Oculus Rift: Virtual Reality-Headset wird mehr als 350 Dollar kosten

artikel_oculusriftVirtual Reality, man liest viel davon, so richtig auf dem Markt angekommen ist das Ganze aber noch nicht. Zwar gibt es vielversprechende Ansätze wie Samsungs Gear VR, diese Lösung erfordert jedoch ein Smartphone als Kernkomponente. Oculus Rift wird direkt mit verbautem Display (und vielen weiteren technischen Bestandteilen) kommen, logisch, dass da der Preis höher ausfällt. Wie hoch dieser sein wird, ist weiterhin nicht bekannt, aber es ist nun bekannt, dass Oculus Rift mehr als 350 Dollar kosten wird. Das erzählte Palmer Luckey, seines Zeichens Oculus-Gründer, in einem Interview mit RoadToVR.

350 Dollar standen für Oculus Rift im Raum, der Preis wurde für die Developer Kits von Oculus Rift ausgerufen. Das wird aber nicht der Preis sein, für den das Gadget in den Handel kommt. Zahlreiche Verbesserungen gegenüber den Developer Kits sorgen dafür, dass man diesen Preis nicht erreichen wird. Luckey erklärt, dass man zwar eine Version für 350 Dollar anfertigen könne, diese dann aber nicht die bestmögliche sei. Nutzer sollen mit Oculus Rift komplett zufrieden sein, auch wenn der Preis dadurch höher ausfällt.

Keine Kompromisse bei der Hardware, dafür das beste VR-Headset, das man kaufen kann. Luckey ist sehr zuversichtlich, dass die Kunden dies zu schätzen wissen. Durch die Partnerschaft mit Samsung und anderen wird es allerdings mehrere VR-Möglichkeiten geben, zu unterschiedlichen Preisen. Oculus Rift wird dann quasi das High-End-Modell sein, während günstigere Lösungen zwar vielleicht mehr Menschen erreichen, aber auch nicht das bieten werden, was Oculus Rift bietet.

Dass Oculus Rift nicht billig werden wird, war abzusehen. Wo liegt denn Eure preisliche Schmerzgrenze, falls Ihr überhaupt Interesse an dem VR-Headset habt?

(via Ars Technica)

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10 Kommentare

  1. hat tatsächlich irgendjemand erwartet, dass es die finale oculus brille für 350 dollar geben wird? dieser preis wäre vor 2 jahren noch realistisch gewesen, aber im jahr 2016 werden auch vierstellige beträge für smartphones langsam alltag, dann darf auch für eine 3d-brille mehr verlangt werden. google macht es vor. und der EU-aufschlag auf unterhaltungsgeräte wird bleiben, bis das freihandelsabkommen durchgewinkt wurde. ich rechne mit einem preis für die oculus nicht unter 800 euro.

  2. die Frage ist: „wo liegt die, Verzeihung, Kotzgrenze?“

  3. @ roo:
    Fraglich ist doch, ob vierstellige Beträge für Smartphones dem tatsächlichen Nutzwert entsprechend angemessen oder reine Abzocke sind.

    @ Daniel:
    Warum Kotzgrenze? Ich kann zwar mit einer VR-Brille auch nicht viel anfangen, aber es mag ja Leute geben, die einen sinnvollen Zweck dafür gefunden haben. Ich für mein Teil warte bis zur Realisierung von Otherland.

  4. Also ich hätte eh nie $350 erwartet. Ich bin noch bei 500-600€ dabei.

  5. @Tchooe der Mehrheit aller Nutzer wird nach mehr oder weniger langem Tragen einer VR Brille einfach furchtbar schlecht. Die Frage ist wie gut sie diesen Effekt bis zur Markteinführung im Griff haben. Sonst seh ich generell schwarz für VR, egal was die Brille dann kosten mag.

  6. @ Daniel:
    Das Problem liegt vermutlich in der Abkopplung des Sehsinns von allen anderen Sinnen, d. h. das Gehirn muss eine visuelle Wahrnehmung verarbeiten, die u. U. in keiner Weise mit den beispielsweise vom Gleichgewichtsorgan übermittelten Werten in Einklang zu bringen ist. Wie man das nur durch die Brille in den Griff bekommen will, ist mir schleierhaft. Es braucht wohl doch so etwas wie die in Otherland beschriebenen Geltanks.

  7. Ist ja toll das man jetzt weiß was es nicht kosten wird. Wie wäre es aber langsam mal mit einer konkreten Aussage wann es rauskommt? Bald können sie da auch nen Duke Nukem Logo draufpappen.

  8. Nachdem ich die Oculus getestet hatte wusste ich das ich die Brille haben will. 500-600€ Wären für mich noch vertretbar. Bei höheren Preisen muss ich erstmal abwarten wie sich der Preis über die Dauer verhält und wie die Brille von den Entwicklern angenommen wird.

  9. für mich kommt es auf die anwendungen, spiele etc. an die erhältlich sein werden und wie „frei“ das alles sein wird… erst dann kann ich entscheiden was ich dafür bereit bin zu zahlen.

  10. Ich würde mir die Brille erst kaufen wenn ich wirklich überzeugt wäre und den Mehrwert zu anderen vr Möglichkeiten sehen würde. Da ich sie leider noch nicht testen konnte und in absehbarer Zeit wohl nicht testen kann, würde ich sagen 300 Euro wären schon absolute Schmerzgrenze. Angenommen sie würde mich total überraschen, wäre auch mehr drin.