Oscars: Preis für „Bester Film“ wird an Inklusion und Diversität gekoppelt

Die Academy, welche auch für die jährliche Verleihung der Academy Awards (wohl besser bekannt als die Oscars) zuständig ist, hat eine Neuerung angekündigt: Ab 2024, also ab der 96. Oscar-Verleihung, wird man in die Nominierungen für den „Besten Film“ Inklusion und Diversität einbeziehen. Filme, die nicht mindestens 2 von 4 Kriterien erfüllen, kommen nicht für die Auszeichnung infrage.

Ihr könnt es euch sicherlich denken: Diese Entscheidung wurde direkt kontrovers diskutiert. So sollen Filme, um eben als „Bester Film“ nominiert / prämiert werden zu können, in mindestens zwei der folgenden vier Bereichen Diversität und Inklusion nachweisen:

  • On-Screen Representation, Themes and Narratives
  • Creative Leadership and Project Team
  • Industry Access and Opportunities
  • Audience Development

Bei Twitter gibt es da schon einige Diskussionen über die einzelnen Punkte. So wird der Academy da vielfach unterstellt, es gut gemeint zu haben, die Umsetzung sei aber bedenklich. Beispielsweise klingen die recht vagen Kriterien so, als habe man da nur an nordamerikanische Produktionen gedacht. So kommt auch bei mir die Frage auf, ob ein Film wie „Parasite“ dann überhaupt noch den Preis für den „Besten Film“ einheimsen könnte. Denn das südkoreanische Drama dürfte in keinem der Punkte die Diversitätskriterien erfüllen – schließlich handelt es sich um eine sehr homogene, südkoreanische Produktion.

Ich sehe das persönlich recht gespalten: Einerseits versäumt man in Hollywood oft die Gelegenheit, sinnvoll mit einem diversen Cast zu besetzen. Andererseits stopft man auch manchmal auf Teufel komm raus multinationale Darsteller in Szenarien, in denen das Ganze eher wie ein Fremdkörper wirkt. Wenn ich mir z. B. einen Film ansehe, der in Europa im Mittelalter spielt, dann nahmen dort nun einmal viele Nationalitäten keine Rolle ein. Umgekehrt wünscht man sich ja auch in einem historischen, asiatischen Drama oder Martial-Arts-Film keine weißen Schauspieler herbei.

Was meint ihr denn zu den neuen Standards der Academy für Inklusion und Diversität? Befürwortet ihr die Entscheidung eher oder winkt ihr bereits innerlich ab?

Update: (09.09.2020)

Ein Film wie „Parasite“ käme natürlich weiter für den Oscar infrage, auch wenn man die Diversität da kritisieren könnte, je nachdem wie der Begriff persönlich ausgelegt wird. So darf der Cast z. B. von Schwarzen, Asiaten oder lateinamerikanischen Schauspielern dominiert sein – primär soll eine weiße Dominanz verhindert werden. Genauer könnt ihr euch die Kriterien hier noch einmal durchlesen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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75 Kommentare

  1. Das einzige Kriterium, das bei der Auswahl des „Besten Filmes“ herangezogen werden sollte, ist die Qualität des Film.

      • Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen!
        Das Ganze wundert mich aber nicht mehr, zieht sich dieser Wahn doch durch alle Lebensbereiche momentan. Seien es die Namen von Straßen, Apotheken etc. oder eben die Besetzung eines Films. Wenn nun die ganzen Befürworter dieser Regularien meinen, sie würden damit etwas in den Köpfen einiger Kleingeister erreichen, dann kann ich nur sagen, träumt weiter in eurer Blase.
        Ich jedenfalls möchte z.B keine afroamerikanische Agentin als 007, nur weil es eine aktuelle Bewegung so möchte oder sich eine Produktionsfirma zur Diversität verpflichtet fühlt. Aber sehr gerne, wenn es der Hintergrund für eine Geschichte hergibt.

    • Genau so ist es.

    • Absolut richtig.

