Opera integriert Adblocker direkt in den Browser, kein Plugin mehr nötig

artikel_opera_devWerbeblocker, sie sorgen nicht nur dafür, dass der Internetnutzer vor blinkenden Kaufaufforderungen geschützt wird, manchmal helfen sie sogar dabei, das Eindringen von über Werbenetzwerke verteilten Schädlingen zu verhindern. Kann man nutzen, muss man aber nicht, jeder sieht das anders. Nutzern von Opera wird es künftig noch einfacher gemacht, Werbung zu blockieren. Denn für Opera ist dann keine Erweiterung mehr nötig, die die Blockierung von Werbung übernimmt, sondern das Ganze ist direkt in den Browser integriert. Bis zu 90 Prozent Ladezeit lässt sich so laut Opera einsparen, im Durchschnitt sind es immerhin 40 Prozent.

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Bisher ist der Werbeblocker nur in der Dev-Verison von Opera vorhanden, kann dort mit einem einfachen Schalter aktiviert oder deaktiviert werden. Ein zusätzlicher Download eines Plugins entfällt. Opera erwähnt in der Pressemitteilung, dass Nutzer sehen können, wie sehr die Werbung die Ladezeiten beeinträchtigt, auch ein Counter auf Tages-, Wochen- und Gesamt-Basis ist verfügbar, er zählt die Anzahl der blockierten Anzeigen. Wie das aussieht, seht Ihr auf dem Screenshot ganz unten. Man kann Webseiten auch whitelisten, in den Einstellungen kann man diese Liste bearbeiten, zu finden unter „Datenschutz & Sicherheit – Block Ads“.

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Interessanterweise befinden sich dort schon einige Einträge, diese kann man einfach per Klick löschen oder neue hinzufügen. Der Adblocker scheint sehr viel wegzublocken, nicht nur Werbung. Während auf den meisten Seiten Inhalte im niedrigen zweistelligen Bereich blockiert werden, gibt es auch Ausnahmen. Bei der Werbeblocker unfreundlichen Publikation von Bild werden beispielsweise 408 blockierbare Elemente auf der Startseite gezählt. Das ist in der Tat eine Hausnummer.

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Der Adblocker von Opera lässt sich auf jeden Fall einfach bedienen. Ein und Aus, das bekommt jeder hin, der eine Maus bedienen kann. Zudem wird der Nutzer beim Aufruf der ersten Seite darauf aufmerksam gemacht, dass er den Adblocker aktivieren kann. So muss er nicht einmal die Einstellungen bemühen. Die Dev-Version von Opera findet Ihr auf dieser Seite, falls Ihr selbst ausprobieren möchtet.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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20 Kommentare

  1. Hui. Hoffentlich auch bald für Android. Seitdem ich Firefox Beta+uBlock origin als Standardbrowser auf Android benutze kann ich auch endlich ohne Kopfschmerzen, ohne vibrierendes Telefon, ohne Viruswarnmeldungen, ohne Popups, ohne all diese Scareware surfen. Das Internet auf dem Smartphone ist kaputt ohne Adblocker… und all diese Probleme treten auch bei sehr seriösen Seiten auf.

  2. Sascha Ostermaier says:

    Komisch. Bin seit Jahren ohne Adblocker unterwegs. Durchaus nutzbar, das Netz.

  3. @Sascha: Joa, funktioniert ganz gut so – und durch die Werbeeinnahmen, die man durch das Zulassen von Werbung den besuchten Seiten einbringt, ist das Ganze auch noch nachhaltig! Verstehe es auch nicht, warum so viele meinen, unbedingt einen Adblocker nutzen zu müssen. Dass man sowas auch noch in einen Browser direkt integriert, halte ich für unverständlich… Aber Opera für mich leider seit dem Relaunch auf Blink/Chrome-Basis (Version 15+) seinen Reiz verloren und kommt mir wie ein abgespecktes Chrome vor. Damals war Opera für mich ein Top-Browser, eben weil er so viele geniale Funktionen beinhaltete, sogar das Gruppieren von Tabs war möglich. Tja… Schade eigentlich…

  4. @sascha: und ich mach, wenn im tv werburg läuft den ton lauter

  5. Gerade für Webseiten Betreiber wie mich ist das keine schöne Entwicklung. Aber teils ist die Werbung so nervig in die Seiten integriert das ich manchmal auch nachvollziehen kann wenn jemand einen Adblocker einsetzt.

