Otto Now: Versandhändler will eigene E-Scooter für längere Zeit vermieten

Mit seiner Mietplattform Otto Now will der Versandhändler nun mit einem eigenen Geschäftsmodell zur Konkurrenz für hiesige Anbieter von E-Scootern, wie Circ oder Tier werden – so das Handelsblatt. Und dass man nicht erst in den Anfängen mit seiner Idee steckt, sieht man schon daran, dass Otto die erste Flotte seiner E-Scooter bereits zu Ende August dieses Jahres unterwegs wissen will.

Bei Otto Now verfolgt man das Ziel, seine Scooter nicht nur für eine kurze Zeit zu vermieten, sondern dass der Kunde diese auch für länger leihen und sogar an andere Orte mitnehmen kann. Hiermit wolle man vermeiden, dass die Otto-Scooter wie die der Konkurrenz überall in den Städten wild herumstehen und so teils die Fußwege versperren würden.

Besser noch: Für 39 Euro im Monat sollen die Nutzer von Otto Now die gemieteten Scooter deutschlandweit und eben nicht nur auf ein bestimmtes Gebiet begrenzt verwenden können.

„Mit unserem neuen Mobilitätskonzept möchten wir eine Alternative zum bisherigen E-Scooter-Verleih anbieten“, „Damit sind E-Scooter nicht nur einfach, sondern auch überall und jederzeit nutzbar.“ – Sören Nilsson, Co-Gründer von Otto Now

Doch die Konkurrenz schläft nicht und macht fleißig Notizen. So soll auch Tier bereits über ein Abo-Modell nachdenken und prüfe derzeit noch, ob sich das Konzept überhaupt für das Unternehmen lohnen würde. Mit der längeren Leihdauer sinke auch der Wartungsaufwand für die gemieteten Geräte, so erhofft man es sich bei Otto. Immerhin passe der Kunde so viel besser auf das Gerät auf, da er es ja auch über den gesamten Zeitraum nutzen können möchte. Ob die Rechnung am Ende wirklich aufgeht, wird sich zeigen.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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24 Kommentare

  1. WEissbr0t says:

    Finde ich super! Vor allem wird dadurch der Umweltgedanke richtig umgesetzt.
    Zum einen halten die Roller, länger und nicht nur 3 bis 7 Monate und zum Anderen müssen sie nicht nächtlich (wie bei einigen Anbietern) eingesammelt werden mit einem -DIESEL-LKW 😉 … und die Dinger liegen nicht überall rum.

    Ich nutze selbst das Angebot von CIRC sehr gerne, aber ich verseteh nicht wie Mensch dann absteigt – mittem auf dem Weg setehn lässt – und geht. Wie Kleinkinder! Solche Leute versauen das stationslose Konzept völlig.

    Aber zurück zu Ottos Angebot: Es ist für Vielfahrer durchaus Lohnenswert. Die Roller sind auch von einem guten Hersteller und bestimmt kann man sie in Zukunft auch (vielleicht) gegen einen Ablösebetrag erwerben.

    Auf jeden Fall ist das meiner Meinung nach die beste Idee für’s Roller-„Sharing“; bzw. dann fast schon Leasing…

    • Peter Pan says:

      E-Mobilität und Umweltgedanke vertragen sich einfach nicht! Wer das immer noch nicht verstanden hat ist entweder ziemlich dumm oder will es nicht verstehen!

      https://www.zdf.de/nachrichten/heute/scheinbar-saubere-elektromobilitaet-100.html

      • Natürlich ist es kein „grünes“ Produkt, aber die Förderung fosiler Kraftstoffe ist noch viel Schlimmer. Wenn man sich ansieht, wieviel Öl allein im Meer landet oder welche katastrophalen Folgen die Verarbeitung von Ölschiefer hat, dann ist Elektro allemal besser. Vom Transport, der Lagerung, Entsorgung des Kraftstoffes noch nicht mal gesprochen. Schau dir an, was allein in den Raffinerien abgefackelt wird. Das Auto fährt 100 Jahre mit fosilem Brennstoff, wirklich sauber war es nie. Erträglich wurde es erst in der Neuzeit. wenn man dein Argument ins Feld führt, sollte man auch keinerlei mobile Geräte mit Akkus verwenden.
        Aussagen wie deine kommen meist aus der (deutschen) Automobilindustrie weil sie die Zukunft(oder vielleicht ist es auch nur ein Trend) verschlafen hatte.