      Zumal halte ich es nicht für die Aufgabe der Oscars, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Dafür gibt es die Politik, die z.B. in den genannten Beschäftigungsbereichen dafür sorgen sollte, dass keine Diskriminierung stattfindet.

      Aber die Oscars haben in den letzten Jahren einfach zu viele PC-Shitstorms über sich ergehen lassen müssen. Jetzt haben sie wohl dem Druck des Mobs nachgegeben.

  2. Schreib doch mal was wenn du nüchtern bist oder geh zum Psychiater!

  3. Willkommen in Absurdistan!

    • Bei Apple sind die Zensur-Kriterien und verbotenen Dinge sogar noch deutlich schlimmer: z.B. keine politischen Themen, keine Kraftausdrücke, keine weibliche Brustwarze, keine religiösen Themen, überhaupt keine kontroversen Themen, mit denen man anecken könnte. Und der strahlende Held muss ein Apple-Gerät in die Kamera halten.

      Und das alles in einem Land, in dem Trump damit prahlte, dass er wegen seiner Prominenz den Frauen ungehindert an die unteren Genitalien grabschen kann. Und sie haben ihn trotzdem gewählt. Das ist Absurdistan.

  4. Ja.
    Es muß alles reguliert werden.
    Es ändert sich NICHTS ohne Druck, niemals.
    Genau so wie wir Verbotsparteien brauchen, braucht Hollywood ebendiesen Druck.
    Wenn du das Ganze als persönlichen Affront, als Einschränkung siehst, bist du das Problem.

    • Stimmt, ohne Druck ändert sich nichts.
      Aber statt persönlich zu werden, hätte ich gerne von dir erklärt, wieso äußerlicher Druck, der solche Entscheidungen hervorruft, eine positive Entwicklung darstellen soll.

      Oder verstehe ich das richtig, dem Schlagwort der Diversität soll alles andere untergeordnet werden und die Lautesten gewinnen und unterjochen alle anderen?

      In dieser Hinsicht kann ich die Autoren der TAZ empfehlen.
      Nicht deren Hass gegenüber anderen, sondern wie sie sich alle im Recht sehen, aber unterschiedliche Meinungen vertreten. Gerne am gleichen Tag.
      Da ist die Schwarze, die sagt „Schwarzsein hat nichts mit der Hautfarbe zu tun“ und daneben schreibt die Jüdin über „die Opfermentalität der Schwarzen gegenüber den Dunkelbraunen“.
      Nicht zu vergessen, dass die gleiche Schwarze, welche meint, dass Schwarzsein nichts mit der Hautfarbe zu tun hat, von „Halbweissen*“ spricht, die ja irgendwie eher Weiße sind, also wenigstens „Halb-Privilegierte“ und sich daher nicht diskriminiert fühlen dürfen. (WTF?!)

      Also noch mal:
      Da wird Druck aufgebaut und aus diesem Druck heraus wird die Diversität über alles andere gestellt und gleichzeitig wissen die selbsternannten Diskriminierungsopfer nicht, was sie wollen, sondern bekriegen sich gegenseitig (um Macht) und machen sich dabei auch noch den Sprachgebrauch der Rassisten zu eigen.

      Und Resultate aus dem Druck von „Rassisten der Diversität“, diese Resultate sollen grundsätzlich gut sein und wer das anders sieht, ist das Problem?

      Sind wir schon wieder in einer solchen Epoche?
      Merke: Rassismus, Rassentrennung und Ausgrenzung ist es immer. Auch dann, wenn der Ausgrenzende Schwarz ist. Die TAZ als „Hort der Diversität“ liefert dafür aktuelles Anschauungsmaterial.

