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O2 startet neues Angebot für digitalen Schulunterricht

O2 startet ein neues Angebot für den virtuellen Schulunterricht. In diese Richtung schaut man sich ja nun generell mehr um, da die Corona-Krise auch Schüler und Lehrer vor Herausforderungen stellt. Und wie ich da aus meinem Bekanntenkreis berichten kann, in dem sich mehrere Lehrer tummeln: Weder die Schulpolitik noch die einzelnen Schulen waren bisher auf das E-Learning wirklich vorbereitet.

O2 will Schulen nun ein Digitalpaket liefern, das quasi die komplette Grundausrüstung für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht beinhalte. Wobei ich da mal selbst ergänzen möchte, dass es häufig nicht in erster Linie an der Ausrüstung hapert, sondern an den Medien- und Technikkompetenzen der Lehrer. Da müsste es Fortbildungen und kontinuierliche Hilfestellungen und Ansprechpartner geben. Denn es ist nicht damit getan einer Lehrkraft ein Tablet in die Hand zu drücken und quasi zu sagen: „Hier, mach mal!“

Laut O2 sei man sich dessen jedoch bewusst und biete nicht nur Hard- und Software an, sondern auch umfassende Information und Beratung. Dazu findet der CEO von O2, Markus Hass, auch klare Worte zum Stand der Dinge: „Noch sind unsere Schulen schlechter mit IT ausgestattet als die in Kasachstan.“ Auch O2 handelt aber freilich nicht aus Altruismus, denn das Digitalpaket für Schulen von O2 Business hat seinen Preis. Das Digitalpaket für Schulen von O2 Business kostet 33,99 Euro (netto) monatlich pro Paket. Buchbar ist das Paket nur für Schulen, die auch im Digitalpakt Schule förderungsberechtigt sind. Die Mindestvertragslaufzeit liegt bei 24 Monaten.

Das Digitalpaket für Schulen beinhaltet laut O2 drei Komponenten:

  • Der erste Teil des Pakets umfasst die Technik. Diese besteht pro Paket aus einem Apple iPad 8. Generation (32 GB, Wi-Fi, 4G) und einem O2 Business Datentarif mit unbegrenztem nationalen LTE-Datenvolumen. Ferner können Schulen Lerninhalte für ihre Schulklassen individuell festlegen und zum Beispiel aus einer Liste mit den Top-200-Lern-Apps auswählen.
  • Der zweite Teil des Pakets enthält die IT-Unterstützung mit der darin enthaltenen Administrations-Lizenz (Mobile Device Management/MDM) für die Einrichtung und Verwaltung der Geräte.
  • Teil drei bietet Information und Beratung durch O2 Business.

Schulen, die bereits Geräte angeschafft haben, können auch einzelne Bestandteile des Digitalpakets für Schulen buchen. Mal sehen, wie das Angebot von O2 von Schulen angenommen wird.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Doch, es hapert in erster Linie häufig an der Ausrüstung.

  2. Ja, es hapert in der Regel an der Ausrüstung.
    GGf. noch eine einheitliche Plattform

  3. “ hapert, sondern an den Medien- und Technikkompetenzen der Lehrer. JEIN ! Ich unterrichte „nebenberuflich“ an Berufsfachschulen und habe selber ein Kind in Unterstufe Gym. Problem ist meiner Erfahrung nach nicht irgendeine Kompetenz, sondern Problem ist die Bereitschaft der Lernenden, im häuslichen Umfeld sich den Stoff anzueignen. So, wie bereits mannigfach erwiesen ist, dass HomeOffice brutal un-produktiv ist, muss man einfach feststellen, dass im Distanzunterricht unwiederbringlich verloren geht, was „Lehre“ ausmacht: Die Interaktion ! OK, die Sache ist alternativlos, da müssen wir durch – aber wir müssen die Grenzen der Methode anerkennen. Interessant übrigens auch das Gejammere der Leute, sie hätten kein Geld für die IT. Aha – ein Wischbrett für viele hundert Euro vorhanden, aber kein Geld für einen refurbished-Rechner ? Seitens der Lehrer ist noch anzumerken, dass der Aufwand für Vorbereitung und Nachbereitung jeglichen zeitlichen Rahmen sprengt. Für mich persönlich Faktor drei, abzüglich eingesparte Anfahrtszeit noch immer viele Stunden Mehraufwand, der „nebenberuflich“ nicht abzufangen ist.

