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Kostenfallen sind ok: Union argumentiert gegen Gesetz zum Schutz von Verbrauchern

Die SPD wollte gerne ein Gesetz einführen, das Verbraucher vor Kostenfallen bei Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen schützen sollte. Etwa wollte man die Laufzeit von Mobilfunkverträgen begrenzen. Der Union, die typischerweise ja eher aufseiten der Industrie steht, passte der Plan jedoch nicht. Man argumentiert damit, dass das geplante Gesetz zu weit gehe und für die Wirtschaft zu unangemessenen Belastungen führen könnte.

So werfen Sprecher der CDU dem Bundesjustizministerium vor, dass das Gesetz über das eigentliche Ziel hinausschieße. Das Gesetz nennt sich „Gesetz für faire Verbraucherverträge“ und wurde im Januar 2020 vorgestellt. Es sieht vor, dass z. B. Fitnessstudios, Telekommunikationsunternehmen (also auch Mobilfunk- und Festnetzanbieter) und Energieversorger nur noch Neuverträge mit maximalen Laufzeiten von 12 Monaten abschließen dürfen. Automatische Verlängerungen seien nur für maximal 3 Monate erlaubt. Und die Kündigungsfrist dürfe nur noch maximal einen Monat betragen.

Die SPD wiederum stimmt der Argumentation der Union nicht zu und unterstellt der Gegenseite den Verbraucherschutz zu vergessen. Zumal das Gesetz der Wirtschaft nicht schade, sondern sie potenziell belebe. Denn wer schneller und fairer aus einem bestehenden Vertrag aussteigen könne, schließe auch schneller einen neuen für ein besseres Angebot ab. Das sorge für mehr Fairness und Dynamik im Wettbewerb, so die SPD. Die CDU hält dagegen, dass dadurch für Unternehmen Planungs- und Investitionssicherheit verloren gehe.

Zudem würde das SPD-Gesetz laut CDU gar nicht den Kunden dienen. Es gebe dann für Unternehmen weniger Möglichkeiten Kundentreue zu belohnen und attraktive, langfristige Angebote zu gewähren. Der Leiter des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, folgt allerdings der SPD-Argumentation. Viele Menschen hätten in der Corona-Krise mit finanziellen Einbußen zu kämpfen: „In dieser Situation sind Verträge mit langen Laufzeiten und langen Kündigungsfristen eine besondere Belastung.“

Zumal viele Angebote, etwa Fitnessstudios, während des Lockdowns gar nicht nutzbar seien. Da brauche es bessere Regelungen, um in solchen Fällen für den Verbraucher faire Lösungen zu ermöglichen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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116 Kommentare

  1. Beide Seiten haben Recht.
    Bei Mobilfunkvrträgen haben sich 24 Monate seit Jahrzehnten etabliert und das gibt den Firmen etwas Planungssicherheit für den Mobilfunkausbau. Außerdem werden so subventionierte Handys ermöglicht.

    Für Verbraucher wären kürzere Vertrahslaufzeiten natürlich besser. Aber ob langfristig auch, ist nicht sicher.

    • Die Firmen müssen sich halt umstellen! Sorry aber dein Argument finde ich absolut daneben. Kein Vertrag sollte unkündbar sein.

      • Die Verträge sind ja auch nicht unkündbar, sondern nur zu einem Zeitpunkt der zuvor von beiden Parteien zustimmend festgelegt wurde.

        Bin auch kein Fan von extrem langen Vertragslaufzeiten, aber gerade im Mobilfunk gibt es genug Tarife ohne Laufzeit bzw. nur mit einem Monat Laufzeit.

        Das Reduzieren der Kündigungsfrist auf 1 Monat fände ich aber absolut sinnvoll!

    • Subventionierte Handys?
      Glaubst du wirklich daran?
      Das ist nichts anderes als Ratenzahlung.

      • Als ob man das so pauschal beantworten könnte. Klar gibts Verträge bei denen man das Smartphone am Ende nur auf raten zahlt und nichts spart, genauso gibts aber auch Verträge und Aktionen, bei denen der Tarif am Ende gratis ist oder 2€ monatlich kostet, was deutlich unter dem Einzelpreis liegt.

        Bischen rechnen sollte natürlich jeder, bevor es den Vertrag abschließt.

      • Korrekt, die Zeiten von nennenswert subventionierten Endgeräten sind schon länger vorbei.

    • Das ist es, was der Großteil der Kunden nicht schnallt. Die FIrmen subventionieren Dir nichts. Du bezahlst das Handy halt nur auf Raten, weil es der Anbieter in den Monatspreis eingerechnet hat.

      Es ist sogar oft schon so, dass Du günstiger kommst wenn Du ein Vertrag ohne Laufzeit nimmst und das Gerät selbst kaufst.

      Auch das Argument der CDU, Firmen hätten ohne Lazfzeit weniger Möglichkeiten Kundentreue zu belohnen. Das ist Bullshit. Gerade wenn es keine Laufzeit gibt, muss der Anbieter Treue belohnen.
      Wenn der Kunde doch eh geknebelt ist …

      • Stimmt zu und verstehe das Argument, Möglichkeit der Kundentreue zu nehmen. Denn gerade hier treten die meisten Firmen ihre langjährigen Kunden mit Füßen, es sei denn du kündigst. Dann wirst du auch noch zu gespamt. In meinem Fall wollte yourfone meine Kündigung erst per Rückruf bestätigen, was natürlich eine Lüge war.