      • Ach weißt du, wenn ich IMMER WIEDER die gleichen durchsichtigen Gegenargumente (ich meine nicht deine durchaus konstruktive Antwort), zynischen Pauschalablehnungen, Widerwärtigkeiten, Anhäufungen von Extremen („Schneeflöckchen, Gutmensch, Merkeljünger, mein-schwarzer-Freund-hat-aber-gesagt-ihn-stört-es-nicht….) lese – zu sagen trauen sie es sich ja scheinbar nicht -, bin ich mittlerweile dafür, es solchen Leuten bis zum Erbrechen in den Hals zu stopfen, wenn sie’s freiwillig nicht lernen, muß man sie zwingen – oder sie hinten runter fallen lassen.
        Alles fordern, alles versuchen, damit am Ende wenigstens ein kleines Bissle übrigbleibt. Ich bin da inzwischen ziemlich desillusioniert.

        • „es solchen Leuten bis zum Erbrechen in den Hals zu stopfen, wenn sie’s freiwillig nicht lernen, muß man sie zwingen – oder sie hinten runter fallen lassen.“

          Das sind ja mal solide Gewalt- und Reinigungsphantasien. Interessant. Leute wie Sie sind ein mindestens genauso großes Problem wie die, die sie so verachten.

          • Der Rassismus der identitären „Linken“ ist frappierend. Langsam wird deren Ideologie verstärkt auch in hiesigen (D) Medien eingeführt.
            „Political correctness“ war gestern (und eine nicht immer unbegründete Denke mit teilweise putzigen Auswüchsen – nun kommt „critical race|gender theory“: totalitär, identitär, anti-aufklärerisch und ausdrücklich den westlichen Gesellschaftsformen gegenüber feindlich gesonnen; mit weitreichender Unterstützung in den Massenmedien. Es findet sich auch vieles Quasi-Religiöses darin: die Ursünde, die Reinheit des Dogmas und der rücksichtslose Umgang mit Abweichlern. Brandgefährlich.

        • Ich habe echt keine Ahnung, warum mit dir keiner konstruktiv diskutieren will …

    • Dirk der allerechte says:

      Willkommen bei der SED

      • Oder bei Schlimmeren. Auch linksradikale Politsekten wie Antifa und BLM ziehen Persönlichkeiten an, die es nach Macht über andere Menschen dürstet. Sie (die Linksradikalen) mögen die Hufeisentheorie nicht und politisch sehe ich auch bedeutende Unterschiede (s. marxistische Faschismustheorie, die die Realität des linksradikalen Mobs wunderbar erklärt), aber psychologisch sind sich Links- wie Rechtsradikale und nicht zu vergessen religiöse Extremisten recht ähnlich.

    • Du hast eine sehr spezielle Sicht auf die Dinge.
      Und von einer sachlichen Diskussion hast Du wohl auch noch nie etwas gehört. Es ist ganz schlechter Stil ihn direkt persönlich anzugreifen.

    • Das Problem bist du, weil du dir zu sicher bist mit deiner Meinung (und der deiner Verbotsparteien) richtig zu liegen. Sehr viele Parteien wollen vieles verbieten. Die AfD würde wahrscheinlich gerne Moscheen und Einwanderung verbieten, da wärst du dann sicherlich dagegen, weil es eben nicht zu deiner Meinung passt. Wenn die gerade herrschende Partei immer der Meinung wäre sie darf das Leben der Menschen genauesten Regeln, würden wir in einer (dauernd wechselnden) Diktatur leben.

  5. Ich bin da entspannt, die besten Filme werden die besten weil sie die besten sind und nicht wegen einem Oskar. Eher denke ich das ein Oskar die Relevanz verlieren wird. Die meisten von uns gehen doch bei der Filmauswahl nicht nach Preis sondern Empfehlungen vor.
    der Regisseur + Team sollten Künstlerische Freiheiten haben erst dann entstehen doch die wahren Kunstwerke.

  6. Du hast ein „R“ im Namen vergessen oder kannst du rational und vor allem ohne geschlechtliche Abwertung erklären, wieso es „der Situation angemessen ist“, eine Frau zum Sex aufs Bett zu drücken?

