OnePlus 8T vorgestellt: Smartphone mit 65-Watt-Druckbetankung ab 599 Euro

Das OnePlus 8T ist da. Mit einer Mischung aus Leaks und der Marketing-Strategie seitens OnePlus sind wohl die meisten Details bereits bekannt gewesen. Unter anderem auch, dass es nicht wie im letzten Jahr ein weiteres Pro-Modell gibt. (Zugegeben, das war im letzten Jahr auch etwas Quatsch.) Überraschungen dürfte es somit kaum noch welche geben. Fassen wir nach dem Launch-Event nochmals zusammen, was das OnePlus 8T nun alles auf dem Kasten haben soll.

Auf der Front setzt OnePlus wie gewohnt auf ein AMOLED-Panel: 6,55 Zoll (16,64 cm) groß soll es sein und mit 2400 x 1080 Pixeln, also mit Full HD+, auflösen. Hierdurch erreicht das Display mit einem Seitenverhältnis von 20:9 eine Pixeldichte von 402 ppi. Mit 120 Hz Bildwiederholrate und einer Abtastrate von 240 Hz hievt OnePlus das 8T nun auf das bisherige „Pro-Level“ der eigenen Smartphone-Reihen. Beim verbauten Panel setzt OnePlus  nun wieder auf ein flaches Panel mit einer flexiblen OLED-Technologie.

Dies soll es erlauben, dass das Display rund 28 Prozent dünner ist als noch beim OnePlus 7T. Neben einer erhöhten Helligkeit von 1100 Nits soll es knackigere Farben liefern und breitere Betrachtungswinkel bieten. Zudem erlaubt die neue COP-Technologie (Chip-on-Panel-Technologie) nach eigenen Aussagen schmalere Display-Ränder sowie ein schmaleres „Kinn“ an der Unterseite des Smartphones. OnePlus verspricht zudem eine sehr genaue Farbwiedergabe. Unter dem Display sitzt wie in den letzten Modellen ein optischer Fingerabdruck-Scanner – wahlweise kann das Smartphone auch über die Frontkamera via Gesicht entsperrt werden.

Unter der Haube werkelt der Qualcomm Snapdragon 865 als SoC – hier setzt man nicht auf den etwas neueren 865 Plus. Voraussetzung für den Snapdragon 865 ist das Verbauen eines 5G-Modems (X55), auch die neue Mobilfunkgeneration und Wi-Fi-6 sind also mit von der Partie. Zur Seite stehen wahlweise 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Flash-Speicher oder 12 GB und 256 GB. In puncto Flash-Speicher macht OnePlus nun den Sprung auf das schnellere und sparsamere UFS-3.1-Speichermodul.

Auf der Rückseite prangt nun ein rechteckiges Quad-Kameramodul in der linken Ecke. Jenes ist bestückt mit einer 48-Megapixel-Hauptlinse (Sony IMX586, f/1.7), welche optisch und elektronisch stabilisiert ist. Zudem gibt es eine 16-Megapixel-Ultraweitwinkel, welche mit 123 Grad Sichtwinkel noch mehr aufs Bild bekommen soll (Sony IMX481, f/2.2). Außerdem verbaut, hat man im 8T auch eine 5-Megapixel-Makrolinse sowie eine Monochromlinse von 2 Megapixeln, welche für Tiefeninformationen und den Schwarz-Weiß-Filter als Ergänzung der Hauptkamera benutzt wird. Der Hauptsensor ist hierbei nichts Neues: Da setzte man schon im OnePlus 7 (Pro) drauf (und dem OnePlus 7T (Pro), OnePlus Nord sowie dem OnePlus 8). Der lichtstarke, neue Sensor aus dem OnePlus 8 Pro bleibt der „normalen Serie“ also abermals verwehrt. Selbes Spiel auch mit dem IMX481 aus dem Ultraweitwinkel: Jener kommt schon seit dem OnePlus 7T zum Einsatz und wird abermals recycelt. Immerhin fällt der Sichtwinkel mit 123 Grad nun ganze 7 Grad größer aus.

Mit der Hauptkamera sind Videoaufnahmen von bis zu 4K 60 fps möglich, bei der Ultraweitwinkelkamera stets nur 30 fps. Mit OxygenOS 11 finden auch Features Einzug, die es auch für die 8er-Serie gibt: Portrait Videos, ein Nachtmodus für Videos und ebenso ein Stabilisierungs-Modus, welcher neben dem OIS und EIS auch Gyroskopdaten mit einberechnet.