        • Gerade die Mobilfunkfirmen, Stromanbieter, Gasanbieter usw. benachteiligen ihre Bestandskunden massiv und systematisch.

          • Leider war, ich hab meinen Mobilfunkvertrag auch gekündigt und einen Tag später einen neuen abgeschlossen – zu Neukundenbedingungen, die deutlich besser sind als das beste Angebot, was ich bei einer Verlängerung erhalten hätte.

            Und die Telekom wird mit Sicherheit bei Apple für iPhone entsprechende Konditionen bekommen bei der Annahmemenge, die die haben. Selbst mein AG bekommt die, wir kaufen auch viele iPhone jedes Jahr.

            Die Kunden wollen ihre „günstigen Handy“ weil die einfach nicht rechnen können. Die zahlen lieber hohe Monatsgebühren und bekommen dann das neues Smartphone für paar Hundert Euro vermeidlich gesponsert.
            Dabei ist es kein Problem, Mobilfunkverträge mit monatliche Kündigungsmöglichkeit zu bekommen, nur eben nicht mit einem iPhoen12 ProMax für 300,- dazu.

            • Das wird ja auch aktiv so gelebt von den Anbietern.
              Ich war bei der Telekom und habe meinen Vertrag gekündigt. Man bot mir zwar ein Rücknahmeangebot an, dieses war aber erheblich (!) schlechter als die Neukunden Konditonen.

              Habe dann verhandelt, aber da war nichts zu machen. Am Schluss wurde ganz klar gesagt, bessere Konditionen gibt es nicht, aber ich kann den neuen Vertrag einfach auf meine Frau (gleicher Haushalt, gleicher Anschluss) abschließen dann gilt das als Neukunde und wir bekommen die besten Konditionen.

              Völliger Irrsinn, aber bevor ich mehrere hundert Euro verbrenne, läuft es dann halt so.

              • Dei Telekom war sogar so unflexible, das man mir nicht mal einen Vertrag ohne Smartphone anbieten konnte, wo ich das 2 Wochen später das iPhone nachbestellt hätte – frühestens nach 3 Monaten hätte ich den Vertrag ändern und ein Handy bestellen können.
                Hab das die Kündigung bestehen lassen, eine Woche Später neuen Vertrag abgeschlossen und bekomme noch bessere Konditionen als ich als Neukunde bei der direkt Telekom bekommen hätte.

                Ich weiss nicht, warum die Provider in der Beziehung so dämlich sein können – Neukunden kosten denen im Ersten Moment deutlich mehr Geld als einem Bestandskunden vernüftige Konditionen zu geben Ist aber leider bei Telekom und Vodafone gängige Praxis.

          • Die Verträge werden ja gerade im Bereich Gas und Strom nicht nur verlängert, sondern auch zu deutlich schlechteren Konditionen über dem Marktdurchschnitt weitergeführt. Für mich ist das Abzocke und nicht ohne Grund passiert das genau in dieser Kombination.

    • Was für ein QUATSCH!!!
      Das gilt NUR in dem Zeitraum der Eschließung eines neuen Marktes. NICHT jedoch wenn dieser gesättigt ist. Hier klaut man sich nur gegenseitig die Kundschaft und KNEBELT sie für 24 Monate an sich. NIX ANDERES!!!

      Deshalb sind die CDU/CSU und FPD die BITCHES und SKLAVENhilfsHALTER der NATION.

      • Vielleicht würde man dich eher für voll nehmen, wenn du deine Argumente anständig rüberbringen würdest. So wirkt es nur peinlich.
        Es wird niemand in diesem Land geknebelt einen 24 Monatsvertrag zu unterschreiben. Und wer sich die Kündigungsfristen nicht merken will oder kann, kündigt gleich ab Tag 1. Dann passiert auch keine ungewollte Verlängerung.

        • Dein Vorschlag macht keinen Sinn.
          Ich habe im Kundenservice gearbeitet. Es gibt diverse Gründe, warum es falsch ist. Meinst du jeder besitzt einen Kalender wo er sich alles abstrichelt oder meinst du vielleicht, im Leben passieren nicht auch andere Dinge? Ich verstehe nicht, warum du unbedingt milliardenschwere Telko-Unternehmen Recht zusprechen musst. Es sollte zum Selbstverständnis des Verbraucherschutz sein, Rechte des Verbrauchers zu stärken und dafür zu sorgen, dass das Preis-Leistungs-Angebot besser wird. Wir sind in der EU fast das einzige Land, das keine 1-Jahresverträge anbietet, ein schlechtes Leistungspaket anbietet und generell sehr unattraktiv ist. In DE bekommst du Unlimited für 90€ im Monat. Im Europäischen Ausland schon ab 15€ meistens so 30-50€
          Hier läuft einiges falsch.

    • „Bei Mobilfunkvrträgen haben sich 24 Monate seit Jahrzehnten etabliert“ … der war gut. You made my day. Thanks.

      Bei der Postbeförderung haben sich Kutschen über Jahrhunderte etabliert.

      Wenn nix anderes angeboten wird, als Verträge mit 24 Monaten Laufzeit, 12 monatiger automatischer Verlängerung und Kündigungsfristen von 3 Monaten, kann sich auch nix anderes etablieren.

      Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen.

      Hat eigentlich jemand ernsthaft etwas anderes von der Union erwartet?