    Wieso sich überhaupt eine Frau wegen eines erzwungenen Kusses einem Mann hingeben sollte und dadurch ihre (Zitat des Films) „mütterlichen Gefühle geweckt werden“, entsprang schon damals nur aus dem männlichen Gedanken, dass die Frau eben untertänig und gehorsam sein soll.
    Fun Fact: Im Buch kommt die Stelle nicht vor, da geht Bond mit der Kontrahentin würdevoll um und nimmt sie als Frau mit eigenen Bedürfnissen und eigenen Motiven ernst.

    Ich stimme zu, dass diese Anpassung bei den Oscars die ganze Nominierung ad absurdum führt, weil es eben nicht mehr um Qualität geht, sondern um erzwungene Diversität – aber deine Haltung, alles irgendwie zu rechtfertigen, nur weil es eben im Film so dargestellt wird, ist das andre Extrem, welches wir auch nicht brauchen.

    Ich halte es mit André, ich wünsche mir echte, dem Thema des Films entsprechende kulturelle Anpassungen. Ich wünsche mir weder Zensur/vorauseilenden Gehorsam noch zwanghaftes Integrieren von Personengruppen.

  7. Genausogut könnte man ein Buch nach der Häufigkeit einzelner Buchstaben bewerten. Was ein Quatsch.

  8. Find ich super. Ich will noch viel mehr schwarze König Arthus, Lesbische Seven of Nines und ähnlichen Bullshit, der zwar null Sinn ergibt, aber total supi dupi divers ist.
    Mich ärgert es aber maßlos, dass die muslimischen, schwarzen, lesbischen Inuit noch völlig unterrepräsentiert sind. Da herrscht dringender Handlungsbedarf. Vielleicht wäre das was für den nächsten Bond?

    • Scheint ja echt ne persönliche Enttäuschung für dich zu sein das Seven of Nine auch Frauen mag. Probiere doch auch mal was anderes aus, erweitert evtl. deinen Horizont!

      • Wär mir völlig egal, wenns in Voyager nicht anders gewesen wäre und es nur aus supi dupi diversity Gründen reingewurschtelt wird. Nur weil irgendein Schneeflöckchen meint, dass im Skript ne Lesbe fehlt, muss man keinen Charakter völlig umschmeissen. Noch dazu völlig kommentarlos, ohne Kontext, ohne zumindest ein bisschen Story dazu zu liefern.

      • Ich erwarte noch deinen persönlichen Angriff zum schwarzen König Arthus. Mehr als das scheint ja von dir nicht zu kommen :p

        • Über einen schwarzen König Artus kann man streiten, denn der Mythos hat einen präzisen historischen Hintergrund, in dem Schwarze keine Rolle spielen. Ich fand aber die schwarze Germania in Rammsteins gleichnamigen Musikvideo grandios! Lesbische Charaktere sind auch längst nicht mehr provokant. Insofern wurde von der Kulturindustrie viel erreicht, das nun durch primitiven, resentimentgeladenen Propagandismus wieder zerstört werden soll. Es geht denen nicht um gesellschaftlichen Fortschritt und individuelle Freiheit, sondern um Spaltung und Kommerz in einer Aufmerksamkeitsökonomie, die Empörung und Hass als Einnahmequelle entdeckt hat.

          • Das Rammstein Video ist super. Aber das ist ein Musikvideo und was völlig anderes als ein Film. Wenn ich einen Film mit einem schwarzen König machen will, dann nehm ich mir halt ne andere Vorlage, oder schreib einfach selbst eine Geschichte.
            Dann passt das auch, siehe z.B. Black Panther.
            Warum muss man den dann König Arthus nennen, das ist wie du ganz richtig schreibst Effekthascherei.

    • Seven of Nine ist halt jetzt eine Quoten-Lesbe. Das kann jeder Schauspielerin blühen – ob es ihr passt oder nicht. Ein wenig Druck seitens der Produzenten wirkt da Wunder.