  6. Hmm… noch nie Scamseiten untergejubelt bekommen die das Telefon vibrieren lassen und vorgaukeln sie sind von Google? Der Browser ist ein Werkzeug auf dass ich mich verlassen will egal wie sicher oder unsicher die Seite ist die ich besuche. Das schlimme ist man erkennt es nicht und ich bekam sogar schon von deutschen Tageszeitungen solche Scamware untegejubelt. Öffnet mal diese total harmlose Seite in euren Chrome in Android und erklärt mal nicht so technikaffinen Menschen was da geschieht:
    https://shkspr.mobi/vibratescam/

  7. Worum geht es? Der eine verdient mit seiner Werbung mehr Geld der andere weniger. Ich dachte immer es geht um den Inhalt und Informationsgehalt einer Seite. Leider verkommen manche Seiten nur noch zu Litfaßsäulen. Um den Rest an vorhandenem Inhalt noch lesen zu können benötigt man einen Adblocker. (auch aus Sicherhheitsgründen) So einfach ist das. Wer Geld verdienen will, sollte sich einen vernünftigen Job suchen, und sich nicht über den Einsatz von Adblockern aufregen, weil sie ihm nicht die gewünschten Millionen auf dem Konto bescheren. Manche glauben da irgendwie daran gehindert zu werden das schnelle Geld machen zu können. Im Prinzip also nicht besser als die Werbeindustrie selbst. Wer seine Webseite durch Werbung finanzieren muss u. dies wegen Adblockern nicht kann, sollte sie besser schließen u. sich ein neuen Job suchen. Meine Meinung dazu.

  8. @marv ich hatte das sogar schon auf dieser seite.

    sascha ist in adblock ganz klar in einem interessen konflikt

  9. @Sascha

    Bin auch ohne Adblocker unterwegs – wozu schliesslich gibt es eine hosts?
    Funktioniert tadellos – und das sogar für alle Webbrowser (&mehr).

    😉

  10. Sascha Ostermaier says:

    @fabi: nein, kein Interessenkonflikt.

  11. Sagt mal, bekommt es jemand von Euch in Opera Dev als Standarbrowser unter OS X einzustellen? Bei mir ist in den Safari Einstellungen das DropDown zur Auswahl des Standardbrowsers weg…

  12. Das ist ein Zensur-Tool und kein AdBlocker – schließlich gehört Opera jetzt einem chinesischem Unternehmen!!!

  13. wenn unanimierte werbung auf den seiten wäre, keine popups oder links die zu einer seite führen beim Versuch den dreck zu schließen… dann und nur dann, hab ich keinen stress mit werbung. aber wenn ich im mobilen Netz wartezeit und datenvolumen nich zusätzlich am hals hab bin ich da gegen.kaufe auch bewusst nicht da ein wenn mich die Werbung nervt.dann verzichtet lieber drauf und lasst uns werbefrei bezahlen.schafft euch ne app an mut pro Version

  14. Hab bisher noch nie einen adblocker nutzen müssen.
    Komme damit gut klar im Netz.
    Muß dazu allerdings auch sagen , daß ich so sites wie bild.de schon mal gar nicht nutze.
    Und ich nutze Opera … normal beta, habe aber auch dev und stable installiert.

  15. Hatte Opera das nicht schon seit Version 9?

  16. @earmaster: Ja, von 9 bis 12. War aber eher was für Nerds, die neue Lösung ist für Mutti.
    @Tanner: Interessanter Gedanke, muss man mal weiter beobachten.

  17. taudorinon says:

    @Tanner – So viel ich weiß ist der Verkauf noch nicht abgeschlossen sondern die Chinesen haben nur die Kaufabsicht erklärt.
    Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen das die außerhalb Chinas zensierte Dienste anbieten werden. Die wollen schließlich mit der Infrastruktur Geld verdienen.

  18. Also ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu Adblockern. Einerseits kann ich es verstehen, dass Nutzer die Blocker nutzen. Dazu haben zu viele kriminelle Webseiten ihren Teil beigetragen. Andererseits kann ich Webseiten-Betreiber verstehen, die den Betrieb der Seite (bei mir) oder Mitblogger (wie hier) finanzieren möchten.
    Dass nun Browser gleich mit Adblockern kommen, ist eine nachvollziehbare Entwicklung. Webseiten-Betreiber müssen sich ein anderes Finanzierungsmodell suchen. Ich hab mich heute morgen mal damit beschäftigt. http://www.henning-uhle.eu/informatik/webmaster-friday-werbebanner-und-bloggen

  19. EuerAdolfvonPetry says:

    Hauptsache umsonst

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