OnePlus kommentiert die Drosselung seiner Smartphones erneut

Die Geschichte geht weiter: Es wurde bekannt, dass OnePlus gezielt populäre Apps an den Smartphones der Serie OnePlus 9 auf eine Blacklist setzt und die Performance drosselt. Der Hersteller bestätigte jene Verfahrensweise und begründete sie spannenderweise mit den Wünschen der Nutzer. So soll vor allem die Energieeffizienz verbessert werden. Kann man natürlich kritisch sehen, denn andere Hersteller bewerkstelligen genau das auch auf anderen Wegen. Zumal OnePlus transparenter hätte sein können. Jetzt bezieht das Unternehmen erneut Stellung zur Lage.

So argumentiert man, dass die aktuellen Smartphone-SoCs oft einen Performance-Overkill auslösen würden. Das betreffe speziell Social-Media-Apps, Browser aber sogar manchmal einfache Spiele. Deswegen habe man Optimierungen an den OnePlus 9 / 9 Pro und Oxygen OS vorgenommen, um zwar die Leistung zu bieten, welche die Nutzer erwarten, aber ohne den Akku unnötig zu belasten.

Tatsächlich verwalte man intern eine Liste mit den beliebtesten Apps aus dem Google Play Store, etwa Chrome, WhatsApp, Twitter, Facebook, Zoom, Microsoft Office, Instagram, Snapchat, YouTube, Discord und mehr, um die Optimierungen genau zuzuschneiden. Das betreffe aber auch die hauseigenen Apps von OnePlus, etwa für die Kamera. Man beachte aber immer, dass die Nutzererfahrung nicht getrübt werde.

Fazit: OnePlus räumt die Drosselungen ein, ist aber der Ansicht, dass sie sich praktisch auf die Nutzer nicht auswirken.

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9 Kommentare

  1. Grundsätzlich ist es OK eine solche Drosselung zu machen, allerdings wäre es schön, wenn man es von Anfang an so kommuniziert hätte und am besten auch für den Kunden einstellbar.
    Bei manchen Apps wie Chrome kann es je nach Nutzung auch unvorteilhaft sein.

  2. MoshPitches says:

    Warum verbaut man dann überhaupt so leistungsstarke Hardware, wenn sie offensichtlich bei den allermeisten Usern oder Anwendungsfällen nicht gebraucht wird? Klar, Marketing. Aber ansonsten? Dann lieber die Ressourcen anders verwenden.

    • Das ist ja deine Entscheidung welche Hardware du kaufst, kann dir niemand vorschreiben. Jeder Nutzer hat andere Preferenzen, deswegen gibt es eine so große Auswahl an Möglichkeiten. OnePlus bedient nur das Angebot. Ich teile aber die Meinung des ersten Kommentators, dass man dieses Verhalten selbstständig einstellen lassen muss (nach entsprechender Aufklärung über Vor- und Nachteile).

    • Leistungsreserve vllt? Was heute reicht, ist morgen vielleicht zu wenig.
      Außerdem wäre hingegen eine zu „schwache“ CPU wieder negativ, da die dann oft im hohen Lastbereich läuft und damit ineffizient ist.
      Daher baut Intel für sparsame Notebooks der <1kg Klasse inzwischen Hybrid-CPUs. Ähnlich haben Smartphones ja verschieden starke Kerne. Ähnliches Prinzip wohl relevant für die Wahl des Prozessors.

      • Habe mein OP9 über eine Anleitung im OnePlus-Reddit „entdrosselt“. Bis her kaum Auswirkungen auf den Akku, meiner Meinung nach.

        Im browser Benchmark speedometer bin ich nun in Chrome von 17,5 auf 75 gekommen. Das; wäre sonst halt schlechter als ein OP7 oder ähnliches..

        Ich finde sie müssen da ein Kompromiss finden und updaten.

  3. Hätte man das Smartphone günstiger machen können und einen „älternen“ Chip verwenden. Würde alles wahrscheinlich genauso schnell laufen, man bräucht nicht drosseln und evtl. hält der Akku auch länger….

  4. Die Technik an sich finde ich super, aber sowas muss konfigurierbar sein.

  5. Ich halte diese Art der Drosselung für illegal weil damit Hardware Design Fehler kaschiert werden für die man sonst haften müsste.
    Wenn man sich einen Sportwagen kauft und stellt später fest dass der Hersteller die zuvor versprochene Leistung drosselt ohne dass man dies sehen oder beeinflussen kann wäre das auch kein Feature.
    Freue mich auf die ersten Musterklagen die es in die Presse schaffen…
    Oder die zeitnahe Möglichkeit von OnePlus dies selber zu steuern!

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