        • Die Scooter schließen die letzte Lücke – in der die Masse bisher noch ihren Hintern zur Fuß bewegen musste. Super Fortschritt Mal wieder, Diabetes etc lassen grüßen. Alles um sich nicht bewegen zu müssen.

          Wer einfach Mal die 2-3 km läuft betreibt immer noch den besten Umweltschutz und tut auch seiner Gesundheit was gutes.

          Kein Scherz: vor dem Fitnessstudio in meiner Nähe liegen jetzt regelmäßig Mietscooter. Nach dem Motto ich fahre zur Bewegung und sowohl an Scooter wie auch Fitnessstudio wird noch Umsatz gemacht. Kapitalismus im Endstadium?!

      • Du berufst dich mit deiner Aussage auf einen einzigen Artikel? Wer das tut ist entweder ziemlich dumm oder will es nicht verstehen.

        • Warum ist er denn dumm? Soll er alle möglichen Artikel aufzählen, bloß weil du zu faul zum googlen bist?
          Die aktuelle Form der Elektromobilität ist zwar am Einsatzort „grün“, dafür aber oft nicht am Erzeugungsort von Hardware und Energie.
          Bei der Hardware wirds wohl so bleiben, solang man sich weiter auf Lithiumakkus beschränkt und keine anderen Methoden berücksichtigt. Hier wären wohl Redox-Flusszellen eine sehr geeignete Alternative. (Nicht bei Escooter, aber bei größeren Gerätschaften)

        • Was hat das mit dumm zu tun?

          Das Elektromobilität durch die Akkus dem „grünen Ruf“ nicht gerecht wird, sollte jedem Menschen, der sich ein wenig mit der Herstellung und Entsorgung von Akkus beschäftigt, klar sein. TIER gibt für seine eScooter eine Haltbarkeit von ca. 6 Monaten an. Nach den 6 Monaten landen die Dinger auf dem Elektroschrott und müssen nach der energieintensiven Produktion energieintensiv recycelt werden. Und das nur weil einigen Fahrradfahren nicht hip genug oder Laufen zu unbequem ist.

  2. Durchaus ein interessantes Angebot. Dann kann man sich für kleines Geld so ein Ding mal für einen Monat leihen und einfach testen ob es was für einen persönlich ist.

  3. Denke kaum dass sich das Konzept durchsetzt. Vor allem da der Abopreis in Zukunft auf 49€ steigen soll.
    400€/ roller im Einzelkauf + 35€ Versicherung macht 37€/pro Monat (bei Einjähriger Nutzung).
    400€/ roller im Einzelkauf + 35€ Versicherung (*2) macht 20€/pro Monat (bei zweijähriger Nutzung).

    Für ein generelles Austesten ob einem so ein Roller taugt und einen Mehrwert liefert ist es bestimmt ganz interessant, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich viele Kunden lange an so ein Abo binden.

    • Interessant wäre es dann,
      – wenn der Roller den man dort bekommt nicht 400€ , sondern 1000€ kostet.
      – bei Diebstahl ersetzt wird
      – wenn er kaputt geht ersetzt wird
      – man nur erstmal einen Monat testen möchte
      – (Helm und Schloss dabei sind)
      – man den Otto-Neukunden-Rabatt nutzen kann 😉
      – man den Roller nach einer gewissen Zeit kaufen kann
      – einen Roller nur wenige Monate benötigt (bspw. im Sommer)

      Mehr fällt mir gerade nicht ein aber die Liste ließe sich sicherlich ergänzen.

    • Nur wirst Du für 400€ keinen entsprechenden Roller bekommen. Zumindest noch nicht …. von daher erübrigt sich die Rechnung.

      Der auf dem Beispielfoto (SXT Max) kostet nämlich schon etwa das 3-fache.

    • M365 Fahrer says:

      „I think there is a world market for maybe five computers.“
      Thomas Watson, president of IBM, 1943

      Deine Prognose wird natürlich durch die krachend gescheiterten Konzepte von „Autovermietung“ und „CarSharing“ gestützt.

      • Ich weiß nicht wie man sich beim Leihen eines Rollers (in der App) identifiziert. Bei deinen beiden genannten Dienstleistungsmodellen kann man zumindest direkt haftbar gemacht werden, weil sich einwandfrei nachweisen lässt, wer wann mit dem Fahrzeug gefahren ist.
        Den e-Roller Sharing-Firmen gestehe ich übrigens auch keine allzu umfangreiche Unternehmensgeschichte zu.