  9. Der Oscar war mir bei der Filmauswahl nie wichtig, jetzt bin ich weiter bestärkt worden diesen zu ignorieren. Ich habe überhaupt nichts gegen Homosexuelle oder Menschen aus anderen Kulturen (bin selbst kein Bio-Deutscher) aber mit solchen Aktionen erreicht man meiner Meinung nach genau das Gegenteil. Menschen lassen sich nicht gerne etwas aufzwingen und sorry aber es erscheint immer mehr der Eindruck als wolle man die Menschheit umerziehen. Ich soll mir also von einer Institution etwas sagen lassen, welche über Jahrzehnte Pädophile in den eigenen Reihen toleriert und Frauen unterdrückt hat. Sorry aber das funktioniert einfach nicht.

    • gut geschrieben. es sind immer die sich selbsterhöhenden, die mit der moralkeule kommen. hierzulande sind es grüne und linke, die pädophilen jahrzehntelang schwer erziehbare kinder in obhut gaben und nun zu diversität trommeln. einfach widerlich die aktuelle entwicklung.

  10. Dirk der allerechte says:

    Inklusion hat noch nie funktioniert und wird auch nicht funktionieren! Aber allerdings können das nur rational denkende Menschen feststellen ich empfehle den Artikel in der Ärztezeitung von Januar diesen Jahres… Die mich darin bestätigt.

    • Was hat jetzt bitte Inklusion mit dem Thema zu tun?

      Du kannst aber trotzdem gerne einen Link der Ärztezeitung posten falls der nicht hinter einer Paywall rumlümmelt da meine Tochter gerade ein FSJ in einer Klasse mit beeinträchtigten Kindern gemacht hat.

      • Dirk der allerechte says:

        Inklusion hat sehr wohl damit zu tun weil es eine der vier Begriffe ist die zur neuen Bewertung hinzugezogen werden! Inklusion und Diversität sind die beiden Hauptbegriffe die zur Bewertung hinzugezogen werden, ich empfehle einfach mal hier den Text zu lesen und nach der Ärztezeitung zu googeln.Der Text ist nicht hinter einer Paywall

  11. Was für Deppen! Ich wäre gern früher geboren.

  12. Martin Vader says:

    So richtig auf den Schlips getreten fühlen sich irgendwie nur die Privilegierten.
    Natürlich könnte Hollywood von selbst drauf kommen und alle Menschen würdigen aber da dies nicht zu funktionieren scheint (nicht einmal hier im Thread), muss es eben auf diese Weise versucht werden. Mich schränkt es in keinster Weise ein oder verletzt mich, wenn König Artus ein Mensch mit anderer Hautfarbe ist, als ich es gewohnt bin. James Bond als Frau? Mir völlig schnuppe, es kommt auf den Mensch an. Wenn gesellschaftliche Minderheiten so unterstützt werden, dann finde ich das völlig in Ordnung.

  13. Wohin führt das wohl im schlimmsten Fall? Es werden Filme anhand festgelegter Kriterien produziert und der Inhalt des Films ist nur noch Beiwerk.
    Den Trend sehe ich heute schon das oftmals Produktionen Inklusion und Diversität als einzigen Inhalt und Aussage in den Vordergrund stellen und ansonsten keine Geschichte oder Inhalte bieten…

    So sehr das Anliegen ja gut ist, so finde ich es nicht so reizvoll x-Filme und Serien zu sehen die einzig und allein Inklusion und Diversität als Botschaft haben. So ein Thema nutzt sich schnell ab.

  14. Kriegt Moonlight halt noch einen Oskar. Der war seiner Zeit/Bewertungskrieterien jedenfalls voraus, wobei ich anmerken will, es ist ein fantastischer Film den ich nur empfehlen kann (habe ihn aber eher zufällig gesehen, das Thema war mir eigentlich „Too much“).

  15. Damit erreicht man nur, dass der Oscar bedeutungslos wird. Filme wurden bisher gedreht und man bekam einen Oscar oder auch nicht. Für den kommerziellen Erfolg war das immer nachrangig.

    Keiner wird seinen Film oscaoptimiert produzieren, sondern immer nach den Interessen der Kunst und/oder des Publikums.

    Das Publikum lehnt das klar ab, Remakes ala Ghostbusters und ähnliche Produktionen fallen durch.