    • Firmen wie O2 haben es doch eh schon ausgelagert und so könnten es andere auch handhaben. Finanzierst du dein Handy über uns bekommst du Tarif xyz günstiger – mit 2 separaten Verträgen (SmartPhone + Tarif). Mit der neuen Regelung würde sich dann gar nicht so viel ändern, bis auf den Punkt dass die Verbraucher mehr handhabe bei der automatischen Verlängerung hätten bzw aus dem Tarif früher rauskämen.

      • Selbst bei der Telekom Tochter Congstar kann man neustes Smartphones im Ratenkauf beziehen, Laufzeit 24 Monate – kostet das selbe wie bei Einmalzahlung – Preis ist identisch mti dem Apple-Store.
        Welchen Tarif du da zu nimmst ist vollkommen egal., da kann ich auch PrePaid oder einen Laufzeitvertrag mit monatlicher Kündigung nehmen.

  2. Ein sinnvoller Kompromiss wäre:

    Ne Vertagslaufzeit von 24 Monaten bleibt erlaubt, aber danach gibt es nur ne kurze Verlängerung und kurze Kündigungfrist.

    So sind dann beide Seiten zufrieden gestellt. Die „Kostenfalle“ ist ja die automatische Verlängerung um ein ganzes Jahr, bloß weil man ne Frist versäumt hat.

    • Auf keinen Fall! 2 Jahre Laufzeit müssen weg. Das ist absolut nicht zeitgemäß und peinlich für den Verbraucherschutz, wenn man DE mit unseren EU-Migliedsstaaten vergleicht. Der Altmeier ist zusammen mit dem Scheuer der unangenehmste Mensch, den ich als Politiker erlebt habe

      • Niemand zwingt dich, einen Vertrag über 25 Monate abzuschließen. Es gibt bei JEDEM Provider die Möglichkeit, monatlich kündbare „Verträge“ zu schließen. Teilweise auch mit Smartphone.
        Und diese sind unwesentlich, wenn überhaupt, teurer.
        Ich habe seit vielen Jahren schon keinen 24 Monate Tarif mehr. Ich möchte flexibel auf Tarifänderungen reagieren können und mich nicht nach 2 Monaten ärgern, weil irgendwo ein billigerer Tarif mit besseren Bedingungen released wird.
        Aber das muss jeder für sich selber entscheiden. Den meisten Personen ist es schlicht egal, solangen sie sich um nichts kümmern müssen. Dort wird bereitwillig ein fixer Preis jeden Monat gezahlt. Auch haben schätzungsweise 85-90% der Deutschen ihr Smartphone deutlich länger als 2 Jahre im Betrieb.
        Meistens sind es die „Nerds“ oder Personen, die gern die neuste Hardware nutzen wollen (ich schließe mich hier ein) und jedes Jahr oder teilweise noch öfter ein neues Smartphone kaufen. Und für die sind die 24 Monats Tarife eh nichts.

        • Deine Statistiken sind leere Hüllen. Niemand zwingt mich? Die Telekom wirbt mit StreamON, das allein ist schon mit ein Grund, warum ich Telekomkunde bin.
          Das Bedürfnis deckt sich aber nicht mit dem Preis-Leistungs-Angebot. Es ist in Deutschland nicht nur zu teuer, die Vertragsbedingungen sind obendrauf extrem schlecht, genauso wie Leistungen.
          Und bestätigt wird das alles, wenn ich DE mit dem Rest von Europa vergleiche, wo 1 Jahresverträge zum Standard gehören, teilweise sogar monatlich kündbar und unmimited Datenvolumen bereits für 15-40€ OHNE Zwang zu einem Festnetzvertrag MIT Hotspotfreigabe. Wenn es danach geht, zu sagen, dass mich keiner zu etwas zwingt, sähe das Leben für viele ziemlich bitter aus. Du hast glaube ich nicht viel Ahnung von Marktmacht.
          Die SPD muss sich durchsetzen, nicht nur damit es Verbraucherfreundlicher wird, sondern auch das Preis-Leistungs-Angebot besser wird. InnDE verdienen sich Anbieter dumm und dämlich ohne ernsthaft etwas dafür zu leisten. Das muss aufhören.

  3. Ich kann die CDU Seite verstehen.
    Zumindest mit erreichen der Volljährigkeit sind wir letztendlich doch alle mündige Bürger.
    Wenn sich jemand einen Vertrag (z.B. für ein Fitness-Studio oder Handy) nicht richtig durchliest
    und die Konsequenzen nicht abschätzen kann, kann es nicht Aufgabe der Politik sein,
    da einzuschreiten. Ein wenig ist man für sein Leben auch selbst verantwortlich.

    Und das schreibt jemand der früher im Einzelhandel Finanzierungen für Kunden (z.B. Playstations für 300 €)
    zu 15,66 % Zinsen gemacht hat. Ich habe die immer darüber über den Zinssatz und Laufzeit aufgeklärt,
    aber es ist nicht meine Aufgabe zu sagen:
    „Junge denk mal nach was Du da tust“, oder „Alter, das würd ich nicht machen“.

    • Das Problem ist das ein Großteil der Kunden niemals diese Dinger durchliest und der ganz große Teil der Verkäufer nicht über die Konditionen aufklärt. Selbst wenn viele es durchlesen sind im Detail immer noch Klauseln versteckt die man kaum verstehen kann bzw. die man im Zweifelsfall drehen kann wie man will. Gerade die Aufgabe der Politik ist es die Unwissenden zu schützen. Es kann nicht sein das ich unterschreibe und nichts mehr dagegen machen kann. Gerade junge Menschen werden gerne „hereingelegt“. Alternativ sollte man Verkäufer massiv bestrafen die bewusst Konditionen verschweigen.

