OnePlus 8T Concept kommt mit Radar-Modul und elektrochromer Rückseite

In diesem Jahr haben wir bereits einige Konzept-Smartphones gesehen. Zumeist handelte es sich dabei um Smartphones mit Falt-Konzepten. Auch OnePlus hatte im Rahmen der CES zum Jahresbeginn ein Konzept-Smartphone, das OnePlus Concept One, präsentiert. Jenes konnte mit elektrochromem Glas vor den Kameralinsen jene verstecken oder als ND-Filter wirken. Die elektrochrome Glastechnologie kommt auch im OnePlus 8T Concept zum Einsatz, ein weiteres Konzept-Smartphone, welches OnePlus soeben offiziell vorstellte.

Wie der Name bereits vermuten lässt, basiert das OnePlus 8T Concept auf dem OnePlus 8T (hier mein Ersteindruck dazu). Die Technologien dazu entstammen dem Team „OnePlus Gaudí“ einem 39-köpfigen Designer-Team mit Sitz in Shenzhen, Taipeh, New York und Indien. Die Devise sei es, dass „Kunst Technologie herausfordert und Technologie Kunst inspiriert“. Das Ergebnis ist eine Mischung aus „organischem und industriellem Design“ im OnePlus 8T Concept. Inspiriert sei das Design durch die „Farben vom fließenden Wasser in den heißen Quellen von Pamukkale in der Türkei“.

Die Rückseite des neuen Konzept-Smartphones enthält einen elektrochromen Farbwechselfilm: Durch den Valenzzustand der Metallionen unter variierender Spannung wird das Metalloxid im Glas aktiviert und verändert seine Farbe von Dunkelblau zu Silber. Einsatzzweck sei beispielsweise das Aufblinken bei eingehenden Anrufen. Die Notification LED hat man – und auch viele andere Hersteller – aufgrund schmaler Displayränder bekanntlich wegrationalisiert und durch die Edge Notifications bei einigen Smartphones ersetzt.

Zudem hat man sich ein mmWave-Modul hergenommen. Mag man denken, dass das ja in einigen 5G-Smartphones (zumindest für den US-Markt) steckt. Richtig und man setzt auch auf dasselbe Prinzip, man verwendet es jedoch als Radarmodul: Das mmWave-Modul sendet und empfängt elektromagnetische Wellen. Durch digitale Signalverarbeitung (DSP) und Signal- und Informationsverarbeitung in der CPU kann das Gerät „Objekte wahrnehmen, abbilden, lokalisieren und verfolgen“. So lässt sich das Smartphone mit Gesten, ganz ohne Berührung steuern. Kennen wir bereits von Googles Project Soli, welches man vorerst jedoch den Produktivgeräten in der neuen Pixel-Reihe wieder entzogen hatte. Ich bin gespannt, was da 2021 mehr in diese Richtung kommt, Apple macht da ja recht ansehnliche Schritte mit dem Ultrawide-Band, ich hoffe da tut sich auch etwas mehr im Android-Segment – denn die Möglichkeiten, die dies eröffnet, sind umfangreich.

Die Radar- und elektrochrome Technologie kombiniert man zudem zu einem weiteren Feature: Dank mmWave-Radar ist das 8T Concept in der Lage, als Atmungsmonitor zu dienen. Es kann also die Atmung des Nutzers registrieren. Visualisiert wird das Biofeedback durch die synchron ändernden Farben des elektrochromen Glas auf der Rückseite.

Vorteile für Nutzer
Die Kombination der wechselnden Farben auf der elektrochromen Rückseite des OnePlus 8T Concept mit der mmWave-Sensortechnologie ist nur der erste Schritt, um eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Interaktion von Menschen mit ihren Smartphones zu eröffnen.

  • Berührungslose Benachrichtigungen – ECMF kann Farben für einen eingehenden Anruf blinken lassen und Nutzer können den Anruf mit einer einfachen Geste annehmen oder ablehnen. Auf diese Weise können Nutzer das OnePlus 8T Concept mithilfe von Gesten steuern, ohne das Gerät zu berühren.
  • Atmungsmonitor – Die mmWave-Technologie kann die Atmung eines Nutzers registrieren, sodass sich die Farbe synchron ändern kann und das Smartphone effektiv zu einem Biofeedback-Gerät wird. Das OnePlus 8T ECMF atmet mit seinem Nutzer.

Wie eingangs beschrieben, handelt es sich um ein Konzept-Smartphone. Es wird also aller Voraussicht nach nie den Weg – zumindest in dieser Form – in den Handel finden. Könntet ihr euch dennoch vorstellen, dass derartige Funktionen in künftigen Smartphones Einzug halten werden?

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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2 Kommentare

  1. Noch mehr Strahlung ausgesetzt. Nein danke

  2. Daniel Pauna says:

    Ja natürlich, kann ich mir das vorstellen.
    Alles was der menschliche Geist sich vorstellen kann, wird eines Tages auch realisiert werden. Wir stehen gerade am Anfang der elektronischen und physikalischen Möglichkeiten. Es wird zu viel Komfort aber auch zu viel Leid führen. Ist halt der Preis dafür. Aufhalten wird man diese Entwicklung nicht mehr können.
    Das Handy könnte irgendwann durch eine Uhr mit ausziehbarem Display und später durch Bio-Implantate ersetzt. Telefonie wird über ein im Ohr eingebautes Akustik-System erfolgen. Naja, nur so ein paar Gedanken 🙂 In jedem Fall werden wir zu diesem Zeitpunkt absolut gläsern sein.

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