Opera-Server gehackt, Malware an Benutzer verteilt

Unter Umständen schlechte Nachrichten für Benutzer von Opera unter Windows. Im Sicherheits-Blog gab das Unternehmen bekannt, dass es einen erfolgreichen Angriff auf die Server gegeben hätte. Nach jetzigen Berichten geht man davon aus, dass die Server des Unternehmens wieder gereinigt sind. Ebenfalls teilt man mit, dass es keine Anzeichen gibt, dass irgendwelche Daten von Benutzern kompromittiert sind. Man gibt aber an, dass die Hacker ein Sicherheitszertifikat geändert hätten, mit dem sie ihre Malware zertifiziert haben.

Opera-logo

Durch diesen Umstand waren sie in der Lage, bei „ein paar Tausend“ Windows-Benutzern ein Update einzuspielen, welches Schadsoftware enthielt. Was interessant ist: Der Zwischenfall wurde erst jetzt im Opera-Blog bekannt gegeben, eine knappe Woche nachdem dieser Vorfall passierte. Laut Opera wurden bei den Windows-Benutzern circa 36 Minuten lang diese schadhaften Updates eingespielt, laut Info liegt dieses Zeitfenster von 03:00 Uhr bis 03:36 Uhr, sodass der normale Surfer in Deutschland eigentlich im Bett gelegen haben müsste. Dennoch: sehr schlechte Nachrichten für Opera und die Tatsache, dass man diese News erst jetzt veröffentlicht, macht die Sache nicht besser. Betroffene Benutzer sollten ihre Systeme unter Umständen unter die Lupe nehmen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. Danke für die Nachricht – auch wenn ich, wg. eigener Sicherheitsstrukturen, auch dann nicht hätte betroffen sein können, wenn alle sonstigen Bedingungen dazu zu erfüllt gewesen wären.

    Hier setzt aber – bei allem Dank an Dich und auch bei voller Zustimmung , dass dies ein bedenklicher und unzureichender Umgang seitens OPERA mit der Attake ist/war – auch Kritik an Dir ein; es hätte dann, auch gerade für potentiell Betroffene, der letzte Absatz der OPERA-Macher mit erwähnt oder – besser – zitiert oder übersetzt werden sollen:
    „Users are strongly urged to update to the latest version of Opera as soon as it is available, keep all computer software up to date, and to use a reputable anti-virus product on their computer. For more information about the malware, including which anti-virus applications can detect it, virustotal has a good overview.“

  2. Das ist aber alles andere als kundenfreundlich, was da Opera gemacht hat. Man muss ehrlich und transparent zu seinen Kunden sein, sonst sind diese schneller weg, als einem Lieb ist.

  3. Sorry, aber das ist wieder ein Grund mehr Opera zu meiden.

  4. Harrygrey says:

    Da sollte man lieber Google Chrome nehmen, da wird immer Spionage betrieben. :))

  5. @holger
    @weissertiger2

    dann dürftet ihr KEINEN bekannten Browser benutzen 😉 ( (wahrscheinlich) jedenfalls nicht eure )
    Da kann man in den letzten Jahren jedenfalls noch ganz andere Reaktionszeiten und Formen des Umgangs finden.

  6. Langsam weiß man schon nicht mehr wem man überhaupt noch trauen kann. Gestern das ADP Thema, heute nun Opera, davor PRSIM und alle die da Daten liefern (möb)

  7. @ws: Mit lynx surfen! Nein Spass beiseite 🙂

    Klar, jeder Browser hat mittlerweile eine Automatische Update Funktion. Was mich eher stört ist die Tatsache das Opera so lange mit der „News“ gewartet hat. Bei Mozilla oder Google wäre da sicherlich schneller gewesen.

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