      • <>

        Warum nicht? Wenn ich was unterschreibe, muss ich mir vorher überlegen welche Konsequenzen das hat. Wir sind alle clever und mündig. Oder nicht?
        Ich sage, Vertrag ist Vertrag. Und wenn „niemand“ sich das Kleindruckte durchliest, selber schuld. Zu was wären denn Verträge gut, wenn man sie einfach so nach Gutdünken in die Tonne kloppen könnte?

        Von daher, VORHER überlegen, nicht hinterher jammern.

        PS: Ich gehöre wohl zu den wenigen, die im Regelfall die AGBs wirklich lesen (nicht bei jedem kleinen Online-Kauf, aber garantiert wenn die Summe einen größeren Betrag erreicht oder ich mich für längere Zeit binden soll). Und wenn ich etwas nicht verstehe oder mir suspekt vorkommt, dann lasse ich es eben. Ist ganz einfach, man muss sich nur mal von der „Haben-wollen-Mentalität“ verabschieden.

      • Dafür gibt es seit einigen Jahren die sogenannten Produktdatenblätter. Dort werden in wenigen Zeilen, die Leistungen und die Kosten (ohne Promotion) dargelegt. Wer es dann immer noch nicht schnallt, der ist vielleicht mit Prepaid besser dran.

    • Die übliche Scharade wieder, SPD schlägt gute Sachen vor, solange die keine Chance auf Verwirklichung haben. CDU lehnt natürlich ab, da will ja niemand die lukrativen Beziehungen zu den großen Firmen auf’s Spiel setzen, man will schließlich später noch in den Aufsichtsrat, Beraterverträge etc.

    • @HPK
      Die die Politik der Gesetzgeber ist auch für den DAB (dümmsten anzunehmenden Bürger) zuständig und muss auch ihn vor sich selbst schützen.
      Wenn andere (kürzere) Laufzeiten sich etablieren, dann werden sich die Verkäufer auch dementsprechend verbraucherfreundlich in der Aufklärung umstellen (müssen).

      • Das Problem ist aber auch, dass WENN die Politik den DAB vor sich selbst schützen will, dieser plötzlich „querdenkt“, sich in seinen Rechten beschnitten fühlt, ein Stück Stoff vor dem Mind zu tragen eine riesige Tragödie ist und er auf die Barrikaden geht. 😛

      • Warum muss die Politik Bürger vor sich selbst schützen? Ein mündiger Erwachsener ist für seine Handlungen und Taten immer noch selbst verantwortlich.

        Erst nach Regulieren rufen und sich dann hinterher beschweren dass reguliert wird.
        Ach so, ich vergaß, regulieren dürfen die natürlich nur wenn es zu MEINEM Vorteil ist.

    • Wenn du aber heute nen Vertrag im Fitnesscenter machst, dann kannst du kannst du dich entweder anmelden oder aber nicht. Auf deine Wünsche , was die Vertragsgestaltung angeht, wird man nämlich NULL eingehen. Das Problem ist hier die Gleichschaltung, da alle Anbieter nahezu identische Vertragsbedingungen haben.

  4. Wie in anderen Ländern würde es dazu führen das prepaid verschwindet. Aktuell wird prepaid durch Laufzeit Verträge subventioniert.

    • Quellen, Länderbeispiele?

    • Dann ist es eben so! Meiner Meinung nach kein Argument um an Knebelverträgen festzuhalten.

    • Schwachsinn. PrePaid wird nicht durch Laufzeit subventioniert. In den USA gibt es alle Vertäge ohne Laufzeit als „Bring you own Device“. Laufzeit kommtverst rauf, wen Du ein Gerät zu Ratenzahlung wählst. Das geht da schon seit Jahren so. Prepaid gibt es da auch noch, hat aber weniger Leistung und ist etwas teurer.

      Immer wenn ich in den USA bin hole ich mir ne PrePaid und die Verkäufer von T-Mobile USA versuchen mir immer die PostPaid ohne Laufzeit zu verkaufen.

    • Wie kommst Du denn auf diese abwegige Behauptung, Laufzeitverträge würden Prepaid subventionieren?

    • Blödsinn.
      Verträge sind meistens ohnehin teurer als Prepaid. Der Unterschied in DE ist aber: Du bist im EU-Vergleich was das angeht (Vertrag) die schlechtesten Leistungen

  5. Für mich ist das eine völlig falsche Denke. Der Kunde sollte nicht beim Anbieter bleiben, weil er 24 Monate vertraglich an den Anbieter gebunden, sondern weil der Kunde zufrieden ist. Die CDU-Taktik fördert daher weder den Wettbewerb, noch ist sie kundenfreundlich. Denn so wird nur eines gefördert, das fiese Neukundengeschäft, bei dem es mit allen Mitteln nur um das gewinnen neuer 24-Monate-Verträge geht. Nicht um Kundenzufriedenheit, gute Leistungen, freundlichen Service usw.

    Aber naja, Union halt. Der Deutsche steht auf Kontinuität und da werden sie geholfen. Im Guten wie im Schlechten.

  6. „Es gebe dann für Unternehmen weniger Möglichkeiten Kundentreue zu belohnen und attraktive, langfristige Angebote zu gewähren.“
    – Sorry, aber seit wann und von wem wird Kundentreue belohnt?