      • Mit „Ich glaube kaum, dass sich dieses Konzept durchsetzt“ war eben nur Dieses Konzept gemeint und nicht alle Leih Services geschweige alle E-Scooter-Leih-Services. Ich meinte einfach nur das Angebot von Otto. Vor allem dann, wenn es möglicherweise wie weiter unten angemerkt mit Bindefristen von 1-2 Jahren kommen sollte und nicht flexibel monatlich kündbar sein sollte.
        Aber deinen Kommentar fand ich trotzdem geil XD

  4. Ich wollte mir eigentlich auch einen eigenen zulegen aber warte wohl noch ein bisschen ab. Das Konzept von Otto ist schon interessanter als das kurzzeitige Anmieten und beliebige Stehenlassen wo immer man will. Manche stellen die Roller absichtlich störend in den Weg, sehr assozial. Ich war schon seit Anfang an gegen den Verleih in Großstädten, weil man auf die Roller nicht so achtet, ist ja nicht der eigene Roller und viele in Frankfurt halten sich auch nicht an die Vorschriften: zu zweit auf einem Roller o.ä. und da hats auch schon kräftig geknallt deswegen.

    „Eigene“ Roller per Abo sind schon interessant. Man hat ein dann 2 Jahre altes selbst gekauftes Modell nicht an der Backe, nur damit es sich _rechnerisch_ zum Abo lohnt… das erinnert mich an Leute, die es sinnvoller fanden, sich für einen hohen 3/4-stelligen €-Betrag ein eigenes Photoshop ohne große Updates zu kaufen statt für 10-12€ das Abo zu nutzen und dann auch immer die aktuelle Version zu nutzen inkl. Camera RAW-Updates, die manchmal nötig sind, wenn man gerade auf ein neueres Kamera-Modell gewechselt hat.

    Zurück zum Roller-Abo. Das muss man ja auch nicht das ganze Jahr laufen lassen, sondern könnte es wie manche bei Ihrem Wagen nur saisonal nutzen und hat im nächsten Jahr vielleicht schon ein aktuelleres Modell mit frischem Akku am Start.

  5. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die 39 Euro nur dann zustande kommen, wenn man den Scooter 24 Monate am Stück mietet. Bei einer Mietdauer von 3 Monaten wären es bestimmt schnell 100 Euro im Monat. Für 39 Euro nur in den warmen Monaten mieten, würde sich für Otto niemals rentieren.

  6. Wie soll ich dann noch mein tägliches Ziel von 10.000 Schritten erreichen, wenn ich einen solchen Roller nutze? Dazu bleibt dann keine Zeit mehr für mich. Daher kommt es nicht in Frage für mich.

  7. Ich wohne in einer Studentenstadt und hier bietet Swapfiets ein ähnliches Modell für Fahrräder zu ehemals 15€ und jetzt 17,50€/Monat an. Meiner rein subjektiven Wahrnehmung nach sind die damit verdammt erfolgreich. Die Dinger stehen an jeder Ecke.

  8. Was ich bei diesem ganzen Vermietgeschäft nicht verstehe ist, wieso die Roller überall herumstehen dürfen. Jeder Gastwirt, der ein paar Tische und Stühle im öffentlichen Raum aufstellt, wird kräftig von der Gemeinde zur Kasse gebeten – und wehe ein Stuhl steht 10 cm zu weit auf dem Gehsteig! Aber Leihroller und -fahrräder dürfen die Städte zumüllen, ohne irgendwelche Konsequenzen. Ziemlich ungerecht meiner Ansicht nach. (Edit: Es geht mir nicht um private Fahrzeuge, nur um solche mit denen jemand Geld verdient.)

  9. Kai Wenzel says:

    Hmm, bin ich dumm, oder warum hat bisher keiner in den Kommentaren die Frage nach dem Aufladen gestellt. Eine Akkuladung dürfte wohl kaum für einen Monat halten. Also selbst aufladen? Ladegerät? Und wo stellt man das Ding ab, wenn man in der 4, Eatge ohne Aufzug wohnt?

    • Da der Roller so wie geleast ist, wird wohl auch ein Ladegerät dabei sein und klar…Aufladen musst Du selber.
      Wo Du ihn unterbringst sollte wohl dein Problem sein!

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