OnePlus: Nach „Smash The Past“-PR-Desaster wird daraus eine Spendenaktion

Es dauerte nicht lange bis nach der Ankündigung der „Smash The Past“-Aktion zahlreiche negative Stimmen laut wurden. Zur Erinnerung, OnePlus wollte 100 Menschen die Möglichkeit geben, ein OnePlus One abzustauben, wenn sie im Gegenzug ihr funktionsfähiges (und recht aktuelles) Smartphone zerstören. Eine mutwillige Zerstörung von Technik hat immer einen negativen Beigeschmack. Weder sind die Geräte sehr umweltfreundlich, noch sollte man funktionsfähige Technik nicht „einfach so“ zerstören. Nun rudert auch OnePlus zurück.

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Wie das Unternehmen mitteilt, werden die 100 Gewinner ihr Smartphone nicht zerstören müssen, sondern es wird gespendet. Das ist optional, wer als Gewinner sein Smartphone zerstören möchte kann dies natürlich auch tun. So oder so werden die Gewinner ihr aktuelles Smartphone los, in Zusammenarbeit mit medicmobile.org werden dann daraus 1.000 Handys gemacht, die an Leute gehen, die nicht das Glück haben, in einer modernen Welt zu leben.

Das Interesse an dem Zerstörungs-Contest scheint dennoch sehr hoch gewesen zu sein. OnePlus verkündet, dass es 140.000 Teilnehmer gab, die 100 Gewinner werden morgen benachrichtigt. Was meint Ihr, Ruder noch einmal herumgerissen, oder hat OnePlus durch die Aktion schon einen irreparablen Image-Schaden?

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

17 Kommentare

  1. Eigentlich sollte es schädlich sein, aber im Marketing gilt leider immer noch (getreu Oscar Wilde/Monty Python): There is only one thing worse than being talked about, and that is not being talked about. Oder auf deutsch: es gibt keine schlechte Kritik.

  2. Ich denke entscheidend wird sein wie schnell und zuverlässig sie das One Plus One liefern können.
    Diese ganze Smash the past Geschichte und das Invite System mit dem die Geräte unters Volk gebracht werden sollen nerven viele Leute. Wenn sie aber gescheit liefern können treten diese Aufregerthemen schnell in den Hintergrund und die Leute freuen sich über ein gutes günstiges Telefon.

  3. Warum irreparabler Image-Schaden?
    OnePlus hat genau das erreicht was sie wollten

    Die Presse schreibt über nix anderes 😉

    Jeder Werbung ist gute Werbung

  4. Ziel erreicht! Sie stehen in der Presse und allein das zählt. Wer die Mittel in Frage stellt, hat noch nicht verstanden in welcher Welt wir leben.

  5. in der presse waren sie eh schon.
    sie machen sich allerdings einiges kaputt wie zb mit diesem invitesystem. ich jedenfalls möchte keins mehr.

  6. Michael says:

    Ihre Marketingabteilung ist jedenfalls nicht so gut aufgestellt wie R&D.

  7. So wie die die letzten Monate vorgegangen sind war das alles knallhart kalkuliert. Das einzige was sie erreichen wollten ist so vielen Leuten wie möglich ihr One schmackhaft zu machen, und das ist ihnen auch gelungen! Selbst ich habe kräftig Werbung im Verwandten- und Freundschaftskreis gemacht. Also alles geplant!

  8. hans mustermann says:

    Was meint ihr? Geht mir am Arsch vorbei, aber Du hast ja mit dieser „News“ wie all die anderen Webseiten kostenlos Werbung gemacht. Und nicht nur heute, der Firma kanns egal sein ob das nach hinten losgeht. die machen halt nächstes Jahr ne neue Firma mit nem anderen Namen auf. ist das nicht schön wie vergesslich man ist…

  9. @robert:
    Quatsch mit Soße. Wer die Mittel in Frage stellt, hat das wahrscheinlich sehr wohl verstanden.
    Muss man sich mit allem, was man versteht, achselzuckend abfinden?

  10. Immer noch clevere PR-Aktion, die ich jedoch auch nicht bei vorhandenem Gerät mitmachen würde. Mich interessiert am Ende nur, ob man ein gutes Gerät bekommt.

  11. rhazaar says:

    Irreparabler Schaden? Nein, keineswegs. Es wird so viel weggeworfen heutzutage. Sie wollten es tun wie allgemein bei den meisten Menschen die Einstellung sowieso ist. Wenn etwas nicht gefällt, weg damit. Und nun lenkt Oneplus ein und reagiert auf die Kritik. Ist dich super, beweist nur dass sie zuhören und von ihrem Fahrplan abweichen. Die Idee Handys an „bedürftige“ zu spenden ist doch toll. Also, ich kann da nichts negatives dran finden. Sie haben ihre PR, und das wahrscheinlich mehr als vorher angenommen.

  12. Lächerliche Aktion im Hinblick auf die Minenarbeiter, die für solche Smartphones arbeiten mussten unter Bedingungen, die man sich nicht vorstellen kann.
    NUn weiß ich wo ich niemals ein Smartphone kaufen werde. Dann wird’s eben doch ein FairPhone

  13. Bei der Autoball WM von raab werden mehrere polos geschrottet und niemand sagt ein Wort. Bei oneplus werden 100 Handys geschrottet und alle drehen durch.
    Die Firma ist froh über den ganzen Rummel.

  14. Überall wird vom sorgfältigen Umgang mit Resourcen geredet. Wer sein Hirn nicht beim Smartphone-Datteln verloren hat, sollte diese Peinlichkeit in Barrenform meiden. Der „Schwenk“ ist bloße Imagekorrektur – wes Geistes Kind die Macher sind, haben sie gezeigt. Ein absolutes NoGo bei dem die technischen Besonderheiten des Geräts ( die in 5 Minuten auch schon wieder zum Alten Eisen gehören) völlig Wurscht sind. Ergo: da ich nicht als kulturloser Nerd gesehen will, wird man mich mit einem Gerät dieser Marke sicher nie antreffen.

  15. @Thomas: „kulturlos“, weil du ein Smartphone kaufst, das mit einer Aktion beworben wird, wo 100Handys zerstört werden? Wie blind muss man sein, um nicht zu wissen, dass der sorgfältige Umgang mit Ressourcen anderen Herstellern genauso am A. vorbeigeht. Die haben genauso das Ziel, dass man sich ihr neues Smartphone kauft, wenn sie es veröffentlichen, auch wenn man noch ein gutes hat. Unsere Konsumgesellschaft sollte kritisiert werden und nicht eine kleine PR Aktion.

  16. Roberto Carlos says:

    Wer sendet mir ein Invite?
    rob-theseducer@gmx.net