    • Kundentreue wird nur dann „belohnt“, wenn man rechtzeitig kündigt und sich die Firmen auf einmal mit Angeboten überschlagen, dass man diese doch bitte zurücknehmen soll. Ein unwürdiges Spiel für beide Seiten.

      • Dem Spiel kann man ganz einfach entkommen. Hatte das schon bei der Telekom und bei Vodafone – Handyverträgen. Einfach beim ersten Anruf, oder gleich bei der Kündigung sagen, daß man keine weiteren Anrufe möchte. Das wird dann vermerkt und man hat seine Ruhe.
        Bei 1&1 kann ich da jetzt nichts negatives sagen. Hab meinen Vertrag und beide meiner Eltern dort gekündigt und bei dem meiner Mutter hat mich die Dame an der Hotline sogar darauf hingewiesen, daß sie ja sieht, daß der Vertrag nicht genutzt wird (nur noch über WLAN) und man direkt auf einen laufzeitungebundenen Vertrag umstellen kann. Haben dann auf die Restlaufzeit 60€ gespart, was eigentlich noch zu zahlen gewesen wären. Also Top Service

    • Unrühmliches Beispiel für die Ignoranz gegenüber langfristigen Kunden ist 1&1. Vertragsverlängerungen gibt es ohne Eingriff immer nur zu wesentlich schlechteren Bedingungen als für Neukunden. Erst wenn man kündigt, bekommt man von einer anderen Abteilung bessere Angebote. Hab das Spiel gerade mit zwei Verträgen durch, ist also nicht aus der Luft gegriffen.

      • Um 1&1 „in Schutz zu nehmen“ – das ist bei jedem Anbieter so. Darum kündige ich meine Verträge grundsätzlich vor Ablauf und warte auf den Anruf/gehe für die nächste Laufzeit woanders hin.

        Die setzen dabei halt darauf, dass manche nicht so richtig wissen, dass es keine attraktiven Konditionen mehr nach dem Ablauf sind und den Vertag einfach so weiterführen. Und darum wird das auch so bleiben, denn das ist bei vielen der Fall. Total bescheuertes Spiel für Bestandskunden das alles, aber leider ist das so.

        • Interessant wird es natürlich, wenn hier mal sowas wie bei der Stromanbieter-Diskussion mit „Bonushopper“ durchgeht (was es Gott sei Dein erstmal nicht tat). Ich bin mir sicher, man arbeitet mit aller Kraft daran 😉

    • Daran sieht man doch, dass der Altmeier nur alles nachredet, was ihm vorgesagt wird

  7. Das Beispiel mit den Fitnessstudios am Textende ist so nicht ganz richtig: Da sie von Amts wegen geschossen sind, handelt es sich im eine sog. vorübergehende Unmöglichkeit für das Studio, seine Leistung zu erbringen. Und genau deshalb muss man als Nutzer in der Zeit auch nichts zahlen. Ob das gut oder fair für die Studios ist, ist allerdings eine andere Frage.

    • Hallo Frank , niemand wird gezwungen ein Fitness-Studio zu eröffnen . Wenn es aus hygienischen/gesundheitlichen Gründen geschlossen wird ist das eben unternehmerisches Risiko. Warum soll ich als Verbraucher das tragen? Soll sich der unternehmer doch gegen Verdienstausfall versichern . Dann kann er die prämien , also sein Risiko , über die kostenrechnung in die tarife für die Kunden einpreisen. so funktioniert Betriebswirtschaft wenn man sie beherrscht.

  8. Ich bin auf jeden Fall für besseren Schutz der Verbraucher. Verträge sollten auf jeden Fall automatisch enden und die Firmen sollten aktiv um den Kunden buhlen. Warum anders herum? Der deutsche Markt ist attraktiv und würde sich Grundlegend verändern. Grundsätzlich gehören lange Verträge per Gesetz verboten und genaustens definiert was die Unternehmen dürfen und was nicht. Stillschweigende Verlängerungen sind eine Frechheit. Grundsätzlich gehören alle Verträge die dem Kunden schädigen verboten.

    Genauso Kostenfallen, der Vertrag verlängert sich und kostet dann mehr. Das ist der Hammer und hat schon so manchen ruiniert.

    Kein junger Kollege, der ich bisher über seinen Vertrag befragt habe, ist sich über seine Gesamtkosten seiner abgeschlossenen Verträge im klaren. Wenn man die fragt was der Vertrag in zwei Jahren kostet werde ich meist ganz Planlos angeschaut.

    Die Firmen verdienen durch solchen Gesetzten die momentan gilten Milliarden. Warum müssen wir als Bürger das hinnehmen? Was interessieren mich der Umsätze der Unternehmen?

    Ich hoffe die SPD wird sich mit ihren Vorstoß durchsetzen! Das erste Mal seit langem das mir etwas gefällt was die SPD macht.

    • @Legomio
      „Das erste Mal seit langem das mir etwas gefällt was die SPD macht.“

      Wohl eher nicht alles mitbekommen (was die SPD macht)…
      Als (immer mehr unbedeutender werdender) Juniorpartner (SPD) kann man eben in einer Koalition einer Demokratie nicht mehr machen.
      Meist sind es eben nur Kompromisse…

    • „Verträge sollten auf jeden Fall automatisch enden und die Firmen sollten aktiv um den Kunden buhlen.“

      Wenn ich so verplant bin, dass ich nicht weiß, dass der Vertrag nach 1-2 Jahren teurer wird, weiß ich auch nicht, dass der Vertrag automatisch endet. Und dann stehe ich auf einmal ohne Internet, Telefon, … da und gucke dumm aus der Wäsche. Und das „aktiv buhlen“ gefällt mir auch nicht, rufen dann alle Anbieter vor Vertragsende an und nerven mich noch mehr mit ihren bescheuerten Marketiungsprüchen? Nein Danke.

