halt auf eine andere gewechselt. An Alternativen herrscht kein Mangel.

    • > Also: Einmal-Lizenz kaufen und so lange benutzen, bis sie auseinander fällt.

      Es wird nicht klappen, es sei denn du bleibst bei irgendeiner macOS-Version hängen.

      Ich hatte früher auch Parallels gekauft, aber irgendwann haben sie den Support auf 1-2 macOS-Versionen beschränkt, und Apple hat angefangen jedes Jahr eine neue Version zu veröffentlichen, sodass man immer wieder eine neue Lizenz kaufen musste.

      Seitdem nutze ich Parallels nicht mehr, denn für meine Aufgaben hat auch Virtual Box gereicht.
      Jetzt gibt es noch den für Privatgebrauch kostenlosen Fusion Player (derzeit als Beta-Version) und UTM.

      • “Es wird nicht klappen, es sei denn du bleibst bei irgendeiner macOS-Version hängen.”

        Nach meinen Erfahrungen ist PD wesentlich langlebiger, als dich Parallels glauben machen will. Wie oben geschrieben: Version 17 war wichtig, weil M1-Unterstützung. Aber abgesehen von solchen disruptiven Ereignissen wie dem M1 hält die Software recht lange.

        Klar kannst du mit einem älteren Parallels Desktop die Eigenarten der neusten macOS-Version nicht nutzen. Aber in den meisten Fällen ist das schnurzegal, weil einfach “ein wenig” Windows laufen soll. Ich empfehle deshalb ganz klar die Perpetual-Version.

        Wenn du natürlich die Hälfte deiner Zeit in Windows verbringst, ist das etwas anderes.

    • Crossover ist auch eine Alternative, da laufen vieele Windows-Spiele übrigens sehr gut. Warum Apple mit MacOS (ARM) nicht auf den Gaming-Zug aufspringt ist sowieso ein eigenes Thema

  2. „Benutzer können jetzt Windows 11 mit einem Klick herunterladen, installieren und konfigurieren.“
    Geht mit der 17er schon.
    Vor 3 Wochen erst noch gemacht.

  3. Andiarbeit says:

    Hallo in die Runde,
    wie rund läuft so eine Virtualisierungssoftware auf ein macbook air m2? Ich bin in der Windows- und Androidwelt aufgewachsen uns suche nach einem (möglichst lüfterlosen) Notebook. Meine Frau hat ein Macbook Pro M1 und das fühlt sich echt gut an. Bisher schreckt mich aber MacOS eher ab – ich bin eher der Typ, der die Laufwerke und Ordner mit allen Dateiendungen sehen will. Ein Dell XPS 13 hatte mir aber auch nicht zugesagt. Tipps gern.

    • Also wenn nur die Dateiendungen das Problem sind, kann man die auch in den Einstellungen des Finders aktivieren

    • Bei mir läuft Parallels mit Windows 11 (ARM Preview) auf dem MacBook Air mit M2 tadellos. Allerdings gilt das nur für die wenigen Windows-Anwendungen, die ICH brauche.

      Du bist immerhin in der komfortablen Lage, dass du DEINE Anwendungen in Parallels auf dem MacBook Pro deiner Frau ausprobieren kannst, bevor die kaufst. M1 oder M2 dürfte da keine Rolle spielen.

      Und nebenbei: Die Dateierweiterungen kannst du auch unter macOS dauerhaft anzeigen lassen, wenn das das einzige Hindernis ist. 😉

    • Du kannst bei MacOS seeehr viel einstellen, Dateiansicht, Klickverhalten, uvm. Das mache ich auch gleich am ersten Tag von einem neuen Mac-Gerät.

  4. @Andiarbeit: Ich kann dir zwar zur diene Frage nicht direkt abtworten, aber unter macOS kannst du dir ebenfalls alle Dateieindungen anzeigen lassen:

    „Wähle im Finder auf dem Mac „Finder“ > „Einstellungen“ und klicke auf „Erweitert“.
    Aktiviere oder deaktiviere das Feld „Alle Dateinamensuffixe einblenden“.“

    Eine Übersicht der Laufwerke ist ebenfalls im Finder sichtbar (ich meine nicht nur die Seitenleiste)

  5. Mal eine Frage in die Runde, ich habe aktuell die 17er Version als Perpetual Variante. Dort gab es einmal das Problem, dass ein neuerer Linuxkernel dazu geführt hat, dass das Gastsystem in einer Bootschleife hing und man entweder auf den älteren Kernel zurückgehen konnte oder ein Update von Parallels installiert hat. Werden solche Wartungsupdates weiter veröffentlicht oder ist die Version 17 jetzt sofort End of Life?

  6. Kann jemand eine günstigere Alternative empfehlen? (Zielbild: Win10 unter MacOS / MacBook Air M1).

    • Dito Anfrage für Win11 unter MacBook Air M1.

    • metacortexx says:

      Ja, UTM oder die Preview Version von VMware Fusion. Dein Windows 10 muss in beiden Fällen unbedingt eine ARM-Version sein. Das ARM-Windows kann dann wiederum X86 und X64 Apps in seiner eigenen Emulation laufen lassen.

      • Wie perfomant ist es denn?

        Und wo bekommt man ARM Windows 10 legal?

        • metacortexx says:

          Nach meinen Tests ist Parallels am schnellsten, dann kommt VMware und UTM ist am langsamsten und das größte Gefrickel der drei. Wie man legal an Windows 10 ARM heran kommt weiß ich nicht, ich nutze Windows 11 und das hat Parallels selbst ohne viel Streß heruntergeladen.

          • Sorry, die Frage war, wie performant laufen x86_64-Apps in ARM-Windows 11 in Parallels? Ist es ein Slideshow oder kann man damit arbeiten?

            • Die laufen unter meinem Air M1 gefühlt nicht langsamer als auf einem Windows Rechner.

            • metacortexx says:

              Ich konnte hier Far Cry 3 in Full HD auf meinem MacBook Pro 14 flüssig spielen. Das finde ich beachtlich. Am besten du besorgst dir die Testversion und probierst es selber aus. Man darf natürlich keine Wunder erwarten, aber die gängigen Office Programme laufen sehr, sehr gut. Wenn man Hardcore 3D-Games zocken ist, dann wäre ein Mac sowieso eher das falsche.

    • Bevor ich Parallels installiert hatte habe ich https://mac.getutm.app/ getestet. Das lief auch ok aber nicht unbedingt super flüssig und teilweise musste man bei Updates etwas nachhelfen was für mich nicht praktikabel war.
      Prinzipiell bist du aber immer auf die ARM Variante von Windows gebunden.

    • Schau dir auch mal Crossover an, das ist vielleicht auch interessant für dich, v.a. bei Gaming.

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