Das neue Kameramodul wurde wohl wegen eines neuen Antennendesigns und der neuen Kühltechnologie in die Ecke verfrachtet. Hier setzt man nun auf eine Dampfkammer, welche das Smartphone beispielsweise beim Laden kühl halten soll. Auch für den Ladevorgang soll das 8T somit kühl bleiben, trotz 65 Watt, die man mit der neuen, proprietären Warp-65-Ladetechnologie ins Smartphone pumpt – wohl das Highlight des neuen Modells. Der verbaute 4.500 mAh Akku ist hierbei zweigeteilt und soll sich binnen einer Viertelstunde auf eine „ausreichende Tageskapazität von ca. 60 Prozent“ laden lassen. Binnen 39 Minuten Druckbetankung soll das Smartphone komplett (also von 0 auf 100) geladen sein. 12 Temperatursensoren überwachen hierbei den Ladevorgang.

Auch an anderen PD-Netzteilen (Power Delivery) geht es mit 27 Watt schnell zur Sache. Zum Vergleich: In den letzten Modellen setzte man mit Warp Charge 30T auf die Aufladung mit 30 Watt. Das Warp-Charger-65-Netzteil ist im Lieferumfang beiliegend, ebenso ein doppelseitiges USB-C-Kabel mit USB 3.1. Warp Charge 65 ist im Übrigen abwärtskompatibel und lädt beispielsweise auch ein OnePlus 8 Pro mit vollen 30 Watt. Zudem unterstützt das beiliegende Netzteil auch selbst den Power-Delivery-Standard und kann mit 45 Watt Spielekonsolen, Tablets oder sogar sparsame Ultrabooks mit ausreichend Saft versorgen.

Auf dem OnePlus 8T läuft bei Marktstart direkt Android 11 mit dem Überzug OxygenOS 11. Hier verspricht OnePlus neben einem Always-On-Display auch eine verbesserte Einhand-Bedienung.

Mit Aquamarin Grün hat OnePlus eine neue Farbe im Portfolio, welche durch diffuse Reflexionen, trotz glänzender Oberfläche, Fingerabdrücke verdecken soll. Die graue Variante Lunar Silver setzt auf eine mattierte Oberfläche.

Das OnePlus 8T soll in der kleinen Ausstattung mit 8 GB RAM und 128 GB Flash-Speicher in den beiden Farben Aquamarin Green und Lunar Silver zu einem Preis von 599 Euro starten. Die große Variante mit 12 GB RAM und 256 GB Flash-Speicher gibt es nur in Aquamarin Green, jene schlägt mit 699 Euro zu Buche. Der Marktstart erfolgt nächste Woche, am 20. Oktober, Vorbestellungen sind ab sofort möglich.

RAM ROM Farben Preis Verkaufsstart Allg. Verfügbarkeit
8GB 128GB Aquamarine Green 599 Euro

 

20. Oktober 2020 www.oneplus.com/de

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Cyberport

DEINHANDY

Deutsche Telekom

Logitel

Mobilcom Debitel

Notebooksbilliger

Sparhandy

12GB 256 GB Aquamarine Green 699 Euro

 

8GB 128GB Lunar Silver 599 Euro

 

OnePlus 8T – Die technischen Daten

  • Display: 6.55’’, 2400 x 1080 pixels (402 ppi), 20:9, 120Hz Fluid AMOLED, Corning Gorilla Glass
  • Betriebssystem: OxygenOS 11 (auf Basis von Android 11)
  • SoC: Qualcomm Snapdragon 865
  • GPU: Adreno 650
  • 5G-Modem: Qualcomm Snapdragon X55
  • RAM: 8 bzw. 12 GB (LPDDR4X)
  • Speicherplatz: 128 bzw. 256 GB (UFS 3.1)
  • Kamera
    • Hauptlinse: 48 Megapixel, f/1.7, OIS & EIS, Sony IMX586
    • Ultra-Weitwinkellinse: 16 Megapixel, f/2.2, Sony IMX481, 123 Grad Sichtwinkel
    • Makrolinse: 5 Megapixel, Naheinstellgrenze 3 cm
    • Monochromlinse: 2 Megapixel
    • Sonstiges: Dual-LED-Blitz, Multi Autofokus (PDAF+CAF), Videoauflösung: max. 4K 60 fps
    • Frontlinse: 16 Megapixel, f/2.4, EIS, Sony IMX471
  • Akku: 4500 mAh
  • Schnellladetechnologien: Warp 65 (10V/6.5A, bzw. 65W), 27 Watt PD (Power Delivery)
  • Schnittstellen: USB Typ-C (3.1), Dual-SIM, 4G / 5G LTE, Wi-Fi 6, NFC, GPS, Bluetooth 5.1
  • Sonstiges: In-Display-Fingerabdruck-Sensor, Beschleunigungssensor, Kompass, Gyroskop, Umgebungslichtsensor, Abstandssensor, Flicker-Sensor
  • Abmessungen: 160,7 mm x 74,1 mm x 8,4 mm
  • Gewicht: 188 Gramm
  • Lieferumfang: OnePlus 8T, WarpCharge 65 Netzteil, WarpCharge USB-C auf USB-C Kabel (USB 3.1), Case, angebrachte Displayschutzfolie
  • Farben: Aquamarin Green (8GB/128 GB & 12 GB / 256 GB), Lunar Silver (8 GB / 128 GB)