      • Und du findest es normal, dass Internet und Telefon teurer werden bei gleicher Leistung? Bei Strom kann ich es ja noch nachvollziehen aber bei den erstgenannten sind die Kosten wohl in zwei Jahren eher gefallen.

      • „Wenn ich so verplant bin, dass ich nicht weiß, dass der Vertrag nach 1-2 Jahren teurer wird, weiß ich auch nicht, dass der Vertrag automatisch endet. Und dann stehe ich auf einmal ohne Internet, Telefon, … da und gucke dumm aus der Wäsche.“

        Wir leben ja nicht mehr in der Steinzeit, spätestens innerhalb von 24 Stunden hat man doch einen neuen Vertrag (ggf. bei einem neuen Anbieter).

    • Automatisch enden macht null Sinn. Und hat auch nix mit Verbesucherschutz zu tun.

  9. Hallo Caschy, ich weiß nicht, ob Du das lesen kannst:
    Wenn man auf der Blog Homepage surft und einen Link anklickt, erscheint fast jedes Mal ein PopUp-Werbefenster, dass sich mittig über den ganzen Bildschirm legt. Das muss man schließen und den Link nochmals anklicken. Wenn man unten im Footer auf Transparenz klickt, steht da in Fettdruck: Hier gibt es keine Werbe-PopUps. Daher vermute ich, dass Euer Werbe-Vermittler Euch das heimlich unterjubeln.

    Passiert bei mir auf dem Mac unter macOS 11 Big Sur. Vielleicht kannst Du mal gucken? Ich glaube, dass ist so nicht von Euch gewollt. Danke.

  10. Also mir persönlich ist es eigentlich egal. Ich lasse mich auf kein Abo oder Laufzeitvertrag ein. Ich habe eine Prepaidkarte die mir persönlich reicht. Dazu für mich billiger als ein Vertrag. Handys kaufte ich grundsätzlich als „frei“ Handys ordne Branding. Und wie jetzt gerade, hier hat ein Anbieter ein Netz gebaut was funktioniert, wechsel ich halt. Bin sehr zufrieden mit dem Model. 12 Monate sehe ich zwar als gut an, aber dann werden die Verträge teurer. Ich weis von Congstar (wo ich kein Kunde bin) das man auch monatliche Kündigung wählen kann, dafür die Aktivierungsgebühr höher ist. Finde ich eine Lösung die ich auch noch mitgehen kann.

  11. Ach die CDU mal wieder. Alles was dem Bürger nützt wird gekippt, alles was die Industrie und Lobbyisten wünschen wird umgesetzt.
    Mobilfunkverträge für den Kunden begrenzen? Gekippt.
    Recht auf Homeoffice? Gekippt.
    Leistungsschutzrecht, Uploadfilter? Na klar.
    Solar und Windkraft? Nur wenn es die großen Energiekonzerne bevorzugt, sagt der Altmeierknick.
    Abschaffung privater Kommunikation? Seehofer sabbert schon.

    Usw. usw.. Die Union macht seit Ewigkeiten Politik für eine vermögende Minderheit zulasten aller Bürger. Und trotzdem werden die immer wieder gewählt.
    Was soll man da noch sagen.

    • Tja, und das Argument „nur weil es bisher immer so war, ändern wir es nicht“ für Unternehmen, ist auch nicht stichhaltig

    • Genau. Bei der CDU ist es ähnlich wie bei Trump:
      Ich frage mich immer, woher die ganzen dummen Wähler kommen, die Politiker wählen, die gegen ihre eigenen Interessen handeln.

      • @Carsten

        Nennt sich „Prinzip Hoffnung“, oder vielleicht „der Feind meines Feindes ist ein Freund“.

        1) Geht’s der Firma gut, geht’s der Arbeitskraft auch gut. 2) Wir Fundis mögen den (Trump) nicht, aber er unterstützt unsere Ziele (Abtreibungsverbot), also bekommt er die Stimme.

        Jeder verrät seine Ideale halt, so gut es geht. Die angeblich Konservativen sind da kein Stück anders als der Rest der Menschheit.

    • Bessere Vertrags- und Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie:

      nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies vollmundig angekündigt, dann erst mal 3-4 Monate Gras über die Sache wachsen lassen, jetzt gekippt.

    • „Sozial ist, was Arbeit schafft.“ – Wer hat’s gesagt?

  12. Es gibt keinen wirklichen Grund Verträge mit langen Laufzeiten anzubieten. Wenn man einen guten Service bietet bleiben die Kunden auch ohne Knebelverträge. Meist beihalten Mobilfunkverträge mit längeren Laufzeiten Kostenfallen. Da sieht ein Vertrag auf den ersten Blick lohnenswert aus, im Kleingedruckten liest man aber dass dieser nur Rabbatiert ist nach 24 Monaten wesentlich mehr kostet wenn nicht vorher gekündigt wird. Ich möchte nicht wissen wieviele Kunden dann ein ganzes Jahr lang (oder länger) einen viel zu teuren Vertrag mitschleppen….
    Es gibt ja inzwischen auch Verträge mit der Möglichkeit monatlich zu kündigen … Und diesen Anbietern geht’s ja auch nicht schlecht. Insofern sind alle Argumente für eine lange Vertragslaufzeit hinfällig.
    Ich kenne ein Service-Angebot (im B2B Geschäft) ohne eine feste Laufzeit (kein Mobilfunk) wo andere Anbieter nur Laufzeitverträge anbieten. Da kann man ein Servicepaket tagesgenau buchen und kündigen bzw. auch komplett kündigen.
    Bezahlt werden nur die aktiven Tage. Für mich ein Beweis, dass es auch ohne Laufzeiten funktionieren kann.