    Der Oscar wird damit irrelevant, wie bei uns der Grimmepreis.

    Schade, die Verleihungen hatten schon was. Alles geht zu Ende.

  16. Zu Parasite: Frauen, Männer, alt, jung, arm, reich – ist doch alles drin?

    • Sind aber alles Koreaner. Einer der Hauptdarsteller und/oder mehrere Nebendarsteller muss jetzt mindestens eine andere Hautfarbe und Nationalität haben und darf nicht heterosexuell sein, idealerweise ist er auch noch körperbehindert und Suchtkranker.

      Bester Film gibts in der Regel nur noch, wenn das Narrativ bedient wird. Es ist also eine bedeutungslose Kategorie, weil niemand einen Film gut findet, weil die Academy ihn gut findet.

      Das ist Schade für alle bisherigen Gewinner, weil ihre Arbeit dadurch entwertet wird. Die haben das bekommen, weil ihr Film der beste gewesen ist. Zukünftig steht der Preis für den angepasstesten Film. Das ist sowas wie ein künstlerisches Todesurteil, quasi eine Vernichtung des eigenen Werkes.

      Die werden alle zusehen, diesen Preis nicht zu bekommen.

      • Papperlapapp, Hautfarbe und Nationalität interessiert heute nur noch die ewig gestrigen, weil’s keinen Unterschied macht. Mensch, Erde. Reicht.

  17. Dirk der allerechte says:

    Oh Mein Kommentar wurde gelöscht, d.h. entweder gibt es hier einen direkten linken Kurs in diesem Blog oder mein Kommentar war rechtlich angreifbar dann bitte sofort zur Anzeige bringen!! Eigene Meinungen sind leider nicht mehr haltbar so wie auch hier in diesem Blog jetzt neuerdings? Ich habe niemanden beleidigt Oder persönlich angegriffen damit, deshalb verstehe ich die Löschung meines Eintrags nicht?
    Wenn mein Eintrag rechtlich nicht verletzend und nicht beleidigend ist dann ist definitiv hier eine Zensur vorhanden.In unserem angeblich so freien Rechtsstaat

  18. umgekehrter Rassismus

  19. Wenn ich wenn ich von solchen Entscheidungen lese, dann denke ich zuerst:
    Hmmm, ob das Alles wirklich notwendig und sinnvoll ist.

    Und dann lese ich die „kritischen“ Kommentare und denke:

    Ja, leider wohl schon, sonst werden viele nie kapieren, dass wir nicht mehr 1900 sondern 2020 leben.

    Und wer das nicht begreift, der wird halt selbst zur Geschichte: zur Vergangenheit.

    • Martin Vader says:

      Es ist wirklich beängstigend mit welch altbackenen Ansichten hier, fast schon menschenfeindlich kommentiert wird. Es gibt immer noch sehr viele Menschen die einen Unterschied machen, zwischen Männer, Frauen und Divers. Anderseits sind solch Ewig-Gestrigen auch immer extrem laut

      • Dirk der allerechte says:

        Entschuldigung nicht wir haben diese Unterschiede erfunden sondern die Natur!

        • Martin Vader says:

          Genau diese Sichtweise aus den „guten alten Zeiten“ habe ich gemeint. Es tut mir leid dass Sie das Gefühl haben so sehr unter Veränderung zu leiden. Ein Geschlechtsmerkmal macht noch keine sexuelle Orientierung
          Und wenn sie tatsächlich mit der „Natur ist halt so Keule“ kommen, sollten sie sich über den aktuellen wissenschaftlichen Konsens informieren, bevor sie längst überholte Relikte aus einer braunen Schublade zitieren. Hier lege ich ihnen Artikel des HPD, der Giordano-Bruno-Stiftung, des Skeptiker-Magazins nahe und falls Ihr Horizont tatsächlich soweit reicht, Studien gibt es ebenfalls zu Hauf. Für was man allerdings keine Studien braucht, ist Empathie und an der sollten einige der Anwesenden evtl etwas arbeiten. Bisschen Humanismus hat noch nie geschadet (auch wenn man sehr gerne im vorgestern lebt) und hat uns unter anderem die Freiheit gegeben Hass und Häme ungehindert im Netz kund zu tun.