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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13 Kommentare

  1. Gefühlt das 1000ste Android Gerät mit 6,5 Zoll. Mal schauen, wann der 1. auf dem Apple Zug aufspringt und auch mal wieder ein Handy kleiner als 5,5 Zoll auf dem Markt bringt, das technisch auf der Höhe der Zeit ist.

    • Wolfgang D. says:

      @Sebastian „kleiner als 5,5 Zoll auf dem Markt bringt, das technisch auf der Höhe der Zeit ist“

      Ja, Winzbildschirm in 4k Auflösung, wo der Chipsatz mangels Platz für Kühlung das Gerät zum Glühen bringt und der viel zu kleine Akku wie beim 12 Mini nach nem halben Tag leer ist. Das wollen bestimmt ganz viele Menschen.

      Hab mal zufällig in einem Straßenvideo gesehen, wie eine Mutti in Hongkong *gleichzeitig* zwei Phablets beim Kinderwagenschieben bearbeitet. Geht also.

      • Du weißt also jetzt schon, dass das S12 mini glühen wird und nach einem halben Tag leer ist?

        Wenn ich in meinem kleinen Mikrokosmos mit den Menschen reden, dann möchte niemand ein großes Handy. Größer als das S12 mini möchte keiner und so wird aktuell oft noch das SE 1. Generation benutzt.

        Gerade letztes WE musste ich jemanden enttäuschen, der ein neues Handy suchte und ich ihm dann zeigte, wie groß die alle sind und das in dem Preisbereich der sich vorgestellt wurde, es massenhaft Handys gibt mit 6,5 Zoll, aber keines zwischen 5-6.

        • Die Verkaufszahlen geben den Herstellern Recht.

          Mir persönlich wären die Geräte anfangs auch zu groß, aber mittlerweile weiß ich die Vorteile der großen Displays zu schätzen und würde nicht mehr zu so winzigen Displays wie früher oder bei einem iPhone SE zurück.

        • Wolfgang D. says:

          @Sebastian “ dass das S12 mini glühen wird“

          Nein, ich dachte du verstehst die Analogie. Natürlich drosseln moderne Chipsätze vorher die Leistung – aber weshalb soll man dann neueste Powerhardware verbauen, ohne ausreichende Kühlungsmäglichkeit. Die kürzere Akkulaufzeit „aus technischen Gründen“ hat Apple für das 12Mini übrigens schon bestätigt.

          Die Phantomdiskussion kommt doch nur immer wieder auf, weil die Leute Gehäusegröße vom LG Optimus Speed mit der Displaydiagonale moderner randarmer Smartphones verwürfeln. Ich habe hier meins mal aus der Schublade geholt und auf das Display vom Mi10L gelegt, das Neue ist nur deutlich länger.

          Oder hier mal die Layered View LGOS2x vs. 12Mini https://www.phonearena.com/phones/size/LG-Optimus-2X,Apple-iPhone-12-mini/phones/5021,11333

          Wenn man nachdenkt, 12Mini 5,4″ Display, das angeblich so riesige Iphone 8 Plus 5,5″ Display, kommt man sogar selber drauf. Ergo: Selbst das Mini ist nicht „klein“, nur die Maßstäbe passen nicht mehr zu modernen Smartphones.

  2. Ich hatte doch noch auf den besseren Kamera-Sensor aus dem 8 Pro gehofft.
    Wireless Charging wäre nett, aber hab ich bisher nie vermisst.
    700€ für die 256 GB Variante find ich okay.
    Geht ja schnell in Richtung 650€ oder im Angebot auch mal weniger.

  3. Eines von vielen und mittlerweile langweilig.

  4. Ich finde ja den Preis irgendwie interessant (das Gerät leider nicht). In US $749 ohne Steuer, in D €699 inkl. Steuer? Eher ungewöhnlich, oder?

  5. Schönes Gerät 🙂

  6. Der Nörgler says:

    Im letzten Jahr? Wir haben 2020. OnePlus stellt seit dem OnePlus 5 jährlich ZWEIMAL etwas im oberen Segment vor. Das OnePlus 8 und 8Pro kam ebenfalls dieses Jahr heraus, nicht letztes Jahr.

  7. Wolfgang D. says:

    Super weil endlich ohne Edge, wenn man die verbesserte Hardware im Vergleich zum Nord bezahlen mag.

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