  13. „Es gebe dann für Unternehmen weniger Möglichkeiten Kundentreue zu belohnen und attraktive, langfristige Angebote zu gewähren“
    Hanebüchen. Dann gibt’s eben ab dem ersten und/oder zweiten Jahr satte Rabatte, wo ist das Problem?
    Wenn ein Kunde dann trotzdem kündigt, hat man entweder immer noch zu schlechte Preise oder hat bei Service/Leistung verk*ckt. In ALLEN Fällen ist die längere Vertragsbindung zum Nachteil für den Verbraucher…

  14. Ich bin da ausnahmsweise auf Seiten der Unternehmen: Die Vertragsfreiheit sollte wirklich nicht eingeschränkt werden. Wenn jemand einen Vertrag auf 24 Monate anbietet, soll er das machen dürfen.

    Allerdings sollten Unternehmen nicht mit Preisen und Konditionen werben dürfen, die nicht über die gesamte Vertragslaufzeit gelten, und die nicht auf den ersten Blick nachvollziehbar sind. Das gilt nicht nur für die Mobilfunkbranche. Die Preisauszeichnung sollte genau so standardisiert werden, so wie es auch im Handel sonst vorgeschrieben ist. Preis pro Monat oder pro Jahr, Vertragslaufzeit direkt drunter schreiben. Punktum.

    Die Unsitte, Mobilfunkverträge mit „€5,66“ zu bewerben, und dann im Kleingedruckten irgendwo „pro 26 Tage, aber nur für die ersten zweieinhalb Monate, danach €12,48 pro zweieinhalb Wochen, Mindestvertragslaufzeit 28 Monate“ unterzubringen, sollte ein Ende haben. Im Supermarkt steht beim Mehl ja auch nicht „€0,80 pro 76g, aber nur für die ersten 120g der 5-kg-Packung.“

    • Gut argumentiert. Wenn ich nicht rudimentär Excel beherrschen würde, wäre ich auch aufgeschmissen. Aber da ich es kann, weiß ich auch, was hinten raus kommt.

  15. Kundentreue wurde noch nie belohnt, der „faule“ Kunde wird immer nur in die Pfanne gehauen. Bessere Angebote gibt es doch nur nach Kündigungsandrohung. Für mich ist es absolut nicht nachvollziehbar, warum ein Vertrag im dritten Jahr mehr kosten sollte. Nach zwei Jahren ist diese Leistung in der Regel weniger wert, vor allem bei Mobilfunkverträgen. Das ist reines auspressen der Kunden, die die Kündigung vergessen und das halte ich für kein legitimes Geschäftsmodell. Würde der Mobilfunkausbau in Deutschland funktionieren, könnte man sich sicherlich mal Gedanken machen ob der Eingriff nicht ein funktionierendes Modell zerstört, aber das tut er bekanntlich nicht. Deutschland liegt irgendwo hinter Aserbaidschan.

  16. Köllefornia says:

    Hallo zusammen,
    wenn ich die Überschrift und die Kommentare so betrachte, empfinde ich das als sehr weltfremd,
    aus folgendem Grund:

    Telefonica Deutschland – 55 % seit 5 Jahren
    Deutsche Telekom -10 % seit 5 Jahren
    Freenet -44 % seit 5 Jahren
    Drillisch -54 % seit 5 Jahren
    Vodafone – 56 % seit 5 Jahren
    United Internet – 29 % seit 5 Jahren

    Dax + 22,11% seit 5 Jahren
    Tec Dax + 70 % seit 5 Jahren

    Quelle Onvista

    Die Firmen verdienen seit Jahren sehr gut, wie man an den Kursen unschwer erkennen kann,
    das wird an den Aktienmärkten auch entsprechend honoriert. Nein tun sie nicht.

    Die Sache mit den Vertragslaufzeiten war und ist im Koalitionsvertrag einfach nicht vereinbart gewesen.
    Der Rest der „fairen Verbraucherverträge“ schon. Wenn die kurzen Vertragslaufzeiten kommen sollten,
    wird der Handel das größtenteils nicht überleben. Deutschlands größter unabhängiger Händler die Phillion AG mit ca. 300 Shops ist aktuell schon insolvent. Jeder kann in Deutschland auch jetzt schon, sein für ihn passendes Modell auswählen, 2 Jahre 1 Jahr monatsweise täglich. Also warum noch eine Regelung dazu. Bei Ceck 24, im Mediamarkt und selbst punktuell bei den Netzbetreibern bekommt man ein Handy für etwa den gleichen Preis, den man auch ohne Vertrag zahlen würde(Laufzeit 2 Jahre). Ergo ist der Vertrag „umsonst“. Ist doch klar das das nicht nach 2 Jahren so weitergehen kann.