          • „Sexuelle Orientierung“ heisst heute: ich weiß nicht, was ich mit meinem langweiligen Leben anfangen soll, die lebenswichtigen Grundlagen wie Nahrung, Wohnraum und medizinische Versorgung wurden durch die vorangegangenen Generationen sichergestellt, also könnte ich allen doch mal mit irgendwelchen bekloppten Ideen auf den Sack gehen. Die einen kommen mit merkwürdigen Theorien zur Form der Erde um die Ecke, die anderen halt mit hochemotional aufgeladenen Offenbarungen der eigenen „sexuellen Orientierung“, will heißen, sie brauchen eine Extraportion Aufmerksamkeit und verlangen, dass die Welt sich nur noch um sie und ihre Phantasien drehen möge. Wird diesem Wunsch nicht nachgegeben, sind alle anderen
            Gerne unterstützen selbsternannte Statthalter, sogenannte SJWs, Social Justice Warriors, die oben genannten Aufmerksamkeitsgestörten in der Hoffnung, ihrerseits ein paar Extrastreicheleinheiten zu ergattern. Oft zu beobachtendes Verhalten dabei: Austeilen, beschuldigen, vorwerfen bis Maximum, sobald aber andere Sichtweisen vorgetragen werden, folgt der Heulkrampf als Ausdruck der fehlenden sozialverträglichen Umgangsformen. Damit ist das ganze Gehabe von vorneherein nicht gesellschaftsfähig. Passt aber in die Zeit, denn das gesellschaftliche Zusammenleben wird ja gerade nach Kräften zerstört. Mit Unterstützung von zahlreichen Lakaien denen gar nicht bewusst ist, welchen Dienst sie da erweisen.

      • Wer ist hier extrem laut?
        Irgendwie falsche Wahrnehmung.
        Typen wie du, die den Normalen einen von Diversität aufschwatzen wollen, sind doch die lautesten!
        Von welchem wissenschaftlichen Konsens redest du da?
        Fakt ist, genetisch gibt es Männlein, Weiblein und nicht mal im Promille Bereich irgendwelche genetischen Sonderkonstellationen. Das sind aber oftmals nicht mal diejenigen, die sich selbst in die Reihen der heutigen „Diversen“ einsortieren, dort fühlen sich meist nur psychisch falsch tickende angesiedelt.

        • Ihre „Gattung der Normalen“ grölt doch am lautesten und beweist immer wieder gekonnt, wie Hass und Angst vor Neuem Gegebenheiten, Hand in Hand gehen. Wissenschaftlicher Konsens ist sehr wohl gegeben und der Mensch besteht nicht nur aus Genen, wie Sie evtl in der Schule lernen durften. Korrelation ist keine Kausalität, fehlende Empathie, fehlende Bildung und kognitive Dissonanz sind keine Ausrede um den Tellerrand nur aus der anachronistischen Ferne zu betrachten.

          • 0800 111 0 111
            Ruf da mal an und rede mit denen ein bisschen. Wird dir gut tun.

          • Natürlich besteht das Geschlecht nur aus Genen. Penis=Mann, Vagina=Frau. Ende.

            Es gibt Menschen, die werden ohne Arme oder Beine geboren, das ist dann eine Behinderung. Aber genau so, wie mongoloide Behinderte keine neue Menschenrasse sind, sondern Menschen mit einer Krankheit, gibt es eben auch Menschen, die ohne ein Geschlechtsteil geboren werden (oder mit beiden oder…).

            Das macht sie nicht zu minderwertigen Menschen, aber es begründet kein neues Geschlecht, sondern ist einfach nur ein Gendefekt. Keine Problem. Aber auch keine Sonderlocke.

  20. Die Flüchtlinge lassen wir im Meer ertrinken oder in Flüchtlingscamps verbrennen, aber Hauptsache die Filme sind divers.

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