  4. Und an der Internetverbndung. Hier 25 und 16 Mbit/s. Und dann stelle man sich vor 34 Klassen machen gleichzeitig was mit „Internet“. Cool

  5. Meine Frau ist Lehrerin, deshalb ist das Thema bei uns und im Bekanntenkreis natürlich öfters ein Thema, Schulpflichtige Kinder haben wir auch.
    Das Benutzen der Lernplattformen durch Schüler und Lehrer ist in der Regel kein Problem, da gibt es nur ein paar ältere Kolleginnen, die das ablehnen. Ob sie die Lerninhalte auf einer Plattform bereitstellt oder auf Papier ausdruckt, ist kein riesiger Unterschied, denn vorbereiten muss sie die Stunde sowieso. Und digital kann man noch weiter Medien, z.B. Videos verlinken.
    Was eher ein Problem ist: die Auswahl einer geeigneten Plattform. Die Beurteilung ob und wie eine Plattform datenschutzkonform zu benutzen ist, wird größtenteils auf die Schulleiter und Lehrer abgewälzt. Zentral von der Landesschulbehörde bereitgestelltes gab es vor ein paar Monaten jedenfalls nicht.
    Als weiteres die Infrastruktur, dafür ist der Schulträger verantwortlich, hier die Gemeinde. Internetanschluss ist vorhanden, ältere Rechner auch. Allerdings ist seit den Ferien das WLAN in der Schule defekt. Die Gemeinde hat einen Mitarbeiter für alle Schulen in ihrem Bereich, bis der das repariert und Mittel dafür zur Verfügung stehen, vergehen Monate. Leider ist das etwas, das noch in vielen Köpfen drin ist, das sind nur ein paar Computer und LAN, das kann irgendwer von den Lehrern machen. Nein, das geht nicht! Die Heizung reparieren, das undichte Dach ausbessern oder eine Steckdose anschließen, das machen auch Handwerker, die das gelernt haben – genau so kann man operativen IT-Betrieb auch keinen Laien nebenbei machen lassen.

    • Jepp, ich bin seit dem ersten Herunterfahren des öffentlichen Lebens im März und den darin gemachten Erfahrungen ganz klar der Auffassung: Schulen brauchen eine Art „digitaler Hausmeister“. Ohne eine solche Funktion wird das Thema Distanz-Unterricht nicht so funktionieren, wie diese Methode es wenigstens technisch möglich machen würde (dass dann die echte zwischenmenschliche Interaktion immer noch fehlt wird auch der natürlich nicht ausgleichen).

  6. Warum sollen eigentlich Schuljahre auf Teufel-komm-raus absolviert werden wenn wegen der Pandemie einfach im Moment nicht die voraussetzungen für einen echten, sprich präsenz-Unterricht bestehen? Was geht eigentlich verloren wenn ein Schuljahr oder -halbjahr nicht gezählt wird und alle eben ein halbes oder ganzes jahr später abgehen, dafür aber mit vernünftig sprich im klassenverband vermittelten Inhalten? Muß denn alles immer in x Jahren absolviert werden? hatten wir nicht erst den irrweg mit dem Abitur in 12 oder möglichst noch weniger Jahren? lasst den kiddys doch zeit , gebt ihnen statt immer mehr Anforderungen muße zum echten Lernen Alles wieder etwas langsamer , gemächlicher . täte uns allen gut. Wir sind nun mal keine fliessband-menschen und das große „C“ wäre eine tgute Gelegenheit sich wieder dessen bewußt zu werden . Dann dauert eben Schule oder Uni ein jahr oder auch zwei länger – na und ? Wen stört es? Vielleicht lernen wir dann wieder besser wenn wir mehr Muße dafür haben .

  7. Übrigens noch was zum Thema „Schulen und Vernetzung“: ich habe auch ein Abitur und ein Fachhochschulstudium hingelegt – mein Google hieß „Stadtbibliothek“, mein DSL hieß „leseausweis“ und ich bekam statt Pings ab und zu kärtchen auf denen was von „Leihfrist überzogen“ stand. Schreibmaschine , Bücher und Notizzhettel funktionieren und funktionierten auch auf dem land , im Wald oder auf dem Klo , wenn man sich darauf beschränkte tagsüber zu arbeiten sogar ohne elektrisches Licht. Nun soll mir keiner sagen ein Abi oder Fachhochschulabschluß von „damals“ sei weniger wert . Geht guter Unterricht , ggutes Lernen wirklich nur noch online ? ich wurde in den 60er Jahren eingeschult … ja das ist lange her . Aber es gab auch damals schon „multimedia“ klar dann mit Strom – Schulfunk im Radio, in den Dritten TV-Programmen gab es echtes ildungsfernsehen , Telekolleg usw. Alles über Broadcast , analoges TV und FM-Radio oder Tonbänder _kostenlos-, wenn man mal von den allgemeinen TV-Gebühren absah in jede Hütte . Terrestrisches Radio und auch TV waren flächendeckend für jederperson empfangbar … he ging auch ohne Glasfaser ins kleine Försterhaus . Ich finde wenn man sich heute Gedanken macht wie man bildung in jedes haus bringen kann sollte man den Gedanken einr terrestrischen rundversorgung mit echter Flächendeckung, bildungsfernsehen für alle , (Wieder-)Aufbau von Stadt- und Dorfbüchereien odr „rollende“ Büchereien fürs land mal wieder ernsthaft in Betracht ziehen. Und wir wären die ganzen Verschwörungstheoretiker in den (un-)sozialen netzwerken auch los. Damals mußte man schon Däniken heissen um seine ungewöhnlichen Theorien zu veröffentlichen – und ich finde die „prä-Astronautik“ oder die „Tonbandstimmen-Esotheriker“ sehr sehr viel symphatischer als die Eisenhutträger von heute. Die zündeten nämlich keine infrastruktur an und schlugen keine Migranten.

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