    Grüße

    • Das kann die Wirtschaft am besten in Deutschland: Sich arm rechnen und Dinge beschwören, die kommen werden. Wie oft haben wir das schon gehört? Es wird gemacht und getan, am Ende läuft es genauso weiter wie sonst. Du postest hier irgendwelche Daten. Die Telekom hat zuletzt ein erneutes Plus bekannt gegeben.

  17. Kompromiss wäre, als Standard nur die kurze Laufzeit zu setzen, wer unbedingt länger will (und die beschriebenen Vorteile (welche?) mitnehmen will), kann das auch gerne tun!

  18. Hallo zusammen,
    wenn ich die Überschrift und die Kommentare so betrachte, empfinde ich das als sehr weltfremd,
    aus folgendem Grund:

    Telefonica Deutschland – 55 % seit 5 Jahren
    Deutsche Telekom -10 % seit 5 Jahren
    Freenet -44 % seit 5 Jahren
    Drillisch -54 % seit 5 Jahren
    Vodafone – 56 % seit 5 Jahren
    United Internet – 29 % seit 5 Jahren

    Dax + 22,11% seit 5 Jahren
    Tec Dax + 70 % seit 5 Jahren

    Quelle Onvista

    Die Firmen verdienen seit Jahren sehr gut, wie man an den Kursen unschwer erkennen kann,
    das wird an den Aktienmärkten auch entsprechend honoriert. Tun sie wohl doch nicht.

    Die Sache mit den Vertragslaufzeiten war und ist im Koalitionsvertrag einfach nicht vereinbart gewesen.
    Der Rest der „fairen Verbraucherverträge“ schon. Wenn die kurzen Vertragslaufzeiten kommen sollten,
    wird der Einzelhandel das größtenteils nicht überleben. Deutschlands größter unabhängiger Händler die Phillion AG mit ca. 300 Shops ist aktuell schon insolvent. Jeder kann in Deutschland auch jetzt schon, sein für ihn passendes Modell auswählen, 2 Jahre 1 Jahr monatsweise täglich. Also warum noch eine Regelung dazu. Bei Ceck 24, im Mediamarkt und selbst punktuell bei den Netzbetreibern kann man ein Handy für etwa den gleichen Preis, den man auch ohne Vertrag zahlen würde bekommen(Laufzeit 2 Jahre). Ergo ist der Vertrag „umsonst“. Ist doch klar das das nicht nach 2 Jahren so weitergehen kann.

    Grüße

  19. Typisch CDU halt.

    Es wäre ja schon viel gewonnen wenn man die gängigen, hochgradig unseriösen, Bedingungen in den Mobilfunkverträgen mit 3 Monaten (!) Kündigungsfrist und automatischer Verlängerung um 1 weiteres Jahr unterbinden würde.

    Dabei geht es ausschließlich um die Hoffnung, dass der Kunde die Kündigungsfrist verpennt.

    • Und das sind nicht wenig Kunden. Fast keiner hat Lust alle 2 Jahre zu kündigen. Es geht nicht um Planungssicherheit, denn die meisten Kunden sind bei den drei großen Netzbetreibern und die wechseln sich halt immer was die Kunden angeht. Es geht um den Fakt, dass man sich halt ungern um solche Dinge kümmert, das weiß die Wirtschaft. Gute Politik würde dem ein Ende setzen! Die SPD muss standhaft bleiben. Wie sieht es denn bitte aus, wenn DE in der EU fast das einzige Land ist, wo die Vertragsbedingungen Anti-Verbraucher gestaltet wurden

      • Natürlich weiß das die Wirtschaft, dass die meisten Kunden zu faul sind alle 1-2 Jahre eine Kündigung raus zu schicken. Sehe das auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis regelmäßig. Da werden in vollem Bewusstsein mehrere hundert Euro jedes Jahr verbrannt, nur weil man zu faul ist eine Kündigung zu schicken und 5 Minuten für einen neuen Stromanbieter zu investieren.

        • Das hat nix mit Faulzeit zu tun. Es in Deutschland nicht einfach Verträge zu kündigen, es ist ja nicht erlaubt, mündlich zu kündigen.
          Außerdem verwenden Vergleichsportale Cookies die am Ende zeigen, wie oft du nach einem Angebot suchst, wenn es denen zu viele Vergleiche sind, kann es schon mal sein, dass du gar kein Angebot mehr bekommst. Außerdem ist es unabhängig davon: Die Laufzeiten sollten aus mehreren Gründen verkürzt werden.

          • Naja, eine Mail schreiben ist jetzt nicht die Herausforderung :).
            Wer es sich zur Angewohnheit macht Verträge gleich zu kündigen kann entspannt eine Mail schreiben und auf die Kündigungsbestätigung warten.

            Hat bei mir noch immer wunderbar funktioniert.

        • Es ist in DE teuer und schlecht. Es sollte günstiger und mehr Leistungen geben. Oder eben bei aktuellen Preisen bessere Leistung. Wir sind das einzige Land in der EU, das so schlecht und teuer ist. (Übrigens in vielen Bereichen ^^)

  20. Der einzig für mich plausible Grund für Vertragslaufzeiten mit 24 Monaten war mal die Handy-Subvention. Also ein teures Gerät wesentlich günstiger zu bekommen und dafür eine lange Bindung in Kauf nehmen. Nur sind die Preise für die schicken Smarphones im freien Handel meist wesentlich niedriger als die Angebote der Anbieter und somit uninteressant. Ok, Ausnahmen sind dabei ganz neue Modelle, aber wer mal ein paar Monate warten kann …

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